Was passiert, wenn ich im Nebengewerbe mehr verdiene als im Hauptjob?
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Wenn dein Nebengewerbe mehr einbringt als dein Hauptjob, passiert steuerlich erstmal nichts Dramatisches (alles wird addiert), aber sozialversicherungsrechtlich kann es entscheidend sein: Deine Krankenkasse könnte dich als hauptberuflich selbstständig einstufen, was bedeutet, dass du statt der günstigeren Arbeitnehmer-SV die teureren Selbstständigen-Beiträge zahlen musst und die gesetzliche Pflichtversicherung verlieren könntest – das erfordert eine Klärung mit der Krankenkasse.
Wird das Gehalt vom Hauptberuf dem Nebengewerbe angerechnet?
Grundsätzlich dürfen die Einkünfte aus deinem Nebenverdienst nicht die des Hauptberufes übersteigen. Das heißt, der Umsatz deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit darf nicht mehr als 50 % deines Gesamteinkommens ausmachen.
Wie viel darf ich mit meinem Nebengewerbe verdienen?
Für ein Nebengewerbe gibt es keine pauschale Verdienstgrenze, aber entscheidend ist das Verhältnis zum Hauptberuf (weniger Zeit/Geld) und für die Steuern gelten Freibeträge: Der Grundfreibetrag (ca. 12.096 € für 2025) gilt für alle Einkünfte zusammen; die Kleinunternehmerregelung erlaubt bis 25.000 € Umsatz (Vorjahr) bzw. 100.000 € (laufendes Jahr) ohne Umsatzsteuerpflicht; und der Gewerbesteuerfreibetrag liegt bei 24.500 € Gewinn pro Jahr. Die Krankenkasse prüft, ob es sich noch um eine Nebentätigkeit handelt (Zeitaufwand, Einkommensanteil).
Kann ich neben einem Vollzeitjob und Nebenjob noch ein Kleingewerbe ausüben?
Antwort. Grundsätzlich können Sie neben der abhängigen Beschäftigung eine selbständige Tätigkeit anmelden und trotzdem weiterhin über das Arbeitsverhältnis in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sein.
Wie viel Geld darf man verdienen, wenn man angestellt ist und ein Kleingewerbe hat?
Wichtig: Kleinunternehmer kannst du nur sein, wenn du weniger als 22.000 Euro (ab 2025 - 25.000 Euro) Umsatz im Jahr machst. Im Jahr darauf dürfen es 50.000 Euro (ab 2025 - 100.000 Euro) sein. Kommst du über diese Grenze, fällst du automatisch aus der Regelung heraus.
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Was passiert, wenn ich im Kleingewerbe zu viel verdiene?
Überschreiten Sie im laufenden Jahr die Umsatzgrenzen, die für das vorangegangene Jahr gilt (25.000 Euro), so unterliegen Sie für das nächste Jahr der Regelbesteuerung. Sie sind somit im Folgejahr verpflichtet, Ihre Leistungen zuzüglich Umsatzsteuer abzurechnen.
Kann ich Vollzeit arbeiten und Kleingewerbe anmelden?
Kann ich Vollzeit arbeiten und ein Kleingewerbe anmelden? Wie viel Zeit Sie für Ihren Hauptjob aufwenden, ist für die Anmeldung eines Nebengewerbes unerheblich.
Kann ich ein Kleingewerbe mit meinem Hauptjob anmelden?
Ein Kleingewerbe kann sowohl nebenberuflich als auch hauptberuflich geführt werden, wobei die Abgrenzung über den zeitlichen Aufwand (ca. < 20 Std./Woche) und die wirtschaftliche Bedeutung (Einkommen) definiert wird; bei hauptberuflicher Selbstständigkeit müssen Sie sich selbst krankenversichern (z.B. über die gesetzliche Krankenversicherung, wenn Sie vorher in der GKV waren), was ein großer Unterschied zum Nebengewerbe ist, wo Sie oft über den Hauptjob versichert bleiben. Es gelten die gleichen Umsatzgrenzen für die Kleinunternehmerregelung (Umsatz < 25.000 € im Vorjahr und < 100.000 € im laufenden Jahr), aber die Sozialversicherungspflicht ist der entscheidende Unterschied: Hauptberufliche Selbstständigkeit bedeutet volle Sozialabgaben und Krankenkassenbeiträge selbst tragen.
Was passiert, wenn ich sowohl angestellt als auch selbstständig bin?
Sowohl angestellt als auch selbstständig sein
In diesem Fall würden Sie Ihre Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit über das PAYE-System versteuern und Ihre Gewinne aus selbstständiger Tätigkeit über das Selbstveranlagungssystem versteuern .
Muss ich meinen Arbeitgeber über mein Nebengewerbe informieren?
Ein Nebengewerbe ist grundsätzlich erlaubt – aber nicht immer ohne Information des Arbeitgebers. Ob Sie Ihren Arbeitgeber informieren müssen, hängt vor allem vom Arbeitsvertrag, möglichen Interessenkonflikten und der konkreten Ausgestaltung des Nebengewerbes ab.
Kann man im Nebengewerbe mehr verdienen als im Hauptjob?
Ja, prinzipiell dürfen Sie im Nebengewerbe mehr verdienen als im Hauptberuf, aber es gibt eine entscheidende Regel: Wenn der Nebenerwerb deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt oder die Einnahmen über 50 % des Gesamteinkommens ausmachen, kann Ihre Krankenkasse und das Finanzamt dies als hauptberufliche Selbstständigkeit einstufen. Es gibt keine feste Verdienstgrenze, aber die Summe beider Einkünfte muss versteuert werden, und Sie müssen sich um Sozialversicherungen kümmern, wenn die Nebentätigkeit zur Haupttätigkeit wird.
Wie wird Nebengewerbe versteuert?
Gewerbesteuer: Wann musst Du Gewerbesteuer zahlen? Für Gewinne aus Nebengewerben gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro. Solange Dein Gewinn darunter bleibt, musst Du keine Gewerbesteuer zahlen. Erst wenn Dein Gewinn diese Grenze überschreitet, wird die Gewerbesteuer fällig.
Ist man krankenversichert, wenn man angestellt ist und nebenberuflich selbständig ist?
Wenn Sie angestellt sind und sich nebenberuflich selbstständig machen, bleiben Sie in der Regel über Ihre Anstellung krankenversichert, da Ihr Arbeitgeber die Beiträge zahlt; für die Selbstständigkeit fallen dann meist keine zusätzlichen Beiträge an, solange die Nebentätigkeit klar unter dem Hauptberuf bleibt (oft < 20 Wochenstunden/Gewinn < Haupteinkommen), andernfalls kann die Selbstständigkeit als hauptberuflich eingestuft werden und die Versicherungspflicht ändert sich, was eine freiwillige gesetzliche oder private Versicherung nötig macht, da Sie dann die Beiträge komplett selbst tragen müssen.
Kann ich ein Nebengewerbe neben meinem Hauptberuf anmelden?
Das Nebengewerbe ist ein Gewerbe, welches du anmelden kannst, aber nicht in Vollzeit oder hauptberuflich ausüben darfst. Das heißt, dass du diese Tätigkeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche ausüben kannst. Jedoch spielt das bei dem Finanzamt keine Rolle, denn für das Finanzamt ist Gewerbe gleich Gewerbe.
Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?
Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).
Was darf ich dazuverdienen, wenn ich Vollzeit arbeite?
Wenn Sie vollzeit arbeiten, dürfen Sie dazuverdienen, oft über einen steuerfreien Minijob (bis 556 €/Monat 2025) oder einen Midijob (über 556 € bis ca. 2.000 €), wobei die Steuern auf den Nebenverdienst anfallen können, es sei denn, beide Jobs zusammen bleiben unter bestimmten Grenzen; wichtig sind die Zustimmung des Hauptarbeitgebers und die Beachtung der Arbeitszeit, damit der Hauptjob nicht leidet.
Kann man neben einem Vollzeitjob selbstständig machen?
Ja, Selbstständigkeit neben einem Vollzeitjob ist grundsätzlich erlaubt, solange die Nebentätigkeit den Hauptjob nicht beeinträchtigt (zeitlich, inhaltlich, als Konkurrenz) und der Hauptfokus erhalten bleibt, was oft durch eine Stunden- oder Gewinngrenze (ca. 18-20 Std./Woche) definiert wird; wichtig sind die Absprache mit dem Arbeitgeber (außer bei Konkurrenz), die Gewerbeanmeldung (bei Gewerbe) und die steuerliche Veranlagung, besonders wenn Einkommen und Zeitaufwand den Hauptjob übersteigen und sich auf Krankenversicherung und Steuern auswirken können.
Wann sollte man die Selbstständigkeit aufgeben?
Wann müssen oder sollten Sie Ihre Selbstständigkeit aufgeben? Unabhängig davon, ob Sie Unterhalt zahlen müssen oder nicht, werden Sie Ihre Selbstständigkeit wahrscheinlich aufgrund der Gegebenheiten aufgeben, wenn sich Ihre Geschäftsidee nicht lohnt und die Kosten die Erträge übersteigen.
Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?
Krankenversichert zu sein ist in Deutschland Pflicht. Wer sich hauptberuflich selbstständig macht und zuvor sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder familienversichert war, kann freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder in die private Krankenversicherung wechseln.
Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer mehr als 22.000 verdiene?
Im Jahr 2021 erzielt er einen Umsatz von 38.000 Euro. Damit liegt er zwar unter der Grenze von 50.000 Euro, aber er hat bereits im Vorjahr (2020) die Umsatzgrenze von 22.000 Euro überschritten und ist damit umsatzsteuerpflichtig.
Wird Kleingewerbe auf Gehalt angerechnet?
Ihre Gewinne werden mithilfe der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) in der jährlichen Einkommensteuererklärung angeben und versteuert. Wer ein Kleingewerbe als Nebengewerbe betreibt, muss bei der Steuer sämtliche Einnahmen in seiner Einkommensteuererklärung berücksichtigen.
Kann ich ein Kleingewerbe anmelden trotz Vollzeitjob?
Kann ich ein Kleingewerbe anmelden trotz Vollzeitjob? Du kannst trotz deines Vollzeitjobs ein Gewerbe anmelden, solange es deinen Hauptjob nicht beeinträchtigt.
Kann man angestellt sein und ein Kleingewerbe haben?
Ein Kleingewerbe neben dem Hauptberuf anzumleden ist möglich, erfordert aber die Zustimmung des Arbeitgebers (keine Konkurrenz, keine Beeinträchtigung der Haupttätigkeit) und eine Anmeldung beim Gewerbeamt. Wichtig sind die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) für Befreiung von der Umsatzsteuer (bis 25.000 € Umsatz) und die Meldung beim Finanzamt, wo Einkommensteuer auf Gewinne fällig wird. Vorteile sind eine risikoärmere Testphase und Sozialversicherung über den Hauptjob.
Welche Steuerklasse gilt für ein Nebengewerbe?
Für Ihren Nebenjob gilt nun die Steuerklasse 6, wenn Sie noch einer Haupttätigkeit nachgehen. Und Sie müssen Ihren Verdienst in die Steuererklärung mit aufnehmen.
Wie viel darf ich als Angestellter selbstständig dazuverdienen?
Als Angestellter dürfen Sie selbstständig dazuverdienen, ohne dass es eine starre Grenze gibt, aber Ihr Gesamteinkommen (Hauptberuf + Nebentätigkeit) wird versteuert, wobei der Grundfreibetrag (ca. 11.604 €/2024, 12.096 €/2025) steuerfrei bleibt. Es gibt keine Verdienstgrenze für die Selbstständigkeit selbst, solange Sie nicht mehr verdienen als im Hauptberuf (bei Arbeitslosigkeit gelten andere Regeln). Wichtig ist die ordentliche Buchführung und die Steuererklärung, wo Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen (Kleinunternehmerregelung, Pauschalen).