Was ändert sich, wenn zwei Rentner heiraten?

Gefragt von: Christof Bader B.Sc.
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Wenn zwei Rentner heiraten, ändert sich vor allem die steuerliche Situation (Ehegattensplitting) und bei Bezug einer Witwen-/Witwerrente, erlischt dieser Anspruch, führt aber zu einer Abfindung. Die eigene Altersrente bleibt meist unverändert, aber es können neue Versorgungsansprüche entstehen und bei Tod des Partners nach Heirat greifen spezielle Regelungen, etwa ein Unterhaltsbeitrag oder ein Zuschuss zur Witwenrente aus dem vorletzten Ehestand.

Wie wirkt sich Heirat auf die Rente aus?

Nach einer Heirat (oder Wiederheirat) entfällt der Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente aus der ersten Ehe, dafür gibt es aber eine einmalige Rentenabfindung in Höhe von zwei Jahresrenten (bei großer Witwenrente) oder eine geringere Summe, die man beantragen muss. Wichtig ist: Erst durch die Heirat entsteht auch ein neuer Anspruch auf Hinterbliebenenrente in der neuen Ehe (wenn der Partner verstirbt), da unverheiratete Partner keinen Anspruch haben. Heiraten Sie erneut, endet die alte Rente mit dem Monat der Heirat, aber Sie können die Abfindung beantragen, die die Rentenversicherung zahlt. 

Was passiert, wenn zwei Rentner heiraten?

Oft handelt es sich dabei um „Doppelrentner“: Die Hinterbliebenenrente wird sozusagen als „Zubrot“ zur eigenen Altersrente gezahlt. Wenn die Betroffenen nochmals heiraten, ändert sich bei der eigenen Altersrente nichts, wohl aber bei der Hinterbliebenenrente. Diese fällt weg.

Welche Auswirkungen hat eine Wiederheirat auf die Rente?

Wenn Sie nach einer Scheidung wieder heiraten, beeinflusst das Ihren nachehelichen Unterhalt (erlischt), aber den Versorgungsausgleich (bereits geteilte Rentenansprüche) nicht mehr, da dieser die Vergangenheit regelt; die Wiederheirat führt meist zum Erlöschen der Witwenrente aus der ersten Ehe, wobei eine einmalige Rentenabfindung (24 Monatsbeträge) gezahlt wird, aber auch eine neue Witwenrente nach dem vorletzten Partner möglich ist, wenn diese Ehe wieder endet. 

Hat eine Heirat Auswirkungen auf Ihre staatliche Rente?

Wenn Sie verheiratet sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben

Sie können Ihre staatliche Rente möglicherweise erhöhen oder erben, wenn Sie verheiratet waren oder einen eingetragenen Lebenspartner hatten . Eine Erhöhung Ihrer staatlichen Rente ist unter Umständen möglich, wenn Sie entweder keinen Anspruch auf die staatliche Grundrente haben oder Ihre staatliche Grundrente weniger als 105,70 £ pro Woche beträgt.

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Wird die Rente des Ehepartners auf meine Rente angerechnet?

Nein. Auf Ihre eigene Rente wird die Altersrente des Ehepartners nicht angerechnet. Es gibt lediglich Ausnahmen bei Rentenansprüchen nach dem Fremdrentengesetz (bei Deutschen aus Osteuropa).

Wie lange muss ich verheiratet sein, um die Rente meines Partners zu bekommen?

Um eine Witwen- oder Witwerrente in Deutschland zu bekommen, müssen Sie grundsätzlich mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein, bevor Ihr Partner stirbt (gilt für Ehen seit 2002). Diese Mindestdauer entfällt, wenn der Tod durch einen Unfall verursacht wurde oder der Partner bereits Rente bezog und die sogenannte "Wartezeit" (mindestens 5 Jahre Rentenbeiträge) erfüllt war. Es gibt auch spezielle Regelungen für die "große Witwenrente" (z.B. Altersgrenze, Kindererziehung) im Vergleich zur "kleinen". 

Was bedeutet Rentenabfindung bei Wiederheirat?

Wenn Sie als hinterbliebene Person wieder heiraten oder eine neue eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, wird die gewährte Hinterbliebenenrente abgefunden. Dabei erhalten Sie das 24-fache Ihrer monatlichen Rente als Abfindung.

Wie hoch ist der Versorgungsausgleich nach 12 Jahren Ehe?

Wenn die Ehezeit 12 Jahre betrug, beläuft sich der auszugleichende Ehezeitanteil seiner Pension auf 12/38 x 3.000,- Euro = 947,- Euro. Privat- und Betriebsrenten haben oft ihre eigenen Berechnungsmethoden, im Grundsatz ist es aber immer ähnlich: Es wird immer der Ehezeitanteil herausgerechnet.

Wer bekommt die Witwenrente, die erste oder die zweite Ehefrau?

Witwenrente: Die erste Frau hat nur in Ausnahme Anspruch

Der Gesetzgeber sieht allerdings eine Ausnahme vor, die sowohl für Männer als auch für Frauen gilt. Wurde die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden, kann der oder die Hinterbliebene eine Witwen- oder Witwerrente beantragen.

Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?

Heiraten im Alter lohnt sich wegen finanzieller Absicherung (Witwen-/Witwerrente, Erbschaftssteuerfreibeträge, Steuerklassen-Vorteile wie Splitting), gegenseitiger Unterstützung bei Krankheit und Pflege, der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (gesündere Ernährung, weniger Stress) und der besseren rechtlichen Absicherung bei Entscheidungen, was gerade bei steigender Lebenserwartung die Lebensqualität erhöht.
 

Wann bekommt der Ehepartner keine Witwenrente?

Ein Ehepartner erhält keine Witwenrente, wenn er oder sie wieder heiratet (mit Ausnahmen bei Kindern) oder wenn die Ehe kürzer als ein Jahr bestand (Versorgungsehe). Auch bei Scheidung entfällt der Anspruch meist, es sei denn, es gab vor dem 1. Juli 1977 eine Scheidung und Unterhaltspflicht. Zudem wird sie gekürzt oder gestrichen bei eigenem Einkommen über bestimmten Freibeträgen oder bei Bezug von Renten. 

Warum ist die Ehe die größte Gefahr für einen sicheren Ruhestand?

Sondern die Ehe birgt für sie die größte Gefahr, später in Altersarmut zu rutschen. Zumindest, wenn der Bund fürs Leben nicht hält. Denn die Ehe verhindert offenbar massiv die Berufstätigkeit von Frauen, während verheiratete Männer laut Statistik ihr Einkommen stark ausweiten.

Was ändert sich für Rentner, wenn sie heiraten?

Wichtig zu wissen: Wenn Sie heiraten und damit Ihre Hinterbliebenenrente verlieren, bekommen Sie jedoch eine Abfindung. Diese beträgt bei der erstmaligen Wiederheirat das 24-fache der bisherigen monatlichen Witwen- beziehungsweise Witwerrente.

Welche Nachteile hat eine Ehe für den Mann?

Nachteile der Ehe für Männer (und Partner): Finanzielle Nachteile durch das Steuersystem (Ehegattensplitting kann bei gutverdienenden Paaren teurer werden), finanzielle Einbußen im Scheidungsfall (Zugewinnausgleich), Unterhaltspflichten, Haftung im Falle von "Schlüsselgewalt", langwierige und teure Scheidungsverfahren sowie die emotionale Belastung und das Gefühl der Einschränkung durch neue Erwartungen. 

Wie hoch ist die Rentenkürzung bei Ehepaaren?

Rentenkürzungen bei Ehepaaren gibt es nicht pauschal, aber Einkommensanrechnungen bei der Grundrente und Rentenabschläge bei der Witwen-/Witwerrente führen zu einer geringeren Gesamtrente für den Partner; bei einer Scheidung kommt der Versorgungsausgleich zum Tragen, der Rentenansprüche fair aufteilt, was oft zu einer Rentenminderung bei dem einen und Erhöhung beim anderen führt – es gibt aber auch das Rentensplitting für eine partnerschaftliche Aufteilung im Voraus.
 

Was steht mir als Rentnerin bei einer Scheidung zu?

Versorgungsausgleich bei Rentnern – ein zentrales Thema

Wenn eine Ehe geschieden wird, erfolgt in der Regel ein sogenannter Versorgungsausgleich. Das bedeutet: Rentenansprüche, die einer der Ehegatten während der Ehezeit erworben hat, werden hälftig geteilt. Das gilt auch – und gerade – bei Rentnern.

Hat meine geschiedene Frau Anspruch auf meine Rente?

Eine geschiedene Ehefrau hat bei einer Scheidung durch den sogenannten Versorgungsausgleich Anspruch auf die Hälfte der Rentenanwartschaften, die ihr Ex-Mann während der Ehezeit erworben hat, was zu einer Aufteilung der Rentenpunkte führt. Zudem kann unter bestimmten Voraussetzungen (Ehe vor 1977, Unterhalt bezogen, keine Wiederheirat, Mindestversicherungszeit erfüllt) eine Witwenrente (Hinterbliebenenrente) möglich sein, auch nach einer Scheidung, falls der Ex-Partner verstirbt. Es gibt auch die Option einer einmaligen Ausgleichszahlung statt der Teilung der Rente, was steuerliche Folgen hat. 

Was steht einer Frau nach 20 Jahren Ehe zu?

Nach 20 Jahren Ehe hat eine Frau bei einer Scheidung grundsätzlich Anspruch auf nachehelichen Unterhalt aufgrund der langen Ehedauer, der Kindererziehung (Betreuungsunterhalt) oder ehebedingter Nachteile, wobei die Dauer und Höhe stark vom Einzelfall abhängen; es gibt aber auch Anspruch auf den Zugewinnausgleich (hälftige Teilung des während der Ehe erwirtschafteten Vermögens) und Versorgungsausgleich (Gleichstellung der Rentenanwartschaften). Pauschale Antworten gibt es nicht, oft ist eine anwaltliche Beratung ratsam.
 

Was bringt heiraten für die Rente?

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet eine Witwen- oder Witwerrente, die der hinterbliebene Ehepartner im Todesfall des Partners erhält. Diese beträgt in der Regel 55 % der Rentenansprüche des verstorbenen Partners (60 % bei Altfällen vor 2002).

Wie lange muss man verheiratet sein, um den Rentenanspruch des Partners zu bekommen?

Um eine Witwen- oder Witwerrente in Deutschland zu bekommen, müssen Sie grundsätzlich mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein, bevor Ihr Partner stirbt (gilt für Ehen seit 2002). Diese Mindestdauer entfällt, wenn der Tod durch einen Unfall verursacht wurde oder der Partner bereits Rente bezog und die sogenannte "Wartezeit" (mindestens 5 Jahre Rentenbeiträge) erfüllt war. Es gibt auch spezielle Regelungen für die "große Witwenrente" (z.B. Altersgrenze, Kindererziehung) im Vergleich zur "kleinen". 

Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Partner wieder heiratet?

Wenn Ihr geschiedener Partner wieder heiratet, hat das keine direkten Auswirkungen auf die von Ihnen nach dem Versorgungsausgleich erhaltenen Rentenanteile aus Ihrer geschiedenen Ehe, da diese Anrechte auf ewig geteilt wurden. Die Wiederheirat des geschiedenen Partners ändert nichts an den Rentenansprüchen, die Sie durch den Versorgungsausgleich während der Ehe erworben haben. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Anteil des Partners an Sie zurückfällt, aber das ist in der Regel nicht der Fall. 

Wird meine eigene Rente gekürzt, wenn ich Witwenpension bekomme?

Ja, die Witwenrente wird bei Bezug einer eigenen Rente gekürzt, da die eigene Rente als Einkommen angerechnet wird, aber es gibt Freibeträge und die Kürzung beginnt erst nach Überschreiten dieser Grenze; die eigene Rente selbst wird nicht gekürzt, nur die Hinterbliebenenrente wird reduziert, beginnend mit 40% des anrechenbaren Einkommens über dem Freibetrag, wobei in den ersten drei Monaten nach dem Tod keine Anrechnung erfolgt (Sterbevierteljahr). 

Bin ich Witwe, wenn mein geschiedener Mann stirbt?

Die Witwenrente steht grundsätzlich verheirateten Ehepartnern und Lebenspartnern zu, aber Ausnahmen gelten auch für geschiedene Ehepartner. Witwen und Witwer haben gleiche Ansprüche. Voraussetzung für die Witwenrente ist eine bestehende Ehe oder Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes.

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau neben dem Erbe (gesetzlicher Anteil: oft 1/4 plus pauschaler Zugewinnausgleich, also insgesamt 3/8 oder mehr) auch eine Witwenrente zu – die ersten drei Monate in voller Höhe der Rente des Verstorbenen, danach die große Witwenrente (ca. 55-60% der Rente, je nach Ehebeginn/Alter) – sowie Kranken- und Pflegeversicherungsschutz (ggf. Familienversicherung) und ggf. ein Anspruch auf Elterngeld für Verwitwete.