Bis wann konnte man Aktien steuerfrei verkaufen?

Gefragt von: Emanuel Brückner
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Vor 2009 gehörte der Handel mit Aktien zu den privaten Veräußerungsgeschäften. Hast Du die Wertpapiere vor 2009 erworben, kannst Du sie heute steuerfrei verkaufen. Ab 2009 wurde die Spekulationssteuer für den Aktienhandel abgeschafft. Gewinne aus Aktien unterliegen nun mit 25% der Abgeltungssteuer.

Wann können Aktien steuerfrei verkauft werden?

Die zehn Jahre sind die sogenannte Haltefrist oder Spekulationsfrist. Sie umgehen also die Spekulationssteuer, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen. Eine Frist von einem Jahr gilt für andere Wirtschaftsgüter, die nicht dem täglichen Gebrauch dienen. Dies betrifft beispielsweise Bitcoin und Kunst.

Bis wann waren Aktiengewinne steuerfrei?

Wie lange muss man Aktien halten, damit sie steuerfrei sind? Wie lange Sie Ihre Aktien halten, hat keinen Einfluss auf deren Besteuerung. Lediglich bei Gewinnen durch den Verkauf von Aktien, die vor 2009 gekauft wurden, fallen keine Steuern an.

Wie lange muss man Aktien halten, um die Kapitalertragsteuer zu vermeiden?

Wenn Sie eine Aktie ein Jahr oder länger halten, wird Ihr Gewinn mit dem Steuersatz für langfristige Kapitalgewinne besteuert. Halten Sie eine Aktie jedoch weniger als ein Jahr, bevor Sie sie verkaufen, wird Ihr Gewinn in der Regel mit Ihrem regulären Einkommensteuersatz besteuert.

Ist der Verkauf von Fondsanteilen, die vor 2009 gekauft wurden, steuerpflichtig?

Verkauf von Alt-Anteilen ebenfalls steuerpflichtig

Mit den Neuerungen ist die Steuerfreiheit für Verkaufsgewinne von Fondsanteilen, die Anleger vor 2009 gekauft haben, gefallen. Wertsteigerungen der Anteile, die Privatanleger vor 2009 gekauft haben wurden damit ab 2018 steuerpflichtig.

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Bis wann waren Aktienfonds steuerfrei?

November 2020 zur Kapitalertragsteuer bringt auch interessante Erkenntnisse für Fondsanleger mit sich. Wer sehr alte, vor dem 1. Januar 2009 erworbene Fondsanteile verkauft, erhält den Teil des Wertzuwachses, der bis zum 31. Dezember 2017 aufgelaufen ist, bei Veräußerung steuerfrei.

Wie kann ich Aktien verkaufen, ohne Kapitalertragsteuer zu zahlen?

Du kannst den Abzug von Abgeltungssteuer umgehen. Stelle hierfür bei Deinen Banken Freistellungsaufträge. Der Sparerpauschbetrag beträgt seit 2023 für Ledige 1.000 Euro und 2.000 Euro für Verheiratete, zuvor waren es 801 und 1.602 Euro.

Wann entfällt die Kapitalertragsteuer bei Aktien?

Häufige Fragen zur Kapitalertragsteuer

Wenn Ihre Erträge aus Kapitalvermögen ab dem Jahr 2024 unter 1.000 Euro im Jahr (beziehungsweise 2.000 Euro für Verheiratete oder Verpartnerte) betragen, müssen Sie keine Kapitalertragsteuer beziehungsweise Abgeltungssteuer (auch: Abgeltungsteuer) bezahlen.

Wie viel Kapitalertragsteuer bei Aktienverkauf?

Die Kapitalertragsteuer fällt auf Erträge aus Geldanlagen, zum Beispiel Bankeinlagen, Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs oder Zertifikaten an. In der Regel sind das pauschal 25,00 % + Solidaritätszuschlag + gegebenenfalls Kirchensteuer.

Sind alte Aktien steuerfrei?

Aktiengewinne: Verkauf von Altbeständen eventuell noch steuerfrei. Haben Sie die Aktien in Ihrem Depot bereits vor 2009 gekauft, besitzen Sie noch sogenannte Altbestände. Diese Altbestände können Sie mit Gewinn verkaufen und müssen keine Steuern zahlen.

Wo zahlt man keine Steuern auf Aktiengewinne?

TOP 7 Länder ohne Kapitalertragsteuer

  • Monaco.
  • Schweiz.
  • Liechtenstein.
  • VAE / Dubai.
  • Singapur.
  • Bahamas.
  • Panama.
  • Paraguay.

Wie kann ich Aktiengewinne mit 0,75 % versteuern?

Der Vermögensaufbau durch Wertpapiere unterliegt wie folgt der Besteuerung: Veräußerungsgewinne aus Aktienhandel/Aktientrading unterliegen ebenfalls nur einer Steuerbelastung von 0,75 % im Unterschied zur Abgeltungssteuer von 26,375 % (gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuerbelastung).

Welches Datum zählt bei Spekulationsfrist?

Ausschlaggebend für Beginn und Ende der Spekulationsfrist ist jeweils das Datum auf dem Kaufvertrag beim Notar oder der Notarin. Zwischen Kauf und Verkauf müssen mehr als zehn Jahre vergangen sein, damit die Spekulationsfrist abgelaufen ist.

Wie hoch ist der Freibetrag für Kapitalerträge im Jahr 2025?

Wie hoch ist der Sparerpauschbetrag ? Ihre Kapitalerträge bleiben bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Dieser sogenannte Sparerpauschbetrag liegt auch im Jahr 2025 in Deutschland bei 1.000 Euro für jede Bürgerin und jeden Bürger.

Was meldet die Bank an das Finanzamt?

Offenbart werden Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer und auch die Daten der Kontoeröffnung und -schließung, nicht jedoch Kontostände oder –bewegungen. Auskunftsberechtigt sind nicht nur die Finanzbehörden, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch die Arbeitsagentur, Sozialämter oder Stadtverwaltungen.

Wie viele Aktien darf man steuerfrei verkaufen?

Nach wie vielen Jahren sind Aktien steuerfrei? Gewinne auf Aktien werden grundsätzlich besteuert. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wer vor 2009 Aktien gekauft hat, kann diese steuerfrei verkaufen und zahlt keine Steuern auf die Dividenden.

Wann sind Aktien steuerfrei?

Singles dürfen seit dem 1. Januar 2023 jährlich bis zu 1000 Euro Gewinn mit Aktien erzielen, ohne dafür Steuern in Form der Abgeltungssteuer zu zahlen. Bei veranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Steuerfreibetrag auf 2000 Euro. Erst jeder Cent, der die genannten Freibeträge überschreitet, muss versteuert werden.

Wie hoch muss der Freistellungsauftrag bei 10.000 € sein?

Jeder Sparer oder Bankkunde muss seinen Freistellungsauftrag selbst erteilen. Die Höchstsumme für einen Freistellungsauftrag beläuft sich bei Alleinstehenden auf 1.000 Euro pro Jahr, bei Verheirateten 2.000 Euro. Sparer können die Gesamtsumme aufteilen und Freistellungsaufträge bei mehreren Banken hinterlegen.

Wie bekomme ich die Kapitalertragssteuer zurück?

Mit deiner Steuererklärung, die du 2025 einreichst, kannst du also noch deine 2021 zu viel gezahlte Kapitalertragsteuer zurückholen. Falls du auch 2020 oder davor schon zu viel gezahlt hast, ist es leider nicht mehr möglich, die Kapitalertragsteuer zurückzufordern.

Was muss beim Aktienverkauf versteuert werden?

Wenn Sie Aktien und Fondsanteile verkaufen, fällt auf die erzielten Veräußerungsgewinne eine Abgeltungsteuer von 25 Prozent an. Das gleiche gilt für Dividenden und Ausschüttungen, die sie aus Kapitalanlagen erzielen. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer.

Was passiert, wenn ich Aktien mit Verlust verkauft?

Hat man Aktien mit Verlust verkauft, so kann man die Veräußerungsverluste nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen aus dem gleichen Jahr oder den Folgejahren bei derselben Bank verrechnen. Und eine Verlustverrechnung mit Dividenden oder Zinsen ist nicht möglich. Dieses Vorgehen nennt man „Verlustverrechnungsverbot“.

Werden Steuern beim Aktienverkauf automatisch abgezogen?

Konkret bedeutet das: Ist Dein Broker bzw. Deine Depotbank in Deutschland beheimatet, werden die Steuern auf Deine Gewinne automatisch an das Finanzamt abgeführt. In diesem Fall musst Du nichts tun. Auch in Deiner Steuererklärung musst Du die Kapitalerträge nicht angeben.

Kann man Aktien einfach so verkaufen?

Ja, Aktien kann man relativ einfach verkaufen, aber es läuft immer über einen Broker (Bank oder Online-Anbieter) mit einem Wertpapierdepot, indem man eine Verkaufsorder über die Börse (z.B. Xetra) oder außerbörslich (OTC) platziert, wobei man den gewünschten Preis (Limit) und Handelsplatz wählt und die Transaktion bestätigt, was bei Börsenhandel an die Öffnungszeiten gebunden ist. 

Wie lange muss ich Aktien halten, um sie steuerfrei zu verkaufen?

Anders als etwa Verkäufe von Goldmünzen und Goldbarren fallen Aktienverkäufe nicht unter private Veräußerungsgeschäfte. Deshalb gibt es bei Aktien steuerlich keine Spekulationsfrist von einem Jahr zu berücksichtigen. Sie können Ihre Aktien also verkaufen, wann Sie möchten, und es fällt keine Spekulationssteuer an.