Wann wird der Medizinische Dienst der Krankenkasse eingeschaltet?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Marika Heller B.A.
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Die Krankenkasse schaltet den Medizinischen Dienst (MD) ein, wenn sie eine neutrale fachliche Einschätzung für Leistungsentscheidungen benötigt, typischerweise bei Pflegegrad-Anträgen zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit, aber auch wenn Zweifel an der andauernden Arbeitsunfähigkeit bestehen, z.B. bei häufigen kurzen Krankmeldungen oder Auffälligkeiten bei den ausstellenden Ärzten. Der MD prüft dann die medizinischen oder pflegerischen Fakten und erstellt ein Gutachten, das der Kasse als Grundlage für ihre Entscheidung dient, ob z.B. Pflegeleistungen gewährt oder Krankengeld gezahlt wird.

Wann schaltet die Krankenkasse den MDK ein?

Die Krankenkasse schaltet den Medizinischen Dienst (MD) ein, wenn sie eine neutrale fachliche Einschätzung für Leistungsentscheidungen benötigt, typischerweise bei Pflegegrad-Anträgen zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit, aber auch wenn Zweifel an der andauernden Arbeitsunfähigkeit bestehen, z.B. bei häufigen kurzen Krankmeldungen oder Auffälligkeiten bei den ausstellenden Ärzten. Der MD prüft dann die medizinischen oder pflegerischen Fakten und erstellt ein Gutachten, das der Kasse als Grundlage für ihre Entscheidung dient, ob z.B. Pflegeleistungen gewährt oder Krankengeld gezahlt wird. 

Wann schaltet sich ein medizinischer Dienst ein?

Der Medizinische Dienst (MD) wird eingeschaltet, wenn Kranken- oder Pflegekassen eine unabhängige fachliche Einschätzung benötigen, z.B. bei Anträgen auf Pflegegrad, Hilfsmittelversorgung (wie Rollstühle) oder zur Prüfung der Arbeitsunfähigkeit bei Langzeiterkrankungen. Auch bei Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern sowie bei speziellen Fragen zu Therapien oder Behandlungsfehlern wird der MD hinzugezogen, um die Leistungen zu bewerten und die Versorgung zu sichern.
 

Wie lange dauert es, bis sich der Medizinische Dienst meldet?

Der MDK meldet sich in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen nach Antragstellung zur Begutachtung, wobei die Pflegekasse den Bescheid verschicken muss, aber die Begutachtung selbst innerhalb von 20 Arbeitstagen nach Antragseingang erfolgen soll. Je nach Fall und Auslastung kann es schneller gehen (oft nach ca. 2 Wochen) oder sich verzögern; bei Nichteinhaltung der Fristen drohen der Pflegekasse Verzugsgelder und es besteht die Möglichkeit einer fiktiven Genehmigung. 

Wann springt die Krankenkasse ein?

Unter bestimmten Bedingungen wird auch Krankengeld bezahlt, wenn Sie ein krankes Kind betreuen. Die meisten Arbeitnehmer:innen haben allerdings Anspruch auf Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber während der ersten 6 Krankheitswochen. Erst ab der 7. Woche springt dann die Krankenkasse ein und zahlt Krankengeld.

Krankmeldung: Darf der Medizinische Dienst (MD) meinen Hausarzt überstimmen?

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Wann kommt die Meldung der Krankenkasse?

Für alle am 31. Dezember eines Jahres versicherungspflichtig Beschäftigten übermitteln Sie mit der folgenden Gehaltsabrechnung - spätestens zum 15. Februar des Folgejahres - eine Jahresmeldung. Die Jahresmeldung entfällt, wenn Sie bis zum Jahreswechsel bereits eine Unterbrechung oder eine Abmeldung übermittelt haben.

Was passiert, wenn man länger als 6 Wochen krank ist?

Wenn du länger als 6 Wochen krank bist, wird diese Lohnfortzahlung durch das Krankengeld abgelöst. Genau ab dem 43. Krankheitstag übernimmt die Krankenkasse für gesetzlich Krankenversicherte die Zahlung des Krankengeldes. Das Krankengeld ist eine Lohnersatzleistung und fällt geringer aus als die Lohnfortzahlung.

Wie kündigt sich der Medizinische Dienst an?

Wie kann ich den Besuch des Medizinischen Dienstes vorbereiten? Der Medizinische Dienst kündigt seinen Besuch immer schriftlich an. Für Pflegebedürftige ist es häufig eine extrem belastende Situation, wenn eine fremde Person vorbeikommt und ihre Fähigkeiten überprüft. Es hilft ihnen, wenn Angehörige dabei sind.

Was macht der Medizinische Dienst der Krankenkasse?

Der Medizinische Dienst (MD) ist der unabhängige Begutachtungs- und Beratungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland, der sicherstellt, dass Versicherten Leistungen nach gleichen, fairen Standards zustehen, indem er bei medizinischen und pflegerischen Fragen Gutachten erstellt, wie z.B. die Feststellung des Pflegegrads, die Überprüfung von Arbeitsunfähigkeit (AU) und die Sicherung der Pflegequalität. Er arbeitet mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen zusammen und unterstützt die Kassen bei Entscheidungen über Leistungen und die Entwicklung der Gesundheitsversorgung. 

Wann bekommt man Bescheid vom MDK?

In der Regel dauert es von der Antragstellung bis zum Bescheid bis zu 25 Arbeitstage.

Was sollte man beim MDK nicht sagen?

Fragen zu Ihrem Sexualleben oder anderen sehr persönlichen und intimen Themen, die keinen unmittelbaren Bezug zu Ihrem Pflegebedarf haben, sind unzulässig. Der MDK darf nur Informationen einholen, die für die Begutachtung und die Feststellung des Pflegegrades relevant sind.

Kann die Krankenkasse mich zwingen, wieder arbeiten zu gehen?

Nein, die Krankenkasse kann Sie nicht direkt zwingen, wieder arbeiten zu gehen, aber sie kann durch medizinische Prüfungen (MDK) feststellen, ob Sie wieder arbeitsfähig sind, und bei Bedarf die Zahlung von Krankengeld einstellen, was Sie zum Arbeiten zwingen würde, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern; zudem kann sie Sie zur Beantragung einer Reha oder EU-Rente auffordern, was Sie ernst nehmen müssen, um Ihren Versicherungsschutz nicht zu verlieren. 

Wann darf die Krankenkasse Krankengeld verweigern?

Die Krankenkasse darf Krankengeld verweigern oder einstellen, wenn formale Fehler (z.B. verspätete AU-Meldung) vorliegen, der Anspruch durch den MDK (Medizinischer Dienst) entfällt, weil keine Arbeitsunfähigkeit mehr besteht, oder wenn vorrangige Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) bezogen werden; auch fehlende Mitwirkung (z.B. Ablehnung einer Reha-Maßnahme) oder Beitragsrückstände können Gründe sein, wobei viele Ablehnungen angefochten werden können, da die Kasse eine umfassende Prüfung durchführen muss.
 

Warum schickt mich die Krankenkasse zum Gutachter?

Zweifel an der Notwendigkeit: Wenn es Zweifel bezüglich der medizinischen Notwendigkeit des geplanten Zahnersatzes gibt, könnte die Krankenkasse einen Gutachter beauftragen, um sicherzustellen, dass die Leistung tatsächlich erforderlich ist.

Kann die Krankenkasse mein Krankengeld einfach streichen?

Ja, die Krankenkasse kann das Krankengeld streichen, wenn sie Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit hat und der Medizinische Dienst (MD) feststellt, dass Sie wieder arbeitsfähig sind. Auch bei Nichterfüllung von Mitwirkungspflichten (z.B. verspätete Meldung, Nichtteilnahme an ärztlicher Untersuchung) kann die Zahlung eingestellt werden. Wichtig ist, dass man sich dagegen mit Widerspruch wehren und sofort ärztliche Unterstützung (Zweitgutachten) suchen kann, da Eilanträge beim Sozialgericht möglich sind, um die Leistung schnell wieder zu bekommen. 

Was muss ich der Krankenkasse über meine Krankheit erzählen?

Wonach darf mich die Kasse fragen? Unstrittig ist, dass Krankenkassen zur Auszahlung des Krankengeldes bestimmte Informationen erfragen müssen und auch dürfen. Dazu gehören beispielsweise die Kontonummer und die Höhe des Gehalts.

Was passiert, wenn die Krankenkasse den Medizinischen Dienst einschaltet?

Wenn die Krankenkasse den Medizinischen Dienst (MD) einschaltet, wird dieser beauftragt, die medizinische Situation zu überprüfen, meistens um die Dauer der Arbeitsunfähigkeit zu klären oder den Bedarf für Pflegeleistungen zu bewerten. Der MD fordert Unterlagen an, führt eine Begutachtung durch, eventuell mit einem persönlichen Gespräch, und erstellt ein Gutachten, das der Kasse als Entscheidungsgrundlage dient, z.B. für die Einstellung des Krankengeldes oder die Festlegung eines Pflegegrades. 

Wann wird der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) tätig?

Der Medizinische Dienst (MD), früher MDK, wird eingeschaltet, wenn die Krankenkassen oder Pflegekassen seine Expertise benötigen, um die medizinische Notwendigkeit und Angemessenheit von Leistungen zu prüfen – typischerweise bei Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad-Einstufung), bei Zweifel an einer längerfristigen Arbeitsunfähigkeit (Krankengeldbezug) oder bei Anträgen auf teure Behandlungen/Hilfsmittel. Auch Arbeitgeber können ihn bei Verdacht auf vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit einschalten, wobei der MD die Arbeitsunfähigkeit begutachtet.
 

Wie verhalte ich mich, wenn die Krankenkasse Druck macht?

Hilfreich ist außerdem, die Krankenkasse aufzufordern, den Inhalt des Gesprächs sowie ihren „Ratschlag“ an das Mitglied schriftlich zu übersenden, um ihn mit dem zuständigen Rechtsberater des VdK zu besprechen.

Was muss ich sagen, wenn der MDK kommt?

Wenn der MDK kommt, sagen Sie die Wahrheit über Ihre Einschränkungen, übertreiben Sie nicht, aber verschweigen Sie auch nichts – zeigen Sie den Alltag ehrlich, auch wenn es peinlich ist. Bereiten Sie sich vor, indem Sie Arztberichte, Medikamentenpläne und eine Liste mit allen behandelnden Ärzten bereithalten und zeigen Sie Hilfsmittel wie Rollator oder Pflegebett. Bleiben Sie ruhig, geben Sie klare Antworten zu Mobilität, Selbstversorgung und kognitiven Fähigkeiten, damit der Gutachter ein realistisches Bild bekommt, um den richtigen Pflegegrad festzustellen. 

Wer schaltet den MDK ein?

Den Medizinischen Dienst (MD) schalten hauptsächlich die Kranken- und Pflegekassen ein, wenn sie eine fachliche, neutrale Einschätzung benötigen, z.B. bei Anträgen auf einen Pflegegrad oder zur Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit. Auch Arbeitgeber können bei begründetem Zweifel an der Krankschreibung eines Mitarbeiters die Kasse bitten, den MD einzuschalten, was dann eine Begutachtung zur Arbeitsfähigkeit auslöst. 

Was muss man nicht mehr können für Pflegegrad 2?

Für Pflegegrad 2 muss man nicht mehr alles alleine können, sondern eine "erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit" haben, was oft bedeutet, dass man bei grundlegenden Dingen wie Körperpflege, Ernährung oder Mobilität regelmäßig Hilfe braucht, aber noch nicht völlig hilflos ist – man kann beispielsweise noch alleine essen, aber die Medikation nicht mehr selbst organisieren oder braucht Hilfe beim Toilettengang und Anziehen. Es sind Einschränkungen in verschiedenen Bereichen (körperlich, kognitiv, sozial) nötig, die zu einer Punktzahl zwischen 27 und 47,5 führen. 

Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezählt wird?

Wie lange muss man zwischen 2 Krankschreibungen arbeiten gehen, damit wieder von vorne gezahlt wird? Dabei kommt es darauf an, ob Sie wegen derselben Krankheit oder wegen einer anderen Erkrankung arbeitsunfähig werden: Ist dieselbe Krankheit wie beim ersten Mal der Grund, müssen mind. 6 Monate dazwischen liegen.

Wie viel Prozent bezahlt die Krankenkasse nach 6 Wochen krank?

Nach 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber zahlt die Krankenkasse Krankengeld in Höhe von grundsätzlich 70 % des Bruttoeinkommens, maximal jedoch 90 % des Nettoeinkommens, wobei es eine tägliche Obergrenze gibt (ca. 128,63 € in 2025). Es wird also ein niedrigerer Prozentsatz als das volle Gehalt, aber eine wichtige finanzielle Stütze bis zu 72 Wochen. 

Ist Urlaub während einer Krankschreibung erlaubt?

Ja, Urlaub trotz Krankschreibung ist grundsätzlich erlaubt, aber nur, wenn die Reise der Genesung dient und diese nicht gefährdet wird; eine Rücksprache mit dem Arzt und ggf. der Krankenkasse ist ratsam, da ein nicht heilungsfördernder Urlaub arbeitsrechtliche Konsequenzen (Abmahnung, Kündigung) haben kann. Kranke Tage werden nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet.