Was passiert, nachdem ich Widerspruch eingelegt habe?

Gefragt von: Arnd Haase MBA.
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Nach Einlegung eines Widerspruchs prüft die Behörde den Fall erneut; sie kann dem Widerspruch stattgeben (Änderungs- oder Abhilfebescheid), was das Verfahren beendet, oder ihn ablehnen (Widerspruchsbescheid), woraufhin eine Klage vor Gericht möglich ist, falls der Widerspruch erfolglos blieb und man weiter vorgehen möchte. Bei einem gerichtlichen Mahnverfahren endet der Widerspruch das Mahnverfahren und leitet ein streitiges Verfahren ein, wenn der Gläubiger dies beantragt.

Welche Auswirkungen hat es, wenn ich Widerspruch einlege?

Wenn Sie Widerspruch einlegen, wird der ursprüngliche behördliche Bescheid erneut geprüft, oft mit aufschiebender Wirkung, was bedeutet, dass der Bescheid vorerst nicht vollstreckt wird (z.B. keine Zahlung, kein Baubeginn). Die Behörde prüft, ob sie richtig entschieden hat; sie kann dem Widerspruch stattgeben (neuer, besserer Bescheid) oder ihn ablehnen, was zum Widerspruchsbescheid führt, gegen den Sie klagen können. Es ist ratsam, eine Begründung nachzureichen, um Ihre Chancen zu erhöhen.
 

Was folgt nach einem Widerspruch?

Dabei ist die Verfahrensreihenfolge zu beachten: Widerspruch, Klage, Berufung und Revision.

Was passiert nach Widerspruch beim Amtsgericht?

Mit Erhebung des Widerspruchs endet das Mahnverfahren und auf Antrag wird ein streitiges Gerichtsverfahren durchgeführt.

Wie lange warten nach Widerspruch?

Sie sollten nicht zu lange damit warten, die Begründung nachzureichen. Denn eine Behörde oder öffentliche Stelle muss spätestens drei Monate nach Ihrem Widerspruch eine Entscheidung treffen.

Widerspruch eingelegt - bis wann muss die Rentenversicherung reagieren- wie kann ich das forcieren

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Hat der Widerspruch Aussicht auf Erfolg?

Bei dem Widerspruch handelt es sich um einen Rechtsbehelf. Der Widerspruch gegen eine Verwaltungsentscheidung hat daher Aussicht auf Erfolg, wenn er zulässig und begründet ist.

Wie schnell muss die Behörde auf Widerspruch reagieren?

Eine Behörde muss spätestens drei Monate nach Einlegung Ihres Widerspruchs über diesen entscheiden; andernfalls können Sie eine Untätigkeitsklage erheben, besonders im Sozialrecht gilt diese Frist. Für bestimmte Anträge (z.B. Bürgergeld) können es auch sechs Monate sein, und bei Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetzen sind kürzere Fristen (oft ein Monat) möglich, wobei besondere Umstände auch eine frühere Klage erlauben können. 

Wann hat ein Widerspruch Erfolg?

Ist Ihr Widerspruch zulässig, dann hat er in der Sache Erfolg, wenn die Überprüfung ergibt, dass der Verwaltungsakt rechtswidrig ist und Sie tatsächlich in Ihren Rechten verletzt.

Was geschieht nach einem Einspruch?

Im Prozess trifft der Richter dann eine Entscheidung darüber, ob der Einspruch „begründet“ wird (der Richter stimmt dem Einspruch zu und lässt die Frage, die Aussage oder das Beweismittel nicht zu) oder ob er „zurückgewiesen“ wird (der Richter stimmt dem Einspruch nicht zu und lässt die Frage, die Aussage oder das Beweismittel zu).

Wie lange Zeit hat es, auf Widerspruch zu reagieren?

Auf einen Widerspruch muss die Behörde in der Regel innerhalb von drei Monaten entscheiden; wenn sie dies nicht tut, können Sie eine Untätigkeitsklage beim Sozialgericht erwägen, nachdem Sie die Behörde gemahnt haben. Die Dauer kann sich je nach Komplexität des Falls, Personalmangel oder benötigten Gutachten (z. B. durch den medizinischen Dienst) erheblich verlängern, aber die Dreimonatsfrist ist der gesetzliche Richtwert, besonders im Sozialrecht. 

Was bewirkt ein Widerspruch?

Der Widerspruch bewirkt, dass die Behörde selbst den Bescheid (für Betroffene meist kostenfrei) noch einmal prüft. Außerdem können Betroffene ihre Ansprüche nur einklagen, wenn sie vorher mit einem Widerspruch keinen Erfolg hatten.

Wie hoch sind die Chancen beim Sozialgericht?

Rein statistisch gesehen ist die Erfolgsquote vor dem Sozialgericht eher gering, sie wird auf etwa 20% geschätzt. Das sagt aber wohl nur, dass die meisten Kläger Ihre gesundheitlichen Einschränkungen über-, und die medizinischen Hürden für eine entsprechende Rente, unterschätzen. EM-Renten gehen manchmal seltsame Wege.

Wie läuft ein Widerspruchsverfahren ab?

Ein Widerspruchsverfahren beginnt mit einem Bescheid, gegen den Sie innerhalb einer Monatsfrist schriftlich oder elektronisch Widerspruch bei der erlassenden Behörde einlegen. Die Behörde prüft den Fall erneut (Abhilfeprüfung), kann den Bescheid ändern (Abhilfe) oder leitet den Widerspruch an eine übergeordnete Widerspruchsbehörde weiter. Diese entscheidet dann mit einem ausführlichen Widerspruchsbescheid über Ihren Widerspruch; bei Ablehnung können Sie Klage vor dem Gericht erheben.
 

Was geschieht nach Widerspruch?

Denn nach einem Widerspruch wird die Entscheidung erst rechtskräftig, wenn über ihre Rechtmäßigkeit entschieden wurde. Einspruch und Widerspruch werden oft als Synonym verwendet. Sie haben auch eine ähnliche Funktion: Mit beiden kannst du dich gegen Entscheidungen wehren.

Was passiert, wenn jemand Einspruch erhebt?

Wenn jemand einen rechtlichen Einwand erhebt, ist der Trauredner verpflichtet, die Zeremonie zu unterbrechen und den Einwand vertraulich mit dem Paar zu klären . Ist der Einwand unbegründet (was in der Regel der Fall ist), wird die Zeremonie fortgesetzt. Ein emotionaler Einwand hat hingegen keinerlei rechtliche Gültigkeit.

Wie hoch sind die Kosten für ein Widerspruchsverfahren?

Ein Widerspruchsverfahren ist grundsätzlich kostenfrei, wenn Sie keinen Anwalt beauftragen, da die Behörden selbst keine Gebühren erheben. Kosten können entstehen, wenn Sie juristische Hilfe durch einen Anwalt oder Sozialverband (z.B. VdK) in Anspruch nehmen, wobei die Höhe von der Komplexität und dem Gegenstand abhängt, oft im Bereich von mehreren hundert Euro für Anwaltsgebühren. Bei erfolgreichem Widerspruch werden die Anwaltskosten oft erstattet, aber bei Rücknahme des Widerspruchs können Ihnen Kosten auferlegt werden.
 

Wie geht es nach einem Einspruch weiter?

Nach einem Einspruch muss das Gericht die Anklage (ursprünglich Strafbefehl) nochmals prüfen und entscheiden, ob die tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen zur Eröffnung des Hauptverfahrens vorliegen.

Was bedeutet es, wenn man Einspruch erhebt?

Ein Einspruch ist ein formeller Protest eines Anwalts gegen Beweismittel, Zeugenaussagen oder Fragen der Gegenseite, der in Gerichtsverhandlungen, Zeugenvernehmungen und Sachverhaltsermittlungen erhoben wird .

Wann hat ein Einspruch Aussicht auf Erfolg?

Der Einspruch hat Aussicht auf Erfolg, wenn er zulässig und begründet ist.

Was passiert, wenn ein Widerspruch abgelehnt wird?

Was passiert, wenn der Widerspruch abgelehnt wird? Wird der Widerspruch abgelehnt, bleibt der ursprüngliche Verwaltungsakt bestehen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, gegen die Ablehnung gerichtlich vorzugehen, indem Sie eine Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht erheben.

Wer entscheidet über Widerspruch?

Widerspruchsbehörde ist in der Regel die Behörde, die der Ausgansbehörde fachlich übergeordnet ist. Es gibt Ausnahmen, in denen die Behörde, die den ursprünglichen Bescheid erlassen hat, auch über den Widerspruch entscheidet.

Was sind die Auswirkungen des Einlegens eines Widerspruchs?

Wenn Sie Widerspruch einlegen, wird die Entscheidung der Behörde erneut geprüft, der ursprüngliche Bescheid wird oft in seiner Wirkung aufgeschoben (Aussetzung der Vollziehung) und die Behörde erlässt entweder einen neuen, abgeänderten Bescheid (Abhilfebescheid), lehnt den Widerspruch ab (Widerspruchsbescheid) oder das Verfahren geht in ein reguläres Gerichtsverfahren über (z.B. bei Mahnbescheiden). Sie können eine Begründung nachreichen, um Ihre Position zu stärken, was oft zu geringeren Kosten führt, falls Sie verlieren. 

Was passiert, wenn ein Widerspruch nicht bearbeitet wird?

Was ist zu tun, wenn auf den Widerspruch nicht reagiert wird? Entscheidet der Leistungsträger nicht innerhalb von drei Monaten über den eingelegten Widerspruch, können Leistungsberechtigte auch ohne anwaltliche Vertretung eine Untätigkeitsklage (§ 88 SGG ) vor dem Sozialgericht erheben.

Wie lange haben Behörden Zeit, einen Antrag zu bearbeiten?

Im Gesetz steht, die Behörde muss KURZFRISTIG entscheiden, SPÄTESTENS aber nach 3 Monaten. „Kurzfristig“ ist also die Regel und „spätestens“ die Ausnahme. Nur bei Drittland-Diplomen hat die Behörde 4 Monate. Ist die Frist verstrichen, dann wirkt das Wort „Untätigkeitsklage“ Wunder.

Welches Datum zählt bei Widerspruch?

Für die fristgerechte Einreichung des Widerspruchs zählt der Tag, an dem der Adressat das Schreiben erhalten hat – nicht, welches Datum Sie im Schreiben angegeben oder wann Sie es versendet haben. Verpassen Sie die Widerspruchsfrist, wird der Bescheid rechtskräftig.