Was passiert mit der betrieblichen Altersvorsorge?
Gefragt von: Hans-Wilhelm Henning B.Sc.sternezahl: 4.7/5 (16 sternebewertungen)
Bei einem Jobwechsel bleibt die betriebliche Altersvorsorge (bAV) erhalten und kann mitgenommen, ruhend gestellt oder in einen neuen Vertrag überführt werden, wobei der neue Arbeitgeber oft einsteigen muss und Zuschüsse zahlt; beim Rentenbezug gibt es ab 2026 die Möglichkeit, Teilrenten zu beziehen und Freibeträge bei der Krankenversicherung. Wichtig ist: Das angesparte Kapital geht nicht verloren, aber die Bedingungen können sich ändern.
Was passiert mit der betrieblichen Altersvorsorge bei Jobwechsel?
Beim Jobwechsel bleibt Ihre betriebliche Altersvorsorge (bAV) erhalten und kann mitgenommen, privat weitergeführt oder ruhend gestellt werden, wobei der neue Arbeitgeber den Vertrag entweder übernimmt, in sein System überträgt oder Sie einen neuen abschließen müssen, idealerweise innerhalb eines Jahres nach dem Wechsel, um die Mitnahme zu beantragen. Die angesparten Ansprüche gehen durch gesetzliche Regelungen zur Unverfallbarkeit nicht verloren, aber Details wie Zuschüsse und Zusatzleistungen (z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung) können sich ändern.
Was ändert sich bei der Betriebsrente 2025?
Die Betriebsrente wird 2025 durch das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz gestärkt, was zu mehr Förderung für Arbeitgeber (z.B. höherer Arbeitgeberzuschuss auf 360 €), höheren Einkommensgrenzen für Geringverdiener und einer Angleichung der Beitragsbemessungsgrenzen führt, während der Krankenkassen-Freibetrag auf 187,25 €/Monat steigt, was die Beiträge für Rentner senkt, aber eine allgemeine Erhöhung der Betriebsrenten hängt vom Arbeitgeber und den Gesetzen ab, die teils noch beschlossen werden müssen.
Wann verfällt die betriebliche Altersvorsorge?
Nach der seit 01.01.2018 geltenden gesetzlichen Regelung ist eine bAV dann unverfallbar, wenn Ihre Mitarbeitenden, die eine bAV erhalten haben, nach Vollendung des 21. Lebensjahres aus dem Betrieb ausscheiden und die Zusage für mindestens 3 Jahre bestanden hat.
Welche Nachteile hat es, die betriebliche Altersvorsorge privat weiterzuführen?
Die private Weiterführung einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) nach einem Jobwechsel hat Nachteile wie den Verlust des Arbeitgeberzuschusses, mögliche höhere Kosten und schlechtere Konditionen (Garantiezinsen, Kollektivrabatte), die Komplexität der Übertragung und die fehlende Flexibilität, aber auch Vorteile wie den Erhalt der bisherigen Anwartschaften und steuerlichen Vorteile. Hauptkritikpunkte sind oft die nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter und die Kürzung von Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Elterngeld) während der Ansparphase durch die Entgeltumwandlung.
Betriebsrente 2026: Was das BRSG II für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeutet
Kann ich meine betriebliche Altersvorsorge vorzeitig auszahlen lassen?
Eine vorzeitige Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist grundsätzlich nicht möglich, da der Zweck die Aufstockung der Rente ist, aber es gibt Ausnahmen, meist nur bei sehr kleinen Rentenansprüchen (Kleinstanwartschaft) oder bei Arbeitgeberwechsel/Insolvenz (ggf. als Abfindung nach Zustimmung), wobei hohe Nachteile wie Nachzahlungen von Steuern und Sozialabgaben entstehen und das Geld oft erst mit Rentenalter ausgezahlt wird – Alternativen sind die Beitragsfreistellung oder die Übertragung zu einem neuen Vertrag.
Für wen lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge nicht?
Arbeitslose. Arbeitslose und Bezieher von Bürgergeld können keine betriebliche Altersvorsorge nutzen, da sie kein Arbeitsverhältnis haben, über das eine Entgeltumwandlung möglich wäre. Für sie kann jedoch die freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung eine Alternative sein.
Werden Betriebsrenten lebenslang gezahlt?
Eine Betriebsrente lebenslang bedeutet, dass Sie nach dem Berufsleben monatlich eine Zusatzrente bis zu Ihrem Lebensende erhalten, die Ihre gesetzliche Rente ergänzt und in der Regel mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter (ca. 67) beginnt, aber auch früher (ab 62) möglich ist. Sie kann als lebenslange Rente, als Einmalzahlung oder als Kombination aus beidem ausgezahlt werden, wobei die Auszahlung über spezielle Durchführungswege wie Direktversicherung oder Pensionszusage läuft und oft steuerliche Vorteile bietet.
Wann verliert man die Betriebsrente?
Der Anspruch auf Betriebsrente verjährt gestaffelt: Das Rentenstammrecht (der grundsätzliche Anspruch) verjährt erst nach 30 Jahren, während die einzelnen laufenden Zahlungen (z.B. monatliche Renten) nach drei Jahren verjähren (§ 195 BGB), wobei die Frist mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist. Wichtig ist auch die Unverfallbarkeit der Anwartschaft, die erfüllt sein muss, damit die Rente auch wirklich ausgezahlt wird (z.B. Mindestalter 21 Jahre und 3 Jahre Betriebszugehörigkeit nach dem 1.1.2018).
Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge?
Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Betriebsrente?
- Sozialabgaben.
- eventuell Solidaritätszuschlag.
- gegebenenfalls Kirchensteuer.
Wie viel Netto bleibt von einer Betriebsrente von 300 Euro übrig?
Von 300 € Betriebsrente bleiben nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben (Kranken- & Pflegeversicherung) netto etwa 220 € bis 270 € übrig, da ein Teil steuerfrei ist und für die Krankenkasse ein Freibetrag (ca. 187 € in 2025) gilt – auf den Rest und die gesamte Pflegeversicherung fallen Abzüge an, wobei die genaue Summe von deinem Steuersatz und Kinderstatus abhängt.
Welches Gehalt für den 1. Rentenpunkt 2025?
Für einen Rentenpunkt 2025 müssen Sie das vorläufige jährliche Durchschnittsentgelt von rund 50.493 Euro brutto verdienen, was etwa 4.208 Euro monatlich entspricht; Einkommen darüber oder darunter werden entsprechend anteilig berechnet, wobei 2025 erstmals bundesweit einheitliche Werte gelten. Ein Rentenpunkt entspricht dabei ab Juli 2025 einer monatlichen Rente von circa 40,79 € (Stand Juli 2025).
Kann ich 2025 noch mit 63 in Rente gehen?
Im Jahr 2025 erfüllen Sie die erste Voraussetzung von mindestens 45 Beitragsjahren. Sie sind im Jahr 2025 aber erst 61 Jahre alt und können daher noch nicht in den Ruhestand gehen. Mit Abschlägen können Sie die Rente mit 63 Jahren in Anspruch nehmen. Abschlagsfrei können Sie mit 65 Jahren in Rente gehen.
Hat man nach Kündigung noch Anspruch auf Betriebsrente?
Das Wichtigste in Kürze. Definition: Unverfallbarkeit bei der betrieblichen Altersvorsorge bedeutet, dass Ansprüche auf betriebliche Altersvorsorgeleistungen auch dann erhalten bleiben, wenn das Arbeitsverhältnis vorzeitig endet.
Was passiert mit der betrieblichen Altersvorsorge, wenn man stirbt?
Im Todesfall einer bAV gehen die Leistungen an bestimmte Hinterbliebene wie Ehepartner, eingetragene Lebenspartner oder waisenberechtigte Kinder, je nach vertraglicher Regelung und Unverfallbarkeit der Anwartschaft, über. Im Todesfall in der Ansparphase gibt es meist eine Abfindung der eingezahlten Beiträge, während in der Rentenphase eine Rentengarantiezeit oder eine Hinterbliebenenrente (oft 25-60% der Rente) gezahlt wird, wobei die staatliche Förderung anteilig zurückgezahlt werden muss. Wichtig ist die Benennung eines Bezugsberechtigten im Vertrag, um Direktzahlungen zu ermöglichen, da sonst der Nachlass betroffen ist.
Kann ich meine betriebliche Altersvorsorge privat weiterführen?
Ja, eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) lässt sich bei einem Jobwechsel oft privat weiterführen, indem Sie den Vertrag übernehmen und selbst Beiträge zahlen (oft per Direktversicherung), was aber die Steuervorteile der Entgeltumwandlung kostet, oder den Vertrag beitragsfrei ruhen lassen, bis Sie einen neuen Arbeitgeber finden, der ihn übernimmt oder portiert; prüfen Sie die Vertragsdetails, um das Beste zu entscheiden.
Was passiert mit der Betriebsrente, wenn man den Arbeitgeber wechselt?
Bei einem Arbeitgeberwechsel bleibt Ihre betriebliche Altersvorsorge (bAV) erhalten – sie geht nicht verloren, sondern Sie haben Optionen: Sie können den Vertrag meist mitnehmen und privat weiterführen, ruhen lassen oder bei bestimmten Bedingungen zum neuen Arbeitgeber übertragen lassen, wobei Sie die Unverfallbarkeit beachten müssen und eine Auszahlung (außer bei Kleinstbeträgen) meist nicht möglich ist, sondern erst im Alter ausgezahlt wird.
Können Betriebsrenten gestrichen werden?
Ja, eine Betriebsrente kann unter bestimmten, strengen Voraussetzungen gekürzt oder gestrichen werden, aber nicht willkürlich; es braucht gute sachliche Gründe wie den Verlust der Geschäftsgrundlage oder vertragliche Vorbehalte, wobei wirtschaftliche Notlagen des Arbeitgebers oft nicht mehr ausreichen und eine Kürzung bei Betriebsübergang meist nicht zulässig ist. Arbeitnehmer können ihre Ansprüche in der Regel einklagen, wenn der Arbeitgeber die Rente einfach kürzt.
Was ändert sich 2026 bei der Rente?
2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.
Wann wird die Betriebsrente nicht mehr gezahlt?
Der Anspruch auf Betriebsrente verjährt gestaffelt: Das Rentenstammrecht (der grundsätzliche Anspruch) verjährt erst nach 30 Jahren, während die einzelnen laufenden Zahlungen (z.B. monatliche Renten) nach drei Jahren verjähren (§ 195 BGB), wobei die Frist mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist. Wichtig ist auch die Unverfallbarkeit der Anwartschaft, die erfüllt sein muss, damit die Rente auch wirklich ausgezahlt wird (z.B. Mindestalter 21 Jahre und 3 Jahre Betriebszugehörigkeit nach dem 1.1.2018).
Welche Nachteile hat die betriebliche Altersvorsorge?
Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) sind die Nachbesteuerung und Sozialabgaben im Alter, mangelnde Flexibilität (kein vorzeitiger Zugriff), potenziell hohe Kosten, Herausforderungen beim Jobwechsel (Mitnahme, Arbeitgeberzuschuss) und eine geringere gesetzliche Rente durch Entgeltumwandlung. Kosten und Rendite können je nach Vertrag stark variieren, weshalb eine genaue Prüfung der Konditionen wichtig ist, besonders bei rein arbeitnehmerfinanzierten Verträgen.
Was ändert sich 2025 bei der Betriebsrente?
Die Betriebsrente wird 2025 durch das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz gestärkt, was zu mehr Förderung für Arbeitgeber (z.B. höherer Arbeitgeberzuschuss auf 360 €), höheren Einkommensgrenzen für Geringverdiener und einer Angleichung der Beitragsbemessungsgrenzen führt, während der Krankenkassen-Freibetrag auf 187,25 €/Monat steigt, was die Beiträge für Rentner senkt, aber eine allgemeine Erhöhung der Betriebsrenten hängt vom Arbeitgeber und den Gesetzen ab, die teils noch beschlossen werden müssen.
Wie hoch ist eine gute Betriebsrente?
Eine gute Betriebsrente ist individuell, aber ein Arbeitgeberzuschuss von mindestens 20-30% ist entscheidend für die Attraktivität, da die Effizienz durch Steuer-/SV-Vorteile steigt. Eine "gute" Höhe hängt von deiner persönlichen Rentenlücke ab, aber das Ziel sollte sein, die steuer- und sozialversicherungsfreie Einzahlungsgrenze (322 €/Monat in 2025) auszunutzen, idealerweise mit maximalem Zuschuss, um das Rentenniveau zu erhöhen und die gesetzliche Rente aufzustocken.
Sind Betriebsrenten sicher?
Ja, Betriebsrenten sind grundsätzlich sicher, besonders durch den gesetzlichen Insolvenzschutz des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSVaG) bei Arbeitgeberpleiten, aber die Sicherheit hängt vom Durchführungswege ab. Während direkte Zusagen und einige Modelle durch den PSVaG abgesichert sind, haben bei Direktversicherungen mit unwiderruflichem Bezugsrecht Arbeitnehmer einen direkten Anspruch gegen die Versicherung. Es ist wichtig, die eigenen Unterlagen zu prüfen und bei Unsicherheiten rechtzeitig Beratung zu suchen, da auch große Systeme bei einer großen Insolvenzwelle an Grenzen stoßen können.
Wie hoch ist der Arbeitgeberanteil bei der Betriebsrente?
Der Arbeitgeberanteil zur Betriebsrente (bAV) ist bei Entgeltumwandlung gesetzlich vorgeschrieben: Er beträgt mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags, wenn der Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge spart. Seit 2022 gilt diese Pflicht auch für Bestandsverträge. Diese Förderung gilt nicht bei den Durchführungswegen Unterstützungskasse und Direktzusage, ist aber oft durch steuerliche Vorteile und attraktive Modelle (z.B. mit Leistungen bei Berufsunfähigkeit) ergänzt.