Kann der Arbeitgeber das JobRad komplett übernehmen?

Gefragt von: Carlo Wilhelm
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Ja, ein Arbeitgeber kann die Kosten für ein JobRad komplett übernehmen, was für Arbeitnehmer steuerlich besonders attraktiv ist, da dann kein geldwerter Vorteil versteuert werden muss. Meist wird das JobRad jedoch über eine Gehaltsumwandlung finanziert, bei der die Leasingrate vom Bruttogehalt abgezogen wird, wodurch Arbeitnehmer durch Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse sparen. Der Arbeitgeber entscheidet, ob und wie er die Kosten übernimmt, kann aber auch Service- und Versicherungspakete bezuschussen oder komplett zahlen.

Wie viel übernimmt der Arbeitgeber bei JobRad?

Für Arbeitgeber ist JobRad oft kostenfrei in der Basisversion, da die Leasingraten meist über eine steuerbegünstigte Gehaltsumwandlung (Bruttolohn) der Mitarbeiter finanziert werden, was sogar Sozialabgaben spart. Kosten entstehen nur, wenn der Arbeitgeber freiwillig einen Zuschuss (z. B. zur Versicherung oder Rate) zahlt, was das Angebot attraktiver macht und die Attraktivität des Arbeitgebers steigert, aber nicht verpflichtend ist. Die administrative Abwicklung läuft digital und kostenfrei über das JobRad-Portal. 

Wie hoch ist die Ablösesumme bei JobRad?

Der mit der Jobrad Schlussrate anfallende Übernahmepreis liegt derzeit bei den meisten Anbietern zwischen 15 und 18 Prozent vom Neupreis des von dir geleasten Bikes.

Kann mein JobRad vom neuen Arbeitgeber übernommen werden?

Ja, ein JobRad kann bei einem Arbeitgeberwechsel übernommen werden, entweder durch eine Umschreibung auf den neuen Arbeitgeber (falls dieser JobRad anbietet) oder durch Übernahme durch dich selbst, wobei oft Kosten für die Vertragsänderung anfallen können, die du oder dein alter/neuer Arbeitgeber tragen, oder das Rad wird zurückgegeben, wenn keine Lösung gefunden wird, wie Bikeleasing, MHW Bike Magazin, Company Bike und JobRad Österreich zeigen. Der neue Arbeitgeber muss dafür einen Rahmenvertrag abschließen, falls er JobRad noch nicht hat, was den Prozess ermöglicht. 

Kann ich mein Rad wirklich nach 36 Monaten übernehmen?

Am Ende der Laufzeit

Möchtest du dein Rad nach 36 Monaten übernehmen, zahlst du den Übernahmepreis. Oder du gibst dein Rad zurück. Der erwartete Übernahmepreis entspricht 18 % der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP). Rechtlich dürfen wir den Verkauf nicht zusichern.

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Was passiert mit einem JobRad nach 3 Jahren?

Die Standard-Vertragslaufzeit beträgt in den meisten Fällen etwa 3 Jahre. Doch was passiert nach Ablauf des Leasings? Läuft der Leasingvertrag der Fahrräder aus, können deine Mitarbeitenden auf Wunsch ihr Jobrad zum Restwert erwerben und es dementsprechend weiter nutzen.

Wie hoch ist der Restwert eines Dienstrads beim Leasing?

Restwertregelung: Laut Bundesfinanzministerium beträgt der pauschale Restwert eines Dienstrads nach 36 Monaten Leasinglaufzeit 40 % des Bruttolistenpreises. Besteuerungsoptionen: Ein anfallender geldwerter Vorteil wird dabei in der Regel gemäß § 37b EStG vom Leasing-Anbieter pauschal versteuert.

Wie wird die Übernahme eines Jobrads nach 3 Jahren versteuert?

Heute gilt: Nach drei Jahren ist das Rad oft mehr als 10 Prozent wert. Der Preisvorteil bei günstiger Übernahme gilt als Arbeitslohn von dritter Seite – und ist als geldwerter Vorteil zu versteuern.

Was passiert mit dem Dienstrad bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses?

Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer muss der Arbeitnehmer das Dienstrad an den Arbeitgeber zurückgeben. Der Arbeitgeber wiederum bleibt verpflichtet, die Leasingraten zu zahlen, da der Leasingvertrag weiterläuft.

Welche Zuschüsse zahlt der Arbeitgeber?

Welche steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse gibt es?

  • Zuschüsse für Fort- und Weiterbildungen. ...
  • Zuschüsse für die Kinderbetreuung. ...
  • Personalrabatt. ...
  • Zuschüsse bei einem Umzug. ...
  • Zuschüsse zur Gesundheitsförderung. ...
  • Zuschüsse in Form von Tankgutscheinen und Sachzuwendungen. ...
  • Zuschüsse für den Nahverkehr und das E-Bike. ...
  • Arbeitgeberdarlehen.

Was sind die Nachteile von JobRad?

Nachteile beim Jobrad sind vor allem die geringfügige Senkung des Nettogehalts durch Gehaltsumwandlung, was sich auf Sozialleistungen (Rente, Arbeitslosengeld) auswirkt, die Bindung durch den 36-monatigen Leasingvertrag (schwieriger Jobwechsel) und die potenziellen Kosten bei vorzeitiger Rückgabe oder Diebstahl. Auch die Übernahmebedingungen am Vertragsende können zu unerwarteten Kosten führen oder eine schlechte Übernahmequote haben, wobei es sich oft um eine geringe Summe handelt, die Vorteile aber meist überwiegt, so die ADFC-Webseite, JobRad-Webseite, Handelsblatt-Webseite, Bikeleasing-Webseite.
 

Wie hoch ist die Leasingrate bei 40000 Euro?

Wie hoch ist die Leasingrate bei 40.000 Euro? Bei einem Anschaffungspreis von 40.000 Euro, einem Restwert von 16.000 Euro (40 %), einer Laufzeit von 48 Monaten und einem Zinssatz von 5 % beträgt die Leasingrate etwa 666,67 Euro pro Monat.

Hat man bei JobRad eine Schlussrate?

Die JobRad Schlussrate ist der Betrag, den du am Ende der 36-monatigen Leasinglaufzeit zahlst, um dein Dienstrad zu übernehmen, und liegt meist bei 15 % bis 18 % des ursprünglichen Neupreises (UVP), was oft ein sehr günstiger Restwert ist. Der genaue Prozentsatz (z. B. 17 % bei JobRad, 15 % bei anderen Anbietern) ist vertraglich festgelegt und wird über deinen Arbeitgeber geregelt, der das Rad am Ende an dich übertragen kann. 

Ist JobRad günstiger als kaufen?

Ja, JobRad ist oft günstiger als ein Direktkauf, da Arbeitnehmer durch die Entgeltumwandlung und die steuerliche 0,25%-Regelung (0,25% des Listenpreises) bis zu 40 % im Vergleich zum normalen Kauf sparen können, da Steuern und Sozialabgaben auf das Bruttogehalt gesenkt werden. Zusätzlich sind oft Versicherung und Wartung inkludiert, was weitere Kosten spart und das Leasing besonders bei teureren Rädern attraktiv macht.
 

Welche Zuschüsse kann der Arbeitgeber steuerfrei zahlen?

Beispiele für steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse sind Gutscheinkarten, ein Ticket für ein Bundesligaspiel oder ein Zuschuss zum Fitnessstudio. Seit 2022 sind diese Zuwendungen bis zu 50 Euro im Monat steuer- und sozialversicherungsfrei, zuvor lag die Freigrenze bei 44 Euro (§ 8 Einkommensteuergesetz EStG).

Was verdient ein Händler an JobRad?

In Zahlen: Laut ZIV lag der Durchschnittspreis für Fahrräder und E-Bikes 2024 in Deutschland bei 1.645 € pro Rad – für ein JobRad® liegt er bei 3.800 €!

Kann mein neuer Arbeitgeber mein JobRad übernehmen?

Bei einem Jobwechsel kann ein geleastes JobRad oft zum neuen Arbeitgeber mitgenommen werden, wenn dieser ebenfalls JobRad anbietet oder bereit ist, einen Rahmenvertrag abzuschließen; andernfalls muss das Rad meist vom Arbeitnehmer gekauft (aus dem Leasingvertrag rausgekauft) oder an den alten Arbeitgeber zurückgegeben werden, was vom alten Arbeitgeber, JobRad und den spezifischen Vertragsbedingungen abhängt und Kosten verursachen kann, aber auch Kaufoptionen am Leasingende sind üblich. 

Was passiert mit dem JobRad, wenn ich die Firma verlasse?

Ich verlasse mein Unternehmen vor Ablauf der 36-monatigen Vertragslaufzeit. Was passiert nun mit meinem Dienstrad? Die Bestimmungen zum Dienstrad-Leasing sind durch offizielle Rechtsprechung festgelegt – den größten Nutzen bietet das Dienstrad-Leasing demnach, wenn der Vertrag wie vorgesehen 36 Monate läuft.

Kann man ein JobRad® übertragen?

Das Dienstrad von JobRad® kann weder übernommen noch übertragen werden? In diesem Fall kann das Rad an uns zurückgegeben werden – und wird bequem abgeholt.

Wie viel ist ein E-Bike nach 3 Jahren noch wert?

Nach drei Jahren ist ein E-Bike typischerweise noch 40 % bis 60 % seines ursprünglichen Kaufpreises wert, wobei der genaue Wert stark vom Zustand, der Marke, dem Akkuzustand und der Pflege abhängt; Premium-Modelle behalten ihren Wert besser, während Budget-Bikes schneller an Wert verlieren können. Ein gut gepflegtes Markenrad könnte bei ca. 1.000 bis 1.500 € (von ursprünglich 2.500 €) liegen, ein weniger gut gepflegtes noch weniger. 

Was passiert, wenn ich meinen Job bei JobRad kündige?

Wenn dein Job gekündigt wird, während du ein JobRad-Leasing hast, gibt es mehrere Optionen: Du sprichst mit deinem Arbeitgeber, um das Rad entweder an ihn zurückzugeben (Leasing wird beendet, oft mit Kosten), es privat zu übernehmen (mit Ablöseangebot), es auf einen Kollegen umzuschreiben (falls möglich) oder durch das Versicherungs-Ausfallmanagement die Ratenzahlung abzusichern. Der Leasingvertrag läuft zunächst weiter, bis eine Lösung gefunden ist, wobei der Arbeitgeber oft die Raten zahlt, bis der Vertrag endet oder eine Regelung getroffen wird.
 

Wie wirkt sich ein JobRad auf die Steuererklärung aus?

Muss JobRad® in der Steuererklärung angegeben werden? Nein. Du musst JobRad® in der Steuererklärung nicht angeben. Falls ein geldwerter Vorteil versteuert werden muss, ist das über deine Lohnabrechnung bereits geschehen.

Was sind die 5 größten Fehler beim Autoleasing?

Die 5 größten Fehler beim Auto-Leasing sind: Unrealistische Restwertberechnung (besonders bei Restwertleasing) führt zu teuren Nachzahlungen, die falschen Einschätzung der Kilometerleistung, mangelnde Vorbereitung bei der Fahrzeugrückgabe (hohe Kosten für Schäden und fehlendes Zubehör), das Versäumnis einer GAP-Versicherung und das Unterschätzen der Kosten für Wartung/Reparaturen und der Schwierigkeit einer vorzeitigen Kündigung. 

Wie wirkt sich Dienstrad-Leasing auf die Rente aus?

Dienstrad-Leasing wirkt sich negativ auf die Rente aus.

Das entspricht über den Leasingzeitraum von 36 Monaten etwa 6 % eines aktuellen Rentenpunkts und weniger als 3 € des monatlichen Rentengegenwerts.

Was ist die Schlussrate beim Dienstrad-Leasing?

Die Schlussrate beim Leasing ist der hohe Restbetrag am Vertragsende, der nicht durch die niedrigeren Monatsraten gedeckt wurde und entweder durch eine letzte Zahlung, eine Anschlussfinanzierung, die Rückgabe des Objekts (ggf. mit Wertausgleich) oder einen Kauf beglichen wird, was eine flexible Alternative zum klassischen Leasing darstellt, ähnlich einer Ballonfinanzierung, ermöglicht niedrigere Monatsraten, birgt aber das Risiko bei Abweichung vom Restwert (beim Restwertleasing).