Kann ich mit 62 Jahren noch eine Erwerbsminderungsrente beantragen?

Gefragt von: Heino Rupp MBA.
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Ja, mit 62 Jahren können Sie eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) beantragen, aber es gibt in der Regel Abschläge von 0,3 % pro Monat, den Sie vor dem 65. Geburtstag in Rente gehen, was maximal 10,8 % (bei 3 Jahren früher) betragen kann, es sei denn, Sie haben eine Schwerbehinderung oder erfüllen bestimmte Vertrauensschutzregelungen, die die Abschläge reduzieren oder ganz entfallen lassen können, und Sie müssen die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen (z. B. 35 Versicherungsjahre, kürzere Wartezeiten bei Behinderung).

Ist eine Erwerbsminderungsrente mit 62 Jahren abschlagsfrei?

Eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) mit 62 abschlagsfrei zu erhalten, ist in der Regel nicht möglich, da die Grenze für eine abschlagsfreie Rente seit 2024 bei 65 Jahren liegt; jedoch gibt es Ausnahmen durch sogenannte Vertrauensschutzregelungen (z.B. bei Geburtsjahrgängen vor 1964 oder Schwerbehinderung), die eine abschlagsfreie Rente bereits ab 63 oder sogar früher ermöglichen können, wobei die Abschläge bei vorzeitiger Inanspruchnahme meist 0,3 % pro Monat betragen und maximal 10,8 % ausmachen können. 

Kann ich mit 63 Jahren eine Erwerbsminderungsrente beantragen?

Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente

Früher war es möglich, bereits ab 63 Jahren die Erwerbsminderungsrente ohne Abschläge zu erhalten. Ab 2012 wurde diese Altersgrenze von 63 Jahren für eine abschlagsfreie Erwerbsminderungsrente schrittweise auf das 65. Lebensjahr angehoben.

Wie hoch ist der Abschlag bei voller Erwerbsminderungsrente?

Bei einer vollen Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) gibt es hauptsächlich zwei Arten von Abzügen: den Abschlag für vorzeitigen Bezug (bis zu 10,8 %, wenn vor 65) und die Anrechnung von Hinzuverdienst, wobei zu viel verdientes Geld zu 40 % von der Rente abgezogen wird, bis zu einer Obergrenze. Zudem müssen Rentenbezieher Steuern zahlen (anteilig nach Rentenbeginn) und teilweise Beiträge zur Sozialversicherung, wobei der Krankenversicherungsbeitrag ermäßigt ist, da kein Krankengeldanspruch besteht. 

Wann ist es sinnvoll, Erwerbsminderungsrente zu beantragen?

Der beste Zeitpunkt für einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ist so früh wie möglich, sobald absehbar ist, dass Sie dauerhaft nur noch eingeschränkt arbeiten können – idealerweise bevor Krankengeldzahlungen auslaufen, um eine Lücke zu vermeiden, da die Rente frühestens ab dem 7. Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung zahlt. Für den Übergang von der EM-Rente in die Altersrente sollten Sie 3 bis 6 Monate vorher den Altersrentenantrag stellen, damit die Leistungen nahtlos übergehen, besonders wenn die EM-Rente ausläuft. 

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Wann spätestens Erwerbsminderungsrente beantragen?

Spätestens drei Monate vor Ablauf der Befristung der Rente sollten Sie sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitssuchend melden und dort auf das voraussichtliche Ende Ihrer Erwerbsminderungsrente hinweisen.

Ist eine Erwerbsminderungsrente oder eine Rente mit 63 Jahren besser?

Ob Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) oder Altersrente mit 63 besser ist, hängt von der Gesundheit und den Versicherungsjahren ab: Bei gesundheitlicher Eignung und dem Wunsch nach einem früheren Ruhestand ist die Altersrente mit 63 (oft „Rente mit 63“ genannt) für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) ohne Abschläge möglich, wenn der Geburtsjahrgang es erlaubt; wer gesundheitlich nicht mehr arbeiten kann, bekommt eher eine EM-Rente, die ab 65 abschlagsfrei ist, aber vor 65 mit Abschlägen (0,3 % pro Monat) verbunden ist, wobei der Übergang von EM-Rente zur Altersrente oft vorteilhaft ist. 

Wie hoch ist der Abschlag bei einer Erwerbsminderungsrente?

Bei der Erwerbsminderungsrente gibt es hauptsächlich zwei Arten von Abzügen: Rentenabschläge, wenn die Rente vor dem regulären Rentenalter bezogen wird (bis zu 10,8 % max.), und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die direkt von der Rente einbehalten werden. Zudem können Steuern anfallen, da ein Teil der Rente steuerpflichtig ist, abhängig vom Rentenbeginn. Bei Hinzuverdienst werden ebenfalls Kürzungen vorgenommen, es gelten aber dynamische Grenzen. 

Wie hoch ist der Abschlag bei der Erwerbsminderungsrente?

Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2025 ist das maßgebende Lebensalter für eine abschlag freie Erwerbsminderungsrente 65 Jahre. Für jeden Monat, den Sie vor Erreichen dieses Lebensalters in Rente gehen, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent, ins gesamt jedoch höchstens 10,8 Prozent.

Was ist der Nachteil bei Erwerbsminderungsrente?

Nachteile der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) sind oft geringere Rentenhöhe durch fehlende Beitragsjahre und mögliche Abschläge, strenge medizinische Voraussetzungen, die oft zur Ablehnung führen, die Notwendigkeit, Hinzuverdienstgrenzen einzuhalten (sonst Kürzung/Wegfall), der psychische Druck durch Befristungen und die Unsicherheit bezüglich des Übergangs in die Altersrente. Hinzu kommen bürokratische Hürden und die Mitwirkungspflicht, Einkommensänderungen sofort zu melden. 

Kann ich mit 62 Rente beantragen?

Ja, mit 62 können Sie in Deutschland Rente beantragen, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, meist als vorgezogene Altersrente für schwerbehinderte Menschen (GdB von mindestens 50) nach 35 Versicherungsjahren, wobei Sie dauerhafte Abschläge von 0,3 % pro vorzeitigem Monat (maximal 10,8 %) in Kauf nehmen müssen, es sei denn, Sie fallen unter eine spezielle Regelung (z.B. Geburtsjahrgang vor 1964). Ohne Schwerbehinderung ist das mit 62 nicht möglich, Sie müssen auf die Regelaltersgrenze warten oder andere Wege (z.B. Arbeitslosengeld) zur Überbrückung nutzen, so rentenbescheid24.de.
 

Welche Diagnosen führen zur Erwerbsminderungsrente?

Es gibt keine spezifischen Diagnosen, die automatisch eine Erwerbsminderungsrente garantieren, aber häufige Ursachen sind psychische Erkrankungen (Depression, Angststörungen), Erkrankungen des Bewegungsapparates (Wirbelsäulenleiden, Rheuma), Krebs (Onkologie) und Herz-Kreislauf-Leiden, die dazu führen, dass Betroffene weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können. Entscheidend ist nicht die Diagnose selbst, sondern die konkreten gesundheitlichen Einschränkungen und die daraus resultierende Restleistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. 

Kann ich mit 63 Jahren Teilrente beziehen?

Eine Teilrente mit 63 ermöglicht einen flexiblen Übergang in die Rente, indem Sie einen Teil Ihrer Altersrente (10–99,99 %) beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten, um Abschläge zu vermeiden oder zu reduzieren und so den Rentenanspruch zu erhöhen. Sie wird mit dem Rentenantrag gewählt und ist für viele interessant, da sie den Anspruch auf Krankengeld erhält, was bei einer 100%-Rente entfällt. Die Teilrente ist besonders vorteilhaft für langjährig Versicherte, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze (oft 67 Jahre) in den Ruhestand gehen wollen, aber noch nicht die Voraussetzungen für die abschlagsfreie "Rente mit 63" (besonders langjährig Versicherte) erfüllen.
 

Kann ich mit 63 noch Erwerbsminderungsrente beantragen?

Ja, Sie können mit 63 eine Erwerbsminderungsrente beantragen, aber es gibt Abschläge, wenn Sie die Voraussetzungen für eine abschlagsfreie Rente nicht erfüllen (mind. 40 Jahre). Die abschlagsfreie Grenze für die EM-Rente ist schrittweise auf 65 Jahre angehoben worden, aber für manche Fälle gibt es Ausnahmen (z.B. 40 Versicherungsjahre). Der Abschlag beträgt 0,3 % pro Monat vor dem 65. Lebensjahr (max. 10,8 %) und bleibt lebenslang bestehen, wenn Sie nicht in die Altersrente wechseln. Eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ist ratsam, um Ihre individuelle Situation zu klären, besonders für den Wechsel zur Altersrente. 

Wie viel Abzüge habe ich, wenn ich mit 62 in Rente gehe?

Mit 62 in Rente zu gehen, bedeutet in Deutschland meist lebenslange Abschläge von 0,3 % pro Monat zu akzeptieren, maximal bis 14,4 %, wobei die genauen Voraussetzungen und Ihr Geburtsjahr entscheidend sind; für 1964-Geborene sind es bis zu 10,8 % (3 Jahre), während für ältere Jahrgänge (z.B. 1962) der Abschlag 13,2 % sein kann, aber die Altersgrenze verschoben ist. Es gibt auch spezielle Fälle wie die Rente mit 62 bei Schwerbehinderung oder die „Rente für besonders langjährig Versicherte“ (45 Jahre), die aber erst später (oft 63/65) abschlagsfrei wird. 

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Wie hoch ist der Abschlag auf die Erwerbsminderungsrente?

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) wird prozentual berechnet, basiert auf Ihren bisherigen Entgeltpunkten, dem Rentenartfaktor (1,0 für volle, 0,5 für teilweise EM-Rente) und dem aktuellen Rentenwert, wobei bei vorzeitigem Bezug bis zu 10,8 % Abschlag anfallen können, es aber auch Zuschläge (wie der Zuschlag für Bestandsrenten) geben kann, die die Rente erhöhen. Die durchschnittliche Höhe liegt bei rund 1.000 € pro Monat, wird aber individuell ermittelt und kann durch Hinzuverdienst gekürzt werden. 

Wie hoch ist der Rentenabschlag, wenn man mit 63 in Rente geht?

Bei der Rente mit 63 (für langjährig Versicherte) gibt es immer Abschläge von 0,3 % pro Monat, den Sie früher in Rente gehen als Ihre individuelle Regelaltersgrenze, maximal aber 14,4 % (4 Jahre früher). Diese Kürzung ist dauerhaft und wird auf die Rente angewendet, die Sie ohne Abschläge erhalten würden. Für die Jahrgänge ab 1964 liegt das abschlagsfreie Rentenalter bei 67 Jahren, sodass die Rente mit 63 hier immer mit 14,4 % Abschlag verbunden ist, wenn 35 Versicherungsjahre erreicht sind.
 

Wird bei Erwerbsminderungsrente weiterhin in die Rentenkasse eingezahlt?

Ja, aber es kommt darauf an: Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht und arbeitet, zahlt weiterhin Pflichtbeiträge in die Rentenkasse ein (plus Kranken- und Pflegeversicherung), wobei die Rentenbeiträge nicht die EM-Rente erhöhen, aber die spätere Altersrente beeinflussen können. Wer nicht arbeitet, zahlt nicht direkt ein, aber die Rentenversicherung „füllt“ das Rentenkonto durch eine sogenannte Zurechnungszeit auf, sodass die spätere Altersrente nicht zu niedrig ausfällt, als würde man weiter einzahlen. 

Wie lange dauert die Bearbeitung eines Antrags auf Erwerbsminderungsrente?

Die Bearbeitung eines Antrags auf Erwerbsminderungsrente dauert meist mehrere Monate, oft durchschnittlich 3 bis 6 Monate, kann aber je nach Einzelfall, Vollständigkeit der Unterlagen und Notwendigkeit von Gutachten auch bis zu 7 Monate oder länger dauern, manchmal sogar Jahre. Entscheidend für die Dauer sind die Komplexität des Falls, die Einholung zusätzlicher Befunde und ob eine schnelle Entscheidung nach Aktenlage möglich ist, was den Prozess beschleunigt. 

Wie hoch sind die Chancen auf eine Erwerbsminderungsrente?

Die Ablehnungsquote ist hoch: Mehr als 345.000 Menschen haben laut Statistiken der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2023 eine Erwerbsminderungsrente beantragt. Von diesen Fällen wurden fast 44 Prozent abgelehnt, also nahezu jeder zweite Antrag.

Welche Abschläge gibt es auf die Erwerbsminderungsrente bei der VdK?

Der Sozialverband VdK ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen, die eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) beantragen oder Ablehnungen anfechten wollen; er bietet umfassende Beratung, rechtliche Vertretung und Unterstützung bei Widersprüchen und Klagen gegen die Deutsche Rentenversicherung, da die Verfahren oft komplex sind und die Rentenhöhe sowie Hinzuverdienstgrenzen (2025: 19.661,25 € für volle, individuell berechnet für teilweise EM-Rente) Fragen aufwerfen. Der VdK setzt sich politisch auch für eine gerechtere Gestaltung der EM-Rente ein, z. B. gegen Abschläge und für höhere Zuschläge. 

Ist Rente mit 63 sinnvoll?

Die "Rente mit 63" (Altersrente für besonders langjährig Versicherte) lohnt sich finanziell nur bedingt, da sie meist mit dauerhaften Abschlägen von bis zu 14,4 % verbunden ist – es sei denn, man hat 45 Versicherungsjahre erreicht und kann abschlagsfrei gehen (für frühere Jahrgänge). Attraktiver wird es durch die Kombination mit Weiterarbeit und Teilrente, da die Hinzuverdienstgrenzen entfallen sind und man so Rentenpunkte sammelt, die die Rente erhöhen und Abschläge teilweise ausgleichen können. Ob es sich lohnt, hängt stark von der individuellen Situation ab: Wer früh viel Freizeit will, muss finanzielle Einbußen akzeptieren; wer finanziell das Maximum herausholen will, muss länger arbeiten, idealerweise mit Teilrente und Weiterbeschäftigung.
 

Ist es schwer, Erwerbsminderungsrente zu bekommen?

Ja, es ist schwierig, eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) zu bekommen, da die Hürden hoch sind und etwa jeder zweite Antrag abgelehnt wird. Häufige Gründe sind das Nichterfüllen der medizinischen Voraussetzungen (weniger als 3 Stunden täglich arbeiten können, nicht nur im bisherigen Beruf), Lücken bei den versicherungsrechtlichen Wartezeiten und eine unzureichende Mitwirkung bei der Antragstellung. 

Kann es passieren, dass meine Altersrente geringer ausfällt als meine Erwerbsminderungsrente?

Nein, die Altersrente fällt bei nahtlosem Übergang innerhalb von 24 Monaten grundsätzlich nicht niedriger aus als die vorherige Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) – dies nennt man Bestandsschutz; die EM-Rente wird durch Zurechnungszeiten oft künstlich angehoben, aber der Schutz stellt sicher, dass Sie im Alter nicht schlechter dastehen, obwohl die Berechnung der Altersrente ohne weitere Rentenpunkte oft niedriger wäre. Sie können aber eine höhere Altersrente bekommen, wenn Sie bis dahin weitere Rentenpunkte sammeln, oder auch eine niedrigere, wenn die EM-Rente sehr hoch berechnet wurde, aber der Bestandsschutz greift.