Was passiert, wenn ich mehr als 520 € im Nebenjob verdiene?
Gefragt von: Osman Maurer-Fritzsternezahl: 4.3/5 (45 sternebewertungen)
Ja, man kann im Minijob mehr als die monatliche Grenze (aktuell 556 € für 2025) verdienen, wenn es gelegentlich und unvorhersehbar geschieht, z.B. durch Krankheitsvertretung, maximal zwei Mal pro Jahr bis zum Doppelten der Grenze (1.112 €), ohne dass die Sozialversicherungspflicht eintritt, solange die jährliche Grenze (6.672 €) nicht dauerhaft überschritten wird. Regelmäßige Überschreitungen führen zum sozialversicherungspflichtigen Midijob.
Wie oft darf 520 € überschritten werden?
Sie dürfen die 520-Euro-Grenze im Minijob zweimal pro Jahr unvorhersehbar überschreiten, wobei der Verdienst in diesen Monaten maximal das Doppelte, also 1040 Euro, betragen darf (Stand 2022/2023). Saisonale oder geplante Mehrarbeit zählt nicht als unvorhersehbar, nur unerwartete Ereignisse wie z.B. eine Krankheitsvertretung. Insgesamt darf die Jahresgrenze von 6.240 Euro (520 € x 14) nicht durch diese Überschreitungen überschritten werden, sondern steigt durch die Überschreitungen auf bis zu 7.784 Euro an.
Was passiert, wenn die Verdienstgrenze für Minijobs überschritten wird?
Wenn die Minijob-Grenze (aktuell 556 €/Monat) regelmäßig überschritten wird, verwandelt sich der Minijob in einen sozialversicherungspflichtigen Job (Midijob oder Vollzeit), was Nachzahlungen von Steuern und Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung) für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeutet, die rückwirkend eingefordert werden können, wobei der Arbeitgeber haftet; ein gelegentliches, unvorhersehbares Überschreiten (max. 2x pro Jahr, max. 1040 €) ist jedoch oft unproblematisch.
Kann ein Minijob durch eine Einmalzahlung überschritten werden?
Fazit. Einmalzahlungen im Minijob sind 2025 erlaubt, solange die 556 €-Monatsgrenze bzw. die 6.672 €-Jahresgrenze nicht überschritten wird. Arbeitgeber sollten jede Sonderzahlung schriftlich dokumentieren, sauber im Lohnkonto erfassen und in der Lohnabrechnung getrennt ausweisen.
Wer haftet bei Überschreitung eines Minijobs?
Entsteht im Minijob wegen Überschreitens der Entgeltgrenze von 400 € rückwirkend Versicherungspflicht, erleiden betroffene Arbeitnehmer einen Vermögensschaden in Höhe der anfallenden Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Dafür haftet der Arbeitgeber.
Lohnen sich mehr als 450€ überhaupt?
Was passiert bei einem Minijob, wenn man mehr als das maximale verdient?
Grundsätzlich sind Schwankungen im Verdienst unproblematisch – solange die jährliche Verdienstgrenze von 6.672 Euro nicht überschritten wird. Der Lohn im Minijob kann also z. B. in einem Monat 612 Euro und im Ausgleich dazu in einem anderen Monat nur 500 Euro sein. Bei extremen Schwankungen ist das anders.
Was passiert, wenn ich einmal über die Geringfügigkeitsgrenze komme?
Bei Überschreitung der monatlichen Grenze können Nachzahlungen fällig werden, da in diesem Fall (zusätzlich zu den vom Arbeitgeber zu bezahlenden Unfallversicherungsbeiträgen) Zahlungen für Kranken- und Pensionsversicherung zu entrichten sind.
Wie oft darf die Minijob-Grenze überschritten werden 2025?
Man darf die Minijob-Grenze 2025 (durchschnittlich 556 €/Monat) maximal zweimal innerhalb eines Jahres unvorhersehbar überschreiten, solange der Verdienst in diesen Monaten nicht mehr als das Doppelte der Grenze (also 1.112 €) übersteigt; das dritte Mal führt zum Verlust des Minijob-Status in diesem Monat, da die Überschreitung dann nicht mehr „gelegentlich“ ist und eine Sozialversicherungspflicht eintritt. Die jährliche Gesamtgrenze liegt 2025 bei 6.672 €.
Was ist, wenn mein Arbeitgeber mir zu viel Geld überweist?
Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen zu viel Gehalt überweist, müssen Sie diesen Betrag grundsätzlich zurückzahlen, da er durch „ungerechtfertigte Bereicherung“ (§§ 812 ff. BGB) erlangt wurde. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie die „Einrede der Entreicherung“ (wenn das Geld tatsächlich ausgegeben wurde und nicht mehr in Vermögen steckt, z. B. für eine Reise) oder wenn der Arbeitgeber wissentlich zu viel gezahlt hat. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber sofort über den Fehler, um Ihre Treuepflicht zu erfüllen.
Kann ein Minijobber auch die 3000 € bekommen?
Die Obergrenze von insgesamt 3.000 Euro gilt für den gesamten Zeitraum und entsteht nicht jedes Jahr aufs Neue. Die Inflationsausgleichsprämie können alle Arbeitnehmende erhalten – ganz egal, ob sie eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung ausüben. Daher können auch Beschäftigte in Minijobs diese Zahlung erhalten.
Ist es erlaubt, im Minijob mal mehr zu verdienen?
Ja, als Minijobber dürfen Sie auch mal mehr als die monatliche Grenze (2025: 556 €) verdienen, solange der Durchschnitt über das Jahr stimmt und bestimmte Ausnahmeregeln beachtet werden: Es sind zwei unvorhersehbare Überschreitungen pro Jahr erlaubt, die das Doppelte der Monatsgrenze (max. 1.112 €) nicht übersteigen dürfen, oder der Verdienst schwankt planbar, bleibt aber unter der jährlichen Grenze von 6.672 €.
Ist Sachzuwendung im Minijob erlaubt?
Eine Sachzuwendung im Minijob ist eine steuerfreie Leistung bis 50 € monatlich (z.B. Gutscheine, Tankkarten), die zusätzlich zum Lohn gezahlt wird und die Minijob-Grenze von 556 € (Stand 2025) nicht beeinflusst, solange sie die formalen Regeln einhält, also zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt wird und eine echte Sache (kein Geld) ist. Sie ist ideal für Arbeitgeber, um Minijobber zu motivieren, ohne Sozialabgaben oder Lohnsteuer zahlen zu müssen.
Was ist besser, Minijob oder Midijob?
Besser ist, was zu deiner Lebenssituation passt: Der Minijob (bis ca. 600 €/Monat 2025/2026) ist ideal für Studenten, Rentner oder als steuer- & abgabenfreier Zuverdienst, da kaum Abzüge anfallen, aber auch der Rentenanspruch ist gering. Der Midijob (ca. 600 € bis 2.000 €/Monat) ist besser, wenn du mehr verdienen, aber weiterhin volle Sozialversicherung (Kranken-, Arbeitslosen-, Rentenversicherung) willst, da die Beiträge im unteren Bereich sehr günstig sind und der Nettoverdienst oft höher ausfällt als beim Minijob, aber du musst in der Regel Steuern zahlen.
Ist es möglich, die Minijobgrenze zu überschreiten?
Unvorhersehbares Überschreiten der 556 Euro Grenze möglich
Übersteigt der Jahresverdienst 6.672 Euro, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 556 Euro erhöht, liegt in der Regel kein Minijob vor. Eine Ausnahme gibt es bei unvorhersehbaren Überschreitungen.
Wann lohnt sich die Rentenversicherung bei einem Minijob nicht?
Die Rentenversicherung bei einem Minijob lohnt sich nicht, wenn Sie zusätzlich einen sozialversicherungspflichtigen Hauptjob haben und sich die 3,6 % Eigenanteil sparen möchten, weil Sie so Ihr Nettoeinkommen erhöhen können, ohne auf wichtige Rentenansprüche zu verzichten. Auch Beamte sollten sich befreien lassen, da sie über ein eigenes System abgesichert sind. Generell lohnt es sich meist nicht, sich zu befreien, wenn der Minijob die einzige Tätigkeit ist, da Sie so wichtige Rentenansprüche (u.a. Erwerbsminderungsrente) verlieren und die kleine Rente durch die Beiträge aufbessern können.
Wie viele Stunden pro Woche darf ich in einem Nebenjob arbeiten?
Für einen Nebenjob gibt es keine starre Stundengrenze, aber das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt mit 48 Stunden pro Woche (Haupt- + Nebenjob) ein absolutes Maximum, wobei die Stunden aus beiden Jobs zusammengezählt werden. Bei einem 40-Stunden-Hauptjob bleiben oft nur ca. 8 Stunden pro Woche für den Nebenjob übrig, wobei die Gesundheitsschutz-Regeln (8 Stunden pro Tag, Zeitausgleich bei Überstunden) beachtet werden müssen. Für Minijobs (bis 556 €/Monat 2025) gelten ~43 Stunden monatlich (ca. 10 Std./Woche).
Bin ich verpflichtet, zu viel gezahlten Lohn zu melden?
Bemerken Sie eine zu hohe Gehaltszahlung, müssen sie ihren Arbeitgeber darüber informieren. Tun Sie das nicht, verstoßen Sie gegen die Treuepflicht, erklärt das Berufsjournal. Das kann eine Abmahnung oder im schlimmsten Fall eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.
Was passiert bei Überzahlungen?
Bei einer Überzahlung erhalten Beschäftigte versehentlich mehr Lohn, als ihnen zusteht. Grundsätzlich haben Arbeitgebende einen Rückforderungsanspruch. Allerdings gibt es Ausnahmen, wie grobe Fehler oder den Ablauf der Verjährungsfrist, bei denen die Rückforderung ausgeschlossen ist.
Wer haftet bei falscher Gehaltsabrechnung?
Der Arbeitgeber ist für das korrekte Abführen der Lohnsteuer verantwortlich. Führt er zu viel ab, kann er diesen Betrag innerhalb von drei Jahren vom Arbeitnehmer zurückfordern. Der Arbeitgeber haftet nach § 42d EStG für die korrekte Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer.
Was passiert, wenn ich in einem Monat mehr als 520 Euro verdiene?
Auf ein Beschäftigungsjahr gerechnet, kann sie also bis zu 6.672 Euro (2025) verdienen. 2026 steigt die Verdienstgrenze auf 603 Euro pro Monat bzw. 7.236 Euro pro Jahr. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, ist dies eine versicherungspflichtige Beschäftigung.
Was passiert, wenn ich die Geringfügigkeitsgrenze überschreite?
Sobald die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird, muss die Kranken- und Pensionsversicherung nachbezahlt werden. Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer ist dann unfall-, kranken- und pensionsversichert. Die Sozialversicherung meldet sich automatisch.
Ist eine einmalige Sonderzahlung im Minijob erlaubt?
Ja, Einmalzahlungen (wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld) sind im Minijob erlaubt, müssen aber immer auf die monatliche Verdienstgrenze von 556 € (Stand 2025) angerechnet werden, wenn sie vorhersehbar sind; unvorhersehbare Sonderzahlungen (z. B. Bonuszahlungen) sind oft bis zu einer gewissen Grenze unschädlich, solange die jährliche Grenze (6.672 €) nicht dauerhaft überschritten wird, aber Arbeitgeber müssen sie genau dokumentieren, um keine Sozialversicherungspflicht auszulösen.
Was passiert, wenn die Zuverdienstgrenze überschritten wird?
Wenn neben dem Bezug von Arbeitslosengeld etwas bis zur Grenze der Geringfügigkeit dazuverdient wird, hat dies keine Auswirkungen. Wird die Grenze jedoch überschritten, so hat dies zur Folge, dass man den Anspruch auf das Arbeitslosengeld verliert.
Was passiert, wenn ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet?
Wenn Minijobber die Verdienstgrenze (aktuell 603 € monatlich / 7.236 € jährlich) regelmäßig überschreiten, wird der Job sozialversicherungspflichtig (Midijob), was bedeutet, dass Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung fällig werden, aber mit reduzierten Sätzen für den Arbeitnehmer (Vorteil) und volle Beiträge vom Arbeitgeber. Bei gelegentlichen, unvorhersehbaren Überschreitungen (z. B. Krankheitsvertretung) sind bis zu zwei Monate pro Jahr erlaubt, ohne dass der Minijob verloren geht. Bei dauerhafter Überschreitung drohen Nachzahlungen durch die Minijob-Zentrale, wofür der Arbeitgeber haftet.
Wie oft dürfen Minijobber überschreiten?
Sie dürfen die Minijob-Grenze in maximal zwei Monaten pro Kalenderjahr unvorhersehbar überschreiten, wobei der Verdienst in diesen Monaten das Doppelte der monatlichen Grenze nicht übersteigen darf (z.B. 1.112 € bei der aktuellen 556 € Grenze) – wichtig ist der jährliche Durchschnitt, aber nur zwei Ausnahmen sind erlaubt, damit es kein sozialversicherungspflichtiger Job wird. Ab 2026 erhöht sich die Grenze auf 603 €/Monat durch den Mindestlohn, was auch die Ausnahmen betrifft.