Wann zu spät für Zahnimplantate?

Gefragt von: Annelie Wendt-Schindler
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Für Zahnimplantate gibt es keine feste Obergrenze, aber ein Mindestalter von ca. 18 Jahren, wenn das Kieferwachstum abgeschlossen ist. Zu spät ist es, wenn der Kieferknochen zu stark abgebaut ist, schwere allgemeine Erkrankungen (z.B. unkontrollierter Diabetes) vorliegen oder eine schlechte Mundhygiene besteht, da diese Risikofaktoren sind. Wichtiger als das Alter sind der allgemeine Gesundheitszustand, die Knochenqualität und die Bereitschaft zur Nachsorge.

Wann ist es zu spät für ein Implantat?

Bis zu welchem Alter sind Implantate möglich? Implantate sind erst nach abgeschlossenem Knochenwachstum ab etwa 18 Jahren möglich. Das heißt, dass bei Jugendlichen keine Implantate gesetzt werden können. Nach oben gibt es keine Grenzen.

Ist es jemals zu spät für Zahnimplantate?

Sie können die Vorteile von Zahnimplantaten genießen, selbst wenn Sie schon seit vielen Jahren Zähne verloren haben. Es ist nie zu spät, in Zahnimplantate zu investieren . Allerdings kann es sein, dass einige Vorbereitungsarbeiten nötig sind, wenn Sie schon länger mit Zahnverlust leben.

Wie lange kann man mit einem Zahnimplantat warten?

Das dauert, je nach Individuum, zwischen 6 Wochen und 6 Monaten. In Ausnahmefällen, wo zusätzlich ein ausgedehnter Knochenaufbau erfolgen muss, um genug Platz für das spätere Implantat zu schaffen, kann diese Zeitspanne auch schon mal bis zu 12 Monaten betragen.

Ist es möglich, ein Zahnimplantat nach 20 Jahren zu behalten?

Zahnimplantate sind sehr langlebig; viele halten 20 Jahre und länger, oft ein Leben lang, wenn gut gepflegt. Wichtig ist, zwischen dem fest im Knochen sitzenden Implantatkörper (Titan) und der darauf sitzenden Krone/Brücke zu unterscheiden, die eventuell erneuert werden muss (ca. 10–15 Jahre). Eine gute Mundhygiene, regelmäßige Nachsorge und ein gesunder Lebensstil (Nichtrauchen) sind entscheidend für die Langlebigkeit, um Entzündungen wie Periimplantitis zu vermeiden.
 

Zahnimplantat Köln - Erklärvideo, welche Schritte sind erforderlich?

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Wann sind Zahnimplantate nicht mehr möglich?

Zahnimplantate sind nicht geeignet bei unkontrolliertem Diabetes, schwerer Parodontitis, starkem Rauchen, starkem Kieferknochenabbau oder wenn das Immunsystem geschwächt ist (z.B. durch eine Chemotherapie). Auch bei schlechter Mundhygiene raten wir ab, da das Risiko für Komplikationen zu hoch ist.

Wie merkt man, dass ein Zahnimplantat abgestoßen wird?

Symptome einer Zahnimplantat-Abstoßung sind oft anhaltende Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und Überempfindlichkeit des Zahnfleischs, die über das normale Heilungsstadium hinausgehen, Eiterbildung, schlechter Geschmack/Mundgeruch oder ein wackelndes Implantat. Auch Fieber oder ein allgemeines Unwohlsein können auftreten. Wichtig: Auch wenn eine echte Abstoßung selten ist, sind diese Zeichen meist Hinweise auf eine Infektion (Periimplantitis) oder schlechte Heilung, die sofort eine zahnärztliche Untersuchung erfordern, um Komplikationen zu vermeiden.
 

Was ist eine Spätimplantation?

Die Spätimplantation ist ein etabliertes Verfahren in der Implantologie, bei dem das Zahnimplantat erst mehrere Monate nach der Zahnentfernung eingesetzt wird. Diese Zeitspanne wird genutzt, um eine vollständige Ausheilung des Kieferknochens und der umliegenden Weichgewebe zu gewährleisten.

Wann sollte man kein Zahnimplantat setzen?

Das Einsetzen eines Implantates ist medizinisch in folgenden Fällen kontraindiziert: frischer Herzinfarkt oder Hirnschlag. fortgeschrittenes Krebsleiden. psychiatrische Erkrankungen (Depression, Manie, Schizophrenie)

Wie lange ohne Zähne bei Implantaten?

Bin ich während der Behandlung und in der Einheilungsphase ohne Zähne? Direkt nach der Implantation und bis zu 10 Tagen danach, darf die Implantstelle nicht durch einen Zahnersatz belastet werden. Daher empfiehlt Frau Dr.

Wie oft gehen Zahnimplantate schief?

Dass sich ein Implantat während der Heilungsphase entzündet, ist unter „normalen“, also gesunden Voraussetzungen sehr selten (unter 5%). Es kann jedoch passieren.

Sind Zahnimplantate im Alter sinnvoll?

Viele Menschen über 60 leiden unter Zahnverlust, sei es durch Parodontitis, Karies oder altersbedingten Knochenabbau. Die gute Nachricht: Auch im höheren Alter sind moderne Zahnimplantate eine hervorragende Lösung für festen Zahnersatz und neue Lebensqualität.

Wie lange halten Zahnimplantate wirklich?

Ein Zahnimplantat hält oft 15 Jahre oder länger, viele sogar ein Leben lang, besonders der Titan-Implantatkörper, der fest mit dem Knochen verwächst; die darauf sitzende Krone oder Brücke muss je nach Material und Belastung nach 10-15 Jahren eventuell erneuert werden, wobei eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen entscheidend für die Langlebigkeit sind. Studien zeigen, dass nach 10 Jahren noch über 90 % der Implantate funktionstüchtig sind, im Unterkiefer sogar über 97 %.
 

Wie lange vom Zahn ziehen bis zum Implantat?

Verzögerte Sofortimplantation

Bei der verzögerten Sofortimplantation heilt die Wunde nach der Entfernung des zerstörten Zahns zunächst 6 bis 8 Wochen aus. Erst wenn sich die Schleimhaut wieder geschlossen hat, erfolgt die Implantation.

Was tun, wenn kein Implantat möglich ist?

Alternative zum Implantat: Welche Optionen gibt es?

  1. Zahnbrücke: Stabil und ästhetisch bei kleinen Lücken. ...
  2. Klebebrücke: Schonender Zahnersatz ohne großes Abschleifen. ...
  3. Teilprothese: Herausnehmbarer Zahnersatz für mehrere Lücken. ...
  4. Teleskopprothese: Fast wie festsitzend – aber herausnehmbar. ...
  5. Vollprothese: Wenn alle Zähne fehlen.

Was ist eine verzögerte Sofortimplantation?

Die verzögerte Sofortimplantation ist ein zahnmedizinisches Verfahren, bei dem das Implantat nicht sofort nach der Zahnextraktion, sondern nach einer kurzen Heilungsphase (oft 2–8 Wochen) eingesetzt wird, aber bevor der Knochen vollständig durch Bindegewebe ersetzt ist, um die Knochenheilung zu nutzen, Knochenabbau zu verhindern und die Gesamtbehandlungszeit zu verkürzen, im Gegensatz zur Spätimplantation nach vollständiger Knochenheilung. Sie ist eine Alternative, wenn das Zahnfach intakt ist, aber eine sofortige Implantation wegen beginnender Entzündungen oder nicht optimaler Knochenbedingungen nicht ratsam ist, wobei oft Membranen das Einwachsen von Bindegewebe blockieren. 

Was spricht gegen Zahnimplantate?

Nachteile von Zahnimplantaten sind die Notwendigkeit einer Operation, hohe Kosten (oft mit geringen Krankenkassenleistungen), längere Behandlungsdauer, das Risiko von Infektionen (Periimplantitis), Nervenschäden, die Notwendigkeit extrem gründlicher Mundhygiene und das potenzielle Risiko von Komplikationen wie Knochenabbau, da Implantate Fremdkörper sind und nicht wie natürliche Zähne reagieren. 

Was kann man anstelle eines Implantats machen?

Alternativen zu Zahnimplantaten sind vor allem Brücken (Krone auf Pfeilerzähnen), herausnehmbare Prothesen (Teil- oder Vollprothese) und Klebebrücken (Maryland-Brücken), die eine Lücke ohne Operation füllen, aber oft weniger Komfort oder Haltbarkeit bieten als Implantate. Speziell bei wenig Knochen gibt es Zygoma-Implantate, die im Jochbein verankert werden.
 

Was darf man nicht mit Implantaten?

Nüsse, Karamell oder knusprige Chips könnten Druck auf das Implantat ausüben und Schmerzen verursachen. Auch beim Abbeißen könnte es zu Problemen kommen. Saure Speisen sind ebenfalls nicht ideal. Zitrusfrüchte und Essig können die empfindlichen Gewebe im Mund reizen und Entzündungen fördern.

Wie lange dauert der Knochenaufbau für Implantate?

Je nach Verfahren und Knochendefekt dauert der Aufbau etwa 6 bis 9 Monate. Unmittelbar nach dem Knochenaufbau sollten Sie ein paar Dinge beachten: Sparen Sie die Wunde bei der Zahnreinigung aus.

Welches Implantatsystem ist das beste?

Das "beste" Implantatsystem gibt es nicht pauschal, da es von individuellen Faktoren abhängt, aber Titan-Implantate (wie von Straumann, Nobel Biocare, Zimmer Biomet, Camlog) sind der Goldstandard wegen ihrer Langlebigkeit und Biokompatibilität, während Keramik-Implantate eine gute Alternative für Allergiker sind. Die Wahl hängt vom Knochenangebot, Budget und persönlichen Vorlieben ab, wobei Titan schnell einheilt (6-12 Wochen) und Keramik länger braucht, dafür aber ästhetischer.
 

Kann ein Zahnimplantat mit Entzündung entfernt werden?

Eine Entzündung um ein Zahnimplantat (Periimplantitis) macht oft eine Explantation (Entfernung) nötig, wenn sie nicht beherrschbar ist und zu Knochenabbau führt, um weiteren Schaden zu verhindern. Die Entfernung ist ein chirurgischer Eingriff, der unter lokaler Betäubung durchgeführt wird, bei der das entzündete Gewebe gereinigt, das Implantat behutsam gelöst und entfernt wird. Ziel ist es, die Entzündung zu stoppen, obwohl es auch Risiken wie Infektionen oder weiteren Knochenverlust gibt und die Kosten oft selbst getragen werden müssen.
 

Welche Alternativen gibt es zum Zahnimplantat?

Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen zum Zahnimplantat: Brücke und kieferorthopädischer Lückenschluss. Eine Brücke ist genauso wie ein Zahnimplantat ein künstlicher Zahnersatz. Die zu ersetzende Zahnkrone wird dabei nicht wie beim Implantat auf einer Schraube im Kiefer befestigt, sondern an den benachbarten Zähnen.

Wie fühlt sich ein absterbender Zahn an?

Wenn ein Zahn abstirbt, fühlt es sich oft so an, als ob der Schmerz nachlässt, der Zahn aber bei Druck oder Kauen schmerzhaft wird, sich verfärbt (grau, schwarz), locker sitzt und ein schlechter Geschmack oder Geruch entstehen kann, da der Nerv tot ist, aber Bakterien und Entzündungen die Umgebung reizen. Es kann plötzlich passieren nach einem Trauma oder schleichend bei tiefer Karies, wobei der Zahn erst sehr empfindlich ist und dann bei Kälte oder Hitze keine Reaktion mehr zeigt, bis die Entzündung schlimmer wird.
 

Was passiert, wenn man kein Zahnimplantat macht?

Folgen des Verzichts auf ein Implantat

Durch das Fehlen von Zähnen entwickeln die Betroffenen oftmals ein zwanghaftes Verhalten zur Vermeidung der Mundöffnung. Gerade bei fehlenden Frontzähnen ist es schwerer, Wörter wie gewohnt zu artikulieren. Lispeln oder andere Sprachprobleme können sich dadurch leicht entwickeln.