Warum muss ich bei Kurzarbeitergeld Steuern nachzahlen?

Gefragt von: Kurt Mayr
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Warum kann es dennoch in zahlreichen Fällen zu einer Steuernachzahlung kommen? Grund dafür ist der sogenannte “Progressionsvorbehalt”. Das heißt: Das Kurzarbeitergeld erhöht den Steuersatz. Auf die steuerpflichtigen Einkünfte müssen also höhere Steuern gezahlt werden.

Wie viel muss man bei Kurzarbeit nachzahlen?

Bei Bezug eines Arbeitslohns von 30.000 Euro liegt die Steuerbelastung bei etwa 4.320 Euro. Bei Bezug eines Arbeitslohns von 30.000 Euro plus Kurzarbeitergeld von 5.000 Euro liegt die Steuerbelastung bei etwa 4.960 Euro. In diesem Beispiel bedeutet das wegen des Progressionsvorbehalts eine Nachzahlung von 640 Euro.

Warum muss ich plötzlich Steuern nachzahlen?

Unerwartet hohe Einnahmen:

Wenn die Einnahmen deutlich höher sind als von den Steuerbehörden erwartet, kommt es in der Regel zu einer Nachzahlung. Ein Grund dafür können beispielsweise Gehaltsschwankungen, neue Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit oder neue Einnahmen aus einer Vermietung sein.

Wie viel Steuern fallen auf Kurzarbeitergeld an?

Kurzarbeitergeld ist grundsätzlich steuerfrei.

Warum muss man Kurzarbeitergeld zurückzahlen?

Warum? Die Betriebe zahlen Kurzarbeitergeld steuerfrei aus. Folglich muss, wenn die Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld zurückfordert, die Abrechnung nachträglich steuerpflichtig erfolgen. Denn nur wenn tatsächlich Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, greift die Steuerbefreiung.

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Warum muss ich Steuern nachzahlen, wenn ich Kurzarbeitergeld bekomme?

Warum kann es dennoch in zahlreichen Fällen zu einer Steuernachzahlung kommen? Grund dafür ist der sogenannte “Progressionsvorbehalt”. Das heißt: Das Kurzarbeitergeld erhöht den Steuersatz. Auf die steuerpflichtigen Einkünfte müssen also höhere Steuern gezahlt werden.

Habe ich steuerliche Nachteile bei Kurzarbeit?

Auswirkungen der Kurzarbeit auf die Steuer

Kurzarbeit führt bei Arbeitnehmern fast immer zu Steuernachzahlungen. Da kann man sich die Frage nach dem Warum stellen, schließlich ist Kurzarbeitergeld steuerfrei. Kurzarbeitergeld wird zwar steuerfrei ausgezahlt, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Was passiert, wenn ich trotz Kurzarbeit keine Steuererklärung mache?

Bei Bezug von Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro pro Jahr besteht eine Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung. Wer nicht abgibt, dem drohen Verspätungszuschläge!

Was passiert nach 12 Monaten Kurzarbeit?

Nach 12 Monaten Kurzarbeit endet der reguläre Anspruch auf Kurzarbeitergeld (KUG), es sei denn, es gilt eine Verlängerung wie die aktuelle bis Ende 2025/2026, aber grundsätzlich kehren Arbeitnehmer zur vollen Stundenzahl zurück, während der Arbeitgeber die volle Bezahlung wieder aufnehmen muss, oder es folgen betriebliche Umstrukturierungen. Nach 12 Monaten muss der Betrieb entweder wieder zur Normalität übergehen oder eine neue Anzeige bei der Agentur für Arbeit stellen, falls die wirtschaftliche Notlage weiterbesteht und eine Verlängerung beantragt wird (was bis zu 24 Monate möglich ist, aber befristet). 

Woher weiß ich, ob ich Steuern nachzahlen muss?

Ob man zu viel gezahlte Steuern zurückbekommt oder nachzahlen muss, geht aus der Festsetzungstabelle hervor. Hier gilt es zu prüfen, ob die gezahlten Beträge für Einkommensteuer, Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag mit Ihren übermittelten Daten übereinstimmen.

Wie kann ich eine Steuernachzahlung verhindern?

Steuernachzahlung – kurz zusammengefasst

Häufige Gründe: höhere Gewinne, zusätzliche Einkünfte oder fehlende absetzbare Ausgaben. Vermeiden kannst du sie, indem du Vorauszahlungen anpasst, monatlich planst und Rücklagen bildest. Wird es eng, helfen Ratenzahlung oder Stundung beim Finanzamt.

Warum ist meine Steuerrückzahlung so hoch?

Je nach Steuerlast und Lebensumständen kann so eine Rückerstattung natürlich auch deutlich höher oder niedriger ausfallen. Dabei spielt die Steuererklärung selbst eine wichtige Rolle. Je mehr Werbungskosten und Sonderausgaben du geltend machen kannst, desto mehr bekommst du zurück.

Was passiert bei 100% Kurzarbeit?

Was versteht man unter „Kurzarbeit Null“? Bei der „Kurzarbeit Null“ beträgt der Arbeitsausfall 100 Prozent, d.h. das Unternehmen oder Teile hiervon haben ihre Arbeit vorübergehend komplett eingestellt. Auch in diesem Fall wird Kurzarbeitergeld gewährt.

Wann zieht das Finanzamt eine Nachzahlung ein?

Eine Nachzahlung entsteht, wenn diese bereits gezahlten Beträge niedriger sind als die später festgesetzte Steuer. Die Differenz muss dann meist innerhalb eines Monats an das Finanzamt überwiesen werden – den genauen Termin finden Sie in Ihrem Steuerbescheid.

Wie hoch ist der Progressionsvorbehalt bei Kurzarbeit?

Durch den Progressionsvorbehalt, dem das steuerfreie Kurzarbeitergeld unterliegt, erhöht sich der durchschnittliche Steuersatz aber auf 24,28 %.

Warum Steuern nachzahlen bei Kurzarbeit?

Die größte Änderung ist, dass du höchstwahrscheinlich eine Steuererklärung für das Jahr 2020 und/oder 2021 abgeben musst, auch wenn du vorher nicht dazu verpflichtet warst. Es kann auch sein, dass du Steuern wirst nachzahlen müssen, weil sich durch die Kurzarbeit dein Steuersatz etwas verändert hat.

Wer muss Kurzarbeitergeld zurückzahlen?

Wird bei einer Prüfung festgestellt, dass die Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld ab Januar 2023 nicht (mehr) vorgelegen haben, muss der Arbeitgeber die Kurzarbeitergeldleistungen ggf. zurückzahlen. Außerdem muss er nun die Beitragsberechnung korrigieren.

Wie hoch ist die Steuernachzahlung bei Kurzarbeitergeld?

Für das Jahr 2020 wurden insgesamt Lohnsteuer in Höhe von 1.834,50 Euro einbehalten. Mit dem Kurzarbeitergeld ergibt sich für 2020 eine festzusetzende Einkommensteuer von 2.136 Euro. Da durch den Lohnsteuerabzug lediglich rund 1.835 Euro getilgt wurden, ergibt sich hier eine Steuernachzahlung in Höhe von 301 Euro.

Welche Nachteile habe ich bei Kurzarbeit?

Nachteile der Kurzarbeit sind Einkommensverluste (da Kurzarbeitergeld das Gehalt nicht vollständig ersetzt), geringere Beiträge für Sozialversicherungen (was sich negativ auf spätere Rentenansprüche auswirken kann), mögliche Steuernachzahlungen durch den Progressionsvorbehalt und erhöhte Unsicherheit sowie Demotivation bei Mitarbeitern, wenn die Kurzarbeit lange andauert, während Unternehmen mit Bürokratie und Produktivitätsverlust kämpfen. 

Warum muss ich Steuern nachzahlen?

Eine Steuernachzahlung weist das Finanzamt immer dann aus, wenn im gesamten Jahr zu wenig Lohnsteuer gezahlt wurde. Das passiert etwa, wenn der Arbeitgeber monatlich Lohnsteuer abführt, aber durch zusätzliche Einkünfte oder eine ungünstige Wahl der Steuerklasse am Jahresende eine Differenz entsteht.

Warum Steuererklärung bei Kurzarbeit?

Wer Kurzarbeitergeld erhalten hat, muss im darauffolgendem Jahr eine Steuererklärung abgeben! Das Kurzarbeitergeld selbst ist steuerfrei. Allerdings kann es – wegen des sogenannten Progressionsvorbehalts – zu einem höheren Steuersatz führen. In Bestimmten Fällen kann das Finanzamt daher eine Steuernachzahlung fordern.

Wie wird Kurzarbeitergeld versteuert?

Auf das Kurzarbeitergeld selbst fallen keine Steuern an. Dennoch wird diese steuerfreie Leistung in die Berechnung Ihres persönlichen Steuersatzes einbezogen, der dann bei Ihren übrigen steuerpflichtigen Einkünften zur Anwendung kommt (sogenannter Progressionsvorbehalt).

Wie viel Geld verliert man durch Kurzarbeit?

Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Die Kurzarbeiter erhalten grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts.

Was ist, wenn ein Mitarbeiter nicht mit Kurzarbeit einverstanden ist?

Wenn diese Zustimmung verweigert wird, dürfen Arbeitgeber nicht deshalb kündigen. Sie können aber eine Änderungskündigung oder eine Beendigungskündigung aussprechen.