Bei welchem Gehalt bekommt man kein BAföG?

Gefragt von: Margret Schuler-Schiller
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Man bekommt kein BAföG mehr, wenn das anrechenbare Einkommen der Eltern (oder des Ehepartners) sowie das eigene Einkommen und Vermögen bestimmte Freibeträge übersteigen; es gibt keine starre Gehaltsgrenze, sondern es wird individuell berechnet, aber z.B. ein verheiratetes Elternpaar mit nur einem Kind darf über 2.540 € monatlich verdienen, um den vollen Anspruch zu verlieren, während Studierende 6.672 € Einkommen pro Jahr (ca. 556 €/Monat) anrechnungsfrei haben, bevor es gekürzt wird.

Bei welchem Einkommen kein BAföG?

Beim BAföG gibt es verschiedene Freibeträge: Der wichtigste für Studierende ist der eigene Zuverdienst (Minijobgrenze), der 2025 bei 556 € monatlich liegt und anrechnungsfrei bleibt, während Elternfreibeträge für verheiratete Paare (2.540 €), Alleinerziehende (1.690 €) und Kinder (770 €) das Elterneinkommen mindern, bevor es auf den BAföG-Anspruch angerechnet wird, wobei es ab 2026 eine Erhöhung der Minijobgrenze auf 603 € gibt. 

Wie hoch ist die Einkommensgrenze für BAföG?

Beim BAföG gibt es keine starre Einkommensgrenze, sondern Freibeträge, die je nach Familiensituation (verheiratete/getrennte Eltern, Kinder) berechnet werden und vom Gesamteinkommen abgezogen werden; für verheiratete Eltern liegt der Grundfreibetrag bei 2.540 € monatlich, für Alleinerziehende bei 1.690 € (Stand 2025), und auch das eigene Einkommen und Vermögen des Studierenden werden angerechnet, wobei für Studierende selbst Freibeträge und Vermögensgrenzen gelten (z.B. 15.000 € Vermögen). 

Wie viel darf ich verdienen, ohne dass das BAföG gekürzt wird?

Du verdienst dir nebenbei oder in den Ferien etwas dazu? BAföG kannst du trotzdem bekommen – bis zu 992 Euro sind jeden Monat für dich drin. Bei einem 556-Euro-Minijob wird von der Förderung nicht mal was abgezogen.

Wann bekommt man kein BAföG mehr?

Man bekommt kein BAföG mehr, wenn man die Altersgrenze (meist 45 Jahre bei Studienbeginn), die Regelstudienzeit überschreitet, ein zu hohes Einkommen oder Vermögen hat (eigene oder elterliche), den geforderten Leistungsnachweis nicht erbringt oder das Studium abbricht; es gibt jedoch wichtige Ausnahmen, etwa bei der zweiten Ausbildung oder familiären Gründen, die eine Förderung über diese Grenzen hinaus ermöglichen können.
 

Studieren ohne Bafög (oder mit zu wenig Bafög) || +Neues Baföggesetz

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Wann verliert man den BAföG-Anspruch?

Dein BAföG-Anspruch endet nicht, wie viele denken, nach der Exmatrikulation, sondern tatsächlich bereits dann, wenn Du den Entschluss zum Studienabbruch oder Fachrichtungswechsel bekannt gegeben hast.

In welchen Fällen wird BAföG abgelehnt?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre, mit Ausnahmen) überschreit, die Regelstudienzeit stark überschreitet, bereits einen ersten Hochschulabschluss hat (z.B. Master nach Bachelor), Teilzeit studiert, bestimmte Vermögensgrenzen überschreitet oder die nötigen Leistungsnachweise nicht erbringt. Auch bei Nichtbestehen der Zwischenprüfung ohne anerkannte Gründe kann die Förderung entfallen. 

Was passiert, wenn ich als Student mehr als 520 € verdiene?

Während der Vorlesungszeit dürfen Studierende nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, um andere Vorteile nicht zu verlieren. Übersteigt das regelmäßige Gesamteinkommen im Jahr 2025 556 Euro im Monat, müssen sich Studierende selbst krankenversichern und Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen.

Wie viel Geld darf man haben, um noch BAföG zu bekommen?

Die BAföG-Vermögensgrenze liegt für Studierende unter 30 Jahren bei 15.000 € und für Studierende ab 30 Jahren bei 45.000 €, wobei zusätzlich Freibeträge von 2.300 € pro Ehepartner und Kind gelten. Übersteigt das Vermögen diese Freibeträge, wird der Mehrbetrag durch die Anzahl der Bewilligungsmonate geteilt und monatlich vom BAföG-Satz abgezogen, bis das gesamte Vermögen aufgebraucht ist. 

Wie viel Geld bräuchte man, um den Rest seines Lebens nicht mehr arbeiten zu müssen?

Um „nie wieder einen Tag in Ihrem Leben arbeiten zu müssen“, müssen Sie im Allgemeinen das 25-fache Ihrer voraussichtlichen jährlichen Ausgaben nach der 4%-Regel ansparen. Dies hängt jedoch wahrscheinlich von Ihrem Lebensstil, Ihrem Renteneintrittsalter und Ihren sonstigen finanziellen Zielen insgesamt ab.

Welches Einkommen ist für das BAföG relevant?

Beim BAföG zählt grundsätzlich alles, was du (oder deine Eltern/Ehepartner) steuerpflichtig verdienst – also Lohn, Gehalt, Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte. ABER es gibt Freibeträge (z.B. für Nebenjobs bis ca. 556 €/Monat), und Einkommen wie Elterngeld, Waisenrente (mit Freibetrag) oder bestimmte Stipendien (bis 300 €) werden speziell behandelt. Entscheidend ist meist das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr (bei Eltern) oder das aktuelle Einkommen (bei dir als Studierende(r)), wobei bei wesentlicher Einkommensminderung ein „Aktualisierungsantrag“ gestellt werden kann, um das aktuelle Einkommen anzusetzen. 

Wie viel darf man als Student verdienen ohne BAföG?

Als Student ohne BAföG dürfen Sie unbegrenzt Geld verdienen, aber es gibt wichtige Grenzen für Steuern, Sozialabgaben und Krankenversicherung: Bis ca. 11.784 €/Jahr (Stand 2024) zahlen Sie keine Einkommensteuer (Grundfreibetrag), bei einem Minijob (aktuell 556 €/Monat) entfallen meist Arbeitnehmerabgaben, und für die kostenlose Familienversicherung dürfen Sie nicht mehr als ca. 520 €/Monat (Stand 2024) verdienen, sonst müssen Sie sich selbst studentisch versichern. Wichtig: Arbeiten Sie als Werkstudent nicht mehr als 20 Std./Woche, bleiben Sie in der Regel studentisch krankenversichert, unabhängig vom Verdienst. 

Wann bekommt ein Student kein BAföG?

Studenten bekommen kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder das eigene Einkommen zu hoch ist, sie die Regelstudienzeit oder die Altersgrenze (i.d.R. 45 Jahre) überschreiten, zu viele Leistungsnachweise fehlen, ein Zweitstudium begonnen wird oder die Ausbildung nicht förderungswürdig ist (z.B. duales Studium, Fernstudium, Pflichtpraktika), aber es gibt auch Ausnahmen. 

Wie hoch muss das Einkommen der Eltern sein, um BAföG zu bekommen?

Am häufigsten wird gefragt, ab welchem Elterneinkommen man BAföG erhält. Eine Antwort darauf ist jedoch schwierig, weil keine fixe Einkommensgrenze existiert.

Wie hoch ist der Freibetrag für das BAföG?

Beim BAföG gibt es verschiedene Einkommensfreibeträge: Sie dürfen als Studierende/r bis zu 6.672 € pro Jahr (556 €/Monat) verdienen (Minijob-Grenze), ohne dass Ihr BAföG gekürzt wird. Für die Eltern gibt es ebenfalls Freibeträge, etwa 2.540 € für verheiratete Eltern (Stand 2025). Wenn Sie bereits einen Abschluss haben, gelten andere Regeln, aber auch dann können Sie bis zur Minijobgrenze anrechnungsfrei dazuverdienen. 

Wer bekommt BAföG und wer nicht?

Wer bekommt Bafög und wer nicht? Du hast einen Rechtsanspruch auf Bafög, wenn Du nicht genug Geld für Wohnung, Leben und Deine Ausbildung oder Dein Studium hast (§ 1 BAföG). Ob Deine Berufsausbildung, Deine Schulausbildung oder Dein Studium durch Bafög gefördert werden kann, hängt von Deiner Ausbildungsstätte ab.

Wie viel Geld darf man auf dem Girokonto haben mit BAföG?

Beim BAföG darfst du bis zu 15.000 € eigenes Vermögen haben (ab 30 Jahren sogar bis zu 45.000 €), ohne dass es deine Förderung kürzt; darüber hinaus gehende Beträge werden anteilig auf deinen BAföG-Satz angerechnet. Was als Vermögen zählt, sind Sparguthaben, Bausparverträge, Wertpapiere, aber auch Autos (ab einem bestimmten Wert) und Immobilien. 

Ist BAföG ab 25 Elternunabhängig?

Ja, elternunabhängiges BAföG ist ab 25 möglich, oft sogar einfacher, da das Einkommen der Eltern dann meist nicht mehr zählt, wenn du vor dem Studium mindestens fünf Jahre gearbeitet hast, eine abgeschlossene Ausbildung und danach mindestens drei Jahre gearbeitet hast, oder wenn du bei Studienbeginn über 30 Jahre alt bist, wobei auch andere Fälle (z.B. Waisen, unbekannter Aufenthaltsort der Eltern) zählen, da das Gesetz hier eine Förderung ohne elterliche Einbeziehung vorsieht, wenn die Eltern nicht unterhaltspflichtig sind oder die Förderung gefährdet wäre. 

Kann man als Student 1000 Euro verdienen?

Vielleicht etwas ungewöhnlich, doch für Studierende ist die Teilnahme an medizinischen Studien praktisch. Mehr als Zeit muss man oft nicht mitbringen. Wer gesundheitlich fit ist und es sich traut der Wissenschaft zur Verfügung zu stehen, kann sogar 1.000 Euro bis 2.000 EUR pro Studie verdienen.

Wie viel darf ich zum BAföG dazuverdienen?

Du darfst zum BAföG dazuverdienen, wobei dir monatlich ca. 556 Euro (Minijob-Grenze 2025) komplett anrechnungsfrei bleiben; alles, was darüber hinausgeht, wird vom BAföG abgezogen, aber nicht dein gesamtes Einkommen gekürzt, sondern nur der übersteigende Betrag, was bedeutet, dass sich ein Nebenverdienst immer lohnt und du bis zu rund 992 Euro insgesamt verdienen kannst, bevor der BAföG-Satz wirklich sinkt. 

Was passiert, wenn ich als Student mehr als 8000 Euro verdiene?

Was passiert wenn man als Student mehr als 8000 Euro verdient? Dann passiert nichts! Denn als Student hast du einen jährlichen Freibetrag von 10.908 Euro. Solange du den nicht übersteigst, musst du keine Lohnsteuer bezahlen.

Wann bekomme ich BAföG nicht?

Einkommensgrenzen der Eltern und Studierenden im Überblick

Verheiratete Elternpaare dürfen bis zu 2.540 Euro im Monat verdienen, damit der volle BAföG-Anspruch bestehen bleibt. Bei Alleinstehenden sind es 1.690 Euro, bei Stiefeltern 850 Euro. Auch Kapitalerträge sind darin eingeschlossen.

Wann verliert man den Anspruch auf BAföG?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre, mit Ausnahmen) überschreit, die Regelstudienzeit stark überschreitet, bereits einen ersten Hochschulabschluss hat (z.B. Master nach Bachelor), Teilzeit studiert, bestimmte Vermögensgrenzen überschreitet oder die nötigen Leistungsnachweise nicht erbringt. Auch bei Nichtbestehen der Zwischenprüfung ohne anerkannte Gründe kann die Förderung entfallen. 

Ist BAföG einkommensabhängig?

Ja, BAföG ist stark einkommensabhängig, sowohl vom Einkommen und Vermögen des Studierenden selbst als auch vom Einkommen der Eltern (oder des Ehe-/Lebenspartners) – wobei es auch Fälle gibt, in denen das elterliche Einkommen nicht berücksichtigt wird (elternunabhängiges BAföG). Je höher das Einkommen der Eltern ist und je mehr eigenes Einkommen oder Vermögen du hast, desto geringer fällt der BAföG-Betrag aus, da das Ziel ist, die Ausbildung zu fördern, wenn die finanziellen Mittel nicht ausreichen.