Was muss ich bei Teilrente beachten?

Gefragt von: Herr Prof. Sebastian Ahrens B.Sc.
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Bei einer Teilrente müssen Sie beachten, dass Sie einen Teil Ihrer Rente frei wählen (10-99,99%), aber immer rentenversicherungspflichtig bleiben und Beiträge zahlen, was die spätere Rente erhöht, aber auch Steuern anfallen und Sie einen Steuerfreibetrag sichern, während Sie flexibel hinzuverdienen können; wichtig ist die individuelle Prüfung (z.B. Betriebsrente, steuerliche Auswirkungen) und der Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung.

Was ist der Nachteil einer Teilrente?

Nachteile einer Teilrente sind vor allem die möglichen Probleme mit der Betriebsrente (oft erst bei Vollrente gezahlt), die Auswirkungen auf andere Sozialleistungen (weniger Anspruch auf z.B. Bürgergeld) und dass man weiterhin volle Sozialversicherungsbeiträge zahlt, während man nur einen Teil der Rente bekommt. Es kann sich aber lohnen, da Abschläge nur auf den bezogenen Teil anfallen und man durch Weiterarbeit neue Rentenpunkte sammelt, was die Verluste oft ausgleicht.
 

Was ist der Teilrenten-Trick?

Der "Teilrenten-Trick", oft als 99,99 % Teilrente bezeichnet, ist eine legale Strategie für pflegende Angehörige, um ihre Rente zu erhöhen, indem sie nur 0,01 % ihrer Vollrente abgeben (z.B. 8 Cent bei 1000 € Rente) und dadurch weiterhin als pflichtversichert in der Rentenversicherung gelten. Dies ermöglicht den Bezug von Rentensteigerungen durch die Pflege (wie z.B. durch die Pflegeversicherungsbeiträge), die bei einer 100%-Vollrente entfallen würden, da man dann versicherungsfrei wäre. Es ist eine gezielte Steuerung der Rentenhöhe, um lebenslange Rentenansprüche zu sichern, da jede Pflegestunde zählt. 

Wie viel Abzüge gibt es bei Teilrente?

Bei einer Teilrente werden Abschläge (0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze) nur auf den bereits bezogenen Teil der Rente berechnet; der Rest wird später oft mit weniger oder keinen Abschlägen gezahlt, da man weiterhin Beiträge einzahlt und die Rente neu berechnet wird, aber die ersten Abschläge bleiben lebenslang bestehen, sodass die Teilrente sich lohnt, wenn man dadurch einen höheren Steuerfreibetrag sichert, was eine individuelle Rechnung erfordert. Die genaue Höhe der Abschläge hängt vom Zeitpunkt des Rentenbeginns ab, aber sie werden immer auf das Regelalter hochgerechnet, wobei die Rente mit 63 (besonders langjährig Versicherte) abschlagsfrei sein kann, wenn man den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst. 

Wie hoch ist die Auszahlung bei einer Teilrente?

Sie können sich auch nur einen Teil davon auszahlen lassen - daher kommt der Name Teilrente. Der Auszahlbetrag muss dabei zwischen 10 und 99,99 Prozent der vollen Rentenhöhe betragen. Innerhalb der so definierten Grenzen haben Teilrentner die freie Wahl, wie viel Ihnen die Rentenkasse monatlich überweisen soll.

99.99 percent partial pension: why should I apply for this?

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Wie wirkt sich Teilrente auf Altersrente aus?

Altersrenten können als Vollrente oder als Teilrente gezahlt werden ( § 42 SGB VI ). Der Anteil der Teilrente kann bei den Altersrenten beliebig gewählt werden, solange er mindestens 10 Prozent oder höchstens 99,99 Prozent der Vollrente beträgt. Mit der Teilrente soll der Übergang in den Ruhestand erleichtert werden.

Kann man sich einen Teil seiner Rente auszahlen lassen?

Eigentlich sind die Grundlagen der Teilrente nicht kompliziert: Wer eine Altersrente beantragen kann, hat Anspruch auf die Teilrente. Das ist eine Möglichkeit, kein Muss. Anstatt der kompletten Auszahlung können Sie vorerst zwischen zehn und 99,99 Prozent Ihrer Rente beziehen.

Wie hoch wird die Teilrente besteuert?

Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte bis 2020. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020 sind es somit 80 Prozent, 2021 sind es 81 Prozent und 2022 82 Prozent, also nur noch 1 Prozentpunkt Steigerung pro Jahr.

Wie hoch ist der Abschlag bei einer Teilrente?

Bei einer Teilrente werden Abschläge (0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze) nur auf den bereits bezogenen Teil der Rente berechnet; der Rest wird später oft mit weniger oder keinen Abschlägen gezahlt, da man weiterhin Beiträge einzahlt und die Rente neu berechnet wird, aber die ersten Abschläge bleiben lebenslang bestehen, sodass die Teilrente sich lohnt, wenn man dadurch einen höheren Steuerfreibetrag sichert, was eine individuelle Rechnung erfordert. Die genaue Höhe der Abschläge hängt vom Zeitpunkt des Rentenbeginns ab, aber sie werden immer auf das Regelalter hochgerechnet, wobei die Rente mit 63 (besonders langjährig Versicherte) abschlagsfrei sein kann, wenn man den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst. 

Kann man gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen?

Ja, man kann gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen, besonders bei der Altersrente, wo es seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenzen mehr gibt – man darf unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird, was den Übergang in den Ruhestand flexibler macht. Bei Erwerbsminderungsrenten oder Hinterbliebenenrenten gelten jedoch weiterhin spezifische, dynamische Hinzuverdienstgrenzen, deren Überschreitung zu Rentenkürzungen führen kann. Wichtig ist auch, dass auf das zusätzliche Einkommen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen können und eine Steuererklärung oft verpflichtend ist. 

Wie lange ist Teilrente möglich?

Teilrente nach 45 Versicherungsjahren

Menschen, die schon besonders lang im Berufsleben stehen, können 2 Jahre vor der Regelaltersgrenze ohne Abschläge in Rente gehen. Näheres zu den Versicherungszeiten und den Altersgrenzen unter Altersrente für besonders langjährig Versicherte.

Wer zahlt die Krankenversicherung bei Teilrente?

Bei einer Teilrente zahlen Sie als Rentner die Hälfte Ihres Krankenversicherungsbeitrags, die andere Hälfte übernimmt die Rentenversicherung; zudem zahlt die Rentenversicherung die Hälfte des individuellen Zusatzbeitrags Ihrer Kasse. Für geringe Einkünfte können Sie einen Beitragszuschuss beantragen, der gemeinsam mit der Rente ausgezahlt wird, aber bei GKV-Versicherungspflichtige erhalten diesen Zuschuss automatisch. Bei Beschäftigung neben der Teilrente müssen Beiträge aus dem Arbeitseinkommen gezahlt werden, aber die Rentenversicherung zahlt weiterhin die Hälfte des Beitrags zur Krankenversicherung. 

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Wie viele Stunden darf ich bei Teilrente arbeiten?

Bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente (Teilrente) dürfen Sie mindestens 3 Stunden, aber weniger als 6 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten; die Rente ergänzt Ihr Einkommen aus einer Teilzeitbeschäftigung, wobei Sie die Hinzuverdienstgrenzen (individuell berechnet) nicht überschreiten dürfen, da sonst Rentenkürzungen drohen; entscheidend ist die gesundheitliche Leistungsfähigkeit für alle Tätigkeiten, nicht nur für Ihren alten Job, und Sie sollten dies unbedingt mit der Deutschen Rentenversicherung abklären. 

Welche Steuerklasse bei Teilrente und Gehalt?

Bei Teilrente und Gehalt behalten Sie Ihre ursprüngliche Steuerklasse (meist I, III, IV oder V) für das Gehalt, da die Rente selbst steuerfrei, aber steuerpflichtige Teile hat und die Steuerklasse nur den monatlichen Lohnsteuerabzug bestimmt, nicht die jährliche Steuerlast. Fällt das Gehalt unter die Geringfügigkeitsgrenze (ca. 556 € monatlich) oder ist es ein Minijob, kann es anders sein; bei einem zweiten Job (z.B. Betriebsrente oder Midijob) landet man jedoch oft in Steuerklasse VI, was hohe Abzüge bedeutet, aber meist zu einer Erstattung führt, wenn Sie eine Steuererklärung machen. 

Welche Jahrgänge haben Nachteile bei der Rente?

Das Ergebnis: Die Geburtsjahrgänge 1948, 1949, 1950 und 1952 fallen in die oben genannten Dellen des Rentenniveaus. Damit gehen sie mit schlechteren Bedingungen in Rente als andere Jahrgänge.

Für wen lohnt sich die Teilrente?

Die Teilrente lohnt sich besonders für Menschen, die nach dem Renteneintritt weiterarbeiten, Angehörige pflegen, Steuervorteile nutzen oder Anspruch auf Krankengeld behalten wollen, da sie durch den Bezug eines kleinen Teils der Rente (z.B. 99,99 %) die Rentenversicherungspflicht erhalten und dadurch weitere Rentenansprüche erwerben oder Sozialleistungen sichern, ohne große Einbußen. Sie ist ideal für den gleitenden Übergang, um Rentenabschläge zu vermeiden oder die Rente durch weitere Beiträge aufzubessern.
 

Wie wird Teilrente und Gehalt versteuert?

Wenn Sie Teilrente beziehen und arbeiten, müssen beide Einkommen versteuert werden, aber die Teilrente sichert Ihnen einen festen steuerfreien Rentenfreibetrag für das Leben, was steuerliche Vorteile bringen kann, da der Hinzuverdienst (ab 2026 teils 2000 € steuerfrei) zu Ihrem Gesamteinkommen zählt und der Steuersatz steigen kann – eine Steuererklärung ist meist Pflicht. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die "Aktivrente" mit 2.000 € steuerfreiem monatlichem Hinzuverdienst, wenn Sie im Rentenalter weiterarbeiten, was die Belastung reduziert, aber Gesamteinkommen zählt. 

Was ist bei Teilrente zu beachten?

Bei der Teilrente wird – im Unterschied zur Vollrente – die gesetzliche Altersrente nur teilweise in Anspruch genommen. Die Teilrente muss mindestens 10 % betragen. Sie darf sich neuerdings aber auch auf 99,99 % belaufen - was bei 2.000 € Monatsrente 20 Cent weniger als die Vollrente bedeutet.

Wie funktioniert die Teilrente mit 63 Jahren?

Eine Teilrente mit 63 erlaubt Ihnen, einen Teil Ihrer Rente (10–99,99 %) vorzeitig zu beziehen und dabei weiterzuarbeiten, wobei der nicht bezogene Teil später mit geringeren oder keinen Abschlägen (z.B. bei besonders langjährig Versicherten) ausgezahlt wird, während Sie weiterhin Beiträge zahlen und Ihre Rente erhöhen, was den Übergang in den Ruhestand flexibler gestaltet und Ihnen erlaubt, die Rente mit 63 zu starten, aber die vollen Vorteile erst später zu nutzen. 

Wie viel kann ich steuerfrei aus meiner Rente entnehmen?

Wie viel kann ich steuerfrei aus meiner Rente entnehmen? Ab 55 Jahren (ab April 2028 ab 57 Jahren) können Sie in der Regel bis zu 25 % Ihrer Renten steuerfrei entnehmen, vorausgesetzt, Sie entnehmen das Geld als eine oder mehrere Einmalzahlungen (und nicht als regelmäßiges Einkommen).

Ist ein Teil der Rente steuerfrei?

Der steuerfreie Teilbetrag gilt grundsätzlich für die gesamte Laufzeit der Rente. Dies führt im Ergebnis dazu, dass regelmäßige Rentenanpassungen (Rentenerhöhungsbeträge) vollständig steuerpflichtig sind und damit unabhängig vom Rentenbeginn zu 100 Prozent besteuert werden.

Was bedeutet "99,99 Prozent teilrente"?

Die Teilrente 99,99 % ist eine Form der flexiblen Altersrente, die es ermöglicht, fast die volle Rente zu beziehen (z.B. 999,90 € statt 1000 €) und gleichzeitig den nicht bezogenen 0,01 %-Anteil „offen“ zu lassen, was besonders für pflegende Angehörige wichtig ist, da sie dadurch weiterhin Rentenansprüche durch die Pflegeversicherung sammeln können. Dieses Modell wurde durch ein Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts rechtlich bestätigt und wird von der Deutschen Rentenversicherung bundesweit umgesetzt, um den Übergang in den Ruhestand zu erleichtern und die Rente auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter zu steigern, etwa durch die Pflege von Angehörigen. 

Wie wird eine Teilrente berechnet?

Für einen Teilrentenrechner nutzen Sie am besten die offiziellen Rechner der Deutschen Rentenversicherung (DRV) für eine unverbindliche Schätzung, wie den Hinzuverdienstrechner DRV oder den Flexi-Rentenrechner auf rentenbescheid24.de, um eine ungefähre Teilrente bei vorgezogenem Renteneintritt zu berechnen (z.B. 10 bis 99,99 % der Vollrente). Beachten Sie, dass diese Rechner nur Tendenzen zeigen, da Ihre individuelle Teilrente von vielen Faktoren abhängt und eine offizielle Berechnung bei der DRV erfolgt. 

Wie hoch ist der Rentenabschlag bei einer Teilrente?

Bei einer Teilrente werden Abschläge (0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze) nur auf den bereits bezogenen Teil der Rente berechnet; der Rest wird später oft mit weniger oder keinen Abschlägen gezahlt, da man weiterhin Beiträge einzahlt und die Rente neu berechnet wird, aber die ersten Abschläge bleiben lebenslang bestehen, sodass die Teilrente sich lohnt, wenn man dadurch einen höheren Steuerfreibetrag sichert, was eine individuelle Rechnung erfordert. Die genaue Höhe der Abschläge hängt vom Zeitpunkt des Rentenbeginns ab, aber sie werden immer auf das Regelalter hochgerechnet, wobei die Rente mit 63 (besonders langjährig Versicherte) abschlagsfrei sein kann, wenn man den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst.