Brauche ich für mein Kleingewerbe einen Steuerberater?

Gefragt von: Dennis Renner
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Auch für Kleinunternehmer und Vermieter gilt, dass sie nicht dazu verpflichtet sind, mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten. Wenn du unter die Kleinunternehmerregelung fällst, bist du von der Umsatzsteuer befreit und musst diese dementsprechend nicht regelmäßig anmelden.

Wie viel kostet ein Steuerberater für ein Kleingewerbe?

Die Antwort hängt von deinem Umsatz, deinen Vorkenntnissen und deinem Zeitbudget ab. Ein Steuerberater kostet dich zwischen 1.000 und 2.000 Euro im Jahr, nimmt dir aber eine Menge Arbeit ab und sorgt dafür, dass du keine Fehler machst.

Wer macht Steuern für Kleingewerbe?

Du musst die Gewerbesteuer auch nicht an das Finanzamt, sondern direkt an die Gemeinde zahlen, da die Gewerbesteuer eine Gemeindesteuer ist. Erfolgen tut die Fälligkeit quartalsweise und in Form von Vorauszahlungen. Dennoch wird die Gewerbesteuererklärung auch an das Finanzamt übermittelt.

Ist es Pflicht, einen Steuerberater zu haben?

Aus rechtlicher Sicht ist die Antwort einfach: Nein, man ist nicht verpflichtet, einen Steuerberater zu haben.

Was braucht das Finanzamt bei Kleingewerbe?

Bei einer jährlichen Steuer-Zahllast von bis zu 1.000 Euro begnügt sich das Finanzamt mit der Jahres-Umsatzsteuererklärung. Voranmeldungen sind dann nicht erforderlich. Lag die Vorjahres-Zahllast zwischen 1.000 und 7.500 Euro, sind vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldungen vorgeschrieben.

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Wann prüft das Finanzamt Kleingewerbe?

Kleinunternehmern droht wie allen anderen Unternehmern eine Betriebsprüfung, wenn das Finanzamt feststellt, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Buchführung gibt. Dazu zählen folgende Punkte: Ihre jährlichen Gewinne schwanken stark. Ihre Steuererklärung war nicht plausibel.

Kann ich als Kleingewerbe meine Steuer selber machen?

Wie mache ich meine Steuererklärung als Kleinunternehmer? ls Selbstständige:r musst du deinen Gewinn für die Steuererklärung selber ermitteln. Kleinunternehmer:innen haben es dabei aber meist einfacher als andere Selbstständige. Es genügt, eine einfache Einnahmeüberschussrechnung (kurz EÜR) zu erstellen.

Welche Pflichten hat ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe hat steuerliche Pflichten (Einkommen-, Gewerbe-, ggf. Lohnsteuer), Aufzeichnungspflichten (Einnahmen-Überschuss-Rechnung, EÜR) und muss Rechnungen korrekt ausstellen, oft mit dem Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung (wenn zutreffend), sowie Gewerbesteuer zahlen (mit Freibetrag) und sich bei Kammern (IHK/HWK) sowie Berufsgenossenschaft (bei Mitarbeitern) melden, haftet aber persönlich mit Privatvermögen. Die Kleinunternehmerregelung befreit von der Umsatzsteuer, die andere Pflichten reduziert, aber nicht eliminiert.
 

Für wen lohnt sich ein Steuerberater?

Wenn Sie hingegen Einkünfte aus verschiedenen Tätigkeiten wie Gewerbebetrieb und/oder Einkünfte aus selbständiger Arbeit haben, dann kann sich eine Steuerberatung tatsächlich lohnen. Wer keine Ahnung von Buchhaltung und Steuerrecht hat, sollte sich definitiv an einen Steuerberater wenden.

Welche Alternativen gibt es zum Steuerberater?

Alternativen zur klassischen Steuerberatung sind das Finanzamt-Programm ELSTER und Services, die beim Ausfüllen der Steuererklärung helfen. Sie zeichnen sich im Gegensatz zu ELSTER durch einen bequemen Frageprozess und intelligente Tipps und Checks beim Ausfüllen aus. Taxfix ist einer dieser Anbieter.

Was muss ich beachten, wenn ich ein Kleingewerbe anmelde?

Kleingewerbetreibende müssen sich binnen einer Woche nach Gründung dort anmelden. Beitragszahlungen an die Berufsgenossenschaft werden fällig, sobald ein kleingewerbliches Unternehmen Mitarbeiter beschäftigt. Inhaber eines Kleingewerbes selbst können sich bei der Berufsgenossenschaft freiwillig versichern.

Wie zahlt man Steuern bei Kleingewerbe?

Kleingewerbetreibende müssen eine Gewerbeanmeldung vornehmen und Gewerbesteuern zahlen – genau wie ein gewöhnliches Gewerbe. Du musst keine Gewerbesteuer zahlen, wenn dein Gewinn den Freibetrag von 24.500 Euro nicht überschreitet. Auch 2023 lag der Gewerbesteuer-Freibetrag bei 24.500 Euro.

Wie funktioniert die Buchhaltung bei Kleingewerbe?

Die Buchführung für ein Kleingewerbe ist deutlich einfacher: Statt der doppelten Buchführung reicht eine einfache Buchführung mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), da keine Pflicht zur Bilanzierung besteht. Wichtig ist eine ordentliche Belegverwaltung (chronologisch, digital/papierhaft) und die Einhaltung der GoBD-Richtlinien (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff). Kleingewerbe müssen keine Umsatzsteuer ausweisen (wenn sie Kleinunternehmer sind) oder abführen, aber eine Gewerbesteuererklärung mit Freibetrag (24.500 €) abgeben.
 

Wer macht die Steuererklärung für Kleingewerbe?

Selbst, wenn bei einem Kleingewerbe durch Steuerfreibeträge oder die Kleinunternehmerregelung keine Steuerzahlungen anfallen, ist es verpflichtet, eine Steuererklärung zu erstellen und beim Finanzamt abzugeben. Die Steuererklärung kann schriftlich mithilfe der entsprechenden Vordrucke vom Finanzamt erstellt werden.

Welche Kosten hat man bei Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe zu gründen ist relativ günstig, dennoch fallen bestimmte Gebühren an, wie die Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt. Die Gebühren für die Gewerbeanmeldung werden von der jeweiligen Gemeinde festgelegt und belaufen sich im Durchschnitt auf ca. 60 Euro.

Kann ich als Privatperson Steuerberatungskosten absetzen?

Private Steuerberatungskosten sind seit 2006 nicht mehr als Sonderausgaben abziehbar. Jetzt können Steuerberatungskosten nur noch als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgesetzt werden, soweit sie im Zusammenhang mit der Einkunftserzielung stehen.

Wann ist ein Steuerberater Pflicht?

Wenn du Angestellte hast und/oder auf Grund der Rechtsform deines Unternehmens einen Jahresabschluss in Form einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen musst, dann brauchst du in aller Regel einen Steuerberater.

Wann sollte man zum Steuerberater gehen?

Ein Steuerberater lohnt sich vor allem dann, wenn deine steuerliche Situation komplexer wird – etwa durch hohe Umsätze, internationale Geschäftspartner oder Investitionen. Auch wenn du Zeit sparen und dich stärker auf dein Kerngeschäft konzentrieren willst, ist professionelle Unterstützung sinnvoll.

Wie viel kostet eine einfache Steuererklärung beim Steuerberater?

Bei einem Jahreseinkommen aus nicht selbstständiger Arbeit von 30.000 Euro wird in der Verordnung für Steuerberater eine Grundgebühr von 796 Euro angesetzt und ein Faktor von 1/10 bis 6/10 als angemessen bewertet. Du kannst in diesem Fall also mit Kosten zwischen 79,60 und 477,60 Euro rechnen.

Was muss ich als Kleingewerbe beim Finanzamt abgeben?

Als Kleingewerbetreibender müssen Sie zur Berechnung Ihrer Einkommensteuer eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) beim Finanzamt einreichen und je nach Höhe Ihrer Umsätze nach dem Umsatzsteuergesetz Gewerbesteuer und Umsatzsteuer zahlen.

Werden Kleingewerbe kontrolliert?

Betriebsprüfung im Kleingewerbe

Tatsächlich werden pro Jahr nur etwa 10 % bis 20 % der Kleinunternehmer nach dem Zufallsprinzip für eine Steuerprüfung ausgewählt. Prinzipiell kann aber jeder Selbstständige davon betroffen sein. Häufig kommt es auch dann zur Betriebsprüfung, wenn das Finanzamt gute Gründe dafür sieht.

Hat ein Kleingewerbe Nachteile?

Die Nachteile eines Kleingewerbes sind vor allem die unbeschränkte persönliche Haftung mit dem Privatvermögen, eingeschränkte Namenswahl (muss Vor- und Nachname enthalten) und mögliche Image-Nachteile gegenüber größeren Firmen, sowie der Verlust des Vorsteuerabzugs bei Nutzung der Kleinunternehmerregelung. Zudem gibt es Grenzen bei der Skalierung und Finanzierung, da oft nur einfache Rechtsformen wie Einzelunternehmen möglich sind.
 

Welche Unterlagen benötige ich für ein Kleingewerbe?

Neben der Geschäftsidee benötigst du für die Gewerbeanmeldung lediglich deinen Personalausweis bzw. eine Aufenthaltserlaubnis, wenn du nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hast. Bei speziellen Gewerben brauchst du zusätzliche Dokumente, um ein Mini-Gewerbe anmelden zu können.

Welche Steuerklasse gilt für Kleingewerbe?

Für dein Kleingewerbe spielt die Steuerklasse keine Rolle – die gilt nur für dein Einkommen als Angestellter. Gewinne aus dem Gewerbe werden in deiner Einkommensteuererklärung zusätzlich berücksichtigt und zum übrigen Einkommen addiert.