Wann entfällt die Witwenpension?
Gefragt von: Frau Prof. Jana Schmid B.Eng.sternezahl: 4.9/5 (59 sternebewertungen)
Die Witwenpension entfällt hauptsächlich bei Wiederverheiratung, aber auch bei Scheidung kann der Anspruch erlöschen, wenn bestimmte Voraussetzungen (z.B. keine Unterhaltszahlungen vor dem Tod) nicht erfüllt sind; sie kann jedoch unter bestimmten Bedingungen (z.B. bei erneuter Verwitowung/Scheidung) wieder aufleben, und es gibt auch spezielle Regelungen für Beamte, die von der gesetzlichen Rente abweichen können, wie etwa Altersgrenzen oder Mindestdauer der Ehe.
Wann wird die Witwenpension gestrichen?
In den folgenden Fällen besteht ein Anspruch auf Witwenpension/Witwerpension lediglich für die Dauer von 30 Kalendermonaten nach dem Tod der Ehepartnerin/des Ehepartners – der Anspruch erlischt danach ohne weiteres Verfahren: Die Witwe/der Witwer war beim Tod der Ehepartnerin/des Ehepartners noch nicht 35 Jahre alt.
Wann besteht kein Anspruch auf Witwenpension?
Keinerlei Anspruch auf Witwengeld besteht, wenn der Verstorbene zur Zeit der Eheschließung das Alter von 65, beziehungsweise 67, erreicht hat und im Ruhestand ist. Dieser Sonderfall findet jedoch Entsprechung im Beamtenversorgungsgesetz.
Wie lange wird die Witwenrente bei Beamten gezahlt?
Die Beamten-Witwenrente wird in der Regel lebenslang gezahlt, solange die Witwe nicht wieder heiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingeht, da der Anspruch dann endet (es gibt eine Abfindung). Sie beginnt nach dem Tod des Beamten, meist im Folgemonat, und erlischt bei Wiederheirat; bei Scheidung oder Auflösung kann sie aber wieder aufleben, wobei eigene Ansprüche angerechnet werden.
Wann wird die Witwenpension gekürzt?
Eine Witwenpension wird gekürzt, wenn eigenes Einkommen (z.B. aus Arbeit, eigener Rente) einen bestimmten Freibetrag übersteigt (ab Juli 2025: 1.076,86 € + Kinderzuschlag) und der Verstorbene vor dem 65. Geburtstag starb (>>Abschlag<<), oder bei Beamten nach kurzer Ehedauer oder großem Altersunterschied (>>Altersvorsorge<<, >>Versorgungsehe<<). Auch eine erneute Heirat führt zum Erlöschen des Anspruchs.
Rente: Wichtige Änderung bei der Witwenrente JETZT beschlossen!
Wie hoch darf die eigene Pension sein, damit die Witwenpension nicht gekürzt wird?
Zu 2.: Auch bei Bezug einer Eigenpension und/oder bei Vorliegen eines Erwerbseinkommens, kann die Witwen-/Witwerpension angehoben werden. Unter Beachtung der 60 Prozent-Obergrenze erfolgt die Anhebung soweit, bis in Summe der Grenzbetrag von 2.547,91 Euro (Wert 2025) erreicht ist.
Wie wird die Witwenpension eines Beamten gekürzt?
Ähnlich wie bei der Witwenrente in der gesetzlichen Rentenversicherung werden zwar auch bei der Hinterbliebenenversorgung von Staatsdienern eigene Einkünfte angerechnet, das Witwengeld darf aber in der Regel nicht komplett wegfallen. Es müssen mindestens 20 Prozent der Pension des verstorbenen Beamten erhalten bleiben.
Wie lange wird die Witwenpension nach dem Tod bezahlt?
Die Dauer einer Witwenpension hängt vom Land und den individuellen Umständen ab, oft gibt es eine unbefristete große Witwenrente (lebenslang, wenn Kinder versorgt werden oder Alter/Ehedauer erreicht) und eine befristete kleine Witwenrente (z.B. 24 Monate in Deutschland), die bei Wiederheirat endet. In Österreich gibt es ebenfalls befristete (30 Monate) und unbefristete Ansprüche, die von Alter, Kindererziehung und Ehedauer abhängen.
Wird meine eigene Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension bekomme?
Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr).
Wie hoch ist die Witwenpension bei einem Altersunterschied von mehr als 25 Jahren?
Mindestdauer der Ehe für eine unbefristete Witwen*Witwerpension: 3 Jahre bei einem Altersunterschied bis zu 20 Jahre. 5 Jahre bei einem Altersunterschied von mehr als 20 bis zu 25 Jahre. 10 Jahre bei einem Altersunterschied von mehr als 25 Jahren.
Wer bekommt noch 60% Witwenpension?
Wer bekommt noch 60 Prozent Witwenrente? Für Paare, die vor 2002 geheiratet haben und bei denen ein Ehepartner oder eine Ehepartnerin vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde, gilt das „alte Recht“.
Was passiert mit der Pension, wenn ein Beamter stirbt?
Verstirbt ein Beamter bzw. ein Ruhestandsbeamter, so wird ein Sterbegeld in Höhe des Zweifachen der im Sterbemonat zustehenden Dienstbezüge bzw. des Ruhegehaltes oder Unterhaltsbeitrages gezahlt.
Welches Einkommen wird nicht auf die Witwenpension angerechnet?
Dies sind z.B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Krankentagegeld, Mutterschaftsgeld, Insolvenzgeld, Übergangsgeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Winterausfallgeld, Kurzarbeitergeld. Einkünfte aus Kapitalvermögen und aus Vermietung und Verpachtung zählen nicht zum anzurechnenden Einkommen.
Wann verliert man den Anspruch auf Witwenpension?
Wann erlischt der Anspruch auf Hinterbliebenenpension? Mit der Wiederverehelichung erlischt der Anspruch auf Witwen(Witwer)pension. Aufgrund der Verehelichung gebührt eine Abfertigung in der Höhe des 35fachen der Witwen(Witwer)pension, auf die im Zeitpunkt der neuen Eheschließung Anspruch bestand.
Wann gibt es keine Witwenpension?
Der Anspruch auf Witwenpension entfällt, wenn die Ehe erst nach Eintritt in die Pension geschlossen wurde und der Beamte oder die Beamtin zur Eheschließung die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat. Diese Regelaltersgrenze liegt bei BeamtInnen zwischen 65 Jahren und 67 Jahren – wie bei gesetzlichen RentnerInnen.
Wie lange muss man verheiratet gewesen sein, um Witwenpension zu bekommen?
Für eine Witwenpension muss man in Deutschland meist mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein, es sei denn, der Tod war unvorhersehbar (z.B. durch Unfall) oder es gibt andere Gründe gegen eine sogenannte Versorgungsehe (z.B. gemeinsame Kinder). Österreich hat komplexere Regeln abhängig vom Altersunterschied: Bis 20 Jahre Altersunterschied sind 3 Jahre Ehe nötig, bei über 25 Jahren sind es 10 Jahre für eine unbefristete Pension, es sei denn, ein Kind wurde geboren, dann reichen oft 10 Jahre.
Bei welchem Einkommen wird die Witwenpension gekürzt?
Der Freibetrag für Einkünfte zusätzlich zur Hinterbliebenenrente steigt zum 1. Juli von 1.038,05 Euro auf 1.076,86 Euro monatlich. Auch dieser Wert gilt bundeseinheitlich. Der Teil der anzurechnenden Nettoeinkünfte, der darüber liegt, wird zu 40% mit der Hinterbliebenenrente verrechnet.
Wird die gesetzliche Rente auf Beamtenpension angerechnet?
Nach dem Beamtenversorgungsgesetz werden Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung gegebenenfalls auf Pensionen angerechnet. Einzelheiten dazu erfragen Sie bitte bei Ihrer Versorgungsdienststelle.
Kann eine Beamtenwitwe mit eigener Rente Witwenrente erhalten?
Eine Beamtenwitwe mit eigener Rente bekommt in der Regel weiterhin Beamten-Witwengeld, aber es kann gekürzt werden, wenn die Summe aus Witwengeld und eigener Rente bestimmte Grenzen übersteigt; eigene Renten aus eigener Beschäftigung werden oft nicht auf die Witwenversorgung angerechnet, solange der Freibetrag der gesetzlichen Rentenversicherung (ca. 1.076,86 € netto seit Juli 2025) nicht überschritten wird, aber Beamtenpensionen und Witwengeld werden meist auf 71,75 % der ruhegehaltsfähigen Bezüge begrenzt, wobei mindestens 20 % des Ruhegehalts immer übrig bleiben müssen.
Wie hoch ist die Witwenrente für eine Beamtenwitwe?
Die Witwenrente für Beamte (Witwengeld) beträgt grundsätzlich 55 % des Ruhegehalts, das der verstorbene Beamte erhalten hat oder hätte erhalten können, aber es gibt Ausnahmen: Bei Ehen, die vor dem 01.01.2002 geschlossen wurden und mindestens ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren wurde, sind es 60 %. Eigene Einkünfte werden angerechnet, wobei mindestens 20 % des Ruhegehalts übrig bleiben müssen.
Wie oft wird die Witwenpension ausbezahlt?
Die Pension (inklusive allfälliger Ausgleichszulagen) wird 14 Mal pro Jahr ausgezahlt.
Werden Mieteinnahmen auf die Witwenpension angerechnet?
Ja, Mieteinnahmen können die Witwenrente kürzen, aber das hängt vom sogenannten "alten" oder "neuen" Hinterbliebenenrecht ab, das durch das Todesdatum des Ehepartners und das Heiratsdatum bestimmt wird: Nach dem alten Recht (relevant, wenn der Ehepartner vor 2002 starb oder bestimmte Heirat/Geburtskriterien erfüllt sind) werden Mieteinnahmen nicht angerechnet; nach dem neuen Recht (ansonsten) werden sie als Vermögenseinkommen einbezogen und führen zur Kürzung, wenn der Freibetrag überschritten wird. Bei Anrechnung werden 25 % pauschal abgezogen, und der übersteigende Betrag wird zu 40 % von der Rente abgezogen.
Wird meine Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension erhalte?
Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr).
Wie viel Prozent der Pension bekommt eine Beamtenwitwe?
Die exakte Höhe der Beamtenpension richtet sich nach der geleisteten Dienstzeit. Pro Jahr erhöht sich die Pension um rund 1,79 Prozent. Der Höchstsatz von 71,75 Prozent wird ab einer Dienstzeit von 40 Jahren erreicht. Reicht die Pension im Alter nicht aus, können Beamte die Grundsicherung beantragen.
Was zahlt die Beihilfe bei Beamtenwitwen?
Beamtenwitwen haben Anspruch auf Beihilfe. Die Beihilfe bezahlt nur 70 Prozent der Krankheitskosten.