Was ist der Ausgabeaufschlag bei Fonds?

Gefragt von: Claudio Bär
sternezahl: 5/5 (14 sternebewertungen)

Der Ausgabeaufschlag Ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. Sie wird üblicherweise als Prozentsatz auf der Basis des Rücknahmepreises angegeben. Die Höhe des Ausgabeaufschlags ist unterschiedlich und wird von der Kapitalanlagegesellschaft festgesetzt.

Wie oft zahlt man den Ausgabeaufschlag?

Wie oft zahlt man den Ausgabeaufschlag? Den Ausgabeaufschlag bezahlt man einmal, beim Kauf von Fondsanteilen. Es gibt außerdem noch den Rückgabeaufschlag, eine Extragebühr, die bei der Rückgabe von Fondsanteilen an die Fondsgesellschaft fällig werden kann.

Wann muss man den Ausgabeaufschlag bezahlen?

Der Aufschlag fällt sofort beim Fondskauf an. Das gilt auch, wenn Sie Geld mithilfe eines Fondssparplans anlegen: In diesem Fall kaufen Sie regelmäßig für einen kleinen Betrag einen Anteil an einem Investmentfonds – und bei jedem Kauf wird der Ausgabeaufschlag fällig.

Was ist ein guter Ausgabeaufschlag?

Die meisten Banken, Hausbanken, Anlageberater und Fondsgesellschaften berechnen dem Fondskäufer eine Gebühr, die Ausgabeaufschlag genannt wird. Sie beträgt in der Regel 3 bis 5 % vom Nennwert eines Fonds. Beträgt der Nennwert eines Fonds also 100 €, muss der Anleger 105 € zahlen, um ihn zu erwerben.

Wer bekommt den Ausgabeaufschlag bei Fonds?

Der Ausgabeaufschlag, auch als Agio bekannt, ist eine einmalige Gebühr, die Banken, Fondsgesellschaften oder Vermittler:innen dafür erhalten, dass sie dir einen Anteil an Fonds verkaufen. Die Höhe des Ausgabeaufschlags legt die Fondsgesellschaft fest. Er wird in der Regel als prozentualer Wert angegeben.

Ausgabeaufschlag - einfach erklärt | Gebühren und Kosten bei Fonds

18 verwandte Fragen gefunden

Kann ich beim fondssparen mein Geld verlieren?

5. Sind Verluste bei Fondssparplänen möglich? Beim Fondssparen wird das Geld in Aktien, Zinsanlagen oder Immobilien angelegt. Da die entsprechenden Märkte schwanken und nicht immer nach oben gehen, sind bei Fondssparplänen Verluste möglich.

Warum zahlt man Ausgabeaufschlag?

Was bedeutet Ausgabeaufschlag? Beim Ausgabeaufschlag (auch Agio genannt) handelt es sich um die Differenz zwischen dem Ausgabepreis beim Erwerb eines Fonds und dem Rücknahmepreis (Anteilswert). Der Ausgabeaufschlag dient der Deckung der Vertriebs- und Beratungskosten und wird je Fonds in unterschiedlicher Höhe erhoben.

Ist der Ausgabeaufschlag steuerlich absetzbar?

Selbst der Ausgabeaufschlag beim Kauf von Investmentfonds oder das Telefonat für den Börsenauftrag ist künftig weiterhin absetzbar. Damit mindern diese Kosten steuerlich realisierte Gewinne und erhöhen angefallene Verluste.

Welche Kosten fallen beim Kauf von Fonds an?

Es gibt es zahlreiche unterschiedliche Kostenarten bei Investmentfonds, die wir Ihnen nachfolgend erläutern.
  • Ausgabeaufschlag. Einmalige Gebühr beim Fondskauf aufgrund einer Beratung. ...
  • Verwaltungsvergütung. ...
  • Depotbankvergütung. ...
  • Performance-Fee. ...
  • Total-Expense-Ratio (TER) ...
  • All-In-Fee. ...
  • Transaktionskosten. ...
  • Depotführungsentgelt.

Kann man den Ausgabeaufschlag verhandeln?

Wer Gebühren und Ausgabeaufschläge bei aktiven Fonds scheut, kann sich ETF kaufen - oder aber mit den Banken verhandeln.

Wie viel kostet ein Depot?

Depotgebühren sind Nebenkosten, die viele Banken Ihnen für die Bereitstellung, Führung und Verwaltung Ihres Wertpapierdepots in Rechnung stellen. Wie hoch die Depotgebühren sind, entscheidet wesentlich über Sinn und Erfolg Ihres Aktiendepots.

Hat ein ETF Ausgabeaufschlag?

ETFs (Exchange Traded Funds) sind breit gestreute Aktienfonds, die als besonders "kostengünstig" gelten, weil es sie meist ohne Ausgabeaufschlag gibt.

Wie berechnet man den Ausgabeaufschlag Fonds?

Bei dieser Methode wird der Ausgabeaufschlag auf Basis des Ausgabepreises berechnet. Beispiel: Zahlen Sie bei einem Agio von 5,00 % 100 € ein, dann erhalten Sie Fondsanteile im Wert von nur 95 €. Die 5,00 % Agio werden auf die 100 € erhoben und nicht auf den tatsächlichen Anteilswert wie bei der Nettomethode.

Welche Kosten deckt der Ausgabeaufschlag?

Der Ausgabeaufschlag variiert je nach Fondsart und Vertriebsweg und soll üblicherweise die Beratungs- und Vertriebskosten abdecken. Dieser Betrag verbleibt nicht bei der Fondsgesellschaft, sondern wird an die vertreibende Bank als Zuwendung gezahlt.

Wie hoch ist der Ausgabeaufschlag?

Die Höhe des Aufschlags ist von Fonds zu Fonds unterschiedlich. Bei Rentenfonds beträgt er im Durchschnitt 3 Prozent und bei Aktienfonds 5 Prozent. Der Ausgabeaufschlag fällt meist einmalig beim Kauf von Fondsanteilen an.

Ist fondssparen steuerlich absetzbar?

Die Beiträge zur fondsgebundenen Rentenversicherung sind somit nicht steuerlich absetzbar. Anders verhält es sich bei Beiträgen zur fondsgebundenen Riester- oder Rürup-Rente. Diese können in der Steuererklärung angesetzt werden.

Sind ETF steuerlich absetzbar?

Bei der Altersvorsorge können Sie mit einem ETF-Sparplan auch noch in erheblichem Maße Steuern sparen: Mit einem staatlich geförderten ETF-Sparplan können Sie jedes Jahr fünfstellige Beträge von der Steuer absetzen, und in der Ansparphase sind die Kapitalerträge steuerfrei.

Sind Aktien nach einem Jahr steuerfrei?

Leider gibt es keine Regelung, die eine Steuerbefreiung aufgrund der Haltedauer von Aktien vorsieht. Die Steuerfreiheit nach 1 Jahr war zwar bis Ende des Jahres 2008 geltendes Recht, seit 01.01.2009 gilt jedoch die allgemeine Besteuerung durch die Abgeltungssteuer.

Welche Fonds bei Inflation?

Aktienfonds. Breit gestreute, weltweit anlegende Aktienfonds sind wegen ihrer hohen Renditechancen eines der besten Mittel gegen Inflation. Zwar haben sie ein relativ hohes Risiko, doch bei einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren ist das überschaubar. Anders als Immobilien sind sie auch für kleines Geld zu haben.

Welche Fonds sind die sichersten?

Der sozusagen „sicherste“ Geldmarktfonds ist der Orsay Euribor Plusmit einer Sharpe Ratio von 0,47 und einer jährlichen Rendite von 2,74 Prozent. Dahinter folgt der Fonds mit der höchsten absoluten Rendite der letzten fünf Jahre (nämlich 2,92 Prozent) der ESPA Cash Euro-Plus von Herbert Steindorfer.

Warum sollte man in Fonds investieren?

Ein Investment in Fonds ist sinnvoll, wenn Sie einen langfristigen Vermögensaufbau anstreben und dabei keine hohen Risiken eingehen möchten. Fonds sind diversifiziert und bieten daher eine höhere Risikostreuung als Einzelanlagen.

Warum sollte man langfristig investieren?

Langfristige Investitionen können höhere Erträge einbringen

Denn Jahresrenditen an der Börse können sehr stark schwanken. Es gibt Jahre, in denen hohe Verluste entstehen und Jahre, die hohe Gewinne bescheren. Bei langer Anlagedauer sinkt jedoch das Risiko, negative Renditen zu erzielen.

Welche Kosten entstehen bei Aktienfonds?

Bei einem durchschnittlichen Aktienfonds fallen jährlich Kosten von 0,5% bis 3% des Depotgesamtwertes an.