Was bedeutet förderschädliche Auszahlung?

Gefragt von: Alwine Lindemann
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Eine förderschädliche Auszahlung bedeutet, dass Sie staatlich gefördertes Altersvorsorgevermögen (z.B. aus einem Riester-Vertrag) vorzeitig oder zweckentfremdet entnehmen, wodurch alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen und die Erträge zusätzlich versteuert werden. Dies geschieht typischerweise bei Kündigung, Auszahlung vor Rentenbeginn (außer für wohnwirtschaftliche Zwecke) oder wenn mehr als 30 % des Kapitals auf einmal ausgezahlt werden.

Was ist eine förderschädliche Auszahlung?

Förderschädliche Auszahlung der Riester-Rente

Wenn sie früher auf das durch den Riester-Vertrag angesparte Guthaben zugreifen oder sich im Renteneintrittsalter mehr als 30 Prozent von diesem Guthaben auszahlen lassen möchten, müssen Zulagen und Steuererstattungen zurückgezahlt werden.

Ist es förderschädlich, die Riester-Rente zu kündigen?

Eine Riester-Rente förderschädlich zu kündigen bedeutet, dass Sie alle staatlichen Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) und Steuervorteile zurückzahlen müssen; das ist meist mit hohen Verlusten verbunden, da die Zulagen vom angesparten Guthaben abgezogen werden und eventuell sogar eine Nachzahlung erforderlich ist, wenn das Guthaben nicht ausreicht. Es ist oft sinnvoller, den Vertrag beitragsfrei zu stellen (stillzulegen), die Beiträge zu reduzieren, einen Anbieterwechsel durchzuführen oder – falls Fehler vorliegen – einen Widerspruch zu prüfen, anstatt förderschädlich zu kündigen und die Förderung zu verlieren. 

Wie sollte man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Für die Auszahlung der Riester-Rente gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir das gesamte Vorsorgevermögen als lebenslange Rente auszahlen lassen. Oder du lässt dir eine Einmalzahlung in Höhe von 30 % des Gesamtkapitals (20 % bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden) auszahlen.

Was passiert bei schädlicher Verwendung Riester?

Im Falle der schädlichen Verwendung müssen Sie sämtliche Ihrem Riestervertrag gutgeschriebenen Zulagen und die gesondert festgestellten Steuerermäßigungen zurückzahlen. Außerdem müssen Sie Ihre im Altersvermögen angesammelten Erträge und Wertsteigerungen versteuern.

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Was bedeutet "förderunschädlich"?

Förderunschädlich bedeutet, dass eine Handlung oder ein Vorgang im Kontext staatlicher Förderungen (wie Riester-Rente, Wohn-Riester, BAFA-Förderungen) ohne Verlust der bereits erhaltenen Zulagen, Steuervorteile oder Subventionen stattfinden kann, da sie den Förderbedingungen entspricht. Eine "schädliche Verwendung" (z. B. vorzeitige Kündigung, zweckfremde Nutzung) führt hingegen zur Rückzahlung der staatlichen Hilfen.
 

Wie wird die Auszahlung einer Riester-Rente besteuert?

Steuern: Die Auszahlung ist zu 100 % zum persönlichen Steuersatz zu versteuern. Sofern Sie eine Kleinbetragsrente erhalten, haben Sie Anspruch darauf, sich das Geld als Sofortrente auszahlen zu lassen.

Wird die Riester-Rente von der Altersrente abgezogen?

Nein, die Riester-Rente wird nicht von der gesetzlichen Rente abgezogen, sondern ergänzt diese als zusätzliche Einkommensquelle; sie wird jedoch steuerlich zum Gesamteinkommen hinzugerechnet und unterliegt der sogenannten nachgelagerten Besteuerung, was bedeutet, dass sie im Alter besteuert wird, aber meist zu einem niedrigeren Steuersatz als in der Erwerbsphase. 

Wie lange zahlt man in die Riesterte ein?

Dem Riester-Sparer wird vom Anbieter des Riester-Produkts zugesagt, dass zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen zur Verfügung stehen. Die Riester-Rente wird Ihnen lebenslang gezahlt.

Wie hoch ist die monatliche Auszahlung bei Riester-Rente?

Wie viel Riester-Rente Sie monatlich bekommen, hängt von Ihren Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Laufzeit ab, liegt aber oft zwischen 100 und 400 Euro oder mehr, wobei die tatsächliche Summe stark variiert; eine Durchschnittszahl bei Auszahlung lag 2022 bei etwa 132 € pro Monat, aber viele Rentner erhalten auch deutlich mehr (teilweise über 200 €), da die Auszahlung steuerpflichtig ist und bis zu 30 % als Einmalzahlung entnommen werden können. 

Wie viel Geld bekomme ich zurück, wenn ich meine Riester-Rente kündige?

Eine Auszahlung der Riester-Rente bei Kündigung ist möglich, aber mit hohen Verlusten verbunden, da alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen und der sogenannte Rückkaufswert meist deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegt. Sie erhalten nur den Restbetrag nach Abzug von Kosten und der Rückforderung von Förderung, was oft zu finanziellen Einbußen führt und in manchen Fällen sogar dazu, dass Sie mehr zurückzahlen müssen, als Sie erhalten. 

Ist es seriös, eine Riester-Rente zu verkaufen?

Einen Riester-Vertrag können Sie nicht seriös wie eine Lebensversicherung „verkaufen“, da der Staat die Förderungen zurückfordert (schädliche Verwendung), was hohe Verluste bedeutet. Stattdessen sollten Sie ihn beitragsfrei stellen (ruhen lassen) und prüfen, ob ein Anbieterwechsel oder ein Widerruf möglich ist; seriöse Optionen beinhalten immer die Beitragsfreistellung, um Zulagen und Steuervorteile zu erhalten, anstatt sie zu verlieren.
 

Was bleibt vom Rückkaufswert übrig?

Der Rückkaufswert errechnet sich, indem von Ihren eingezahlten Prämien sowie den Zinsen die Abschlusskosten und die Stornokosten der Versicherung abgezogen werden. Am Ende bleibt der Rückkaufswert übrig.

Ist es sinnvoll, eine Riester-Rente zu kündigen?

Eine Riester-Rente zu kündigen, ist meistens nicht sinnvoll, da Sie staatliche Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen, erhebliche finanzielle Verluste erleiden und auf eine lebenslange zusätzliche Rente verzichten. Besser ist oft eine Beitragsfreistellung, bei der Sie die Einzahlungen stoppen, aber den Vertrag ruhen lassen, um Zulagen und Förderungen zu behalten, bis sich Ihre Lebensumstände ändern. Nur in seltenen Fällen kann eine Kündigung nach langer Laufzeit und mit individueller Berechnung (unter Berücksichtigung von Kosten und Steuern) eine Option sein, aber immer mit Verlusten verbunden.
 

Kann man sich die Riester-Rente auf einmal auszahlen lassen?

Nein, eine vollständige Einmal-Auszahlung der Riester-Rente ist normalerweise nicht möglich, da sie als lebenslange Rente gedacht ist; Sie können sich aber zu Rentenbeginn bis zu 30 % des Kapitals auf einmal auszahlen lassen, der Rest wird verrentet, oder Sie erhalten bei sehr geringen Guthaben (Kleinbetragsrente) die gesamte Summe auf einmal, was voll versteuert wird. Nur bei Wohn-Riester können Sie vor Rentenbeginn ohne Nachteile auf das Guthaben zugreifen, um z. B. eine Immobilie zu finanzieren. 

Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?

Besser ist, was zu Ihrer individuellen Situation passt: Die monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit, ideal bei weniger Rücklagen. Die Kapitalauszahlung bietet Flexibilität, ermöglicht größere Anschaffungen (Immobilie, Kredit) und kann bei früherem Tod vorteilhaft für Erben sein, birgt aber das Risiko, das Geld selbst zu verbrauchen, bevor man stirbt, und hat oft eine andere Besteuerung.
 

Was bleibt von der Riester-Rente übrig?

Von der Riester-Rente bleibt am Ende eine lebenslange Rente übrig, von der Sie sich zu Beginn 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen können, aber der Rest wird besteuert. Die Auszahlungen werden nachgelagert besteuert, also im Alter versteuert, aber Sie müssen die staatlichen Zulagen zurückzahlen, wenn Sie vorzeitig kündigen oder das Kapital vor Rentenbeginn entnehmen (außer bei bestimmten Wohnzwecken). Bei einer Kündigung geht ein erheblicher Teil verloren, da Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, der sogenannte Rückkaufswert ist deutlich niedriger als das gesamte Guthaben. 

Wie viel muss ich in die Rente einzahlen, um 1000 € mehr zu bekommen?

Ranking 2025 50 Aktien fürs Leben – Dividenden-Champions für die langfristige Geldanlage. Damit Kai sich im Ruhestand monatlich 1000 Euro Zusatzrente auszahlen kann, muss er die 8000 Euro aus der Steuerrückzahlung einmalig anlegen und zusätzlich monatlich eine Sparrate einzahlen. Um bis zu seinem 67.

Was passiert mit meiner Riester-Rente, wenn ich vor Rentenbeginn stirbe?

Stirbt man bei der Riester-Rente in der Ansparphase, geht das Guthaben an die Erben, aber die staatlichen Zulagen und Steuervorteile müssen meist zurückgezahlt werden, außer bei einer förderunschädlichen Übertragung auf den Ehe- oder Lebenspartner in dessen eigenen Riester-Vertrag (der auch neu abgeschlossen werden kann). Kinder können unter bestimmten Voraussetzungen (als Waisenrente) die Förderung behalten. Werden keine Vorkehrungen getroffen, geht das Guthaben an andere Erben oder es verfällt ggf. an die Gemeinschaft.
 

Wie lässt man sich am besten die Riester-Rente auszahlen?

Eine Riester-Rente vor Rentenbeginn ausgezahlt zu bekommen, ist eigentlich nur durch Kündigung möglich. Wird die Riester-Rente gekündigt, müssen jedoch staatliche Zulagen und Förderungen zurückgezahlt werden. Beides zieht der Anbieter automatisch ab und zahlt den verbleibenden Rest aus.

Was passiert mit Riester, wenn ich sterbe?

Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an die Erben, wobei es entscheidend ist, wer erbt: Der Ehepartner kann das Guthaben steuerbegünstigt in einen eigenen Vertrag übernehmen (Zulagen bleiben erhalten), kindergeldberechtigte Kinder können es als Waisenrente erhalten (mit Zulagen), während andere Erben meist die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen, da diese an die förderberechtigte Person gebunden sind. Bei Rentenbeginn sichert eine vereinbarte Rentengarantiezeit dem Ehepartner die Rentenzahlung für einen bestimmten Zeitraum. 

Warum muss ich die Auszahlungen meiner Riester-Rente versteuern?

Die Rentenzahlungen aus der Riester-Rente unterliegen der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass die Beiträge in der Ansparphase steuerlich gefördert werden, aber in der Auszahlphase versteuert werden. Die Auszahlungen der Riester-Rente werden mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

Wie berechne ich die Auszahlung meiner Riester-Rente?

Die Berechnung der Riester-Auszahlung hängt von Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Kosten ab und erfolgt meist über Online-Rechner, die Ihre Daten (Einkommen, Kinder) verwenden, um das angesparte Kapital zu schätzen und daraus eine monatliche Rente oder eine teilweise Einmalzahlung zu ermitteln, wobei die Rentenhöhe mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wird. Sie erhalten meist eine lebenslange Rente, können sich aber bis zu 30 % des Kapitals einmalig auszahlen lassen und versteuern dann 30 % der Gesamtsumme (bei Einmalzahlung) oder einen Teil der monatlichen Rente (Renteneintritt: ca. 83,5 % des Betrags). 

Wird die Auszahlung einer Rentenversicherung dem Finanzamt gemeldet?

Auszahlung: Steuererklärung

Ihre ausgezahlte private Rente wird an die Finanzverwaltung übermittelt. Es ist nicht notwendig, den ausgezahlten Betrag in der Steuererklärung anzugeben, Sie können Ihn aber in Anlage R unter Leibrente in Zeile 13 und 14 eintragen.

Was mache ich mit meiner Riester-Rente?

Mit Ihrer Riester-Rente können Sie entweder weiter einzahlen und die Förderung nutzen, den Vertrag ruhen lassen, wechseln oder kündigen (mit Verlusten), oder in der Auszahlphase wählen zwischen lebenslanger Rente oder einer Teil-Einmalzahlung (max. 30%), wobei das Restkapital als Rente fließt; Wohn-Riester erlaubt auch die Nutzung für Immobilien (Kauf, Bau, Sanierung). Prüfen Sie jährlich Ihre Jahresbescheinigung und passen Sie ggf. den Zulagenantrag an, da die Beiträge steuerlich absetzbar sind, die Auszahlungen aber besteuert werden.