Was ist besser als Riester-Rente?

Gefragt von: Frau Andrea Bittner B.Eng.
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Bessere Alternativen zur Riester-Rente sind oft die Rürup-Rente (Basisrente) (besonders für Selbstständige und Gutverdiener mit hohen Steuervorteilen), die Betriebliche Altersvorsorge (bAV) (für Angestellte), sowie ETF-Sparpläne und private Rentenversicherungen (für renditeorientierte oder sicherheitsorientierte Sparer, die mehr Flexibilität und niedrigere Kosten wollen). Während Riester durch Zulagen fördert, punkten Alternativen oft mit höheren Renditechancen, weniger Kosten und mehr individueller Freiheit, erfordern aber oft ein höheres Maß an Eigenverantwortung.

Welche Alternativen gibt es zu Riester-Rente?

Alternativen zur Riester-Rente sind die Rürup-Rente (Basisrente) (für Selbstständige, steuerlich absetzbar), die Betriebliche Altersvorsorge (bAV) (Arbeitgeberzuschuss), ETF-Sparpläne (renditeorientiert) und die Private Rentenversicherung (sicherheitsorientiert), wobei eine neue staatlich geförderte Alternative, das Altersvorsorgedepot, mit mehr Renditechancen und weniger Garantien in der Diskussion ist, um die Rentenlücke zu schließen. 

Warum lohnt sich die Riester-Rente nicht?

Die Aussage „Riester-Rente lohnt sich nicht“ ist pauschal falsch, aber die Kritik ist berechtigt: Für viele ist die Riester-Rente wegen hoher Kosten, geringer Renditen (wegen der Garantien) und komplizierter Regeln unattraktiv, vor allem bei Neuverträgen; doch sie kann sich lohnen, wenn man Zulagen und Steuervorteile optimal nutzt (z.B. bei mittleren bis hohen Einkommen und Bedarf an Absicherung). Ob sich Riester lohnt, hängt stark von der individuellen Situation ab, wobei Verbraucherschützer oft zu Alternativen wie betrieblicher Altersvorsorge oder ETFs raten.
 

Welche Rentenversicherung ist besser als Riester?

Rürup kann also eine sinnvolle Alternative zu Riester sein. Die Rürup–Rente richtet sich unter anderem an Personen, die nicht pflichtversichert sind. Also Personen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, aber dürfen. Sie ist demnach nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt.

Wie alt muss man werden, damit Riester sich lohnt?

Ob sich ein Riester-Vertrag lohnt, hängt von Deiner Lebenserwartung ab. Durchschnittlich musst Du rund 78 Jahre alt werden, damit Du mehr herausbekommst, als Du eingezahlt hast. Familien mit Kindern schaffen das oft schon früher, Gutverdiener brauchen meist länger.

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Warum scheiterte die Riester-Rente?

Die Riester-Rente gilt als gescheitert, weil sie zu hohe Kosten und intransparente Verträge hatte, was zu geringen Renditen führte, die oft kaum die Inflation ausglichen und das angelegte Kapital aufzehrten. Zudem machten die komplizierten Regeln, hohe Gebühren und die Zinsgarantie die Produkte unattraktiv, weshalb viele Verträge gekündigt wurden oder nicht die gewünschte Wirkung erzielen. 

Für wen lohnt sich Riester noch?

Riester lohnt sich besonders für Familien mit geringem Einkommen, Alleinerziehende und Geringverdiener, da sie hohe staatliche Zulagen (Grund- und Kinderzulagen) erhalten und der Staat einen Großteil ihrer Beiträge übernimmt, was die Rendite enorm steigrt. Aber auch für Besserverdiener kann Riester durch erhebliche Steuervorteile attraktiv sein. Grundsätzlich profitieren alle, die rentenversicherungspflichtig sind, einschließlich Arbeitslosengeld-Empfänger, die vor der Arbeitslosigkeit eingezahlt haben. 

Was ist die beste private Altersvorsorge?

Die "beste" private Altersvorsorge gibt es nicht pauschal, sie hängt von Ihrer Situation ab: Für Arbeitnehmer mit Kindern ist die Riester-Rente wegen staatlicher Zulagen und Steuervorteilen attraktiv, während Selbstständige die steuerlich geförderte Rürup-Rente (Basis-Rente) nutzen können. Für alle anderen bieten klassische oder fondsgebundene private Rentenversicherungen (oft mit ETFs), die betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder reine ETF-Sparpläne gute Ergänzungen zur gesetzlichen Rente, wobei Anbieter wie EUROPA in Tests gut abschneiden und niedrige Kosten ein wichtiger Faktor sind.
 

Was ist besser, Rürup oder Riester?

Weder Riester noch Rürup sind pauschal besser; es hängt stark von Ihrer persönlichen Situation ab: Riester ist ideal für Familien und Geringverdiener durch Zulagen und Steuervorteile, aber weniger für Besserverdiener. Rürup (Basisrente) ist perfekt für Selbstständige, Freiberufler und Besserverdienende wegen hoher Steuerabsetzbarkeit, hat aber keine Zulagen und ist unflexibel (nur Rente). 

Wie viel sollte man in die Riester-Rente einzahlen?

Um die volle staatliche Förderung der Riester-Rente zu erhalten, müssen Sie mindestens 4 % Ihres rentenversicherungspflichtigen Brutto-Jahreseinkommens aus dem Vorjahr einzahlen, wobei dieser Betrag durch die staatlichen Zulagen (Grundzulage, Kinderzulage) reduziert wird und maximal 2.100 € pro Jahr betragen darf. Der Mindesteigenbeitrag liegt immer bei 60 € im Jahr (5 €/Monat), falls 4 % Ihres Einkommens weniger ergeben würden; weniger als dieser Betrag zahlt sich nicht aus, da sonst die Zulagen gekürzt werden. 

Was spricht gegen die Riester-Rente?

Die Nachteile der Riester-Rente als Altersvorsorge im Überblick: Beitragsgarantie immer schwieriger für Riester-Anbieter. Nachgelagerte Besteuerung der Rente. Eingeschränkte Vererbbarkeit.

Wann wird Riester abgeschafft?

Ab 2027 können allerdings keine Verträge mehr nach altem Riester-Modell abgeschlossen werden.

Soll man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Eine Auszahlung des gesamten angesparten Riester-Kapitals ist zwar möglich, aber mit erheblichen Nachteilen verbunden. Weil die Riester-Rente als lebenslange Rente vorgesehen ist, spricht die Gesetzgebung bei einer Gesamtauszahlung von einer sogenannten schädlichen Verwendung .

Wie viel muss ich für 1000 Euro Rente einzahlen?

Wer 1000 Euro Rente später haben möchte, muss 190.000 Euro ansparen (bei einer angenommen Verzinsung von 4 Prozent). Monatlichen werden Raten von 255 Euro (bei 30-Jährigen) bis 575 Euro (bei 45-Jährigen) fällig.

Warum kein Riester mehr?

Kritikpunkte: Niedrige Zinsen, hohe Kosten und komplizierte Vertragsbedingungen machen die Riester-Rente für viele unattraktiv. Die Rendite ist oft gering. Alternativen: ETFs, Fonds oder andere flexible Anlageformen bieten oft höhere Renditen und geringere Kosten als die Riester-Rente.

Was ist das beste Rentensystem?

Das beste Rentensystem der Welt gilt aktuell als das der Niederlande, gefolgt von Ländern wie Island, Dänemark und Singapur, da sie eine starke Kombination aus staatlicher Grundsicherung (1. Säule), obligatorischer betrieblicher Altersvorsorge (2. Säule) und privater Vorsorge (3. Säule) bieten, die zu höheren Renten und geringerer Altersarmut führt, während Deutschland eher im Mittelfeld liegt, wie das Handelsblatthttps://www.handelsblatt.com/vergleich/private-rentenversicherungen/ berichtet. 

Was sind die Nachteile einer Rürup-Rente?

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem Vertrag für eine Rürup Rente verstecken sich meist hohe Abschlusskosten.
  • Rürup-Verträge sind nicht kündbar. Sie können lediglich beitragsfrei gestellt werden. ...
  • Es besteht kein sogenanntes Kapitalwahlrecht. ...
  • Viele Rürup-Verträge können widerrufen werden.

Was sind die Nachteile einer privaten Rentenversicherung?

Nachteile der privaten Rentenversicherung sind oft hohe Kosten (Abschluss-, Vertriebs-, Verwaltungskosten), die die Rendite schmälern, die starke Kostenbelastung in den ersten Jahren, geringe Flexibilität (eingeschränkter Zugriff auf das Kapital vor Rentenbeginn), die langfristige Bindung und das Risiko von Renditeverlusten bei vorzeitiger Kündigung oder zu konservativem Umschichten, sowie die Besteuerung der Erträge in der Auszahlungsphase, da Beiträge meist nicht steuerlich absetzbar sind. 

Ist die Riester-Rente ein Flop?

Weil sich die Riester-Rente als Flop erwiesen hat, soll es neue staatlich geförderte Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge geben. Vorgesehen sind Varianten mit unterschiedlichen Garantiestufen und damit auch mit unterschiedlichen Renditechancen.

Welche Altersvorsorge lohnt sich wirklich?

Eine sinnvolle Altersvorsorge kombiniert die staatliche Rente mit betrieblicher Altersvorsorge (bAV) und privaten Optionen wie ETF-Sparplänen für breite Streuung und hohe Renditen, Riester-Rente für Familien mit Kindern, Rürup-Rente (Basisrente) für Gutverdiener/Selbstständige, ** fondsgebundenen Rentenversicherungen** oder Immobilien, um die Rentenlücke zu schließen – wichtig ist, früh anzufangen und eine zu den eigenen Lebensumständen passende Strategie zu wählen.
 

Was besagt die 4%-Regel bei Renten?

Traditionell wird oft die 4%-Regel empfohlen – man sollte jährlich nicht mehr als 4 % seines gesamten Rentenvermögens abheben .

Wie viel Rente pro 10.000 Euro?

Berechnung der monatlichen Rente

Der Rentenfaktor gibt in der Regel an, wie hoch die vom Versicherer gezahlte monatliche Rente je 10.000 Euro Fondsguthaben ist. Zum Beispiel erhältst du bei einem Rentenfaktor von 25 eine monatliche Rente von 25 Euro je 10.000 Euro Fondsguthaben.

Welche Nachteile hat die Riester-Rente?

Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind hohe Kosten, geringe Rendite aufgrund dieser Kosten und Inflation, geringe Flexibilität (Kapitalbindung bis zur Rente) sowie die nachgelagerte Besteuerung im Alter, die oft die staatlichen Zulagen schmälert, wobei Verträge kompliziert und die Kündigung verlustreich sein kann. Viele Kritiker sehen sie als ineffizient und nicht mehr lohnenswert an, besonders im Vergleich zu Alternativen wie ETFs. 

Was ändert sich 2025 bei der Riester-Rente?

Bei Einführung der Riester-Rente lag der gesetzliche Garantiezins, der generell für die gesamte Dauer eines Vertrags gilt, noch bei 3,25 Prozent. Nach jahrelangem Sinkflug bis auf 0,25 Prozent wurde er zu Jahresbeginn 2025 auf 1 Prozent angehoben.

Sind die letzten 5 Jahre für die Rente wichtig?

Nein, die letzten 5 Jahre vor der Rente sind mathematisch nicht entscheidender als andere Jahre, da jedes Beitragsjahr gleich gewertet wird. Allerdings sind sie praktisch sehr wichtig, weil dort oft das höchste Einkommen erzielt wird, wodurch Rentenpunkte maximiert werden, und weil man hier noch die Möglichkeit hat, Lücken zu schließen, Steuern zu optimieren und die finanzielle Planung für den Ruhestand anzupassen.