Bin ich verpflichtet die Wohnung zu zeigen?
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Grundsätzlich darf ich als Mieter bestimmen, wer meine Wohnung betreten darf und wer nicht. Dieses Hausrecht gilt auch gegenüber dem Vermieter. Ein grundsätzliches Recht auf eine Wohnungsbesichtigung hat der Vermieter demnach nicht. Einfach mal vorbeischauen und nachprüfen, ob alles in Ordnung ist – geht also nicht!
Ist der Mieter verpflichtet die Wohnung zu zeigen?
Antwort: Einfach nur, weil er neugierig ist, darf Ihr Vermieter nicht in Ihre Wohnung. Mit einem berechtigten Interesse müssen Sie ihm aber den Zutritt gewähren. Dazu gehört es auch, neuen Interessenten die demnächst frei werdende Wohnung zu zeigen.
Kann ein Mieter eine Wohnungsbesichtigung verweigern?
Aber Achtung: Mieter sollten ein Besichtigungsbegehren des Vermieters nicht leichtfertig ablehnen. Denn eine unberechtigte Verweigerung der Besichtigung gibt dem Vermieter das Recht zur fristlosen Kündigung des Mietvertrags. Auch dies hat der BGH schon entschieden (BGH vom 5.10.2010 – VIII ZR 221/09 -, WuM 11, 13).
Bin ich als Mieter verpflichtet wohnungsbesichtigung?
Will der Vermieter die Wohnung neu vermieten oder das Haus verkaufen, darf er die Wohnung zusammen mit Interessenten oder einem Makler betreten und besichtigen. Der Mieter muss die Miet- oder Kaufinteressenten aber nur in seine Wohnung lassen, wenn sie zusammen mit dem Vermieter kommen.
Wann muss ich wohnungsbesichtigungen zulassen?
Wann darf ein Vermieter die Wohnung besichtigen? Der klassische Fall ist, wenn Wohnung, Apartment oder Haus verkauft oder wieder vermietet werden sollen. Dann müssen Sie als Mieter selbstverständlich Besichtigungen dulden – aber nur, wenn sie zu Hause sind.
Darf der Vermieter die Wohnung betreten?
Bin ich verpflichtet den Vermieter in die Wohnung zu lassen?
Ja, allerdings ist der Zutritt ohne Zustimmung oder gegen den Willen des Mieters nur in Notfällen erlaubt – etwa bei einem Wasserrohrbruch. Zwar ist ein Mieter, der den Zutritt in begründeten Fällen verweigert, im Unrecht. Jedoch sollten sich Vermieter sehr sicher sein, dass ein Notfall vorliegt.
Was passiert wenn man den Vermieter nicht in die Wohnung lässt?
Gemäß § 543 Abs. 1 Satz 1 BGB kann ein Mietverhältnis aus wichtigem Grund vom Vermieter fristlos gekündigt werden. Einen wichtigen Grund stellt auch die Pflichtverletzung eines Mieters dar, dem Vermieter den Zutritt zu verwehren, wenn dieser die Wohnung veräußern und Kaufinteressenten zeigen will.
Was darf ein Vermieter nicht verlangen?
Fragen zu Vorstrafen, Ermittlungsverfahren, Religion oder Familienplanung sind allesamt unzulässig. Was sind die Rechtsfolgen: Mach der Mieter falsche Angaben, kann der Vermieter darauf keine Ansprüche herleiten, solange der Mieter sich vertragstreu verhält.
Wie oft muss ich als Mieter Besichtigungen zulassen?
Wie oft darf ein Vermieter die Wohnung besichtigen? Es gibt keine allgemeine Regelung dazu, wie viele Besichtigungen einem Mieter bei Verkauf oder Neuvermietung zuzumuten sind. In der Vergangenheit urteilten Gerichte oft, dass bis zu zwei Besichtigungen pro Woche angemessen seien.
Was ist wenn ich keine angemessene Wohnung finde?
– Der Sachbearbeiter im Jobcenter kann Ihnen helfen, eine Wohnung zu finden. Im Jobcenter können entsprechenden Möglichkeiten durchgegangen werden. Insbesondere der finanzielle und welche Wohnung mit Hartz IV angemessen ist, werden dabei gesetzt.
Wann macht sich der Vermieter strafbar?
Da nämlich mit Abschluss des Mietvertrags der Schutz der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 GG nicht mehr dem Vermieter, sondern dem Mieter zusteht, begeht der Vermieter, der ohne Zustimmung des Mieters die Wohnung betritt, einen Hausfriedensbruch und macht sich nach § 123 StGB strafbar.
Kann der Vermieter Bilder von meiner Wohnung machen?
Brauchst du Fotos deiner vermieteten Wohnung, ist das ohne die Erlaubnis deines Mieters nicht möglich. Während der Mietzeit ist der Mieter der Besitzer der Wohnung und hat somit nahezu alle Rechte auf seiner Seite. Die Rechte des Mieters werden vor Gericht höher bewertet als dein Interesse an aktuellen Bildern (vgl.
Wann muss der Mieter den Vermieter reinlassen?
Mieter muss Vermieter bei begründetem Anlass reinlassen. Der Mieter einer Wohnung hat eine vertragliche Nebenpflicht, dem Vermieter nach Vorankündigung Zutritt zu seiner Wohnung zu gewähren, wenn es einen konkreten sachlichen Grund gibt. Dies kann etwa die Besichtigung mit Kaufinteressenten sein.
Wann begeht ein Mieter Hausfriedensbruch?
Wer widerrechtlich in die Wohnung eindringt begeht Hausfriedensbruch. Ein widerrechtliches Eindringen zeigt sich dadurch, dass eine Person ohne die Zustimmung bzw. gegen den erkennbaren Willen des Hausrechtsinhabers, die Wohnung betritt. Die Wohnung gilt als geschützter Bereich.
Kann ein Vermieter dem Mieter Besuch verbieten?
Nur ausnahmsweise kann der Vermieter "Hausverbot" für einen Besucher verhängen. Beispielsweise dann, wenn der Besucher in der Vergangenheit wiederholt Ruhestörungen begangen hat oder Gemeinschaftsräume wie Treppenhaus, Flur, Keller usw. beschädigt hat.
Wie viele Besichtigungen muss man dulden?
Wohnungsbesichtigung – wie viele Besichtigungstermine muss der Mieter dulden? Zunächst stellt sich die Frage, wie viele Wohnungsbesichtigungen ich als Mieter dulden muss. Nach der Rechtsprechung des Landgerichts Frankfurt muss ein Mieter jedenfalls drei Mal im Monat Besichtigungen dulden.
Bin ich verpflichtet Nachmieter in die Wohnung zu lassen?
Grundsätzlich sind Sie als Mieter nicht verpflichtet, vor Ablauf des Mietvertrags Handwerker oder mögliche Nachmieter in die Wohnung zu lassen. Handwerkern müssen nur aus konkreten Anlass, wie etwa Ausmessen für geplante Baumaßnahmen Zutritt gewährt werden.
Wie oft muss ich den Vermieter reinlassen?
Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist nicht erwähnt, dass der Vermieter in regelmäßigen Abständen – jedes oder jedes zweite Jahr – Routinekontrollen durchführen darf. Allerdings hat das AG München (461 C 19626/15) entschieden, dass ein Vermieter alle fünf Jahre verlangen kann, die Wohnung zu besichtigen.
Welche Fragen dürfen Vermieter nicht stellen?
- Mitgliedschaften in Parteien, Gewerkschaften oder im Mieterverein.
- Nationalität, ethnische Zugehörigkeit.
- Schwangerschaft, Familienplanung.
- Haftstrafen, Ermittlungsverfahren.
- Rechtsschutzversicherung.
- Behinderungen, Krankheiten.
Was darf der Vermieter alles erfragen?
Persönliche Fragen, die der Vermieter berechtigtermaßen stellen darf, sind die nach dem vollen Namen des Interessenten und seiner bisherigen Adresse. Fragen darf er auch nach seinem Geburtsdatum und Geburtsort, der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen einschließlich Kinder und auch nach möglichen Haustieren.
Welche Mängel muss der Vermieter akzeptieren?
Undichte Fenster, verschlissene Fußböden, feuchte Wände, Pilzbefall an der Decke und nicht zuverlässig funktionierende Heizungen oder Aufzüge sind gerichtlich anerkannte Mängel an der Mietsache. Mängel, die während der Mietzeit auftreten, müssen von Mietern unverzüglich mitgeteilt werden.
Ist Unordnung ein Kündigungsgrund?
Urteile der Woche Unordnung eines Mieters ist kein Kündigungsgrund.
Wie oft darf der Vermieter die Wohnung kontrollieren?
Allgemein kann der Vermieter alle fünf Jahre eine routinemäßige Besichtigung durchführen - jedoch nur mit Ankündigung und Terminabsprache (AG München, 461 C 19626/15). Ohne wichtigen Grund muss der Mieter den Vermieter aber nicht in die Wohnung lassen.
Welche drei Gründe berechtigen die Vermieterin die Wohnung zu besichtigen?
Drei gute Gründe
Das Gesetz sagt klar, dass ein Mieter die Besichtigung des Mietobjektes durch den Vermieter nur dulden muss, wenn es für den Unterhalt nötig ist, es verkauft wird oder wenn es für die Wiedervermietung nötig ist.
Was darf der Vermieter vor der Besichtigung verlangen?
Dazu gehören z.B. die Vorlage einer Schufa-Auskunft, Selbstauskunft, Gehaltsnachweisen oder einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Steht der Berwerber schließlich fest, darf der Vermieter die für den Mietvertrag notwendigen Informationen verlangen, wie z.B. die Bankverbindung oder die Vorlage einer Bürgschaft.