Was passiert mit Geld über Freibetrag?
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Geld über dem Freibetrag wird je nach Kontext unterschiedlich behandelt: Bei einem Pfändungsschutzkonto (P-Konto) wird der Überschuss vorerst einbehalten, aber meist in den nächsten Monat übertragen, damit es nicht sofort gepfändet wird, und kann unter Umständen noch gespart werden (bis zu 3 Monate), bevor es an Gläubiger geht; bei Kapitalerträgen (Sparerpauschbetrag) müssen Sie auf den übersteigenden Betrag Steuern zahlen, da der Freibetrag nur ein Freibetrag für die Steuer ist, nicht für die Pfändung. Bei normalen Einkommen (z.B. Gehalt) über dem Freibetrag wird der Überschuss pfändbar und der Gläubiger darf diesen Betrag einziehen, wobei der Freibetrag durch Erhöhungen (z.B. für Unterhalt) angepasst werden kann.
Was passiert, wenn ich über meinen Freibetrag komme?
Wenn Ihre Kapitalerträge über den Sparerpauschbetrag hinausgehen, müssen Sie grundsätzlich Steuern zahlen. Beispiel: Sie haben als alleinstehende Person Zinsen in Höhe von 1.100 Euro eingenommen. Der Freibetrag liegt bei 1.000 Euro. Auf die darüber hinausgehenden 100 Euro müssen Sie also Steuern zahlen.
Was tun, wenn der Freibetrag überschritten ist?
Überschreitet das P-Konto den Freibetrag, ist es möglich, das Guthaben auf den Folgemonat zu übertragen. Zu diesem Zweck wird ein sogenanntes PSK-Auskehrungskonto eingerichtet. Der Übernahmebetrag muss innerhalb von drei Monaten aufgebraucht werden, anschließend ist er pfändbar.
Was passiert, wenn man den Freibetrag überschreitet?
Wer mehr Freistellungsaufträge erteilt als erlaubt, überschreitet den gesetzlichen Sparerpauschbetrag und muss die zu viel freigestellten Kapitalerträge nachversteuern. Die Banken melden die genutzten Beträge ans Bundeszentralamt, das automatisch ans Finanzamt weitergibt, wenn die Summe zu hoch ist.
Was passiert mit dem Geld über dem Pfändungsfreibetrag?
Geld über dem Pfändungsfreibetrag auf einem P-Konto wird vorerst auf ein separates Auskehrungskonto umgeleitet, um es vor sofortiger Pfändung zu schützen, aber Sie müssen es innerhalb von drei Monaten verbrauchen, sonst wird es an die Gläubiger ausgezahlt; ungenutzter Freibetrag wird automatisch in den nächsten Monat übertragen, was Ihnen mehr Flexibilität gibt, aber vorsichtige Ausgaben erfordert, um den Schutz zu erhalten.
Neue Pfändungstabelle ab 1. Juli 2025 für höhere Pfändungsfreigrenzen auf dem P-Konto
Wird alles über dem Freibetrag gepfändet?
Beträge, die über der Freigrenze liegen, werden in Teilen gepfändet. Ab einem bestimmten Höchstbetrag ist das gesamte über der Freigrenze liegende Einkommen zu pfänden - egal, wie viele unterhaltspflichtige Personen im Haushalt leben.
Wie lange bleibt überschüssiges Geld auf dem P-Konto?
Ist der angesparte Betrag nach 3 Monaten nicht aufgebraucht, wird dieser gepfändet. Für ein Pfändungsschutzkonto gilt außerdem: Das Konto kann nicht überzogen werden.
Was passiert, wenn man über der Pfändungsgrenze liegt?
Wenn man über der Pfändungsgrenze liegt, wird der übersteigende Teil des Einkommens gepfändet, aber nicht sofort alles: Der Grundfreibetrag bleibt geschützt, höhere Beträge werden gestaffelt gepfändet, bis zu einem Höchstbetrag, danach wird der Rest vollständig eingezogen. Bei einem P-Konto wird der Überschuss zunächst auf ein spezielles Auskehrungskonto umgebucht und kann im Folgemonat übertragen werden, aber nach drei Monaten wird er pfändbar. Es ist wichtig, den Freibetrag beim Arbeitgeber oder der Bank erhöhen zu lassen, um Unterhaltsverpflichtungen zu berücksichtigen und mehr vom Einkommen zu behalten.
Wie viel Steuern muss man zahlen, wenn man über den Freibetrag kommt?
Überschreiten Sie den Betrag, wird nur der darüberliegende Teil versteuert. Das ist zum Beispiel beim Grundfreibetrag so. Bei der Freigrenze hingegen gilt die Steuerbefreiung nur bis zu einem bestimmten Betrag. Wird dieser Betrag überschritten, wird der gesamte Betrag, vom ersten Cent an, besteuert.
Kann der Pfändungsfreibetrag auf einem P-Konto erhöht werden?
Um Ihren Pfändungsfreibetrag zu erhöhen, müssen Sie entweder eine P-Konto-Bescheinigung bei Ihrer Bank einreichen oder einen Antrag beim Vollstreckungsgericht stellen, um Mehrbedarf (z.B. wegen Unterhaltspflichten, Kindergeld, Sozialleistungen, Krankheit) nachzuweisen. Die Bescheinigung stellt z.B. der Arbeitgeber, Sozialamt, Familienkasse oder Schuldnerberatung aus und schützt so mehr Geld auf Ihrem P-Konto vor Pfändung, wobei der Grundfreibetrag seit Juli 2025 bei 1.560 € liegt und durch Unterhaltsberechtigte steigt.
Was passiert, wenn ich den Freibetrag zu hoch angegeben habe?
Wer mit seinen jährlichen Kapitalerträgen den Freibetrag von 1.000 oder 2.000 Euro übersteigt, muss den Überschuss mit 25 Prozent Abgeltungssteuer versteuern, dazu kommen gegebenenfalls noch Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Doch um den Freibetrag geltend zu machen, ist ein Freistellungsauftrag notwendig.
Ist eine Nachzahlung auf einem P-Konto vor Pfändung geschützt?
Eine Nachzahlung auf dem P-Konto ist bis zur Höhe des monatlichen Freibetrags automatisch geschützt; bei höheren Beträgen müssen Sie aktiv werden, indem Sie eine Bescheinigung der auszahlenden Stelle (Arbeitgeber, Behörde) anfordern und bei der Bank einreichen, damit der Überschuss nicht gepfändet wird, wobei es für Sozialleistungen spezielle Regeln gibt und bei Bedarf ein Antrag beim Vollstreckungsgericht nötig ist, wenn der Freibetrag bei Einkommen überschritten wird.
Ist es möglich, ein Girokonto trotz Pfändung zu kündigen?
Ein Girokonto trotz Pfändung zu kündigen, ist schwierig, aber möglich, wenn Sie ein neues Konto eröffnen und das alte umwandeln, um Lücken im Schutz zu vermeiden – am besten als P-Konto, um den Freibetrag zu sichern, aber Achtung: Die Kündigung eines P-Kontos gibt den Pfändungsschutz auf. Wichtig ist der sichere Übergang: Erst neues Konto sichern, dann altes Konto umwandeln (in normales Konto), dann kündigen, um keine Sperrung zu riskieren. Grundsätzlich kann der Schuldner das Konto kündigen, aber die Bank muss der Pfändung nachkommen.
Was kann ich tun, wenn ich den Freibetrag überschreite?
Da der monatliche Freibetrag überschritten wird, wird der doppelte Zahlungseingang von der Bank eingezogen. Jedoch kann aus den Abschöpfungen eine Umbuchung nach § 900 Abs. 2 ZPO in den Folgemonat erfolgen (max. der Grundfreibetrag 1.560,00€).
Was passiert, wenn man über den Steuerfreibetrag kommt?
Wird ein Freibetrag gewährt, kommt es zur Freistellung eines Geldbetrags von der Besteuerung. Nur der den Freibetrag übersteigende Betrag unterliegt der Besteuerung. Vom Freibetrag ist die Freigrenze abzugrenzen. Denn bei Überschreitung der Freigrenze kommt es zur Besteuerung des gesamten Betrages.
Was passiert, wenn Freistellungsaufträge zu hoch sind?
Wenn Sie mehreren Banken Freistellungsaufträge erteilen und die Gesamtsumme dieser Aufträge den zulässigen Höchstbetrag überschreitet, besteuert das Finanzamt die zu viel freigestellten Beträge nachträglich.
Warum keine Lohnsteuer, obwohl über Freibetrag?
Die Grenze von 11.784 € bzw. 23.568 € entspricht dem Grundfreibetrag. Einkünfte bis zu dieser Höhe werden generell steuerfrei gestellt, deshalb besteht auch keine Steuererklärung Pflicht, sofern die Einkünfte den Grundfreibetrag nicht übersteigen.
Wie viel Geld darf man steuerfrei erhalten?
Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €). Bei zusammenveranlagten Ehegatten/Lebenspartnern verdoppelt sich der Grundfreibetrag auf 21.816 € (2024: 23.568 €).
Was bedeutet Freibetrag bei Steuererklärung?
Freibeträge ( z.B. Werbungskosten, Sonderausgaben) werden im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung von dem zu versteuerndem Einkommen abgezogen und vermindern somit die Bemessungsgrundlage.
Was passiert, wenn ich über den Freibetrag komme auf mein P-Konto?
Wenn mehr Geld auf dem P-Konto vorhanden ist als der pfändungsfreie Betrag, wird diesesüberschüssige Geld auf das Auskehrungskonto übertragen. Dort ist es vor Pfändung geschützt und kann im nächsten Monat verwendet werden, falls das Guthaben auf dem P-Konto ausgeschöpft ist.
Was passiert, wenn man zu viel Geld auf dem Konto hat?
Wenn Sie mehr Geld ausgeben, als auf Ihrem Konto vorhanden ist, räumt Ihnen Ihre Sparkasse oder Bank häufig einen Überziehungskredit bis zu einer festgelegten Summe ein. Wenn Sie wieder mehr einnehmen als ausgeben, sparen Sie sich aus dem Minus heraus.
Was passiert, wenn ich einen monatlichen Freibetrag nicht ganz verbraucht habe?
Was passiert, wenn ich einen monatlichen Freibetrag nicht ganz verbraucht habe? Ist das pfändungsgeschützte Guthaben bis zum Ende des Kalendermonats nicht aufgebraucht, wird der verbleibende Guthabenrest in den Folgemonat übertragen.
Kann ein P-Konto eine Pfändung verhindern?
Ja, eine Pfändung ist trotz P-Konto möglich, aber nur der Teil des Guthabens, der den automatischen Grundfreibetrag (aktuell ca. 1.560 € monatlich) übersteigt, ist pfändbar. Das P-Konto blockiert die Pfändung nicht vollständig, sondern schützt nur den notwendigen Betrag für den Lebensunterhalt; bei höheren Eingängen wird der Überschuss gepfändet, aber Sie können den Freibetrag durch Bescheinigungen (z.B. für Kindergeld, Sozialleistungen) erhöhen lassen.
Wie lange dauert es, bis das Konto nach einer Pfändung wieder frei ist?
Ein Konto ist nach einer Pfändung frei, sobald die Schulden vollständig beglichen sind, was sofort geschehen kann, wenn genug Guthaben da ist, oder Monate/Jahre dauern kann, wenn der Schuldner Raten zahlt oder das Guthaben nicht reicht. Wichtig: Sie müssen Ihr Konto in ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) umwandeln, um den Grundfreibetrag (ca. 1.491,75 €) zu schützen, was die Bank innerhalb von vier Tagen erledigen muss, sobald Sie den Antrag stellen.
Wie kann ich den Freibetrag auf meinem P-Konto bei einer Kontopfändung einmalig erhöhen?
Ja, Sie können Ihren P-Konto-Freibetrag einmalig erhöhen lassen, wenn Sie eine spezielle P-Konto-Bescheinigung bei Ihrer Bank vorlegen, die von Stellen wie Arbeitgeber, Familienkasse, Jobcenter, Schuldnerberatung oder Anwalt ausgestellt wird. Diese Bescheinigung dient als Nachweis für besondere Härtefälle oder geschützte Zahlungen, wie Kindergeld, Unterhaltszahlungen oder Mehrbedarfe bei Krankheit, die über den monatlichen Grundfreibetrag hinausgehen und Ihnen mehr Geld zur freien Verfügung stellen sollen.