Was tun, wenn ein Rentner stirbt?

Gefragt von: Christos Wetzel
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Wenn ein Rentner stirbt, müssen Angehörige zuerst einen Arzt rufen, der den Tod feststellt und den Totenschein ausstellt, dann die Rentenversicherung (Deutsche Rentenversicherung) über den Tod informieren, damit die Rentenzahlung gestoppt wird, und sich um die Bestattung sowie weitere Formalitäten wie die Sterbeurkunde beim Standesamt kümmern. Wichtig ist auch, die Hinterbliebenenrente (Witwen-/Witwerrente, Waisenrente) zu beantragen und ein etwaiges Testament unverzüglich beim Nachlassgericht abzugeben, falls vorhanden, wie von Erbrechtsexperte und Cosmos Direkt empfohlen.

Wie lange wird die Rente gezahlt, wenn der Rentner verstorben ist?

Die Rentenzahlung endet mit Ablauf des Monats, in dem der Rentenempfänger verstirbt.

Welche Ämter müssen im Todesfall informiert werden?

Nach einem Todesfall müssen vor allem das Standesamt (für die Sterbeurkunde), das Nachlassgericht (bei Testament), die Renten- und Krankenversicherungen, das Finanzamt (Erbschaftsteuer) und der Arbeitgeber (falls zutreffend) informiert werden; zudem sind Banken, Versicherungen (Lebens-, Unfall) und Vertragspartner zu benachrichtigen. Vieles davon übernimmt oft der Bestatter, aber eine eigene Checkliste ist ratsam. 

Wie melde ich einen Verstorbenen bei der Rente ab?

ein Rentenempfänger stirbt, muss die Deutsche Rentenversicherung schriftlich über den Sterbefall informiert werden, damit die Rentenzahlung eingestellt werden kann. Dies kann grundsätzlich durch die Angehörigen selbst geschehen.

Wird die Rente bei Tod sofort eingestellt?

Im Todesfall eines Rentenempfängers muss die zuständige Rentenbehörde umgehend informiert werden. Die Zahlungen werden dann eingestellt. Die Nachricht, dass der Rentenempfänger verstorben ist, ist von den Angehörigen bzw. dem Nachlassverwalter direkt an die Rentenbehörde zu übermitteln.

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Wie erfährt die Rentenstelle vom Tod?

Die Rentenversicherung erfährt durch den elektronischen Sterbedatenabgleich vom Tod eines Rentenbeziehers. Dieser findet zwischen den Standesämtern, den Meldebehörden und schließlich der Rentenversicherung statt.

Wann muss ich den Tod der Bank melden?

Sie müssen den Todesfall der Bank zeitnah nach dem Tod, idealerweise innerhalb weniger Wochen, melden, damit diese die Konten sperren und die notwendigen Meldungen an das Finanzamt (innerhalb eines Monats nach Kenntnis) veranlassen kann, um Verzögerungen bei der Nachlassabwicklung und Missbrauch zu vermeiden; die Bank informiert Sie dann über die nächsten Schritte. 

Was zahlt die Rentenversicherung im Sterbefall?

Die deutsche Rentenversicherung zahlt im Todesfall kein Sterbegeld, aber sie zahlt für die ersten drei Monate nach dem Sterbemonat (Sterbevierteljahr) die Rente des Verstorbenen in voller Höhe an den überlebenden Ehepartner/Lebenspartner, wenn ein Anspruch auf Witwen-/Witwerrente besteht – das sogenannte Sterbevierteljahr. Danach können Hinterbliebene eine Rente beantragen, meistens Witwen- oder Witwerrente (groß oder klein), und Kinder erhalten eine Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente). 

Wird die Pension nach dem Tod des Verstorbenen noch 3 Monate weitergezahlt?

Ja, die gesetzliche Rente wird nach dem Tod des Versicherten für drei Monate in voller Höhe weitergezahlt (das sogenannte Sterbevierteljahr), als Vorschuss für den überlebenden Partner, bevor die eigentliche Witwen-/Witwerrente beginnt und Einkommen angerechnet wird; bei Beamten gibt es stattdessen ein einmaliges Sterbegeld, aber auch hier kann eine anschließende Hinterbliebenenversorgung folgen. 

Wann wird die Barauszahlung der Rente eingestellt?

Ein veralteter Service wird eingestellt

Ab dem 1. Januar 2026 wird die Rente ausschließlich überwiesen. Die Deutsche Rentenversicherung hat angekündigt, dass die sogenannten Zahlungsanweisungen zur Verrechnung - also Schecks, die bei der Post eingelöst werden konnten, nur noch bis Ende 2025 ausgegeben werden.

Wer darf Geld vom Konto eines Verstorbenen abheben?

Grundsätzlich gilt: Wer darf Geld vom Konto eines Verstorbenen abheben? Nur diejenigen, die eine entsprechende Vollmacht besitzen oder als Erben durch einen Erbschein legitimiert sind, dürfen nach dem Tod des Kontoinhabers über das Konto verfügen.

Was muss nach einem Sterbefall alles erledigt werden?

Direkt nach dem Todesfall – das müssen Sie tun

  • Die Hausarztpraxis oder den ärztlichen Notdienst kontaktieren. ...
  • Die wichtigsten Dokumente vorlegen. ...
  • Angehörige und engste Wegbegleitende benachrichtigen. ...
  • Bestattungsunternehmen beauftragen.

Wer meldet Verstorbenen bei der Krankenkasse ab?

Die Hinterbliebenen (Angehörige, Erben oder Bevollmächtigte) melden den Verstorbenen bei der Krankenkasse ab, was durch Vorlage der Sterbeurkunde und der Versichertenkarte erfolgt; oft übernimmt dies auch der Bestatter. Die Abmeldung muss zeitnah geschehen, damit der Versicherungsschutz offiziell beendet wird. Auch Rentenversicherung und andere Verträge müssen informiert werden, wobei der Bestatter oft hilft, die Formalitäten zu erledigen. 

Was passiert, wenn der Rentner stirbt?

Wenn Sie sterben, endet Ihre Rente mit Ablauf des Sterbemonats; die Zahlung geht in den Nachlass über, überzahlte Beträge müssen die Erben zurückzahlen, und es können Hinterbliebenenrenten (Witwen-/Witwer-, Waisenrente) für berechtigte Angehörige entstehen, die einen Anspruch bei der Rentenversicherung stellen müssen, was oft eine Meldung des Todesfalls beinhaltet, um Leistungen zu sichern. 

Was zahlt der Staat bei Todesfall?

Der Staat zahlt bei einem Todesfall kein allgemeines Sterbegeld mehr für gesetzlich Versicherte, aber es gibt spezifische Leistungen wie Hinterbliebenenrenten (Witwen-/Witwer-, Waisenrente), Unterstützung für Beamte und Sozialhilfeempfänger (Sozialbestattung), sowie Zahlungen aus der Unfallversicherung oder Bundesversorgungsgesetz (z. B. bei Kriegsopfern). Die wichtigste Unterstützung ist die Hinterbliebenenrente der Deutschen Rentenversicherung, die den Partner absichert, während das Sozialamt bei Bedürftigkeit die Kosten für eine einfache Bestattung übernimmt (Sozialbestattung).
 

Wie lange zahlt die Krankenkasse nach dem Tod?

Nur bei der Krankenversicherung gilt stets: Die Krankenversicherung endet automatisch mit dem Tod des Versicherungsnehmers. Im Vertrag (mit)versicherte Personen können den Vertrag innerhalb von zwei Monaten nach Tod des Versicherungsnehmers fortsetzen.

Wann wird die letzte Rente nach dem Tod ausgezahlt?

Die letzte Rente wird bis zum Ende des Monats ausgezahlt, in dem der Rentenempfänger verstorben ist; diese Summe geht an die Erben. Danach müssen alle weiteren Zahlungen, die aufgrund technischer Verzögerungen noch eingehen, an die Rentenversicherung zurückgezahlt werden, da sie als Überzahlung gelten. Wichtig: Das Sterbevierteljahr (die ersten drei Monate nach dem Tod) wird als einmalige Zahlung an Hinterbliebene ausgezahlt, bevor die reguläre Rente endet und die Hinterbliebenenrente (z.B. Witwenrente) beantragt werden kann. 

Was zahlt die Pflegekasse im Todesfall?

Hat der Verstorbene zuletzt Pflegegeld erhalten, weil er ganz oder überwiegend von Angehörigen gepflegt wurde, so wird dieses für den vollen Todesmonat gezahlt – auch wenn der Bezieher am Monatsanfang verstorben ist. Bereits überwiesenes Geld muss also nicht zurückgezahlt werden.

Wie melde ich einen Todesfall bei der Rentenversicherung?

Um einen Todesfall bei der Rentenversicherung zu melden, informieren Sie den Renten Service der Deutschen Post (oft über die Postfiliale oder online/per Post an 13497 Berlin) oder direkt die Deutsche Rentenversicherung, idealerweise mit der Sterbeurkunde und der Rentenversicherungsnummer der verstorbenen Person, damit die Zahlungen eingestellt und eventuelle Hinterbliebenenrenten beantragt werden können. 

Wann bekommt man Bestattungsgeld?

Geld zur Beerdigung gibt man üblicherweise direkt in die Trauerkarte, die man bei der Trauerfeier überreicht, um die Hinterbliebenen praktisch zu unterstützen, oft mit einem Vermerk, wofür (z.B. Grabschmuck). Während es keine starren Fristen gibt, sollte es zeitnah zur Beerdigung geschehen, da es eine Geste der Anteilnahme in der akuten Trauerphase ist. Die Beträge variieren (oft 20-200€), je nach Nähe zur Familie und regionalen Bräuchen.
 

Wie lange muss ich Rechnungen von einem Verstorbenen bezahlen?

Rechnungen von Verstorbenen müssen grundsätzlich von den Erben bezahlt werden, da diese in die rechtliche Position des Erblassers eintreten; die Verjährungsfrist für die meisten Forderungen beträgt 3 Jahre nach Ablauf des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis davon erlangt hat, aber Unternehmen können Forderungen bis zu 5 Jahre lang geltend machen. Es gibt keine generelle Frist, wie lange ein Erbe warten muss, aber die Forderungen selbst unterliegen der Verjährung, daher ist es wichtig, schnell zu handeln, um Schulden zu klären und sich gegen unberechtigte Forderungen zu wehren. 

Gibt es Sterbegeld von der Rentenversicherung?

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt kein pauschales Sterbegeld mehr, aber sie gewährt stattdessen das sogenannte Sterbevierteljahr: Für die ersten drei Monate nach dem Tod (Sterbemonat plus drei Folgemonate) wird die Rente des Verstorbenen an den hinterbliebenen Ehepartner in voller Höhe ausgezahlt, ohne Einkommensanrechnung, als Vorschuss auf die Witwen-/Witwerrente. Dies gilt, wenn der Verstorbene rentenversichert war und ein Anspruch auf Witwen-/Witwerrente besteht. 

Kann ich die Beerdigungskosten vom Konto des Verstorbenen bezahlen?

Ja, die Beerdigungskosten können grundsätzlich vom Konto des Verstorbenen bezahlt werden, da diese Kosten als Nachlassverbindlichkeit gelten und vom Erbe getragen werden müssen; dazu müssen die Rechnungen bei der Bank eingereicht werden, die oft eine Haftungserklärung oder einen Erbschein verlangt, wobei auch eine sogenannte "transmortale" Vollmacht den Zugriff ermöglicht. 

Was ist im Todesfall zu tun Checkliste?

Im Todesfall müssen Sie zuerst einen Arzt rufen (für den Totenschein), dann engste Angehörige informieren, wichtige Unterlagen bereitlegen (Personalausweis, Geburts-/Heiratsurkunde), ein Bestattungsinstitut kontaktieren und später Behörden, Versicherungen und Verträge (Bank, Handy, Mietvertrag) regeln sowie einen Erbschein beantragen, um den Nachlass zu verwalten. 

Wie lange gilt eine Kontovollmacht über den Tod hinaus?

Die prämortale Vollmacht gilt ausschließlich zu Lebzeiten. Sie endet automatisch, sobald die bevollmächtigende Person verstirbt. Die postmortale Vollmacht tritt erst nach dem Tod in Kraft.