Ist ein 520 €-Job steuerfrei?
Gefragt von: Frau Prof. Lilly Bauer B.A.sternezahl: 4.4/5 (16 sternebewertungen)
Ein 520-Euro-Job (bzw. die aktuelle Grenze von 556 €/Monat seit 2024) ist in der Regel steuer- und sozialversicherungsfrei, solange du die monatliche Verdienstgrenze einhältst und es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt. Der Arbeitgeber zahlt eine pauschale Abgabe, aber für dich fallen meist keine direkten Steuern oder Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) an, wenn du keine weiteren Einkünfte hast; Rentenversicherungsbeiträge können entfallen, wenn man sich befreit. Bei Überschreitung der Grenze oder bei mehreren Jobs werden die Einkünfte addiert und es können Steuern fällig werden, die aber oft durch eine Steuererklärung erstattet werden.
Hat man bei einem 520 € Job Abzüge?
Bei einem 520-Euro-Minijob gibt es für dich als Arbeitnehmer kaum Abzüge; meist zahlt der Arbeitgeber die Abgaben, nur in der Rentenversicherung kannst du einen kleinen Anteil (3,6 %) zahlen, um dich zu befreien, oder du stimmst der Pauschalsteuer von 2 % zu, die der Arbeitgeber auf dich umlegen kann, sonst bleibt dein Verdienst "Brutto für Netto". Die Hauptabgaben trägt der Arbeitgeber (u.a. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung).
Wie viel darf ich steuerfrei dazuverdienen?
Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).
Wie viel darf man in einem Minijob steuerfrei verdienen?
In einem Minijob darf man seit dem 1. Januar 2026 bis zu 603 Euro monatlich (7.236 Euro jährlich) verdienen, ohne dass Sozialabgaben anfallen; ab 2027 steigt diese Grenze auf 633 Euro. Für Arbeitnehmer ist der Minijob in der Regel steuerfrei, da der Arbeitgeber die Steuern pauschal abführt, aber auch der allgemeine Grundfreibetrag ist relevant, bis zu dem keine Einkommensteuer gezahlt werden muss (z.B. 12.348 € in 2026).
Wie wirkt sich ein 520 Euro Job auf die Steuererklärung aus?
Ein Minijob muss nicht auf einer Steuererklärung angegeben werden. Auf einen 520-Euro-Job fällt keine Steuer an. Sozialabgaben führt der Arbeitgeber bei einer geringfügigen Beschäftigung pauschal ab. Dies sieht bei einem Midijob und einer Nebentätigkeit anders aus.
5 Things EVERY SELF-EMPLOYED Person Should Know about Mini-Jobbers - 520 Euro Job (for employers)
Ist ein Nebenjob von 520 Euro steuerfrei?
Ein Minijob bis 520 € (bzw. 556 € ab 2024/2025) ist oft steuerfrei, da der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt und Sie ihn meist nicht in der Steuererklärung angeben müssen, solange Ihre Gesamteinkünfte unter dem Grundfreibetrag bleiben und Sie nicht auf die Pauschalbesteuerung verzichten. Für Sie bleibt der Verdienst steuerfrei, aber Sie können auch keine Werbungskosten absetzen. Der Arbeitgeber übernimmt meist die Pauschalsteuer, Sie müssen nur den Rentenversicherungsbeitrag (wenn nicht befreit) zahlen.
Ist ein geringfügiger Job steuerfrei?
Arbeitnehmer:innen mit einem Arbeitsverhältnis und einer geringfügigen Beschäftigung sind nur dann verpflichtet, eine Arbeitnehmer:innenveranlagung beim Finanzamt einzureichen, wenn das steuerpflichtige Jahreseinkommen 14.517 Euro (Wert 2025, bis 2024: 13.981 Euro) übersteigt.
Wird ein Minijob vom Finanzamt gemeldet?
Minijobs sind steuerpflichtig
Minijobs werden entweder pauschal oder individuell versteuert. Die pauschale Steuer von 2 Prozent wird an die Minijob-Zentrale gezahlt. Die individualisierte Steuer geht direkt an das zuständige Finanzamt.
Was ist der Unterschied zwischen Minijob und geringfügig Beschäftigt?
Es gibt keinen Unterschied: Minijob ist der umgangssartige Begriff für eine geringfügige Beschäftigung. Diese ist definiert durch eine Verdienstgrenze (2025: 556 €/Monat) oder eine zeitliche Begrenzung (max. 70 Tage/Jahr), wobei Arbeitnehmer in der Regel sozialversicherungsfrei sind (mit optionaler Rentenversicherungspflicht) und Arbeitgeber pauschale Beiträge zahlen.
Wie viel darf ich verdienen, ohne Steuern zu zahlen?
Diese Teile nennt man "Freibeträge". Ein wichtiger Freibetrag ist zum Beispiel der sogenannte "Grundfreibetrag", der schon im Tarif eingearbeitet ist. Dieser liegt im Jahr 2021 bei 9.744 Euro, das bedeutet: bei einem Einkommen bis zu 9.744 Euro beträgt die Steuer 0 Euro.
Wie viel Geld darf man in Österreich steuerfrei dazuverdienen?
Ab einem Gewinn von mehr als 1.460 Euro im Kalenderjahr ist dieser gemeinsam mit den Einkommen aus dem Arbeitsverhältnis voll steuerpflichtig.
Ist ein Minijob neben einem Hauptjob steuerfrei?
Ja, ein Minijob neben dem Hauptjob ist meist steuerfrei bis zur Minijob-Grenze (aktuell 556 €/Monat in 2025), da der Arbeitgeber die Pauschalsteuer übernimmt. Wichtig ist, dass es sich um einen Minijob handelt, denn mehrere Minijobs werden addiert und können zur Steuerpflicht führen; auch der Stundenlohn (Mindestlohn beachten) und die Art der Tätigkeit (Konkurrenz vermeiden) sind relevant.
Welche Einnahmen sind steuerfrei?
Steuerfreie Einnahmen in Form von staatlichen Zuschüssen Einige soziale Geld- und Sachleistungen, wie Arbeitslosengeld, Leistungen der Kranken-, Pflege- und gesetzlichen Unfallversicherung, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Kindergeld oder Zuschüsse für Neugeborene, aber auch Stipendien sind steuerfrei.
Welche Nachteile hat ein Minijob?
Nachteile eines Minijobs sind vor allem die unzureichende soziale Absicherung (kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, geringe Rentenansprüche), die Gefahr der Altersarmut, begrenzte Verdienstaussichten und mangelnde Karriereperspektiven, die oft zur sogenannten "Minijobfalle" führen, insbesondere für Frauen, da die Integration in sozialversicherungspflichtige Jobs erschwert wird.
Wie viel darf man steuerfrei dazuverdienen?
Minijob im Einzelhandel oder in der Gastronomie
Wenn du regelmäßig bis zu 556 Euro pro Monat verdienst und der Job als Minijob angemeldet ist, zahlt dein Arbeitgeber pauschal die Abgaben. Für dich bleibt der Lohn in der Regel steuerfrei.
Wer zahlt die Krankenversicherung bei einem 520 € Job?
Bei einem 520-€-Minijob zahlt der Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung, aber Sie als Minijobber müssen sich grundsätzlich selbst krankenversichern – entweder über eine Hauptbeschäftigung, Familienversicherung, freiwillige gesetzliche KV oder durch einen eigenen Vertrag, der Arbeitgeberanteil ist nicht beitragsmindernd. Der Arbeitgeber zahlt 13 % des Brutto-Lohns (5 % im Privathaushalt) an die Krankenkasse, was aber keine eigene Krankenversicherung begründet. Der Minijobber muss also seine Krankenversicherung über einen anderen Weg sicherstellen (z.B. Familienversicherung, Hauptjob).
Wie viele Stunden muss man bei Geringfügigkeit arbeiten?
Geringfügige Stunden (Minijob) bedeuten, dass der monatliche Verdienst regelmäßig 556 € (Stand 2025) nicht übersteigt, wobei die genaue Stundenzahl vom Stundenlohn abhängt, da der Mindestlohn (2025: 12,82 €/Stunde) gilt; bei Mindestlohn sind das ca. 43 Stunden monatlich, es können aber auch mal mehr Stunden sein, solange der Durchschnitt stimmt, da die Grenze dynamisch mit dem Mindestlohn steigt. Wichtig sind auch allgemeine Arbeitsgesetze wie Pausenzeiten und Arbeitsverbote an Feiertagen.
Ist ein Minijob eine geringfügig entlohnte Beschäftigung?
Ja, ein Minijob ist eine Form der geringfügigen Beschäftigung; der Begriff „Minijob“ steht für eine „geringfügig entlohnte Beschäftigung“ (Verdienstgrenze: 556 €/Monat ab 2025) und ist neben der „kurzfristigen Beschäftigung“ (zeitlich begrenzt) die Hauptform der geringfügigen Beschäftigung, die besondere sozialversicherungsrechtliche Regelungen hat.
Ist man bei einem Minijob krankenversichert?
In einem Minijob sind Sie nicht direkt krankenversichert, aber grundsätzlich müssen Sie immer anderweitig abgesichert sein (z.B. familienversichert, über Hauptjob, als Student oder freiwillig gesetzlich versichert). Der Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung (13 %), der Ihnen aber keinen eigenen vollen Schutz gewährt – Sie haben keinen Anspruch auf Krankengeld, aber Lohnfortzahlung bei Krankheit. Bei kurzfristigen Minijobs besteht sogar komplette Sozialversicherungsfreiheit, was bedeutet, Sie müssen sich selbst um eine Versicherung kümmern.
Wird ein 520 Euro Job bei der Steuererklärung angeben?
Ein Minijob muss in der Regel nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn der Arbeitgeber nicht die pauschale Lohnsteuererhebung wählt. In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer eine Lohnsteuerbescheinigung und muss die entsprechenden Daten in seiner Einkommensteuererklärung angeben.
Was passiert, wenn ich meinen Minijob nicht angemeldet habe?
Wenn ein Minijob nicht angemeldet wird, ist das illegale Schwarzarbeit mit ernsten Folgen: Der Arbeitgeber riskiert hohe Bußgelder (bis 5.000 € oder mehr) und muss bei Arbeitsunfällen für alle Kosten aufkommen, da kein Versicherungsschutz besteht. Auch der Arbeitnehmer verliert Versicherungsschutz und Rentenansprüche; er kann zwar Sozialversicherungsbeiträge und Rentenlücken nachträglich einfordern, doch der Arbeitgeber kann die Meldung verweigern, was zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen kann.
Ist eine geringfügige Beschäftigung steuerfrei?
Während Minijobs meist steuerfrei bleiben, musst Du bei einem Nebenjob regulär Steuern und Abgaben zahlen. Wichtig ist, dass Du genau prüfst, wie Dein Job abgerechnet wird und ob sich die Kombination mit Deinem Haupteinkommen lohnt.
Wie viel darf man nebenbei verdienen, ohne es anzumelden in Österreich?
Wenn Sie allerdings neben ihrem "echten" Arbeitsverhältnis andere Einkünfte haben, die nicht aus einem Arbeitsverhältnis stammen (etwa aus einem freien Dienstvertrag, Werkvertrag, Mieteinnahmen) , so sind diese bis zu 730 Euro pro Kalenderjahr steuerfrei.
Ist man kranken- und pensionsversichert, wenn man geringfügig arbeitet?
Geringfügig Beschäftigte nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) und Beamten-, Kranken-, und Unfallversicherungs-Gesetz (B-KUVG) haben die Möglichkeit, sich um den monatlichen Beitrag von 77,81 Euro (Wert 2025) in der Kranken- und Pensionsversicherung selbst zu versichern.