Lohnt es sich, mit 60 Jahren in eine private Rentenversicherung einzuzahlen?

Gefragt von: Friederike Bauer-Kessler
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Ja, es lohnt sich auch mit 60 noch, in eine private Rentenversicherung einzuzahlen, um die Rentenlücke zu schließen, auch wenn höhere Beiträge oder geringere Renten zu erwarten sind; besonders sinnvoll sind Optionen wie die Basis-Rente mit steuerlichen Vorteilen oder eine Sofortrente, die vorhandenes Kapital in eine lebenslange Rente umwandelt, um das Langlebigkeitsrisiko zu minimieren und eine finanzielle Absicherung zu gewährleisten, da die gesetzliche Rente oft nicht ausreicht, um den Lebensstandard zu halten, betont Raisin.

Wie viel Geld sollte ich in meine private Rentenversicherung einzahlen?

Wie viel Sie in eine private Rentenversicherung einzahlen, hängt von Ihren persönlichen Zielen ab, aber eine allgemeine Empfehlung ist, 10-15 % Ihres Nettoeinkommens zu sparen. Viele Produkte ermöglichen schon mit ab 25 € monatlich den Einstieg, während bei geförderten Modellen wie der Riester-Rente schon 60 € pro Jahr gefördert werden und höhere Beiträge (bis 1.800 €/Jahr) steuerliche Vorteile bringen. Die Höhe der Beiträge sollte Ihre Rentenlücke schließen, um später Ihren gewohnten Lebensstandard zu halten, was eine individuelle Berechnung erfordert, oft mit Hilfe eines Beraters. 

Wann ist eine private Rentenversicherung sinnvoll?

Eine private Rentenversicherung lohnt sich grundsätzlich für alle, die ihren persönlichen Lebensstandard im Alter erhalten möchten. Denn in den meisten Fällen reicht die gesetzliche Rente dafür nicht aus. Um die sogenannte Rentenlücke zu schließen, kann eine private Rentenversicherung als Ergänzung sinnvoll sein.

Wie viel Geld sollte man für eine private Rentenversicherung einzahlen?

Die Kosten für eine private Rentenversicherung variieren stark, hängen von Beitragshöhe, Vertragslaufzeit und Produkt ab, wobei Experten oft 10-15% des Nettoeinkommens empfehlen und Mindestbeiträge schon ab ca. 25€/Monat möglich sind, aber teils hohe Abschlusskosten und Effektivkosten (bis zu 1-2% pro Jahr) die Rendite schmälern können, was die Bedeutung eines Kostenvergleichs unterstreicht.
 

Wann sollte man mit privater Altersvorsorge beginnen?

Der beste Zeitpunkt, mit der Altersvorsorge zu beginnen, ist immer "jetzt". Wenn Sie 30 oder 40 sind, haben Sie noch 25 bis 35 Jahre Zeit, um langfristig Vermögen aufzubauen.

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Lohnt es sich, mit 60 Jahren noch in eine Rentenversicherung einzuzahlen?

Wenn Sie nicht ausreichend für den Ruhestand gespart haben oder mit einer Einkommenslücke im Ruhestand rechnen, kann der Beginn einer privaten Altersvorsorge ab 60 Jahren die Zeit bis zum Bezug der staatlichen Rente überbrücken . Nutzen Sie die Arbeitgeberzuschüsse, die Ihre Altersvorsorge deutlich aufstocken können.

Wie viel Geld kann man monatlich in private Altersvorsorge geben?

Für die private Altersvorsorge sollten Sie mindestens 10-15 % Ihres Nettoeinkommens monatlich zurücklegen, wobei der genaue Betrag von Ihrem Einkommen, Ihren Zielen und der gewünschten Rentenlücke abhängt, aber auch schon ab 25 € pro Monat mit speziellen Produkten gestartet werden kann, um frühzeitig von langen Laufzeiten zu profitieren. Eine gängige Regel ist auch die 50-30-20-Regel (50 % Fixkosten, 30 % Wünsche, 20 % Sparen/Vorsorge), um Ihre Finanzen zu strukturieren.
 

Wie viel sollte ich monatlich in eine private Altersvorsorge einzahlen?

Viele berechnen ihre benötigte Altersvorsorge, indem sie ihr Alter halbieren. Das gibt einen groben Anhaltspunkt, welcher Prozentsatz Ihres Gehalts in Ihre Altersvorsorge fließen sollte. Wenn Sie beispielsweise 30 Jahre alt sind, sollten Ihre Rentenbeiträge (einschließlich etwaiger Arbeitgeberzuschüsse) 15 % Ihres Gehalts betragen.

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Was passiert mit meiner privaten Rentenversicherung, wenn ich sterbe?

Wenn Sie in der privaten Rentenversicherung sterben, hängt das Schicksal des Vertrags von Ihren vertraglichen Vereinbarungen ab: Entweder erhalten Ihre Hinterbliebenen das Vertragsguthaben oder eine vereinbarte Rente (z.B. bis zum Ende der Rentengarantiezeit) ausgezahlt, falls Sie eine Beitragsrückgewähr oder Hinterbliebenenrente vereinbart haben; ansonsten geht das Kapital in Ihren Nachlass über und wird nach den Erbschaftsregeln verteilt. 

Welche Nachteile hat es, eine private Rentenversicherung beitragsfrei zu stellen?

Nachteile der Beitragsfreistellung in der Rentenversicherung sind eine geringere spätere Rente, da weniger eingezahlt wird, sowie reduzierte oder wegfallende Zusatzleistungen (z. B. BU-Schutz, Todesfallleistung). Hinzu kommen laufende Kosten (Verwaltung, Fondsgebühren), die das vorhandene Kapital aufzehren, die fehlende staatliche Förderung (Zulagen/Steuervorteile) bei Riester-Verträgen, die mögliche Verweigerung der Wiederaufnahme durch den Versicherer und die schwierige Reaktivierung der vollen Leistungen. 

Ist es besser, Geld in die Altersvorsorge oder in Ersparnisse einzuzahlen?

Inflationsrisiko: Bargeldersparnisse können im Laufe der Zeit durch Inflation an realem Wert verlieren. Steuervorteile: Im Gegensatz zu Renten bieten Sparkonten nicht die gleichen Steuervorteile wie Renten . Zu den Nachteilen von Sparkonten zählen der Wertverlust durch Inflation und der Verlust der großzügigen Steuervorteile, die bei Rentenversicherungen gewährt werden.

Welche private Rentenversicherung ist zu empfehlen?

Die "beste" private Rentenversicherung hängt von Ihren Zielen ab, aber Testsieger sind oft die Europa Versicherung (wegen niedriger Kosten und guter Leistungen in Klassik/Index) und die Allianz (bei Indexpolicen), mit Alternativen wie Hannoversche (hohe Garantierente) oder Anbietern mit schlankeren Garantien, wobei ETF-Sparpläne (z.B. über Smartbroker+, Traders Place) von Verbraucherschützern für höhere Renditechancen empfohlen werden, wenn Sie auf klassische Garantien verzichten können. Es gibt verschiedene Arten (Klassik, Index), die unterschiedliche Risiken und Renditechancen bieten, wobei die Stiftung Warentest bei klassischen Policen oft die Kosten bemängelt. 

Was sind die Nachteile einer privaten Rentenversicherung?

Nachteile der privaten Rentenversicherung sind oft hohe Kosten (Abschluss-, Vertriebs-, Verwaltungskosten), die die Rendite schmälern, die starke Kostenbelastung in den ersten Jahren, geringe Flexibilität (eingeschränkter Zugriff auf das Kapital vor Rentenbeginn), die langfristige Bindung und das Risiko von Renditeverlusten bei vorzeitiger Kündigung oder zu konservativem Umschichten, sowie die Besteuerung der Erträge in der Auszahlungsphase, da Beiträge meist nicht steuerlich absetzbar sind. 

Wie viel sollte man mit 60 gespart haben?

Mit 60 Jahren sollten Sie idealerweise das 8- bis 10-fache Ihres jährlichen Nettoeinkommens angespart haben, also etwa 320.000 € bis 400.000 € bei 40.000 € Jahreseinkommen, um Ihren Lebensstandard zu sichern. Wer früher in Rente gehen möchte (z. B. mit 60), muss für die Zeit bis zur Regelaltersgrenze (ca. 67) zusätzliche Rücklagen für die monatlichen Ausgaben von 2.000 € bis 3.000 € haben, was weitere 168.000 € bis 250.000 € bedeuten kann, plus Inflation.
 

Wie viel muss ich für 1000 Euro Rente einzahlen?

Hier jedoch ein grober Richtwert: Um ab einem Alter von 40 Jahren bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren eine monatliche Rente von 1.000 EUR zu erhalten, müsste man ungefähr 500 EUR monatlich bei einer angenommenen Rendite von 3 Prozent jährlich einzahlen.

Wie viel muss ich 2025 verdienen, um einen Rentenpunkt zu bekommen?

Um 2025 einen Rentenpunkt zu erhalten, müssen Sie Ihr Brutto-Jahreseinkommen durch das vorläufige Durchschnittsentgelt von 50.493 Euro teilen; wer also genau diesen Betrag verdient (ca. 4.208 € monatlich), bekommt einen vollen Rentenpunkt, wer mehr verdient, entsprechend mehr, wer weniger, entsprechend weniger. Der Wert eines Rentenpunkts (die spätere monatliche Rente pro Punkt) liegt 2025 vorläufig bei 40,79 € (West) bzw. 40,79 € (Ost). 

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Wie viele Rentenpunkte braucht man für 2000 € Rente?

Um eine Bruttorente von 2.000 € zu erhalten, benötigen Sie je nach Jahrgang und Beitragsjahren rund 49 bis 72 Entgeltpunkte (EP); bei aktuellen Werten (2025) sind es etwa 49 EP (bei 40,79 € pro Punkt) und bei älteren Berechnungen (2022) bis zu 72 EP, da der Wert des Rentenpunktes steigt. Das bedeutet, Sie müssen über Ihr Berufsleben hinweg ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen erzielen, oft das 1,1 bis 1,4-fache des Durchschnitts, um diese Menge an Punkten zu sammeln. 

Wie viel Prozent vom Gehalt braucht man für private Altersvorsorge?

Als Faustregel für die private Altersvorsorge gilt, dass Sie monatlich bzw. jährlich 10 bis 15 Prozent Ihres Nettoeinkommens für die Rente sparen sollten. Beispiel: Ein 50 Jahre alter Handwerker Bei dem Handwerker handelt es sich um ein fiktives Beispiel ist bereits seit 30 Jahren berufstätig.

Kann ich meine private Altersvorsorge auszahlen lassen?

Wenn Sie sich Ihre private Rentenversicherung auszahlen lassen, haben Sie bei Verträgen mit eingeschlossenem Kapitalwahlrecht mehrere Optionen: Sie können eine Einmalauszahlung oder eine lebenslange Rente wählen. Es kann auch eine Kombination aus beidem möglich sein.

Wie viel sollte man in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen?

Wie viel Sie einzahlen, hängt von Ihrem Einkommen und den Arbeitgeberzuschüßen ab, aber als gute Orientierung gilt die steuer- und sozialversicherungsfreie Grenze von ca. 322 € monatlich (Stand 2025), wobei der Arbeitgeber mindestens 15 % zuschießen muss, wenn er Sozialversicherungsbeiträge spart. Eine Faustregel ist auch, dass sich die bAV am besten lohnt, wenn der Arbeitgeber sich mit mindestens 20 % beteiligt. Für die maximale Förderung können Sie bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei einzahlen, was 2025 rund 644 € pro Monat entspricht. 

Wie viel Geld sollte ich in eine private Rentenversicherung einzahlen?

Wie viel Sie in eine private Rentenversicherung einzahlen, hängt von Ihrem persönlichen Bedarf ab, aber eine gängige Faustregel ist, 10-15 % Ihres monatlichen Nettoeinkommens zu sparen, um die Rentenlücke zu schließen. Die genaue Höhe ermitteln Sie, indem Sie Ihre Wunschrente berechnen (oft 80 % des letzten Nettoeinkommens), Ihre gesetzlichen Rentenansprüche abziehen und die Differenz mit den Beiträgen decken, wobei ein früher Start durch den Zinseszinseffekt hilft. Bei vielen Anbietern sind Beiträge schon ab 25 € monatlich möglich, doch höhere Beträge führen zu mehr Rente.
 

Wie viel Geld braucht man, um mit 60 in Rente zu gehen?

Um mit 60 in Rente zu gehen, braucht man je nach Lebensstil und gewünschter monatlicher Ausgabenhöhe mehrere hunderttausend bis über eine Million Euro, da Sie die Zeit bis zur gesetzlichen Rente (ca. 67) überbrücken müssen und weniger Zeit hatten, um staatliche Rentenansprüche aufzubauen und zu sparen. Ein Richtwert sind das 8- bis 10-fache Ihres jährlichen Nettoeinkommens als angespartes Kapital, plus ein Extra-Puffer für die Jahre 60 bis 67, was schnell 300.000 € bis 600.000 € oder mehr bedeuten kann, wenn Sie die volle Lücke selbst finanzieren müssen.
 

Wie lange reichen 100.000 Euro im Ruhestand?

100.000 € reichen im Ruhestand unterschiedlich lange, oft 10 bis 30 Jahre, je nach Entnahmestrategie, Rendite und Inflationsrate; bei einer 4%-Regel (nach der Trinity-Studie) sind es ca. 333 €/Monat für 30 Jahre, bei höherer Entnahme (z.B. 632 € bei 6% Rendite bis 90) ist das Kapital schneller verbraucht. Wichtig ist die Kombination mit gesetzlicher Rente und die Berücksichtigung der Inflation; 100.000 € sind eher ein Baustein für einen flexiblen Übergang als eine alleinige Altersvorsorge.