Sind Sparkassen noch zeitgemäß?

Gefragt von: Herr Roman Schilling
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Ja, Sparkassen sind durch ihre starke regionale Verwurzelung, ihr soziales Engagement, das größte Filialnetz in Deutschland und massive Investitionen in Digitalisierung (App, bald Aktienhandel) noch zeitgemäß, kämpfen aber mit dem Image einer veralteten Bank und müssen Kundenverluste durch modernere Angebote (Neobroker) stoppen, wobei die Kritik an niedrigen Zinsen für Sparer bleibt.

Hat die Sparkasse einen guten Ruf?

Die Sparkassen genießen in Deutschland den Ruf, verlässliche und faire Partnerinnen für Verbraucher*innen zu sein. Vor allem im Vergleich mit Privatbanken haben sie ein hohes Ansehen. Die Gründe sind vielfältig: Sie sind in vielen Regionen nach wie vor stark verwurzelt und gelten als sehr nahbar.

Wie hoch ist der Kundenverlust der Sparkassen?

Ja, Sparkassen verlieren Kunden, besonders jüngere (Mitte 20 bis Anfang 30), die zu Direktbanken wegen besserer digitaler Angebote, niedrigerer Gebühren und höherer Guthabenzinsen abwandern, während ältere Kunden wegen Zinsen und Service wechseln; auch AGB-Änderungen und Filialschließungen tragen dazu bei, aber Sparkassen versuchen mit neuen Konzepten gegenzusteuern.
 

Warum sollte man zur Sparkasse wechseln?

Warum zur Sparkasse wechseln? Es gibt viele gute Gründe für ein Konto bei der Sparkasse – wesentlich für die bequeme Kontoführung bei uns sind dabei vor allem Flexibilität und Sicherheit durch: modernes Online-Banking und ausgezeichnetes Mobile-Banking per Sparkassen-App¹

Ist das Geld auf der Sparkasse noch sicher?

Ja, Ihr Geld ist bei der Sparkasse sehr sicher, dank der gesetzlichen Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Zusätzlich zum gesetzlichen Schutz gibt es bei Sparkassen ein eigenes, institutsbezogenes Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe, das als anerkanntes Sicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) fungiert und eine zusätzliche Stabilität bietet.
 

Sind Sparkassen besser als Privatbanken?

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Sind Sparkassen wirklich die guten Banken?

Ob die Sparkasse eine gute Bank ist, hängt stark von den individuellen Bedürfnissen ab: Sie punktet mit einem riesigen Filialnetz, lokaler Präsenz, sozialem Engagement und hoher Sicherheit, wird aber oft für höhere Gebühren und teils schlechtere Zinsen bei Sparprodukten kritisiert, weshalb Online-Vergleiche lohnenswert sind. Viele Kunden schätzen die persönliche Beratung und die Verlässlichkeit, während andere wegen Kosten oder dem Fehlen besserer Konditionen zu Online-Banken wechseln. 

Soll man mehr als 100.000 Euro bei einer Bank haben?

Nein, es ist nicht ratsam, mehr als 100.000 € bei einer einzigen Bank zu haben, da die gesetzliche Einlagensicherung in der EU nur bis zu dieser Summe pro Kunde und Bank greift – Beträge darüber hinaus sind bei einer Insolvenz gefährdet. Finanzexperten empfehlen, größere Guthaben auf mehrere Banken zu verteilen oder das Geld in sichere Wertanlagen wie ETFs zu investieren, die als Sondervermögen gelten. Es gibt zwar Ausnahmen für bestimmte Lebensereignisse (Immobilienverkauf, Erbschaft) mit 6-monatigem Schutz bis 500.000 €, aber generell gilt die 100.000-€-Grenze.
 

Welche Bank hat den besten Ruf?

Der "beste Ruf" hängt stark von den Kriterien ab (Sicherheit, Nachhaltigkeit, Service), aber oft genannte Top-Banken in Deutschland sind die Commerzbank, die Comdirect, die BBBank, Sparda-Banken, sowie nachhaltige Optionen wie Tomorrow und die GLS Bank, während auch die Deutsche Bank und die ING in Zufriedenheitsstudien gut abschneiden, oft je nach Fokus (Filialbank vs. Online-Direktbank). 

Warum sollte man ein Konto bei der Sparkasse haben?

Das Girokonto bietet Ihnen die Sicherheit, all Ihre finanziellen Angelegenheiten erledigen zu können – egal ob Miete zahlen oder Gehalt empfangen. Sparkassen haben für ihre Kundschaft eine Bandbreite an Konto-Angeboten parat: von Gelegenheits- bis Vielnutzenden – es ist für jeden und jede etwas dabei!

Ist es sinnvoll, Konten bei verschiedenen Banken zu haben?

Ja, Konten bei verschiedenen Banken zu haben, ist sehr sinnvoll, um Finanzen besser zu strukturieren (z.B. Fixkosten, Sparen, Konsum), das Budget zu kontrollieren, Sparziele leichter zu erreichen, bessere Zinsen zu nutzen, Risiken zu streuen (technische Ausfälle/Hackerangriffe) und für Selbstständige die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen sicherzustellen. Ein 2- oder 3-Konten-Modell (Gehalt, Fixkosten, Spaß/Sparen) hilft dabei, einen klaren Überblick zu behalten und Ausgaben zu optimieren, ohne gleich zu kompliziert zu werden, so Finanzfluss und Commerzbank. 

Was passiert, wenn die Sparkasse pleite geht?

Geht ein Kreditinstitut pleite - also eine Privatbank, eine Sparkasse oder eine Genossenschaftsbank - schützt die gesetzliche Einlagensicherung Kundeneinlagen bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 100.000 Euro. Darauf haben die Anleger:innen einen Rechtsanspruch.

Was ändert sich 2025 für Sparkassenkunden?

Die wichtigsten Sparkassen-Änderungen 2025 betreffen den Zahlungsverkehr: Ab dem 5. Oktober 2025 müssen Banken verpflichtend prüfen, ob der Empfängername zur IBAN passt (Verification of Payee), was die Sicherheit erhöht, sowie Echtzeitüberweisungen ohne Betragsgrenze und zu gleichen Kosten wie Standardüberweisungen ermöglichen. Außerdem müssen Nutzer der Sparkassen-App auf eine aktuelle Version aktualisieren, um diese neuen Funktionen nutzen zu können. 

Welche Bank verliert die meisten Kunden?

Filialbanken verlieren, Direktbanken gewinnen Kunden

Demnach sind die Sparkassen die Bankengruppe mit der größten Negativbilanz. 18 Prozent der Wechsler kommen von einer Sparkasse – immerhin eine geringerer Wert als der Marktanteil vermuten lässt – aber nur 6 Prozent wechseln zu einer Sparkasse.

Welche Bank ist aktuell die beste?

Die "beste" Bank hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen ab (Girokonto, Kredit, Anlage, Filialen vs. Online), aber aktuelle Rankings nennen häufig die Commerzbank, comdirect (Gesamtwertung), die Sparkasse (Vertrauen/Bekanntheit) und die DKB (Top-Konto/Zinsen), während die Deutsche Bank bei Firmenkunden und Wealth Management punktet – Vergleiche wie bei FOCUS, Finanzfluss, Check24 helfen bei der Wahl. 

Was sollte man über die Sparkasse wissen?

Größte Finanzgruppe Europas und gesellschaftlicher Förderer vor Ort. Mit einem zusammengefassten Geschäftsvolumen von 3.320 Milliarden Euro bilden die Sparkassen gemeinsam mit ihren Verbundpartnern den größten Finanzdienstleister Europas. Zur Sparkassen-Finanzgruppe gehören 500 Unternehmen, davon allein 342 Sparkassen.

Welches Rating hat die Sparkasse?

Die Analysten von Morningstar DBRS bestätigten das Rating der Sparkassen-Finanzgruppe zuletzt im März 2025 mit einer Note "A (high)", die eine gute Kreditqualität zum Ausdruck bringt.

Warum sollte man nicht so viel Geld auf dem Girokonto haben?

Die meisten Banken berechnen zudem bei hohen Kontoguthaben auch ein Verwahrentgelt. Das bedeutet, dass Kunden der Bank einen Strafzins für die Verwahrung Ihrer Einlagen zahlen müssen. Es ist also keine gute Idee, zu viel Geld auf dem Girokonto zu parken.

Welche Vorteile hat man bei der Sparkasse?

Die Vorteile der Sparkasse liegen in der Kombination aus regionaler Nähe (dichtes Filialnetz, persönliche Beratung), moderner digitaler Banking-Lösung (Sparkassen-App, Online-Banking, Multibanking) und der exklusiven S-Vorteilswelt mit PAYBACK-Punkten, Rabatten bei Partnern (Einkaufen, Reisen, Tickets), Cashback und speziellen Aktionen, die den Alltag finanziell attraktiver machen. Zudem bieten sie Sicherheit, Kontowechsel-Service und Services wie Finanzplaner. 

Was unterscheidet die Sparkasse von den anderen Banken?

Sparkassentypische Eigenheiten sind ihr Gesellschafterkreis, die Unternehmensziele und der Gebietsschutz für Aktivgeschäfte und Filialgründungen. Vor allem hierdurch unterscheiden sie sich von anderen Banken.

Welche Bank ist die ehrlichste?

Nach einem der erfolgreichsten Jahre in der langen Geschichte von United wurde die United Bank von Newsweek zur vertrauenswürdigsten Bank Amerikas für das Jahr 2023 gekürt.

Ist es sinnvoll, die Bank zu wechseln?

Wann sollte man die Bank wechseln? Sie sollten die Bank wechseln, wenn Sie bessere Konditionen, niedrigere Gebühren oder besseren Service finden. Auch bei einem Umzug, wenn Ihre Bank keine Filiale in der Nähe hat, oder bei Unzufriedenheit mit dem aktuellen Anbieter ist ein Wechsel sinnvoll.

Wann gilt man bei der Bank als reich?

Bei Banken gilt man oft schon ab 100.000 Euro investierbarem Nettovermögen als „affluent“ (begütert) und erhält spezielle Services, während die Schwelle zum "High-Net-Worth Individual" (HNWI) meist bei 1 Million Euro liegt, ab der richtig exklusive Betreuung beginnt, obwohl die genauen Grenzen je nach Bank variieren können und manche erst bei 2-3 Millionen Euro im Wealth Management einsteigen.
 

Was passiert, wenn man mehr als 250.000 auf einem Bankkonto hat?

Wenn Sie verzinsliche Konten bei einer Bank nutzen, die nur durch die FDIC abgesichert ist, achten Sie darauf, dass Ihre Einlagen so gering sind, dass Ihr Kontostand inklusive Zinsen die Grenze von 250.000 US-Dollar nicht überschreitet. Sobald ein Konto diese Grenze erreicht hat, können Sie ein neues Konto bei einem anderen Institut eröffnen .

Was passiert, wenn Sie 5000 Euro in bar auf ein Bankkonto einzahlen?

Kann ich 5.000 $ in bar auf ein Bankkonto einzahlen? Ja, Sie können 5.000 $ in bar einzahlen, ohne die Einzahlung melden zu müssen . Meldepflichten gelten erst ab Beträgen über 10.000 $. Ihre Bank kann jedoch tägliche oder kartenbezogene Einzahlungslimits festlegen, die Ihren Einzahlungsbetrag begrenzen.