Was ist der Unterschied zwischen Flexirente und Teilrente?

Gefragt von: Frau Nora Lutz
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Die Flexirente ist das übergeordnete Gesetz (Flexirentengesetz), das den Übergang in den Ruhestand flexibler macht, während die Teilrente eine der konkreten Möglichkeiten innerhalb dieses Gesetzes ist, nämlich die flexible Wahl eines Rentenanteils (10-99,99%) anstelle der Vollrente, kombiniert mit Weiterarbeit und Hinzuverdienst, wobei die strengen Zuverdienstgrenzen für Altersrenten seit 2023 sogar komplett entfallen sind, was die Kombination von Arbeit und Rente noch einfacher macht.

Sind Teilrente und Flexirente das Gleiche?

Was ist die Flexi-Rente ? Mit der Flexi-Rente konnten Teilrente und Hinzuverdienst ab 2017 flexibler und einfacher als vorher miteinander kombiniert werden. Dies sollte das längere und flexiblere Weiterarbeiten fördern. Seit 2023 sind die Hinzuverdienstgrenzen für Altersrenten entfallen.

Für wen lohnt sich die Flexirente?

Die Flexirente lohnt sich für Menschen, die früher in Rente gehen wollen, aber Abschläge vermeiden oder ausgleichen möchten, sowie für diejenigen, die nach Renteneintritt weiterarbeiten wollen, um ihr Einkommen aufzubessern oder aktiv zu bleiben, besonders für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) mit abschlagsfreier Rente, die dann eine "doppelte" Einkommensquelle haben. Auch wer Abschläge durch freiwillige Beiträge kompensieren will oder eine Teilrente bezieht, profitiert, da es die individuelle Situation flexibel anpasst. 

Was ist der Nachteil einer Teilrente?

Der Hauptnachteil der Teilrente liegt oft in der möglichen negativen Auswirkung auf die Betriebsrente, die erst mit der Vollrente ausgezahlt wird, sowie darin, dass sie als Einkommen auf einkommensabhängige Sozialleistungen (wie Bürgergeld) angerechnet wird, wodurch der Anspruch entfallen kann; auch muss man höhere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, da man nicht ermäßigt ist, wenn man weiterarbeitet und eine Teilrente bezieht. 

Wie wirkt sich eine Teilrente auf die Altersrente aus?

Altersrenten können als Vollrente oder als Teilrente gezahlt werden ( § 42 SGB VI ). Der Anteil der Teilrente kann bei den Altersrenten beliebig gewählt werden, solange er mindestens 10 Prozent oder höchstens 99,99 Prozent der Vollrente beträgt. Mit der Teilrente soll der Übergang in den Ruhestand erleichtert werden.

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Wie hoch ist die Auszahlung bei einer Teilrente?

Sie können sich auch nur einen Teil davon auszahlen lassen - daher kommt der Name Teilrente. Der Auszahlbetrag muss dabei zwischen 10 und 99,99 Prozent der vollen Rentenhöhe betragen. Innerhalb der so definierten Grenzen haben Teilrentner die freie Wahl, wie viel Ihnen die Rentenkasse monatlich überweisen soll.

Kann ich mir einen Teil meiner Rente auszahlen lassen?

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Sie können Ihr gesamtes Rentenvermögen sofort auszahlen lassen, unabhängig von dessen Höhe . Auch kleinere Beträge können Sie jederzeit abheben. 25 % Ihres gesamten Rentenvermögens sind steuerfrei.

Wie viel Abzüge gibt es bei Teilrente?

Bei einer Teilrente werden Abschläge (0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze) nur auf den bereits bezogenen Teil der Rente berechnet; der Rest wird später oft mit weniger oder keinen Abschlägen gezahlt, da man weiterhin Beiträge einzahlt und die Rente neu berechnet wird, aber die ersten Abschläge bleiben lebenslang bestehen, sodass die Teilrente sich lohnt, wenn man dadurch einen höheren Steuerfreibetrag sichert, was eine individuelle Rechnung erfordert. Die genaue Höhe der Abschläge hängt vom Zeitpunkt des Rentenbeginns ab, aber sie werden immer auf das Regelalter hochgerechnet, wobei die Rente mit 63 (besonders langjährig Versicherte) abschlagsfrei sein kann, wenn man den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst. 

Kann ich mit 63 Jahren mit der Flexirente in Rente gehen?

Die Flexirente mit 63 ermöglicht einen flexiblen Übergang in die Rente, oft mit 35 Versicherungsjahren (inkl. Schul-/Studienzeiten) ab 63 Jahren möglich, allerdings meist mit Abschlägen (0,3 % pro Monat, max. 14,4 %), es sei denn, man erfüllt die Bedingungen für die abschlagsfreie "Rente mit 63" (spezielle Jahrgänge, 45 Beitragsjahre) oder für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre, dann abschlagsfrei ab 64 J. 8 M. oder später). Seit 2023 können Frührentner unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird, was die Flexibilität erhöht, so die Deutsche Rentenversicherung. 

Was muss ich bei Teilrente beachten?

Bei der Teilrente wird – im Unterschied zur Vollrente – die gesetzliche Altersrente nur teilweise in Anspruch genommen. Die Teilrente muss mindestens 10 % betragen. Sie darf sich neuerdings aber auch auf 99,99 % belaufen - was bei 2.000 € Monatsrente 20 Cent weniger als die Vollrente bedeutet.

Für wen ist die Flexirente?

Arbeitnehmer, die länger als 35 Jahre in die Deutsche Rentenversicherung einbezahlt haben und älter als 63 Jahren sind (je nach Jahrgang etwas älter), können die Flexirente vorzeitig in Anspruch nehmen. Diese 35 Jahre setzen sich aus Beitragszeiten, Anrechnungszeiten und Ersatzzeiten zusammen.

Kann ich mit 63 Jahren Teilrente beziehen?

Eine Teilrente mit 63 ermöglicht einen flexiblen Übergang in die Rente, indem Sie einen Teil Ihrer Altersrente (10–99,99 %) beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten, um Abschläge zu vermeiden oder zu reduzieren und so den Rentenanspruch zu erhöhen. Sie wird mit dem Rentenantrag gewählt und ist für viele interessant, da sie den Anspruch auf Krankengeld erhält, was bei einer 100%-Rente entfällt. Die Teilrente ist besonders vorteilhaft für langjährig Versicherte, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze (oft 67 Jahre) in den Ruhestand gehen wollen, aber noch nicht die Voraussetzungen für die abschlagsfreie "Rente mit 63" (besonders langjährig Versicherte) erfüllen.
 

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Wann ist Flexirente sinnvoll?

Mit der Regelung zur Flexirente haben ältere Arbeitnehmende die Möglichkeit Sonderzahlungen an die Rentenkasse leisten. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn sie planen früher in Rente zu gehen und ihre Rente aufstocken möchten. Denn, wer früher in Rente geht, muss Rentenabschläge in Kauf nehmen.

Was ist der Teilrenten-Trick?

Der "Teilrenten-Trick", oft als 99,99 % Teilrente bezeichnet, ist eine legale Strategie für pflegende Angehörige, um ihre Rente zu erhöhen, indem sie nur 0,01 % ihrer Vollrente abgeben (z.B. 8 Cent bei 1000 € Rente) und dadurch weiterhin als pflichtversichert in der Rentenversicherung gelten. Dies ermöglicht den Bezug von Rentensteigerungen durch die Pflege (wie z.B. durch die Pflegeversicherungsbeiträge), die bei einer 100%-Vollrente entfallen würden, da man dann versicherungsfrei wäre. Es ist eine gezielte Steuerung der Rentenhöhe, um lebenslange Rentenansprüche zu sichern, da jede Pflegestunde zählt. 

Wie viele Stunden darf ich bei einer Teilrente arbeiten?

Bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung dürfen Sie also weniger als sechs Stunden täglich arbeiten.

Welche Nachteile hat eine Teilrente?

Der Hauptnachteil der Teilrente liegt oft in der möglichen negativen Auswirkung auf die Betriebsrente, die erst mit der Vollrente ausgezahlt wird, sowie darin, dass sie als Einkommen auf einkommensabhängige Sozialleistungen (wie Bürgergeld) angerechnet wird, wodurch der Anspruch entfallen kann; auch muss man höhere Beiträge zur Krankenversicherung zahlen, da man nicht ermäßigt ist, wenn man weiterarbeitet und eine Teilrente bezieht. 

Wann endet die Flexirente?

Es endet in den meistern Fällen frühestens mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze und das auch nur dann, wenn es in Ihrem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag so vereinbart wurde.

Kann man gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen?

Ja, man kann gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen, besonders bei der Altersrente, wo es seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenzen mehr gibt – man darf unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird, was den Übergang in den Ruhestand flexibler macht. Bei Erwerbsminderungsrenten oder Hinterbliebenenrenten gelten jedoch weiterhin spezifische, dynamische Hinzuverdienstgrenzen, deren Überschreitung zu Rentenkürzungen führen kann. Wichtig ist auch, dass auf das zusätzliche Einkommen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen können und eine Steuererklärung oft verpflichtend ist. 

Kann ich mit 63 Jahren eine Flexirente beantragen?

Die Flexirente mit 63 (oder früher) ermöglicht einen flexiblen Übergang in den Ruhestand, oft mit der Möglichkeit, neben der Rente weiterzuarbeiten und Beiträge zu zahlen, die die Rente erhöhen können, wobei frühere Rentenbezüge mit Abschlägen verbunden sind, die durch Nachzahlungen ausgeglichen werden können, aber seit 2023 gibt es keine starre Hinzuverdienstgrenze mehr bei vorgezogenen Altersrenten, was die Kombination mit Arbeit attraktiver macht. Das Flexirentengesetz von 2017 schuf diese Möglichkeiten, insbesondere die stufenweise Rente und die Option, Abschläge auszugleichen. 

Warum Teilrente 99 Prozent?

Mit der 99,99% Teilrente können sie sich den Krankengeldanspruch nach Auslaufen der 6 Wochenentgeltfortzahlung sichern. Bei 1,80 € Rentenverlust im Jahr wegen der 99,99% Teilrente eine gute Sache, wenn man die 180€ weniger Rente bei einer 99% Teilrente vergleicht.

Welche Beispiele gibt es für Flexirente?

Rentenanspruch durch die Flexi-Rente steigern

Für jeden Monat erhalten Sie einen Zuschlag von 0,5 Prozent. Wenn ein Beschäftigter zum Beispiel zwei Jahre länger arbeitet, steigt seine Rente auf gut 1.600 Euro. Wäre er regulär in den Ruhestand gegangen, wären es 1.370 Euro gewesen.

Kann ich mir einen Teil der Rente auszahlen lassen?

Eigentlich sind die Grundlagen der Teilrente nicht kompliziert: Wer eine Altersrente beantragen kann, hat Anspruch auf die Teilrente. Das ist eine Möglichkeit, kein Muss. Anstatt der kompletten Auszahlung können Sie vorerst zwischen zehn und 99,99 Prozent Ihrer Rente beziehen.

Kann ich meine komplette Rente auch auf einmal auszahlen lassen?

Nein, eine Auszahlung der gesetzlichen Rente als einmalige Summe ist grundsätzlich nicht möglich, sie wird monatlich gezahlt; nur bei Nichterfüllung der Wartezeit (z.B. < 5 Jahre Einzahlung) kann man sich die eigenen Beiträge erstatten lassen, aber nicht das gesamte angesparte Kapital. Anders sieht es bei der privaten Rentenversicherung aus: Hier können Sie oft wählen, ob Sie sich das angesparte Kapital einmalig (teilweise oder ganz) oder als monatliche Rente auszahlen lassen, wobei steuerliche Aspekte zu beachten sind. Staatlich geförderte Produkte wie Riester-Rente haben spezielle Regeln (max. 30 % Einmalzahlung). 

Ist es möglich, meine staatliche Rente auszahlen zu lassen?

Bei einer gesetzlichen Rentenversicherung kann eine Beitragserstattung erfolgen, wenn bestimmte Punkte zutreffen: Die Rentenversicherung auszahlen lassen, können sich Beamte oder Mitglieder einer berufsständigen Versorgungseinrichtung. Darunter fallen zum Beispiel Rechtsanwälte und Ärzte.