Wann meldet mich der Arbeitgeber der Krankenkasse?

Gefragt von: Frau Prof. Loni Zimmer
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Ihr Arbeitgeber muss Sie bei der Krankenkasse anmelden, spätestens sechs Wochen nach Beginn Ihrer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Bei bestimmten Branchen (Bau, Gastronomie, Messebau etc.) muss die Meldung sogar sofort am Tag der Beschäftigungsaufnahme erfolgen (Sofortmeldung). Die Meldung erfolgt elektronisch über die Sozialversicherungsnummer (SV-Nummer), die Sie dem Arbeitgeber mitteilen, da Papierbescheinigungen ausgedient haben.

Wann meldet der Arbeitgeber mich bei der Krankenkasse an?

Legt der Arbeitnehmer nach Ablauf von zwei Wochen keine Mitgliedsbescheinigung vor, meldet der Arbeitgeber ihn bei der Krankenkasse an, bei der er zuletzt versichert war. Der Arbeitgeber muss einen neu Eingestellten daher stets befragen, bei welcher Krankenkasse zuletzt eine Versicherung bestanden hat.

Wie lange dauert die Anmeldung der Arbeitgeber-Krankenkasse?

Meiner Erfahrung nach dauert die Anmeldung bei der AOK etwa 2 Wochen, bis deine Daten in ihrem System sind. Dein Arbeitgeber sollte bis dahin eine Bestätigung dafür haben (Mitgliedsbescheinigung), damit er deine Sozialversicherungsbeiträge zahlen kann. Die Zustellung der Karte selbst kann bis zu 8 Wochen dauern.

Wie bekommt der Arbeitgeber die Krankenmeldung?

Ärztliche Bescheinigung: Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt übermittelt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung elektronisch an Ihre Krankenkasse – mit dem Hinweis, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Diese Information erhält Ihr Arbeitgeber beim Abruf der Bescheinigung.

Was ist, wenn mein Arbeitgeber mich nicht bei der Krankenkasse gemeldet hat?

Verstößt ein Arbeitgeber vorsätzlich oder leichtfertig gegen die Meldepflicht zur Sozialversicherung, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Es kann ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro verhängt werden (§ 111 Abs. 1 Nr. 2, Abs.

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Wie kann ich prüfen, ob mein Arbeitgeber mich angemeldet hat?

Um zu prüfen, ob dein Arbeitgeber dich angemeldet hat, frag bei deiner Krankenkasse nach (schriftliche Auskunft oder Online-Portal), prüfe deinen Versicherungsdatenauszug bei der Rentenversicherung, schau auf die Lohnabrechnung (Abzüge für Sozialversicherung) oder wende dich direkt an Faire Integration oder deine Gewerkschaft für Beratung. Du solltest auch eine Kopie der Anmeldung erhalten haben, und der Arbeitgeber hat 6 Wochen Zeit, dich anzumelden. 

Wie lange ist man nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch krankenversichert?

Nach dem Ende eines sozialversicherungspflichtigen Jobs besteht in Deutschland für einen Monat ein nachgehender Leistungsanspruch in der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 19 SGB V), also eine nahtlose Absicherung ohne eigene Beitragszahlung; danach muss man sich entweder freiwillig versichern, familienversichern oder, bei Arbeitslosigkeit, zahlt die Agentur für Arbeit die Beiträge. Bei privater Krankenversicherung (PKV) läuft der Vertrag weiter, man muss aber alle Beiträge selbst zahlen. 

Wo ruft der Arbeitgeber Krankenmeldungen ab?

Arbeitgeber rufen die elektronische Krankmeldung (eAU) direkt bei den Krankenkassen ab, entweder über ihr systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm (wie DATEV, SAP) oder alternativ über die kostenlose Ausfüllhilfe SV-Meldeportal (sv.net) der ITSG. Sie benötigen dafür die Sozialversicherungsnummer des Mitarbeiters und müssen den Abruf aktiv starten, da die Papiermeldung seit 2023 entfällt.
 

Wer meldet die Krankmeldung an die Krankenkasse?

M. Seit 2023 schickt der Arzt die Krankmeldung direkt zur Krankenkasse. Die Krankmeldung ist nicht nur für den Arbeitgeber, sondern auch für die Krankenkasse relevant.

Kann ich 3 Tage ohne Krankmeldung zu Hause bleiben?

Ja, in Deutschland können Sie in der Regel bis zu drei Kalendertage ohne ärztliche Krankmeldung (Attest) zu Hause bleiben, da erst ab dem vierten Tag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) gesetzlich vorgeschrieben ist, aber Ihr Arbeitgeber kann die Vorlage eines Attests bereits ab dem ersten Tag verlangen, also prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag! Melden Sie sich trotzdem immer unverzüglich, am besten telefonisch, bei Ihrem Arbeitgeber krank.
 

Wer meldet der Krankenkasse den neuen Arbeitgeber?

Mitgliedsbescheinigungen aus Papier haben seit 2021 ausgedient: Beschäftigte teilen dem neuen Arbeitgeber ihre Krankenkasse formlos mit. Der Arbeitgeber meldet den Beschäftigten bei der neuen Krankenkasse per Arbeitgeber-Meldeverfahren an. Die Bestätigung der Mitgliedschaft erhält er dann elektronisch zurück.

Was ist die längste Wartezeit für eine Krankenversicherung?

Zuallererst: Die Wartezeit von 90 Tagen ist die maximale Zeitspanne, die ein anspruchsberechtigter Mitarbeiter warten muss, bevor er sich für einen vom Unternehmen angebotenen Krankenversicherungsplan anmelden kann.

Wie lange dauert die Bindung an die Krankenkasse?

Die Bindungsfrist bei der Krankenkasse beträgt in der Regel 12 Monate nach dem Wechsel, aber diese Frist entfällt bei bestimmten Ereignissen wie einem Arbeitgeberwechsel, dem Wechsel in eine andere Kasse oder bei einer Beitragserhöhung durch die Kasse. Beim Wechsel zu einer anderen Kasse genügt eine Anmeldung bei der neuen Kasse, eine gesonderte Kündigung ist nicht nötig. Sonderfälle können auch Wahltarife sein, die längere Fristen haben können. 

Wann kommt die Meldung der Krankenkasse?

Für alle am 31. Dezember eines Jahres versicherungspflichtig Beschäftigten übermitteln Sie mit der folgenden Gehaltsabrechnung - spätestens zum 15. Februar des Folgejahres - eine Jahresmeldung. Die Jahresmeldung entfällt, wenn Sie bis zum Jahreswechsel bereits eine Unterbrechung oder eine Abmeldung übermittelt haben.

Was muss der Arbeitgeber der Krankenkasse übermitteln?

im Unternehmen. Ab dem 1. Januar 2023 müssen alle Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer Beschäftigten elektronisch bei den Krankenkassen abfragen. Die Papiermeldung entfällt grundsätzlich.

Wann muss die Krankenmeldung beim Arbeitgeber sein?

Sie müssen sich unverzüglich (sofort) beim Arbeitgeber melden, idealerweise vor Arbeitsbeginn am ersten Tag, und die voraussichtliche Dauer mitteilen. Eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ist gesetzlich spätestens am vierten Krankheitstag (drei volle Krankheitstage) fällig, aber der Arbeitgeber darf sie schon ab dem ersten Tag verlangen, oft ist dies im Arbeitsvertrag geregelt. 

Wie lange darf ein Arzt am Stück krankschreiben?

Ein Arzt darf einen Patienten in der Regel maximal für zwei Wochen am Stück krankschreiben, wobei in Ausnahmefällen auch bis zu einem Monat möglich ist; danach muss für eine Verlängerung ein erneuter Praxisbesuch erfolgen. Bei einer telefonischen Erstbescheinigung (wo möglich) sind es nur maximal fünf Kalendertage. Die genaue Dauer hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab, da der Arzt die medizinisch notwendige Zeit bescheinigt. 

Wird meine Krankmeldung automatisch an die Krankenkasse?

Ja, die Krankmeldung wird seit 2023 automatisch an die Krankenkasse übermittelt, dank der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU); Sie müssen sich nur noch beim Arbeitgeber melden, die Arztpraxis schickt die Daten digital an die Kasse, und der Arbeitgeber fragt diese dann elektronisch ab – Papierausdrucke sind größtenteils nicht mehr nötig. 

Wie holt sich der Arbeitgeber die Krankmeldung bei der Krankenkasse?

Arbeitgeber rufen die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) bei der Krankenkasse über ihr Entgeltabrechnungsprogramm oder das SV-Meldeportal ab, indem sie die Daten direkt anfordern, sobald der Arbeitnehmer sich krankmeldet und die AU- Daten vom Arzt elektronisch an die Krankenkasse übermittelt wurden. Nach dem Abruf werden die Informationen automatisch in die Lohnabrechnung geladen, wodurch der Papierwust entfällt. 

Was meldet der Arbeitgeber der Krankenkasse?

Arbeitgeber melden versicherungspflichtig Beschäftigte der Krankenkasse, bei der sie Mitglied sind. Sie liefern damit den Versicherungsträgern alle relevanten Daten über die Versicherten im Zusammenhang mit der Beschäftigung. Weitere Meldungen sind Jahres-, Unterbrechungs- und Sofortmeldungen.

Bin ich verpflichtet ans Telefon zu gehen, wenn ich krankgeschrieben bin?

Nein, grundsätzlich müssen Sie während einer Krankschreibung nicht ans Telefon gehen; Ihre Hauptpflicht ist die Genesung, und Sie dürfen sich auf die Erholung konzentrieren, ohne dienstliche Anrufe oder Nachrichten beantworten zu müssen. Ihr Arbeitgeber hat während der Arbeitsunfähigkeit kein Weisungsrecht, Sie zu kontaktieren, und Sie sind nicht verpflichtet, Auskunft über Ihre Krankheit zu geben. Sie müssen lediglich die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitteilen, aber das kann auch per E-Mail oder SMS erfolgen, nicht zwingend telefonisch. 

Wie läuft das mit der Krankenmeldung?

Der Arzt meldet der Krankenkasse die Erkrankung und die Dauer der Erkrankung auf elektronischem Wege. Der Arbeitgeber erhält die Informationen zur ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht mehr vom Arbeitnehmer, sondern er ruft diese Daten elektronisch bei dessen Krankenkasse ab.

Wie lange hat der Arbeitgeber Zeit, mich bei der Krankenkasse abzumelden?

Für die Meldung steht dem Arbeitgeber eine Frist von maximal sechs Wochen zur Verfügung. Das Einhalten dieser Frist ist von entscheidender Bedeutung für den Versicherungsschutz des Arbeitnehmers. Außerdem könnte bei einer verzögerten Abmeldung der Verdacht der illegalen Beschäftigung (Schwarzarbeit) im Raume stehen.

Wird Krankengeld weiter gezahlt trotz Kündigung?

Ja, Krankengeld wird auch nach einer Kündigung weitergezahlt, sofern die Arbeitsunfähigkeit andauert; zunächst zahlt der Arbeitgeber Lohn für bis zu sechs Wochen, danach springt die Krankenkasse ein, bis die Höchstbezugsdauer von 78 Wochen (in drei Jahren) erreicht ist, was die wirtschaftliche Existenz sichert und den Anspruch auf Krankengeld trotz Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufrechterhält, solange die Voraussetzungen stimmen.
 

Wie ist man krankenversichert, wenn man nicht mehr arbeitet?

Wenn Sie in Deutschland nicht arbeiten, sind Sie trotzdem krankenversicherungspflichtig und müssen sich entweder freiwillig gesetzlich, privat oder über eine Familienversicherung absichern, wobei die Beiträge je nach Einkommen oder Vermögen berechnet werden; bei Bezug von Arbeitslosengeld übernimmt die Agentur für Arbeit die Beiträge, sonst müssen Sie meist selbst zahlen, können aber Zuschüsse beantragen oder sich bei Angehörigen mitversichern, wenn die Voraussetzungen stimmen.