Was bedeutet es ergibt sich eine Nachzahlung?
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Als Nachzahlung bezeichnet man die abschließende Restzahlung eines Zahlungspflichtigen, wenn er zuvor Abschlagszahlungen oder Vorauszahlungen auf seine Verbindlichkeit geleistet hat und die spätere Abrechnung höher ausfällt als alle vorangegangenen Vorauszahlungen. Gegensatz ist das Guthaben.
Was ist eine Nachzahlung?
Eine Nachzahlung bedeutet, dass du nachträglich einen zusätzlichen Geldbetrag zahlen musst, weil vorherige Zahlungen (z.B. Vorauszahlungen, Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge) zu niedrig angesetzt waren, die tatsächlichen Kosten höher ausfielen oder sich die Berechnungsgrundlage geändert hat, was oft nach einer Abrechnung oder Steuererklärung passiert. Beispiele sind Steuernachzahlungen, Nebenkostenabrechnungen oder Nachzahlungen bei der Kfz-Versicherung wegen überschrittener Kilometerleistung.
Warum bekommt man eine Nachzahlung?
Unerwartet hohe Einnahmen:
Wenn die Einnahmen deutlich höher sind als von den Steuerbehörden erwartet, kommt es in der Regel zu einer Nachzahlung.
Wieso habe ich eine Nachzahlung?
Nachzahlungen entstehen, wenn deine tatsächliche Steuer höher ist als Lohnsteuer oder Vorauszahlungen. Häufige Gründe: höhere Gewinne, zusätzliche Einkünfte oder fehlende absetzbare Ausgaben. Vermeiden kannst du sie, indem du Vorauszahlungen anpasst, monatlich planst und Rücklagen bildest.
Wann kommt die Nachzahlung?
Nach pünktlichem Erhalt der Nebenkostenabrechnung sind Mieter verpflichtet, daraus entstehende Nachzahlungen innerhalb von 30 Tagen zu begleichen. Kommen sie dem nicht nach, handeln sie pflichtwidrig und der Vermieter kann sie auf die Begleichung verklagen.
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Was bedeutet Nachzahlung angewiesen?
Angewiesen heißt noch nciht, dass das Geld auch sofort überwiesen wurde. Wenn das Geld von einer Behörde kommt das dauert auch mal ein paar Tage länger.
Wann muss man Nachzahlung nicht zahlen?
Hat sich Dein Vermieter nicht an die Abrechnungsfrist von zwölf Monaten nach dem Abrechnungszeitraum gehalten, darf Dein Vermieter keine Nachzahlung mehr verlangen (§ 556 Abs. 3 BGB). Auch dann nicht, wenn die zu späte Abrechnung ergeben hat, dass Du mehr verbraucht als an Vorauszahlungen geleistet hast.
Was bedeutet es, sie erhalten eine Nachzahlung?
Als Nachzahlung bezeichnet man die abschließende Restzahlung eines Zahlungspflichtigen, wenn er zuvor Abschlagszahlungen oder Vorauszahlungen auf seine Verbindlichkeit geleistet hat und die spätere Abrechnung höher ausfällt als alle vorangegangenen Vorauszahlungen. Gegensatz ist das Guthaben.
Wie hoch kann eine Nachzahlung sein?
Eine Nachzahlung kann theoretisch unbegrenzt hoch sein, da es keine gesetzliche Obergrenze gibt – sie richtet sich nach den tatsächlichen Kosten (Energiepreise, Verbrauch), aber oft im drei- oder vierstelligen Bereich bei Nebenkosten, wobei eine Nachzahlung über zwei Monatsmieten zu einer fristlosen Kündigung führen kann und bei Steuern/Sozialversicherung Säumniszuschläge (1% pro Monat) anfallen können.
Was tun bei hoher Nachzahlung?
Wenn eine Nachzahlung zu hoch ist, prüfen Sie zuerst die Abrechnung (Frist 12 Monate), legen Sie bei Fehlern schriftlich Widerspruch ein, fordern Sie Belege an und zahlen Sie ggf. unter Vorbehalt, und sprechen Sie bei Zahlungsproblemen mit dem Vermieter oder Finanzamt über Ratenzahlung oder Stundung, eventuell mit Hilfe einer Beratungsstelle wie dem Mieterverein oder der Caritas. Bei Steuernachzahlungen kann ein Antrag auf Stundung beim Finanzamt gestellt werden.
Wie hoch kann die Nachzahlung sein?
Es gibt keine feste Obergrenze für Nachzahlungen: Entscheidend sind dein tatsächlicher Verbrauch und die entstandenen Kosten im Abrechnungszeitraum. Fällt deine Nebenkostenabrechnung unerwartet hoch aus, hast du das Recht, sie gründlich zu prüfen, Belege einzusehen und bei Fehlern Einspruch einzulegen.
Was bedeutet Nachzahlung bei Lohnabrechnung?
Eine Nachzahlung ist die Vergütung nicht gezahlter Löhne, z. B. für unbezahlte Überstunden. Eine rückwirkende Bezahlung bekommen Arbeitnehmer:innen, wenn sie zu wenig Geld erhalten haben oder als Ausgleich für die Differenz zwischen dem, was sie erhalten haben, und dem, was sie hätten erhalten müssen.
Ist eine Nachzahlung eine Einmalzahlung?
Nachzahlungen aufgrund rückwirkender Entgelterhöhungen sind keine Einmalzahlung. Sie basieren oft auf rückwirkendem Inkrafttreten von Tarifverträgen.
Wie lange hat man Zeit, eine Nachzahlung zu zahlen?
Sofern in der Betriebskostenabrechnung nichts anderes angegeben ist, hat der Mieter bis zu 30 Tage Zeit, die Nebenkosten-Nachzahlung zu leisten. Der Vermieter kann auch eine kürzere Frist setzen, diese sollte aber nicht unter 14 Tagen liegen.
Was ist ein Nachzahlungsbetrag?
Ein Nachzahlungsbetrag ist eine zusätzliche Zahlung, die fällig wird, weil die vorher geleisteten Abschlags- oder Vorauszahlungen nicht ausreichten, um die tatsächlichen Kosten zu decken, wie bei Strom, Heizung oder Steuern. Es ist die Differenz zwischen dem tatsächlichen Verbrauch bzw. der festgesetzten Summe und dem, was bereits gezahlt wurde, was oft nach der jährlichen Abrechnung entsteht und bezahlt werden muss.
Wer übernimmt die Nachzahlung?
Übernimmt das Jobcenter meine Nachzahlung der Nebenkostenabrechnung? Ja. Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf die Übernahme der tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung.
Wann bekommt man eine Nachzahlung?
Wann die Nachzahlung kommt, hängt vom Grund ab: Bei der Rente kommt sie automatisch mit dem Dezember-Bescheid (oder kurz danach), da die Übergangsregelung endet. Beim Jobcenter nach Widerspruch meist innerhalb von 2-3 Werktagen. Bei Steuern steht der Termin im Steuerbescheid. Bei Nebenkostenabrechnungen müssen Mieter innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Abrechnung zahlen.
Sind 250 € Nebenkosten viel?
250 € Nebenkosten können viel oder normal sein, je nach Wohnungsgröße und Region, aber sie liegen oft leicht über dem Durchschnitt (ca. 2–3 €/m²), da der Durchschnittswert oft niedriger ausfällt und die Kosten durch steigende Energiepreise zunehmen; für eine 80-qm-Wohnung sind 250 € im oberen Mittelfeld, während es für eine kleinere Wohnung hoch und für eine größere normal oder sogar günstig sein kann.
Wie alt darf eine Nachzahlung sein?
Nachzahlungen unterliegen laut § 195 BGB einer dreijährigen Verjährungsfrist. Dies gilt auch für das Guthaben des Mieters. Nachzahlungen sollten vom Mieter innerhalb von 30 Tagen geleistet werden.
Wie entsteht eine Nachzahlung?
Eine Steuernachforderung entsteht grundsätzlich immer dann, wenn du im vergangenen Jahr zu wenig Steuern an das Finanzamt gezahlt hast. Das kann verschiedene Gründe haben: Unerwartet hohe Einnahmen: Falls du deutlich mehr verdient hast, als erwartet, musst du in der Regel mit einer Steuernachzahlung rechnen.
Was passiert, wenn man die Nachzahlung nicht zahlt?
Mahnungen und Mahngebühren: Vermieter können Mahnungen aussprechen und Mahngebühren verlangen, wenn die Zahlung der Nebenkosten ausbleibt. Zahlungsverzug: Verzugsschadensersatz, Verzugszinsen und eventuelle Inkassokosten können entstehen, wenn Nebenkostenzahlungen ausstehen.
Wie lange hat man Anspruch auf Nachzahlung?
Gemäß § 556 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) muss die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter vorliegen. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Nachzahlung für diese Nebenkostenabrechnung vom Mieter nicht mehr einforderbar.
Wie hoch darf die Nachzahlung sein?
Dafür muss aber im Mietvertrag geregelt werden, dass nur Kosten pro Auftrag von 100 Euro und bis zu einer maximalen Gesamtsumme im Jahr umgelegt werden können. Dieser Maximalbetrag darf sechs bis acht Prozent der Jahreskaltmiete (ohne Nebenkosten) nicht übersteigen.
Was kann ich tun, wenn ich die Nachzahlung nicht bezahlen kann?
Wenn Sie eine Nachzahlung (z.B. Nebenkosten, Strom) nicht bezahlen können, sollten Sie sofort das Gespräch mit dem Gläubiger (Vermieter, Energieversorger) suchen, eine Ratenzahlung vereinbaren und sich unbedingt Hilfe beim Jobcenter oder Sozialamt holen, da diese Kosten übernehmen können, oft in Form eines Darlehens, um Sperrungen zu vermeiden und eine drohende Kündigung abzuwenden, besonders bei hohen Mietnebenkostennachzahlungen.
Wann verfallen Nachzahlungen?
Verjährung der Nebenkostenabrechnung: Forderungen daraus verjähren nach drei Jahren (§ 195 BGB). Frist beachten: Wird die Abrechnung nicht bis zum Ende des Folgejahres erstellt, sind Nachforderungen ausgeschlossen.