Kann man einen Stromspeicher von der Steuer absetzen?

Gefragt von: Lucie Hummel-Jacob
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Die Abschreibung der Anschaffungskosten ist nur möglich, wenn der Speicher unternehmerisch genutzt wird. Der Abschreibungszeitraum beträgt dann zehn Jahre. Berücksichtigt werden muss, dass sich durch die steuerliche Absetzung des Speichers die Selbstkosten erhöhen.

Ist ein Batteriespeicher steuerlich absetzbar?

Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) ist ein steuerliches Instrument nach §7g EStG, das es ermöglicht, bis zu 50% der geplanten Investitionskosten für einen Batteriespeicher bereits vor der Anschaffung steuerlich geltend zu machen.

Kann ich einen Batteriespeicher abschreiben?

Kann man einen Batteriespeicher abschreiben? Die Abschreibung für Batteriespeicher ist nur möglich wenn der Speicher für unternehmerische Zwecke genutzt wird. Dann beträgt die Abschreibungsdauer 10 Jahre. Wichtig zu beachten ist aber, dass sich die Selbstkosten durch die Absetzung erhöhen.

Sind Batteriespeicher anmeldepflichtig?

Ja, ein Batteriespeicher muss in Deutschland zwingend im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur angemeldet werden – und zwar getrennt von der PV-Anlage, falls vorhanden, spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme. Diese Registrierung ist gesetzlich vorgeschrieben, da der Speicher in das Stromnetz integriert wird, dient der Versorgungssicherheit und vereinfacht die Planung für Netzbetreiber.
 

Wie werden Stromspeicher gefördert?

Für Batteriespeicher gibt es 2025/2026 keine bundesweite Direktförderung, aber zinsgünstige Kredite über die KfW-Förderung"} Programm 270 sowie zahlreiche Programme von Bundesländern, Kommunen und oft auch der Einspeisevergütung profitieren, dazu kommt der 0%-Mehrwertsteuersatz auf PV-Anlagen und Speicher sowie steuerliche Vorteile (IAB). Wichtig ist, Anträge vor der Bestellung zu stellen und die spezifischen Förderungen Ihrer Region zu prüfen.
 

Steuern und Photovoltaik ☀️🏠 So geht’s

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Ist ein Batteriespeicher förderfähig?

Für Batteriespeicher gibt es 2025/2026 keine bundesweite Direktförderung, aber zinsgünstige Kredite über die KfW-Förderung"} Programm 270 sowie zahlreiche Programme von Bundesländern, Kommunen und oft auch der Einspeisevergütung profitieren, dazu kommt der 0%-Mehrwertsteuersatz auf PV-Anlagen und Speicher sowie steuerliche Vorteile (IAB). Wichtig ist, Anträge vor der Bestellung zu stellen und die spezifischen Förderungen Ihrer Region zu prüfen.
 

Was kostet ein 10 kW Batteriespeicher?

Dieser kann einen Großteil des selbst erzeugten Solarstroms speichern und den Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Die Preise für einen 10 kWh Speicher liegen in der Regel zwischen 6.500 und 10.000 Euro. Auch hier variieren die Kosten je nach Hersteller, Technologie und regionalen Installationspreisen.

Wo darf ein Stromspeicher nicht stehen?

Ein Stromspeicher darf nicht in Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmern, in sehr feuchten oder schlecht belüfteten Räumen (z. B. modriger Keller), bei extremen Temperaturen (unbeheizte Garage, Dachboden, direkte Sonneneinstrahlung), in der Nähe von entzündlichen Materialien oder in Bereichen mit hoher Brandgefahr stehen; er benötigt einen trockenen, gut belüfteten, temperierten Raum mit Zugang für Wartung, aber sicheren Schutz vor unbefugtem Zutritt.
 

Was passiert, wenn ich einen Stromspeicher nicht anmelde?

Alle bestehenden PV-Anlage und auch alle bestehenden ortsfeste Stromspeicher sind spätestens bis zum 31.01.2021 im Marktstammdatenregister zu registrieren. Wer seine PV-Anlage oder seinen Speicher nicht registriert, riskiert, EEG-Vergütung zurückzahlen zu müssen.

Wann lohnen sich Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher lohnt sich, wenn Sie viel Solarstrom selbst verbrauchen, also hohe Autarkie anstreben, der Strompreis hoch ist (um teuren Netzstrom zu vermeiden), Ihr Haushalt häufig abends oder nachts Strom verbraucht, die PV-Anlage genügend Überschussstrom produziert und die Amortisationszeit innerhalb der Garantie (ca. 10 Jahre) liegt. Besonders vorteilhaft ist es bei hohem Eigenverbrauch (über 4.000 kWh/Jahr) und wenn der Speicher den nächtlichen Bedarf decken kann.
 

Welche Lebensdauer hat ein Stromspeicher?

Die Lebensdauer eines Stromspeicher liegt bei 10 bis 20 Jahren. Die Haltbarkeit wird durch die Anzahl der Ladezyklen bestimmt.

Sind Stromspeicher steuerfrei?

Batteriespeicher unterliegen dem Nullsteuersatz, wenn die Batteriespeicher im konkreten Anwendungsfall dazu bestimmt sind, Strom aus begünstigten Solarmodulen zu speichern.

Was soll ich tun, wenn mein Batteriespeicher brennt?

Auch wenn das Brandrisiko von PV-Batteriespeichern äußerst gering ist, sollte man wissen, wie im Ernstfall zu reagieren ist. Schnelles Handeln schützt Personen und minimiert Schäden an Batterien, Stromspeicher und Gebäude. Notruf wählen: Rufen Sie sofort die 112 an und informieren Sie die Feuerwehr über den Brand.

Was kann ich bei Photovoltaik von der Steuer absetzen?

Auch das ist in einem BMF-Schreiben dargelegt, das am 17. Juli 2023 veröffentlicht wurde. Praktisch bedeutet das: Wenn in der Rechnung zur Photovoltaikanlage 2.000 Euro Arbeitskosten abgerechnet werden, kann der Käufer 20 Prozent davon, hier 400 Euro, direkt von seiner zu zahlenden Einkommensteuer abziehen.

Wie lange wird ein Batteriespeicher abgeschrieben?

Die Abschreibung der Anschaffungskosten ist nur möglich, wenn der Speicher unternehmerisch genutzt wird. Der Abschreibungszeitraum beträgt dann zehn Jahre. Berücksichtigt werden muss, dass sich durch die steuerliche Absetzung des Speichers die Selbstkosten erhöhen.

Kann eine Wallbox steuerlich abgesetzt werden?

Steuerliche Vorteile für Vermietende und Privatpersonen

Vermietende können Anschaffungs- und Installationskosten sowie Genehmigungskosten beim Netzbetreiber steuerlich absetzen. Wallboxen gelten als eigenständige Wirtschaftsgüter und können über sechs bis zehn Jahre abgeschrieben werden.

Warum Batteriespeicher anmelden?

Wo muss ich einen Batteriespeicher anmelden? Sie müssen Ihren Batteriespeicher sowohl bei Ihrem Netzbetreiber als auch bei der Bundesnetzagentur anmelden. Diese Schritte sind notwendig, damit der Speicher offiziell in das Stromnetz eingebunden wird und mögliche Förderungen genutzt werden können.

Ist ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt ab 2025 erlaubt?

In Deutschland ist seit Mai 2024 ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt Modulleistung erlaubt, wenn der Wechselrichter maximal 800 Watt ins Hausnetz einspeist. Die Regelung ist im Solarpaket 1 festgelegt und schafft klare rechtliche Rahmenbedingungen.

Welche Strafe droht, wenn der Stromzähler rückwärts läuft?

Das Rückwärtslaufen eines Stromzählers durch ein Balkonkraftwerk war lange strafbar, aber durch das Solarpaket I (Mai 2024) gibt es eine bis zu vier Monate lange Übergangsfrist, in der dies ohne Strafe erlaubt ist, bis ein neuer Zweirichtungszähler installiert wird; wer den Zähler manipuliert oder die Anlage nicht anmeldet, riskiert aber weiterhin hohe Bußgelder (bis 50.000 €) oder sogar Freiheitsstrafen, da die volle Legalisierung noch aussteht und die Meldepflicht beim Netzbetreiber besteht.
 

Warum sollten Batteriespeicher nicht im Keller stehen?

Zudem sind in den PV-Speichern ausgereifte Batteriemanagementsysteme vorhanden, die eine zusätzliche Sicherheit bringen. Sollte ein PV-Speicher, der häufig im Keller aufgestellt wird, durch eine Überflutung mit Wasser in Kontakt kommen, kann es hier auch Tage später noch zu einem Feuer kommen.

Sind Stromspeicher meldepflichtig?

Ja, ein Stromspeicher muss unbedingt angemeldet werden, und zwar verpflichtend im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur, separat von der PV-Anlage, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme, um Bußgelder und den Verlust von Förderungen zu vermeiden und die Netzsicherheit zu gewährleisten. Die Anmeldung erfolgt online und ist auch für nachgerüstete Speicher Pflicht, da sie als eigenständige stromerzeugende Einheit gilt.
 

Wie gefährlich sind Stromspeicher im Haus?

Photovoltaik-Speicher sind sehr sicher: Eine Studie des Fraunhofer ISE zur Batteriesicherheit stellte 2019 fest, dass das Risiko eines Unfalls bei nur 0,0077 % lag – eine Chance von 13.000:1.

Warum lohnt sich ein Stromspeicher nicht?

Ein Stromspeicher lohnt sich nicht, wenn die Anschaffungskosten zu hoch sind, der Eigenverbrauch gering ist, die Stromerzeugungskosten (PV) hoch, der Strompreis niedrig, der Speicher schlecht dimensioniert ist (zu groß oder zu klein) oder die Lebensdauer kürzer ist als die der PV-Anlage, wodurch teure Ersatzkäufe nötig werden; auch bei wenig Preisschwankungen im Stromtarif oder wenn der Nutzen (Autarkie, Notstrom) die rein wirtschaftlichen Kosten übersteigt, kann er sich nicht rechnen. 

Wie groß sollte ein Stromspeicher für ein Einfamilienhaus sein?

Ein Stromspeicher für ein Einfamilienhaus ist meist zwischen 5 und 12 kWh groß, wobei die optimale Größe von Ihrem Stromverbrauch und der Größe Ihrer PV-Anlage abhängt; Faustregeln sind etwa 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch oder 1 kWh Speicher pro 1 kWp PV-Leistung, um den Eigenverbrauch zu maximieren und Überdimensionierung zu vermeiden. Berücksichtigen Sie auch Ihre Stromfresser (wie Wärmepumpe, E-Auto) und das Ziel der maximalen Autarkie.
 

Werden Batteriespeicher noch billiger?

Batteriespeicher preisentwicklung 2025

80 % bis 90 % gesunken. Allein von Juni 2023 bis Juni 2025 sanken die Preise für Speichersysteme von 778 Euro auf 457 Euro pro Kilowattstunde, ein Rückgang von rund 41 % in nur zwei Jahren.