Kann man die Krankenkasse wechseln wenn man Schulden hat?

Gefragt von: Anna Bachmann
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Kann man trotz Schulden bei der Krankenkasse wechseln? Grundsätzlich ja, wobei Sie nach dem Wechsel zu einer Krankenkasse zunächst 18 Monate an diese gebunden sind. Durch den Wechsel zu einer neuen Krankenkasse bleiben die Ansprüche der alten Kasse jedoch weiterhin bestehen.

Kann man Krankenkasse kündigen wenn man Schulden hat?

Nein, das kann sie nicht. Wenn Sie die Schulden bei der Krankenkasse schulden nicht begleichen, werden sie allerdings in einen Nottarif gesetzt, so dass nur noch lebensbedrohliche, eilige Maßnahmen bezahlt werden. Über das Thema wird auch häufig gestritten.

Was passiert wenn man Schulden bei der gesetzlichen Krankenkasse hat?

Diese Folgen haben Schulden bei der Krankenkasse: Aussetzung der Leistungen: Die Krankenversicherung übernimmt nur noch unaufschiebbare Leistungen. Mahnungen und Gebühren: Beitragszahler erhalten eine Mahnung. Es fallen Gebühren sowie Zuschläge an.

Welche Bedingungen müssen eingehalten werden um die Krankenkasse wechseln zu können?

Wer mindestens 12 Monate Mitglied bei seiner alten Krankenkasse war, kann in jede andere gesetzliche Krankenkasse wechseln. Wenn die eigene Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, gilt ein Sonderkündigungsrecht. Der Krankenkassen-Wechsel ist dann auch innerhalb der zwölfmonatigen Bindefrist möglich.

Kann die Krankenkasse Schulden erlassen?

Kann die Krankenkasse mir die Schulden nicht einfach erlassen? Wenn keine Aussicht besteht, dass Sie jemals wieder zahlungsfähig werden, dürfen Kassen im Ausnahmefall Beiträge erlassen. Darauf sollten Sie aber nicht hoffen. In der Praxis kommt das allenfalls bei Menschen im Rentenalter vor.

Offene Krankenkassenbeiträge, was tun? | Schulden bei der gesetzlichen Krankenversicherung! 💡

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Was tun wenn ich Krankenkasse nicht bezahlen kann?

Versicherte können Widerspruch gegen den Bescheid der Krankenkasse einlegen oder ein neues Gutachten fordern. Zahlt die Krankenkasse dann immer noch nicht, können Betroffene Klage beim Sozialgericht erheben. Ein Anwalt kann Sie über Ihre Handlungsoptionen aufklären, bevor Sie rechtliche Schritte einleiten.

Wann sind Schulden bei der Krankenkasse verjährt?

Welches Gesetz greift bei Schulden bei der Krankenkasse? Wann bei Schulden bei der Krankenkasse die Verjährung eintritt, ist § 25 Abs. 1 des Vierten Sozialgesetzbuches zu entnehmen. Laut diesem verjähren Ansprüche auf Beiträge in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind.

Wann darf man die Krankenkasse nicht wechseln?

Bisher waren Krankenkassenmitglieder grundsätzlich für die Dauer von 18 Monaten an ihre Krankenkasse gebunden. Erst danach war ein regulärer Wechsel zu einer anderen Kasse möglich. Seit 2021 gilt: Wer seine Krankenkasse bei gleichbleibendem Versicherungsverhältnis wechseln möchte, kann dies schon nach 12 Monaten tun.

Wann darf ich die Krankenkasse nicht wechseln?

Mitglieder, die einen Wahltarif abgeschlossen haben, sind an die Krankenkasse während der Laufzeit gebunden – diese beträgt in der Regel ein Jahr, bei einem Selbstbehalttarif oder dem Krankengeldtarif sind es drei Jahre. In dieser Zeit ist ein Krankenkassenwechsel grundsätzlich nicht möglich.

Hat es Nachteile die Krankenkasse zu wechseln?

Gesetzlich geregelt ist, dass die „neue“ Krankenkasse jeden Antragsteller auch aufnehmen muss. Jedoch kann es bei der Auszahlung des Krankengeldes zu Verzögerungen kommen, da die Unterlagen bei der neuen Krankenkasse auch wieder eingereicht und bearbeitet werden müssen.

Kann die Krankenkasse Mein Konto pfänden?

Gläubiger dürfen Krankengeld auch pfänden lassen, aber nur wenn es die Pfändungsfreigrenze übersteigt. Sie können ihren Pfändungs- und Überweisungsbeschluss direkt bei der Krankenkasse einreichen und verlangen, dass der pfändbare Anteil des Krankengeldes an sie ausgezahlt wird.

Wer kommt wenn man Schulden nicht zahlt?

Wenn eine verschuldete Person auch nach Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid nicht zahlt, kann ein Gläubiger auf Antrag bei Gericht das Konto pfänden lassen. Die Kontoeingänge fließen dann an den Gläubiger oder die Gläubigerin, die verschuldete Person kommt nicht an ihr Geld.

Wie wird man Krankenkassen Schulden los?

Wie werde ich meine Schulden los? In vielen Fällen sind Ratenzahlungen möglich, vorausgesetzt Sie kooperieren. Wichtig ist, dass Sie schnell handeln, weil die Krankenkasse anderenfalls eine Zwangsvollstreckung veranlassen könnte.

Kann AOK Schulden erlassen?

Nach dem „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“ das am 1. August 2013 in Kraft trat, werden Beitragsschulden die in Folge der Versicherungspflicht entstanden erlassen. Beitragsschulden aus der Zeit vor der Meldung bei der Krankenkasse werden erlassen!

Was kann die Krankenkasse pfänden?

Auskunft über Krankenversicherungsleistungen. Neben Krankengeldleistungen, deren Pfändbarkeit auch an § 850c ZPO zu messen ist, unterliegen noch weitere Ansprüche des Schuldners der Pfändung. In Betracht kommen insbesondere Krankenhaustagegeld, Beitragsrückerstattungen und Aufwendungsersatz für Heilbehandlungskosten.

Was ist die billigste Krankenkasse?

Die günstigste Krankenkasse je Bundesland

Die HKK war 2022 die günstigste bundesweit geöffnete Kasse. Im Januar 2023 haben zwei andere Krankenkassen dieses Zepter übernommen: BKK Gildemeister Seidensticker und BKK Firmus. Ihre Mitglieder zahlen 15,5 Prozent vom Brutto.

Welche ist die beste und günstigste Krankenkasse?

Auf Platz 1 des Gesamtrankings bleibt die TK - Techniker Krankenkasse, gefolgt von der hkk - Krankenkasse, der AOK PLUS und der HEK - Hanseatische Krankenkasse. Kostengünstigste Krankenkasse bleibt die hkk Krankenkasse mit einem Beitragssatz von 15,58 Prozent.

Kann ich meine Krankenkasse frei wählen?

Bis auf wenige Ausnahmen können Mitarbeiter ihre Krankenkasse frei wählen. Übt der Mitarbeiter sein Wahlrecht nicht aus, müssen Sie den Beschäftigten bei der Krankenkasse anmelden, bei der er zuletzt versichert war.

Wie kommt man zurück in die gesetzliche Krankenkasse?

Wer als Angestellter zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möchte, muss sein regelmäßiges Bruttoeinkommen unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 66.600 Euro (Stand 2023) drücken. Wer bereits vor dem 31. Dezember 2002 privat versichert war, für den gilt eine besondere Grenze von 58.050 Euro.

Wann fliegt man aus der gesetzlichen Krankenkasse?

Ab 55 Jahren gibt es kein Zurück. Mit erbarmungslosen Fristen regelt das Gesetz, wer in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen wird und wer nicht. Für Menschen ab 55 Jahren ist der Verlust des Versicherungsschutzes vertrackt wie für keine andere Gruppe.

Wann lohnt es sich die Krankenkasse zu wechseln?

Viele Krankenkassen haben zum Jahreswechsel ihre Beiträge erhöht. Informieren Sie sich, ob Ihre auch dabei ist. Eine Mitteilung zur Beitragserhöhung erhalten Sie nämlich nicht unbedingt. Ein Wechsel der Kasse kann sich lohnen und Ihnen helfen, Geld zu sparen.

Kann man mit der Krankenkasse verhandeln?

Patienten müssen informiert sein

Nur so können sie als Verhandlungspartner mit den Krankenkassen bestehen. Denn sie müssen schlüssige Argumente vorbringen. Auch die schriftliche Stellungnahme des Arztes – also ein Arztbrief – ist für Verhandlungen mit der Krankenkasse hilfreich.

Kann Krankenkasse vollstrecken?

Ebenso wie das Finanzamt können die gesetzlichen Krankenkassen bereits aufgrund ihrer Beitragsbescheide vollstrecken, müssen die Rückstände also nicht bei Gericht einklagen.

Wie lange muss man krankenkassenbeiträge nachzahlen?

Allgemeine Verjährungsfrist von vier Jahren

Da die Beiträge am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Entgeltabrechnungsmonats fällig werden, beginnt die Verjährungsfrist für die Beiträge von Januar bis Dezember eines Jahres immer am 1. Januar des Folgejahres und endet vier Jahre später am 31. Dezember.

Was passiert wenn man AOK nicht zahlen kann?

Der Notlagentarif

Bleiben Sie Ihre Beiträge mehrere Monate lang schuldig, kann die Versicherung nach zwei Mahnungen einen Wechsel in den Notlagentarif vornehmen. Dann sind die Leistungen der Versicherung deutlich eingeschränkt. Sie zahlt dann nur noch für akute Erkrankungen oder Leistungen bei einer Schwangerschaft.