Was muss ich zahlen, wenn ich ein Haus Erbe in Österreich?

Gefragt von: Benedikt Pieper
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Wenn Sie ein Haus in Österreich erben, zahlen Sie keine Erbschaftssteuer (seit 2008 abgeschafft), aber die Grunderwerbsteuer (0,5 % - 3,5 % des Immobilienwerts) und die Grundbuch-Eintragungsgebühr (1,1 % des Verkehrswerts), plus Notar- und Gerichtskosten für das Verlassenschaftsverfahren, wobei der Verkaufszeitpunkt später die Immobilienertragsteuer (ImmoESt) auslösen kann, falls Sie die Immobilie veräußern.

Was kostet es, ein Haus in Österreich zu Erben?

Welche Kosten fallen an, wenn ich eine Immobilie erbe? Seit 2008 gibt es in Österreich zwar keine Erbschaftssteuer mehr, jedoch die Grunderwerbsteuer, die im Erbfall entrichtet werden muss. Diese beläuft sich auf 0,5 bis 3,5 Prozent des Immobilienwertes, die genaue Höhe hängt hier mit dem Wert der Immobilie zusammen.

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer für ein Haus in Österreich?

Seit 2008 gibt es in Österreich keine Erbschaftssteuer und keine Schenkungssteuer mehr. Erbschaften und Schenkungen von Grundstücken unterliegen der Grunderwerbsteuer. Die Steuersätze der Grunderwerbsteuer werden nach einem Stufentarif geregelt und betragen zwischen 0,5 und 3,5 % des Grundstückswertes.

Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich ein Haus Erbe?

Beim Erben eines Hauses fallen Kosten für Erbschaftsteuer (abhängig von Wert und Verwandtschaft), Erbschein (ca. 150 € bis über 900 €, je nach Nachlasswert) und eventuell Notar- & Grundbuchkosten (für die Umschreibung), sowie Steuerberaterkosten an, aber es gibt große Freibeträge und Steuervorteile, besonders wenn Kinder das selbstgenutzte Haus für 10 Jahre bewohnen (bis 200m² steuerfrei). 

Wie viel Steuer muss ich bezahlen, wenn ich ein Haus Erbe?

Ehepartner werden, je nach Wert des Erbes, in Steuerklasse I mit 7% bis 30% besteuert. Geschwister oder Nichten und Neffen rutschen in Steuerklasse II. Für sie fällt ein Steuersatz von 15% bis 43% des Gesamtwerts an. Nicht mit dem Erblasser verwandte Personen zahlen in Steuerklasse III mindestens 30% Erbschaftssteuer.

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Wann ist Haus Erben steuerfrei?

Das Erbe des Hauses ist steuerfrei, wenn das Kind zehn Jahre als Eigentümer darin wohnen bleibt und die Immobilie nicht weitervermietet wird. Die Steuerbefreiung gilt bis zu 200 Quadratmeter Wohnfläche. Die darüber hinaus gehende Wohnfläche muss anteilig versteuert werden.

Wie viel Erbschaftssteuer muss ich bezahlen, wenn ich 100.000 € Erbe?

Ehe- und eingetragene Lebenspartner müssen für die 100.000 Euro oberhalb ihres Freibetrags 11.000 Euro Erbschaftssteuer bezahlen. Bei Kindern und Enkeln, deren Eltern schon verstorben sind, beträgt der zu versteuernde Anteil der Erbschaft 200.000 Euro; dafür werden 22.000 Euro Erbschaftssteuer fällig.

Was passiert, wenn der Staat ein Haus erbt?

Fiskalerbrecht nach § 1936 BGB. Laut BGB (§ 1936) erbt der Staat, wenn keine anderen Erben vorhanden sind. Der Staat kann einen Nachlass nicht beliebig übernehmen. Der Bund steht in der gesetzlichen Erbreihenfolge an letzter Stelle, also hinter Verwandten, Ehegatten und Lebenspartnern.

Was kostet ein Grundbucheintrag nach Erbe?

Die Grundbucheintragung für Erben ist innerhalb von zwei Jahren nach dem Tod des Erblassers komplett kostenlos (Gebührenbefreiung nach GNotKG), wenn der Antrag rechtzeitig beim Grundbuchamt gestellt wird. Danach fallen Gebühren an, die sich nach dem Wert des Grundbesitzes richten (1,0 Gebühr) und zusätzlich eine Katasterfortführungsgebühr (35%) beinhalten. 

Was ist besser, Haus Erben oder überschreiben?

Sie können Ihren zukünftigen Erben erhebliche Steuerbelastungen ersparen, wenn Sie Ihr Haus zu Lebzeiten überschreiben. Im Erbrecht gelten nämlich Steuerfreibeträge. Diese Einsparungen sind allerdings nur innerhalb bestimmter Fristen möglich.

Was muss man beachten, wenn man eine Immobilie erbt?

Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus erben, müssen Sie als neuer Eigentümer das Grundbuch berichtigen und sich als neuer Eigentümer eintragen lassen. Um Ihre Rechtsnachfolge nachzuweisen, benötigen Sie einen Erbschein. Sie erhalten den Erbschein auf Antrag beim Nachlassgericht.

Welche Kosten fallen bei einer Erbschaft an?

Bei einer Erbschaft fallen Kosten durch die Erbschaftsteuer (abhängig von Freibeträgen und Steuerklassen), notarielle Gebühren (für Testamentseröffnung, Erbschein), mögliche Anwaltskosten, Kosten für die Nachlassverwaltung (Räumung, Entrümpelung) und eventuell weitere Ausgaben für die Abwicklung an, wobei Erbfallkostenpauschalen (z.B. 15.000 € für Bestattung) helfen können, aber z.B. Grabpflegekosten nicht absetzbar sind. Die Gesamtkosten sind stark vom Wert des Erbes und dem Verwandtschaftsgrad abhängig, da es unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze gibt. 

Wie viel kostet es, ein Haus in Österreich zu überschreiben?

Ja, bei der Übertragung einer Immobilie wird eine staatliche Gebühr für die Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch fällig. Bei Übertragungen innerhalb der Familie beträgt diese Gebühr 1,1% des dreifachen Einheitswertes. Die Höhe dieser Gebühr bleibt auch ab dem kommenden Jahr unverändert.

Wie wird der Wert eines Hauses im Erbfall berechnet?

Der Wert eines Hauses bei einer Erbschaft wird primär durch das Finanzamt anhand der Grundvermögensbewertungsverordnung mit Standardverfahren (Sachwert-, Vergleichs-, Ertragswertverfahren) ermittelt, wobei oft der Verkehrswert zum Todeszeitpunkt maßgeblich ist. Oft unterschätzt das Finanzamt wertmindernde Faktoren, weshalb ein unabhängiges Sachverständigengutachten sinnvoll ist, um den Wert realistisch anzusetzen und Steuern zu optimieren, indem es den tatsächlichen Marktwert durch Besichtigung, Analyse von Zustand, Lage und Unterlagen (Grundbuch, Baupläne) ermittelt.
 

Was müssen Erben alles bezahlen?

Bei einer Erbschaft fallen Kosten durch die Erbschaftsteuer (abhängig von Freibeträgen und Steuerklassen), notarielle Gebühren (für Testamentseröffnung, Erbschein), mögliche Anwaltskosten, Kosten für die Nachlassverwaltung (Räumung, Entrümpelung) und eventuell weitere Ausgaben für die Abwicklung an, wobei Erbfallkostenpauschalen (z.B. 15.000 € für Bestattung) helfen können, aber z.B. Grabpflegekosten nicht absetzbar sind. Die Gesamtkosten sind stark vom Wert des Erbes und dem Verwandtschaftsgrad abhängig, da es unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze gibt. 

Was befreit Sie von der Erbschaftssteuer?

Eine Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation in Ihrem Testament

Um mehr Menschen dazu zu ermutigen, Geld an wohltätige Zwecke zu vermachen, sind alle Geld- oder Sachwerte, die Sie einer qualifizierten gemeinnützigen Organisation entweder zu Lebzeiten oder in Ihrem Testament hinterlassen , von der Erbschaftssteuer befreit.

Welche Kosten kommen auf einen zu, wenn man ein Haus erbt?

Beim Erben eines Hauses fallen Kosten für Erbschaftsteuer (abhängig von Wert und Verwandtschaft), Erbschein (ca. 150 € bis über 900 €, je nach Nachlasswert) und eventuell Notar- & Grundbuchkosten (für die Umschreibung), sowie Steuerberaterkosten an, aber es gibt große Freibeträge und Steuervorteile, besonders wenn Kinder das selbstgenutzte Haus für 10 Jahre bewohnen (bis 200m² steuerfrei). 

Was passiert, wenn man das Grundbuch nicht ändert nach dem Tod?

Grundbuchamt kann Zwangsgeld festsetzen

Dort ist vorgesehen, dass zur Durchsetzung einer Anordnung ein Zwangsgeld von bis zu 25.000 Euro und unter Umständen sogar Zwangshaft festgesetzt werden kann.

Wann ist der Grundbucheintrag kostenlos?

Wird die Umschreibung des Grundbuchs innerhalb von zwei Jahren seit dem Tod der Tante beantragt, ist die Eintragung im Grundbuch gebührenfrei. Beantragt Frau Klein die Eintragung im Grundbuch erst später, muss sie für die Eintragung als Eigentümerin eine Gebühr in Höhe von 1.735,00 € zahlen.

Ist ein Erbe eines Hauses steuerfrei?

Eine selbst genutzte Immobilie kann aber auch – unabhängig vom Wert – komplett steuerfrei vererbt werden. Allerdings nur an Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner und Kinder. Voraussetzung ist, dass der Erbe einzieht und sie ebenfalls mindestens zehn Jahre selbst nutzt.

Was passiert, wenn ich das Haus meiner Eltern erbe?

Die Grundlagen der Vererbung von Immobilien

Wenn Ihre Eltern versterben, ist der erste Schritt in der Regel die Beantragung eines Erbscheins. Der Erbschein ist das rechtliche Verfahren, das das Testament bestätigt und Ihnen die Befugnis zur Verwaltung des Nachlasses, einschließlich des Vermögens, überträgt. Liegt ein Testament vor, wird das Vermögen gemäß den Wünschen Ihrer Eltern verteilt .

Welche Kosten entstehen bei Erbschaft?

Wer ein Erbe annimmt, muss auch die Forderungen Dritter begleichen. Das können beispielsweise Miet- oder Darlehensverträge sein. Dazu kommen die Schulden, die dem Erben aufgrund der Erbschaft entstehen, also die Kosten für den Anwalt oder die Verwaltung des Nachlasses, Notarkosten und Beerdigungskosten (§ 1968 BGB).

Wie viel Geld ist bei Erbe steuerfrei?

Der steuerfreie Betrag („Freibetrag“) bei Erbschaften hängt vom Verwandtschaftsgrad ab. Ehepartner und Ehepartnerinnen haben beispielsweise einen Freibetrag von 500.000 Euro, Kinder von 400.000 Euro und Enkelkinder von 200.000 Euro, falls deren Eltern noch leben. Bei Geschwistern liegt der Freibetrag bei 20.000 Euro.

Warum zahlen Millionäre keine Erbschaftssteuer?

Durch die sogenannte Verschonungsbedarfsprüfung kann es vorkommen, dass Millionenerben von der Steuerbehörde als bedürftig eingestuft werden und sie keine Erbschaftssteuer zahlen müssen. Die Regelung gilt ab einem Erbe von mehr als 26 Millionen Euro.

Wann ist es besser, eine Immobilie zu vererben oder zu verschenken?

"Vererben oder verschenken" ist eine zentrale Frage bei der Vermögensnachfolge, wobei Schenken zu Lebzeiten oft steuerliche Vorteile bietet, da die Freibeträge alle 10 Jahre erneut genutzt werden können, während beim Vererben die Freibeträge einmalig gelten und Pflichtteilsansprüche bestehen. Die Entscheidung hängt stark vom Einzelfall ab (z.B. Immobilien mit Schulden), aber Schenkungen ermöglichen eine flexiblere Gestaltung und wiederholte steuerfreie Übertragung kleinerer Vermögen, um die Schenkungssteuer zu minimieren.