Kann ich 25 Prozent meiner Rente entnehmen und den Rest belassen?

Gefragt von: Frau Romy Mai
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Ja, bei bestimmten privaten Rentenprodukten können Sie einen Teil entnehmen, aber meistens sind es maximal 30 % (z.B. bei Riester), der Rest muss verrentet werden (lebenslange Rente) – eine vollständige Entnahme von 25 % oder mehr und den Rest belassen, ist abhängig vom Vertrag (z.B. bei klassischen Rentenversicherungen, BAV), aber oft sind nur Teilentnahmen erlaubt, bevor die volle Auszahlungsphase beginnt. Ihre gesetzliche Rente (Deutsche Rentenversicherung) kann nicht so entnommen werden, da diese monatliche Zahlungen sind, aber bei privaten Verträgen (Riester, Rürup, BAV, Lebensversicherungen) gibt es unterschiedliche Auszahlungsoptionen, oft mit Teil-Kapitalauszahlungen.

Kann ich mir die Riester-Rente komplett auszahlen lassen?

Nein, eine vollständige Auszahlung der Riester-Rente ist grundsätzlich nicht möglich, da sie als lebenslange Rente konzipiert ist; Sie können sich aber bis zu 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen und der Rest wird verrentet, es sei denn, die monatliche Rente wäre eine Kleinbetragsrente (unter 1 % der Bezugsgröße), dann geht auch eine vollständige Auszahlung. Eine vorzeitige Kündigung vor Rentenbeginn ist möglich, aber förderschädlich, da alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, was oft zu Verlusten führt.
 

Wie viel Rente-Anteile kann man dazu kaufen?

Wie viele Rentenpunkte kann man maximal kaufen? Abhängig vom Beitragssatz zur Rentenversicherung ergeben sich ein Mindestbeitrag und ein Höchstbetrag für die freiwillige Nachzahlung. Diese liegen derzeit (2023) zwischen 96,72 Euro und 1357,80 Euro im Monat.

Was ist der Teilrenten-Trick?

Der "Teilrenten-Trick", oft als 99,99 % Teilrente bezeichnet, ist eine legale Strategie für pflegende Angehörige, um ihre Rente zu erhöhen, indem sie nur 0,01 % ihrer Vollrente abgeben (z.B. 8 Cent bei 1000 € Rente) und dadurch weiterhin als pflichtversichert in der Rentenversicherung gelten. Dies ermöglicht den Bezug von Rentensteigerungen durch die Pflege (wie z.B. durch die Pflegeversicherungsbeiträge), die bei einer 100%-Vollrente entfallen würden, da man dann versicherungsfrei wäre. Es ist eine gezielte Steuerung der Rentenhöhe, um lebenslange Rentenansprüche zu sichern, da jede Pflegestunde zählt. 

Wie kann ich Geld aus meinem Depot entnehmen?

Um Geld aus dem Depot zu entnehmen, verkaufen Sie Wertpapiere oder nutzen einen automatisierten Entnahmeplan, wobei das Geld nach dem Verkauf erst nach 1-2 Handelstagen zur Auszahlung auf Ihr Referenzkonto verfügbar ist, wobei Sie zwischen Entnahme mit oder ohne Kapitalverzehr wählen können und steuerliche Aspekte (Abgeltungsteuer) zu beachten sind.
 

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Wie viel Steuern auf Depot Auszahlung?

Finanzinstitute in Deutschland behalten 25 Prozent Abgeltungssteuer auf Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne ein - hinzu kommt darauf der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Abgeltungssteuer wird dann automatisch ans Finanzamt abgeführt.

Kann ich mir einen Teil vom Depot auszahlen lassen?

Mit einem Auszahlplan ohne Kapitalverzehr können Sie sich einen Teil der Erträge Ihres Kapitals auszahlen lassen, ohne dieses selbst anzugreifen. So lässt sich zum Beispiel komfortabel eine ewige Rente konstruieren. Im Unterschied zum Auszahlplan mit Kapitalverzehr erhalten Sie hier dauerhaft ein Einkommen.

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Kann ich mir eine Teilrente auszahlen lassen?

Wenn Sie vorzeitig Rente beziehen wollen, müssen Sie sich den Betrag, der Ihnen Monat für Monat zusteht, nicht komplett auszahlen lassen. Sie können sich auch nur einen Teil davon auszahlen lassen - daher kommt der Name Teilrente.

Wie lange reichen 250.000 Euro im Ruhestand?

250.000 € reichen im Ruhestand unterschiedlich lange, je nach Entnahme: Bei 1.000 € monatlicher Entnahme (Kapitalverzehr) reichen sie ca. 20-25 Jahre, mit 4 % Rendite sogar 30+ Jahre oder länger, da Sie nur die Zinsen (ca. 833 €/Monat) nutzen. Mit der 4%-Faustregel (10.000 €/Jahr oder 833 €/Monat) können Sie das Kapital langfristig erhalten. Eine dynamische Strategie mit 3-5 % Entnahme je nach Marktlage kann das Vermögen noch länger sichern. 

Was kostet es, einen Rentenpunkt 2025 zu kaufen?

Im Jahr 2025 kostet ein Rentenpunkt bundesweit einheitlich 9.392 Euro (genauer: 9.391,70 €), was sich aus dem vorläufigen Durchschnittsentgelt von 50.493 € und dem Beitragssatz von 18,6 % ergibt. Für diesen Betrag erhalten Sie eine monatliche Rentensteigerung von rund 39,32 € (oder ca. 40,79 € laut einigen Quellen, da die genaue monatliche Steigerung variiert) für den Rest Ihres Lebens. 

Wie viel sollte man mit 60 Jahren gespart haben?

Mit 60 Jahren sollten Sie idealerweise das 8- bis 10-fache Ihres jährlichen Nettoeinkommens angespart haben, also etwa 320.000 € bis 400.000 € bei 40.000 € Jahreseinkommen, um Ihren Lebensstandard zu sichern. Wer früher in Rente gehen möchte (z. B. mit 60), muss für die Zeit bis zur Regelaltersgrenze (ca. 67) zusätzliche Rücklagen für die monatlichen Ausgaben von 2.000 € bis 3.000 € haben, was weitere 168.000 € bis 250.000 € bedeuten kann, plus Inflation.
 

Was kostet es, ein Jahr Rente nachzahlen?

Wie viel Beitrag Du pro Monat nachzahlen möchtest, ist Dir innerhalb bestimmter Grenzen selbst überlassen. Minimal kostet Dich die Nachzahlung in diesem Jahr 103,42 Euro pro Monat und maximal 1.497,30 Euro pro Monat. Je mehr Du zahlst, desto stärker erhöht sich dadurch Deine Rente.

Kann ich Riester-Rente ab 62 Jahren auszahlen lassen?

Das angesparte Guthaben in einem Riester-Vertrag wird ab Rentenbeginn als lebenslange, monatliche Rente ausgezahlt. Der frühestmögliche Rentenbeginn liegt bei Verträgen, die seit 2012 abgeschlossen wurden, bei einem Alter von 62 Jahren. Bei älteren Verträgen lässt sich die Rente bereits ab dem 60. Lebensjahr auszahlen.

Was passiert mit Riester-Rente bei Tod?

Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an Erben, meist an Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder, wodurch die staatlichen Zulagen erhalten bleiben können, wenn das Geld in einen eigenen Riester-Vertrag fließt; ansonsten müssen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden, was oft bis zu 25 % des Guthabens ausmachen kann. Anders als bei der gesetzlichen Rente (die mit dem Monat des Todes endet), wird die private Riester-Rente vererbt, oft durch eine vereinbarte Rentengarantiezeit abgesichert, die dem Partner eine Witwenrente sichert. 

Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?

Besser ist, was zu Ihrer individuellen Situation passt: Die monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit, ideal bei weniger Rücklagen. Die Kapitalauszahlung bietet Flexibilität, ermöglicht größere Anschaffungen (Immobilie, Kredit) und kann bei früherem Tod vorteilhaft für Erben sein, birgt aber das Risiko, das Geld selbst zu verbrauchen, bevor man stirbt, und hat oft eine andere Besteuerung.
 

Kann ich meine komplette Rente auch auf einmal auszahlen lassen?

Nein, eine Auszahlung der gesetzlichen Rente als einmalige Summe ist grundsätzlich nicht möglich, sie wird monatlich gezahlt; nur bei Nichterfüllung der Wartezeit (z.B. < 5 Jahre Einzahlung) kann man sich die eigenen Beiträge erstatten lassen, aber nicht das gesamte angesparte Kapital. Anders sieht es bei der privaten Rentenversicherung aus: Hier können Sie oft wählen, ob Sie sich das angesparte Kapital einmalig (teilweise oder ganz) oder als monatliche Rente auszahlen lassen, wobei steuerliche Aspekte zu beachten sind. Staatlich geförderte Produkte wie Riester-Rente haben spezielle Regeln (max. 30 % Einmalzahlung). 

Welche Nachteile hat eine Teilrente?

Der Hauptnachteil der Teilrente liegt oft in der möglichen negativen Auswirkung auf die Betriebsrente, die erst mit der Vollrente ausgezahlt wird, sowie darin, dass sie als Einkommen auf einkommensabhängige Sozialleistungen (wie Bürgergeld) angerechnet wird, wodurch der Anspruch entfallen kann; auch muss man höhere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, da man nicht ermäßigt ist, wenn man weiterarbeitet und eine Teilrente bezieht. 

Wie wird eine Teilrente besteuert?

Eine Teilrente wird besteuert, aber Sie können sich durch einen frühen Rentenbeginn einen lebenslangen, höheren Rentenfreibetrag sichern, da sich der steuerfreie Anteil nach Ihrem ersten Rentenjahr richtet, während spätere Rentenerhöhungen (Zulagen) voll steuerpflichtig sind. Auch Hinzuverdienste müssen versteuert werden und erfordern oft eine jährliche Steuererklärung, in der Sie auch Sonderausgaben geltend machen können. Bei Rentenbeginn 2025 sind beispielsweise 83,5 % steuerpflichtig, 16,5 % steuerfrei, wobei dieser Freibetrag bei einem früheren Beginn lebenslang gilt.
 

Was kostet 1 Jahr Rentenpunkte?

Ein Rentenpunkt kostet im Jahr 2025 für freiwillige Käufe einheitlich 9.392 Euro, um eine volle Rentenlücke zu schließen, was Ihnen monatlich ca. 40,79 € mehr Rente bringt und somit etwa 19 Jahre zur Amortisation benötigt. Der Wert basiert auf dem Durchschnittsentgelt (2025: 50.493 €) multipliziert mit dem Beitragssatz von 18,6 %. 

Wie viele Rentenpunkte braucht man für 2000 € Rente?

Um eine Bruttorente von 2.000 € zu erhalten, benötigen Sie je nach Jahrgang und Beitragsjahren rund 49 bis 72 Entgeltpunkte (EP); bei aktuellen Werten (2025) sind es etwa 49 EP (bei 40,79 € pro Punkt) und bei älteren Berechnungen (2022) bis zu 72 EP, da der Wert des Rentenpunktes steigt. Das bedeutet, Sie müssen über Ihr Berufsleben hinweg ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen erzielen, oft das 1,1 bis 1,4-fache des Durchschnitts, um diese Menge an Punkten zu sammeln. 

Wie viel muss ich 2025 verdienen, um einen Rentenpunkt zu bekommen?

Um 2025 einen Rentenpunkt zu erhalten, müssen Sie Ihr Brutto-Jahreseinkommen durch das vorläufige Durchschnittsentgelt von 50.493 Euro teilen; wer also genau diesen Betrag verdient (ca. 4.208 € monatlich), bekommt einen vollen Rentenpunkt, wer mehr verdient, entsprechend mehr, wer weniger, entsprechend weniger. Der Wert eines Rentenpunkts (die spätere monatliche Rente pro Punkt) liegt 2025 vorläufig bei 40,79 € (West) bzw. 40,79 € (Ost). 

Welche Geldanlage ab 60 Jahren?

Ab 60 Jahren liegt der Fokus der Geldanlage auf Sicherheit und regelmäßigen Einkommen, weshalb eine Mischung aus sicheren Anlagen wie Tages- und Festgeld (als Notgroschen & kurzfristige Ziele) und ertragreicheren, aber risikoreicheren Anlagen wie ETFs (Aktien- und Mischfonds) für langfristige Rendite sinnvoll ist, wobei der Aktienanteil zur Risikominimierung oft geringer gewählt wird (z.B. 40-60%). Wichtige Optionen sind auch Immobilien-Investments (z.B. als Mietobjekt) oder Sofortrentenversicherungen für eine lebenslange garantierte Rente. 

Wie kann ich mein Depot auszahlen lassen?

Eine Depot-Auszahlung erfolgt durch den Verkauf von Wertpapieren oder Entnahme aus Erträgen (Dividenden/Zinsen), wobei das Geld nach dem Verkauf meist nach 1-2 Handelstagen verfügbar ist (Valuta) und dann auf Ihr Referenzkonto überwiesen wird, oft per Klick in der Banking-App oder im Online-Banking. Es gibt auch automatische Auszahlpläne, um regelmäßig einen bestimmten Betrag zu entnehmen, was steuerlich und für die Altersvorsorge sinnvoll sein kann. 

Wie lange kann ich 100.000 Euro im Ruhestand erhalten?

100.000 € reichen im Ruhestand unterschiedlich lange, oft 10 bis 30 Jahre, je nach Entnahmestrategie, Rendite und Inflationsrate; bei einer 4%-Regel (nach der Trinity-Studie) sind es ca. 333 €/Monat für 30 Jahre, bei höherer Entnahme (z.B. 632 € bei 6% Rendite bis 90) ist das Kapital schneller verbraucht. Wichtig ist die Kombination mit gesetzlicher Rente und die Berücksichtigung der Inflation; 100.000 € sind eher ein Baustein für einen flexiblen Übergang als eine alleinige Altersvorsorge.