Was bedeutet GMP ausgeschrieben?
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GMP steht ausgeschrieben für Good Manufacturing Practice, was auf Deutsch Gute Herstellungspraxis bedeutet und ein Qualitätssicherungssystem für die Produktion von Arzneimitteln, Lebensmitteln, Kosmetika und Wirkstoffen ist, um deren Sicherheit und gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten. Es stellt sicher, dass Produkte konsistent nach festgelegten Standards hergestellt, geprüft und verpackt werden.
Was bedeutet GMP genau?
Unter GMP (aus dem Englischen „Good Manufacturing Practice“ = Gute Herstellungspraxis) versteht man den Teil der Qualitätssicherung, welcher gleichbleibende Qualitätsstandards bei der Produktion und Prüfung von Arzneimitteln oder Wirkstoffen sicherstellt.
Was ist ein Beispiel für GMP?
Der Prozess steht im Mittelpunkt der Guten Herstellungspraxis (GMP) und umfasst die Desinfektion von Geräten, Anlagen, Utensilien und Lagerräumen, um Kontaminationen zu vermeiden und die gewünschte Produktqualität zu erreichen. Ein Beispiel hierfür sind die Guten Herstellungspraktiken in der Lebensmittelindustrie, insbesondere die Desinfektionsprozesse zur Gewährleistung der Sicherheit aller Verbrauchsmaterialien .
Was bedeutet GMP?
GMP ("Good Manufacturing Practice") steht für die Gute Herstellungspraxis für Arzneimittel. GMP schützt Patientinnen und Patienten. GMP stellt sicher, dass alle Arzneimittel in kompromisslos hoher Qualität erhalten.
Was sind die 10 goldenen Regeln der GMP?
Dazu gehören: 1) die ordnungsgemäße Planung der Anlagen, 2) die Validierung der Prozesse durch Tests, 3) die Erstellung und Einhaltung detaillierter Verfahrensanweisungen, 4) die klare Definition der Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter, 5) die sorgfältige Dokumentation, 6) die Schulung der Mitarbeiter, 7) die Einhaltung der Hygienevorschriften, 8) die regelmäßige Wartung der Anlagen und Geräte, 9) die Umsetzung von Qualitätsmaßnahmen ...
GMP: Was bedeutet Good Manufacturing Practice?
Welche GMP-Richtlinien gibt es?
Die 12 grundlegenden GMP Richtlinien
- Qualitätsmanagement. ...
- Sauberkeit und Hygiene. ...
- Gebäude und Einrichtungen/Räumlichkeiten. ...
- Ausrüstung. ...
- Rohmaterialien. ...
- Personal. ...
- Validierung und Qualifizierung. ...
- Beschwerden.
Ist GMP verpflichtend?
GMP leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit von Patientinnen und Patienten, indem sie die Qualität und Sicherheit der Arzneimittelherstellung gewährleistet. Alle Unternehmen, die Arzneimittel herstellen, prüfen, lagern und in den Verkehr bringen, sind verpflichtet, die GMP-Regularien einzuhalten.
Wer legt GMP fest?
Für die Erstellung von GMP-Richtlinien in Form von Gesetzen, Verordnungen oder Leitfäden sind Regierungen, Ministerien sowie internationale Organisationen zuständig. Vorreiter ist die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA), die Regularien im Code of Federal Regulations Title 21 Part 22 aufführt.
Welche Dokumente sind GMP-gerecht?
Eine GMP-gerechte Dokumentation ist die umfassende, schriftliche Aufzeichnung aller Aktivitäten in der pharmazeutischen Produktion, um Qualität, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, basierend auf dem Grundsatz „Was nicht dokumentiert ist, ist nicht gemacht“ und dem ALCOA+-Prinzip (Attributable, Legible, Contemporaneous, Original, Accurate + Complete), das Transparenz und Integrität sicherstellt, von SOPs (Standard Operating Procedures) bis hin zu Chargenprotokollen. Sie muss aktuell, verfügbar und von qualifiziertem Personal freigegeben sein, wobei auch digitale Systeme klare Regeln für Datenintegrität und Archivierung erfordern.
Wer hat GMP erfunden?
Im Jahre 1978 wurde schließlich der FDA cGMP Guide im Federal Register publiziert. Damit hatte die FDA die weltweit ersten gesetzlich verankerten GMP-Regularien geschaffen. Diese ermöglichten eine Überwachung der Herstellungsprozesse der Pharmaunternehmen durch eine Kontrollbehörde (FDA).
Was ist ein GMP-Vertrag?
Der Garantierte Maximalpreis (GMP) ist ein Bauvertragsmodell. Es baut auf dem Pauschalvertragsmodell auf. Wie bei diesem wird das vom Generalunternehmer zu erbringende Leistungssoll vereinbart. Der vom Bauherrn für das gesamte Projekt zu bezahlende Preis ist hingegen kein Festpreis, sondern ein Höchstpreis.
Was ist ein GMP-Projekt?
GMP steht dabei für „Good Manufacturing Practice“, (dt. „Gute Herstellungspraxis“) und beinhaltet Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen.
Was ist eine GMP+-Prüfung?
Eine GMP+-Prüfung ist ein Examen bei dem ermittelt wird, ob GMP+-Auditor(inn)en über die erforderlichen Kenntnisse zur Durchführung eines Audits verfügen. Zertifizierungsstellen, die (noch) nicht von GMP+ International zugelassen worden sind, können ihre Auditor(inn)en im Nachhinein noch für die GMP+-Prüfung anmelden.
Was ist GMP?
GMP bedeutet "Good Manufacturing Practice" (Gute Herstellungspraxis) und ist ein umfassendes System von Regeln und Richtlinien, das sicherstellt, dass Produkte, vor allem Arzneimittel, Wirkstoffe, aber auch Lebensmittel, Kosmetika und Medizinprodukte, gleichbleibend nach hohen Qualitätsstandards hergestellt, geprüft und gelagert werden, um die Sicherheit für Patienten und Verbraucher zu gewährleisten. Es deckt alle Aspekte der Produktion ab, von der Ausrüstung über das Personal bis hin zu den Prozessen, um Verunreinigungen und Fehler zu vermeiden.
Was kostet ein GMP-Zertifikat?
Die Kosten für ein GMP-Zertifikat variieren stark, von einigen hundert Euro für reine Online-Schulungen und Prüfungen (z.B. ~300 € für eine Internetprüfung) bis zu mehreren Tausend Euro oder sogar 10.000–100.000 USD für die eigentliche Zertifizierung einer pharmazeutischen Einrichtung, die Audits, Standortgröße und Produktmenge berücksichtigt. Speziell für die Futtermittelindustrie (GMP+) gibt es Grundgebühren (ca. 1.700 €) plus Gebühren pro Anwendungsbereich (ca. 1.000–1.200 €), während für Trainings (TÜV, Universität) oft um die 900–1000 € für zwei Tage anfallen.
Welche grundlegenden Ziele verfolgen alle GMP-Gesetz?
Unabhängig von den zuvor genannten Faktoren und der Branche verfolgt das GMP-Konzept stets drei Kernziele:
- Kontaminationen vermeiden.
- Reproduzierbare Produktqualität.
- Rückverfolgbarkeit.
Was heißt GMP auf Deutsch?
GMP steht auf Deutsch für "Gute Herstellungspraxis" (Good Manufacturing Practice) und ist ein umfassendes Regelwerk für die Produktion von hochwertigen Produkten wie Arzneimitteln, Lebensmitteln und Kosmetika, um eine gleichbleibend hohe Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. Es umfasst strenge Anforderungen an Räumlichkeiten, Ausrüstung, Personal, Dokumentation und Kontrollen während des gesamten Herstellungsprozesses.
Was ist ein Beispiel für eine Dokumentation?
Dokumente in diesem Sinne können Fachbücher, Zeitschriftenartikel oder sonstige Druckschriften sein, aber auch Archivalien, Bilder, Filme, Tonaufzeichnungen und Ähnliches. Auch wissenschaftlich erhobene Daten können im Sinne einer Dokumentation behandelt werden.
Was sind die GMP-Regeln?
GMP-Richtlinien (Good Manufacturing Practice) sind ein umfassendes System zur Qualitätssicherung, das sicherstellt, dass Produkte wie Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetika und Wirkstoffe konsequent nach festgelegten Qualitätsstandards produziert und kontrolliert werden, um Risiken wie Kontaminationen und Fehlproduktionen zu vermeiden und die Sicherheit für Verbraucher zu gewährleisten. Sie umfassen strenge Vorgaben für Personal, Räumlichkeiten, Ausrüstung, Dokumentation, Hygiene, Validierung von Prozessen und Qualitätsmanagement, mit dem Ziel, durch lückenlose Rückverfolgbarkeit und Risikominimierung die Produktqualität zu sichern.
Wie lange ist ein GMP-Zertifikat gültig?
Wie lange ist eine GMP-Zertifizierung gültig? Eine GMP-Zertifizierung ist in der Regel drei Jahre lang gültig.
Was wird bei einer GMP-Untersuchung gemacht?
Die ärztliche GMP-Untersuchung (zur Produktions- und Reinraumtauglichkeit) soll im Rahmen der Qualitätssicherung gewährleisten, dass Produkte (Human- und Tierarzneimittel, pharmazeutische Wirkstoffe, Medizinprodukte sowie Lebens- und Futtermittel) gleichbleibend nach Qualitätsstandards produziert werden.
Wie bekomme ich ein GMP-Zertifikat?
Um ein GMP-Zertifikat zu beantragen, müssen Sie zunächst ein robustes Qualitätsmanagementsystem (QMS) gemäß den EU-GMP-Richtlinien implementieren, sich dann an eine zuständige Aufsichtsbehörde (für Pharma) oder eine anerkannte Zertifizierungsstelle (z.B. für Lebensmittel/Futtermittel wie GMP+), wenden, einen Antrag stellen, eine Inspektion durchführen lassen, um die Konformität zu prüfen, und nach erfolgreichem Audit erhalten Sie die Bescheinigung. Der Prozess beinhaltet Dokumentation, Schulungen, Audits und kontinuierliche Verbesserung, wobei die spezifischen Formulare und Ansprechpartner je nach Branche variieren.
Wer überwacht die GMP?
In Deutschland werden solche Inspektionen durch Überwachungsbeamtinnen und -beamte der Länder durchgeführt, erforderlichenfalls auch unter Beteiligung von Assessorinnen und Assessoren der Zulassungsbehörden.
Warum ist GMP wichtig?
Warum ist GMP wichtig? GMP ist aus mehreren Gründen entscheidend. Es schützt es die Verbraucher, indem es sicherstellt, dass Produkte sicher zu konsumieren sind. Es erhält es die Integrität des Herstellungsprozesses und reduziert das Risiko von Verunreinigungen oder Fehlern.
Wer braucht ein GMP-Zertifikat?
Folgende Einrichtungen benötigen in der Regel ein GMP-Zertifikat: Pharmazeutische Hersteller: Unternehmen, die Arzneimittel und medizinische Produkte herstellen, müssen die GMP-Richtlinien befolgen und in vielen Ländern ein GMP-Zertifikat vorweisen, um ihre Produkte auf den Markt zu bringen.