Soll man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Gefragt von: Kuno Bischoff B.Sc.
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Man sollte sich die Riester-Rente nicht einfach so auszahlen lassen (kündigen), da man dann staatliche Zulagen und Steuervorteile rückwirkend zurückzahlen muss, was hohe Verluste bedeutet. Sinnvoller sind Alternativen wie eine Pausierung bei finanziellen Engpässen, die Reduzierung der Beiträge, ein Anbieterwechsel oder eine Teilauszahlung (max. 30%) zu Rentenbeginn, wenn ein Teil des Kapitals als Einmalbetrag versteuert wird und der Rest als lebenslange Rente fließt, aber Achtung: Die monatliche Rente wird dadurch kleiner. Eine vollständige Auszahlung ist nur bei einer Kleinbetragsrente (ca. 38 € monatlich) möglich, wobei der Betrag versteuert werden muss.

Wie lässt man sich am besten die Riester-Rente auszahlen?

Für die Auszahlung der Riester-Rente gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir das gesamte Vorsorgevermögen als lebenslange Rente auszahlen lassen. Oder du lässt dir eine Einmalzahlung in Höhe von 30 % des Gesamtkapitals (20 % bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden) auszahlen.

Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Riester-Rente?

Werden Steuern auf die Auszahlung fällig? Die Riester-Rente fördert der Staat mit hohen Zulagen und Steuervorteilen. Dafür muss die Riester-Rente im Alter versteuert werden. Die monatliche Rente oder eine Teilauszahlung von bis zu 30 Prozent müssen Sie mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Wann sollte man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Die Riester-Rente wird normalerweise mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter ausgezahlt, aber frühestens ab 62 Jahren (bei Verträgen vor 2012 ab 60 Jahren) und kann flexibel als lebenslange Rente oder teilweise als Einmalbetrag (bis 30%) erfolgen, wobei der genaue Zeitpunkt vertraglich festgelegt ist und oft mit dem Bezug der gesetzlichen Rente zusammenfällt, aber unabhängig davon starten kann, um das angesparte Kapital zu nutzen. 

Wie viel Geld bekomme ich zurück, wenn ich meine Riester-Rente kündige?

Eine Auszahlung der Riester-Rente bei Kündigung ist möglich, aber mit hohen Verlusten verbunden, da alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen und der sogenannte Rückkaufswert meist deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegt. Sie erhalten nur den Restbetrag nach Abzug von Kosten und der Rückforderung von Förderung, was oft zu finanziellen Einbußen führt und in manchen Fällen sogar dazu, dass Sie mehr zurückzahlen müssen, als Sie erhalten. 

Wie wird die Auszahlung Deiner Riester-Rente versteuert? | So funktioniert es

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Ist es sinnvoll, eine Riester-Rente zu kündigen?

Nein, die Kündigung einer Riester-Rente ist selten sinnvoll, da sie fast immer mit hohen Verlusten verbunden ist: Sie müssen alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen, erhalten nur den (oft geringeren) Rückkaufswert und verlieren die lebenslange Altersvorsorge. Besser ist es, den Vertrag beitragsfrei zu stellen (ruhen lassen) oder Beiträge zu reduzieren, um Zulagen zu erhalten. Eine Kündigung ist nur die allerletzte Option, wenn der Vertrag sehr teuer ist und die Nachteile abgewogen wurden – oft erst nach langer Laufzeit. 

Wie hoch wird meine Rentenrückerstattung ausfallen?

Wenn Sie eine Rückerstattung Ihrer Rentenbeiträge beantragen, erhalten Sie nur das von Ihnen eingezahlte Geld zurück . Das bedeutet, dass Sie alle zusätzlichen Beiträge Ihres Arbeitgebers verlieren, einschließlich der Beiträge, die Sie über Gehaltsumwandlung geleistet haben (diese gelten als Arbeitgeberbeiträge).

Ist die Auszahlung von Riester-Rente steuerfrei?

Bei Zinsen und Dividenden im Rahmen von Riester-Verträgen, zum Beispiel bei Riester-Fondssparplänen, fällt keine Abgeltungsteuer an. Das gilt sowohl für die Ansparphase als auch für die Auszahlungsphase. Renteneinkünfte müssen des ungeachtet versteuert werden.

Was bleibt vom Rückkaufswert übrig?

Der Rückkaufswert errechnet sich, indem von Ihren eingezahlten Prämien sowie den Zinsen die Abschlusskosten und die Stornokosten der Versicherung abgezogen werden. Am Ende bleibt der Rückkaufswert übrig.

Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?

Besser ist, was zu Ihrer individuellen Situation passt: Die monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit, ideal bei weniger Rücklagen. Die Kapitalauszahlung bietet Flexibilität, ermöglicht größere Anschaffungen (Immobilie, Kredit) und kann bei früherem Tod vorteilhaft für Erben sein, birgt aber das Risiko, das Geld selbst zu verbrauchen, bevor man stirbt, und hat oft eine andere Besteuerung.
 

Welche Nachteile hat die Riester-Rente?

Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind geringe Renditen (wegen Garantien und Kosten), die starke Besteuerung im Alter (nachgelagerte Besteuerung), mangelnde Flexibilität (Kapitalbindung, hohe Verluste bei Kündigung) und hohe Kosten, die die mageren Erträge weiter schmälern, wobei sie oft nur für bestimmte Gruppen (z.B. kinderreiche Familien) wirklich vorteilhaft ist. 

Wie hoch ist die monatliche Auszahlung bei Riester-Rente?

Wie viel Riester-Rente Sie monatlich bekommen, hängt stark von Ihren Einzahlungen, Zulagen (Grund- & Kinderzulage) und der Rendite ab, aber typische Beispiele zeigen oft 100 bis 400 Euro monatlich, wobei die Durchschnittswerte niedriger liegen (ca. 130-160 Euro), weil viele nur wenig einzahlen. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sie 4 % Ihres Vorjahreseinkommens (max. 2.100 €) einzahlen, abzüglich der Zulagen, was zu Beiträgen ab ca. 100 €/Monat führen kann. Sie können sich zu Rentenbeginn bis zu 30 % des angesparten Kapitals als Einmalzahlung auszahlen lassen.
 

Was bleibt von der Riester-Rente übrig?

Von der Riester-Rente bleibt am Ende eine lebenslange Rente übrig, von der Sie sich zu Beginn 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen können, aber der Rest wird besteuert. Die Auszahlungen werden nachgelagert besteuert, also im Alter versteuert, aber Sie müssen die staatlichen Zulagen zurückzahlen, wenn Sie vorzeitig kündigen oder das Kapital vor Rentenbeginn entnehmen (außer bei bestimmten Wohnzwecken). Bei einer Kündigung geht ein erheblicher Teil verloren, da Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, der sogenannte Rückkaufswert ist deutlich niedriger als das gesamte Guthaben. 

In welchem Alter wird die Riester-Rente ausgezahlt?

Die früheste Auszahlung einer Riester-Rente ist je nach Vertragsabschluss gestaffelt: Bei Verträgen vor dem 1. Januar 2012 ist der früheste Beginn die Vollendung des 60. Lebensjahres, während bei Verträgen ab dem 1. Januar 2012 die Auszahlung frühestens mit 62 Jahren möglich ist. In beiden Fällen gilt, dass die Auszahlung mit dem regulären Rentenbeginn (meist 65-67) fortgesetzt werden kann und bis zu 30 % des Guthabens als Einmalbetrag entnommen werden können, der Rest wird als lebenslange Rente gezahlt, wobei die volle Summe auch als Einmalzahlung bei Kleinstrenten möglich ist – alles unter Berücksichtigung der Steuerpflicht. 

Wie lange zahlt man in die Riesterte ein?

Dem Riester-Sparer wird vom Anbieter des Riester-Produkts zugesagt, dass zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen zur Verfügung stehen. Die Riester-Rente wird Ihnen lebenslang gezahlt.

Wird die Riester-Rente von der Altersrente abgezogen?

Nein, die Riester-Rente wird nicht von der gesetzlichen Rente abgezogen, sondern ergänzt diese als zusätzliche Einkommensquelle; sie wird jedoch steuerlich zum Gesamteinkommen hinzugerechnet und unterliegt der sogenannten nachgelagerten Besteuerung, was bedeutet, dass sie im Alter besteuert wird, aber meist zu einem niedrigeren Steuersatz als in der Erwerbsphase. 

Kann ich mir die Riester-Rente komplett auszahlen lassen?

Nein, eine vollständige Auszahlung der Riester-Rente ist grundsätzlich nicht möglich, da sie als lebenslange Rente konzipiert ist; Sie können sich aber bis zu 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen und der Rest wird verrentet, es sei denn, die monatliche Rente wäre eine Kleinbetragsrente (unter 1 % der Bezugsgröße), dann geht auch eine vollständige Auszahlung. Eine vorzeitige Kündigung vor Rentenbeginn ist möglich, aber förderschädlich, da alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, was oft zu Verlusten führt.
 

Ist es seriös, eine Riester-Rente zu verkaufen?

Einen Riester-Vertrag können Sie nicht seriös wie eine Lebensversicherung „verkaufen“, da der Staat die Förderungen zurückfordert (schädliche Verwendung), was hohe Verluste bedeutet. Stattdessen sollten Sie ihn beitragsfrei stellen (ruhen lassen) und prüfen, ob ein Anbieterwechsel oder ein Widerruf möglich ist; seriöse Optionen beinhalten immer die Beitragsfreistellung, um Zulagen und Steuervorteile zu erhalten, anstatt sie zu verlieren.
 

Wie viel Verlust bei Riester Kündigung?

Bei Kündigung einer Riester-Rente drohen hohe Verluste, da alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile vollständig zurückgezahlt werden müssen und zusätzlich Erträge nach deinem individuellen Steuersatz versteuert werden, sodass oft nur ein Bruchteil des Guthabens übrig bleibt, manchmal sogar weniger als eingezahlt wurde. Der Verlust setzt sich zusammen aus Stornoabschlägen, der Rückerstattung der Zulagen und der Nachzahlung der Steuervorteile. 

Wird die Riesterrate bei Auszahlung besteuert?

Wie alle Renteneinkünfte wird auch die Riesterrente bei Auszahlung besteuert. Der Umfang der Besteuerung richtet sich danach, ob Ihre eingezahlten Beiträge durch die Altersvorsorgezulage und/oder den zusätzlichen Sonderausgabenabzug gefördert oder nicht gefördert waren.

Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente ruhen zu lassen?

Die größten Nachteile beim Ruhenlassen einer Riester-Rente sind der Verlust staatlicher Zulagen und Steuervorteile, eine geringere Gesamtsumme im Alter, da keine neuen Beiträge und Förderungen fließen, und vor allem der Verlust des Pfändungsschutzes, was das Kapital bei Privatinsolvenz angreifbar macht. Das angesparte Guthaben bleibt zwar erhalten und Sie erhalten es später als Rente, aber der Staat zahlt nicht mehr mit, was die spätere Altersvorsorge schmälert.
 

Was passiert mit meiner Riester-Rente, wenn ich sterbe?

Nach dem Tod des Riester-Sparers wird das Guthaben vererbt, wobei staatliche Zulagen und Steuervorteile erhalten bleiben, wenn der Ehepartner (oder eingetragener Lebenspartner) oder kindergeldberechtigte Kinder das Kapital in einen eigenen Riester-Vertrag einzahlen. Andernfalls werden die staatlichen Förderungen zurückgefordert, während selbst eingezahltes Geld und Erträge an alle Erben gehen; eine Renten-Garantiezeit sichert den Ehepartner bis zum Ende ab. Wichtig ist, den Todesfall schnell dem Anbieter zu melden. 

Kann die Rentenversicherung zu viel gezahlte Rente zurückfordern?

Eine Rückforderung von zu viel gezahlter Rente ist nur gerechtfertigt, wenn sich der Empfänger grob fahrlässig verhalten hat. Zu dieser Entscheidung gelangte das Sozialgericht Gießen im Fall der Empfängerin einer Erwerbsminderungsrente.

Was mindert meine Rente?

Wenn Sie eine vorzeitige Altersrente beziehen, müssen Sie die Hinzuverdienstgrenze bis zu Ihrem Regelalter beachten. Übersteigt der Nebenverdienst 6300 Euro im Jahr (wegen Corona auch 2022 ausnahmsweise 46 060 Euro), wird der darüber liegende Betrag zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Wann muss man die Rente zurückzahlen?

Rente muss zurückgezahlt werden, wenn sie nach dem Tod des Rentenempfängers weiter gezahlt wird, da die Leistung mit dem Ende des Sterbemonats endet; überzahlte Beträge werden meist automatisch zurückgebucht, andernfalls müssen die Empfänger oder Erben sie erstatten, wobei Angehörige das Konto des Verstorbenen nicht sofort schließen sollten, bis die Rückbuchungen abgeschlossen sind, um auch Rückerstattungen von z. B. zu viel gezahlten Pflegeversicherungsbeiträgen zu ermöglichen. Bei falschen Angaben oder Wegfall der Voraussetzungen kann eine Rückzahlung auch bei lebenden Rentnern fällig werden, was meist zu Verjährungsfristen führt, wenn die Rentenversicherung nicht rechtzeitig informiert wird.