Was ist beim Hausverkauf am wichtigsten?

Gefragt von: Anni Probst-Benz
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Beim Hausverkauf sind die wichtigsten Faktoren die vollständigen und korrekten Unterlagen (Grundbuchauszug, Energieausweis, Grundrisse, etc.), der korrekte Verkaufspreis (basierend auf einer Wertermittlung) und eine transparente Kommunikation aller Fakten, inklusive Mängel, um Vertrauen bei Käufern zu schaffen und rechtliche Probleme zu vermeiden. Ein professionelles Exposé mit guten Fotos und eine sorgfältige Vorbereitung der Besichtigungen sind ebenfalls entscheidend.

Auf was muss ich achten, wenn ich mein Haus verkaufe?

Ein Haus zu verkaufen erfordert Vorbereitung: Sie benötigen wichtige Unterlagen (Energieausweis, Grundbuchauszug, Pläne), eine realistische Preisgestaltung, ein ansprechendes Exposé (evtl. mit Home Staging), die Organisation von Besichtigungen, die Prüfung der Käufer Bonität, die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags, die Abwicklung von Zahlungen und die Kündigung/Ummeldung von Verträgen sowie die Hausübergabe erst nach vollständiger Zahlung, idealerweise mit Übergabeprotokoll. Denken Sie an Kosten wie Makler, Notar und eventuelle Steuern.
 

Was ist der größte Fehler beim Hausverkauf?

1. Fehler: Ein unüberlegener Anfang. Viele Eigentümer fassen den Entschluss, die eigene Immobilie zu verkaufen. Dabei gehen sie oftmals vollkommen unvorbereitet ans Werk, ohne genau zu wissen, was man für den Verkauf der Immobilie alles benötigt und welche Erledigungen gemacht werden müssen.

Für welche Mängel haftet der Verkäufer?

Der Verkäufer haftet, wenn er Mängel arglistig verschweigt, die ihm zum Verkaufszeitpunkt bereits bekannt waren – oder die Käufer anlügt. Außerdem haftet er, wenn er bekannte Vorschäden grob fahrlässig nicht erwähnt hat.

Was ist Pflicht beim Hausverkauf?

Sie benötigen für den Hausverkauf folgende Unterlagen: Aktueller Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, Grundriss, exakte Wohnflächenberechnung, Kopie der Baukarte, ggf. Grundschuldformular des finanzierenden Kreditinstituts. Alle Unterlagen müssen dem Notar vorgezeigt werden.

Der teuerste Fehler beim Immobilien-Kauf!

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Welche Mängel sollte man beim Hausverkauf nicht verschweigen?

  • Welche Mängel muss ich angeben, welche nicht? In aller Regel werden Sie sich mit dem Käufer beim Hauskauf auf den Ausschluss der Gewährleistung einigen können. ...
  • a. Wasserschäden, Feuchtigkeit, Schimmel. ...
  • b. Risse. ...
  • c. Lärm und Geräusche. ...
  • d. Schädlinge. ...
  • e. Wurzeln. ...
  • f. Altlasten. ...
  • g. Baujahr.

Welches Baujahr braucht keinen Energieausweis?

Für Bestandsgebäude mit einem Baujahr ab 1978, mit einer Sanierung nach der Wärmeschutzverordnung, oder mit mindestens 5 Wohneinheiten, kann ein Verbrauchsausweis erstellt werden, wenn die benötigten Daten vorliegen. Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, benötigen in der Regel keinen Energieausweis.

Welche Mangel muss ich beim Hausverkauf angeben?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, welche Mängel müssen vom Verkäufer beim Verkauf angegeben werden? Als Verkäufer eines Hauses müssen Sie daher grundsätzlich alle Mängel, wie Wasserschäden, Feuchtigkeit, Schimmel, Baujahr, mangelnde Isolierung, Schädlingsbefall und Wurzelgeflechte auf dem Grundstück aufklären.

Wie lange haftet ein Hausverkäufer?

Die Mängelhaftung beim Immobilienverkauf ist zeitlich begrenzt. Laut § 438 verjähren die Käuferansprüche bei Sachmängeln in der Regel 5 Jahre nach Übergabe der Immobilie.

Was ist ein offensichtlicher Mangel beim Hauskauf?

Ein offener Mangel ist ein Fehler oder eine Abweichung bei einem gekauften Produkt oder einer Immobilie, die für den Käufer sofort erkennbar ist, ohne dass eine spezielle Untersuchung nötig wäre, wie z.B. ein großer Riss in der Wand oder ein zerkratzter Lack bei einem Auto. Da diese Mängel offensichtlich sind, muss der Käufer sie unverzüglich nach Entdeckung beim Verkäufer melden; andernfalls kann er seine Gewährleistungsansprüche verlieren, da der Verkäufer argumentieren könnte, der Mangel sei erst später entstanden.
 

Was kann beim Hausverkauf schief gehen?

Typische Probleme beim Hausverkauf: Das kann schiefgehen

  • Sie legen einen falschen Preis fest. ...
  • Sie verschweigen Mängel. ...
  • Sie prüfen nicht die Bonität des Kaufinteressenten. ...
  • Die rechtliche Falle: Geldwäsche bei Barzahlung. ...
  • Vertragsänderungen nicht prüfen. ...
  • Die Schlüsselübergabe als letzte Fußangel.

Was ist beim Hausverkauf am wichtigsten?

Die Antwort auf die Frage „Was verkauft ein Haus?“ liegt in fünf Faktoren: Preis, Zustand, Lage, Marketing und die emotionale Bindung des Käufers . Ihr Ziel ist es, ein überzeugendes, bezugsfertiges Objekt zu bieten, das sich auf dem lokalen Markt sofort abhebt.

Ist der Zustand beim Hausverkauf wichtig?

Verkäufer müssen den Objektzustand realistisch einschätzen, um einen marktgerechten Preis zu erzielen und rechtliche Risiken zu vermeiden. Ein gepflegter Objektzustand kann sich positiv auf den Verkaufspreis auswirken, während eine abbruchreife Immobilie meist nur für Bauträger oder Projektentwickler interessant ist.

Was ist der teuerste Fehler beim Hausverkauf?

Der teuerste Fehler beim Hausverkauf ist oft der falsche oder emotional bedingte Preis, der die Nachfrage vergrault, gefolgt von fehlender Vorbereitung und Dokumentation (z.B. Energieausweis, Grundbuchauszug), was zu Verzögerungen und schlechteren Verhandlungspositionen führt, sowie dem Nicht-Einholen einer professionellen Wertermittlung. Diese Fehler können den Verkaufsprozess unnötig verlängern, den Preis drücken und hohe Kosten verursachen, weil der Markt den Wertverlust eines zu lange inserierten Objekts wahrnimmt. 

Welche Kosten muss der Verkäufer beim Hausverkauf tragen?

Beim Hausverkauf fallen für den Verkäufer Kosten für Makler (oft 50%), die Löschung der Grundschuld, den Energieausweis, die Beschaffung von Unterlagen an, zudem können je nach Situation Renovierungen, ein Wertgutachten, eine Vorfälligkeitsentschädigung und die Spekulationssteuer (bei Verkauf innerhalb von 10 Jahren) anfallen, wobei Notar- und Grundbuchkosten meist der Käufer trägt.
 

Was darf man beim Hausverkauf nicht verschweigen?

Was gilt als Mangel oder Schaden beim Hauskauf?

  • Schimmelbefall.
  • Wasserschaden.
  • Feuchtigkeit im Keller.
  • Hausbockbefall im Dachgeschoss.
  • Altlasten (beispielsweise ein vergrabener Öltank im Garten)
  • Hausschwamm.
  • Verdeckte Risse im Putz oder in der Hauswand.
  • Ungezieferbefall.

Wie kann man sich beim Hausverkauf absichern?

Rechtliche Absicherung beim Kauf einer Immobilie von...

  1. Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags. ...
  2. Prüfung der Eigentumsverhältnisse. ...
  3. Vorkaufsrecht und Sonderrechte Dritter. ...
  4. Gewährleistungsausschluss und Haftung. ...
  5. Finanzierung und Auflassungsvormerkung. ...
  6. Übergabe der Immobilie.

Was sind verschwiegene Mängel beim Hauskauf?

Versteckte Mängel beim Hauskauf sind Mängel, die bei Vertragsabschluss nicht erkennbar waren, wie z.B. Schimmel, Wasserschäden, veraltete Elektrik, Hausschwamm, Asbest oder statische Probleme, die erst später auftreten. Verkäufer haften oft bei arglistigem Verschweigen (sie wussten vom Mangel) oder bei einer übernommenen Beschaffenheitsgarantie, unabhängig vom "gekauft wie gesehen"-Ausschluss im Vertrag. Käufer haben in der Regel einen Gewährleistungsanspruch von zwei Jahren, müssen aber beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf bestand und vom Verkäufer gekannt und verschwiegen wurde. 

Welche Fehler kann man beim Hausverkauf machen?

Häufige Fehler beim Hausverkauf sind ein falscher, oft zu hoher Preis, schlechte Präsentation (unprofessionelle Fotos, unaufgeräumte Räume), fehlende oder unvollständige Unterlagen (Grundbuchauszug, Energieausweis), Verschweigen von Mängeln (Schimmel, Feuchtigkeit), schlechte Verhandlungstaktik, die Unterschätzung des Zeitaufwands und fehlende Objektivität, weil man emotionale Bindungen hat. Um diese Fehler zu vermeiden, sollte man eine realistische Wertermittlung vornehmen, eine professionelle Vermarktung nutzen, alle Dokumente vorbereiten und Mängel offen ansprechen, um spätere rechtliche Probleme und Preisnachlässe zu verhindern. 

Welche 6 Mängelarten gibt es?

Mangelarten

  • Beschaffenheitsmängel. Fehlerhafte Ware. Ware entspricht nicht der Werbeaussage.
  • Montagemängel. Montagefehler. Mangelhafte Montageanleitung.
  • Falschlieferung (Mangel in der Art)
  • Minderlieferung (Mangel in der Menge)

Welche 4 Kaufvertragsstörungen gibt es?

Arten von Kaufvertragsstörungen

  • Lieferverzug – Ware wird nicht rechtzeitig geliefert.
  • Sachmangel – beschädigt, falsch, unvollständig.
  • Zahlungsverzug – der Käufer zahlt nicht pünktlich.
  • Annahmeverzug – der Käufer nimmt Ware nicht an.

Welche Energieklasse muss ein altes Haus haben?

Neubauten sollten mindestens Klasse B oder besser erreichen. Altbauten liegen häufig in den Klassen E bis G – hier lohnt sich meist eine Sanierung. Prüfe immer, ob du durch Modernisierung oder neue Heiztechnik eine bessere Klasse erreichen kannst. Das spart langfristig Energie und Kosten.

Wie viel kostet ein Energieausweis vom Schornsteinfeger?

Die Kosten für einen Energieausweis beim Schornsteinfeger variieren je nach Art (Verbrauchsausweis günstiger, Bedarfsausweis teurer) und Aufwand: Verbrauchsausweise kosten oft 100 bis 150 Euro, Bedarfsausweise 250 bis 500 Euro oder mehr, da sie eine Vor-Ort-Begehung erfordern, wobei online Angebote günstiger sein können, Schornsteinfeger aber oft Paketlösungen (z.B. mit Feuerstättenschau) anbieten. 

Welche Häuser sind vom Energieausweis befreit?

Von der Ausweispflicht befreit sind Baudenkmäler sowie kleine Gebäude mit einer Nutzfläche von bis zu 50 Quadratmetern. Weitere Spezialfälle, für die Sie keinen Ausweis benötigen, werden im Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschrieben.