Welche Beitragszeiten zählen zur Grundrente?

Gefragt von: Karl-Otto Falk
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Zur Grundrente zählen mindestens 33 Jahre mit sogenannten Grundrentenzeiten, die sich aus Pflichtbeiträgen für Arbeit, Kindererziehung (bis 10 Jahre), nicht erwerbsmäßiger Pflege, Krankengeld oder Übergangsgeld zusammensetzen. Diese Zeiten müssen überwiegend niedrige Einkommen aufweisen. Freiwillige Beiträge, Schulausbildung und Arbeitslosengeld I/II zählen nicht dazu.

Welche Zeiten zählen zu den Grundrentenzeiten?

Zeiten, in denen Kinder erzogen wurden, zählen zu den Grundrentenzeiten. Das betrifft zum einen die Kindererziehungszeiten mit bis zu 36 Monaten für Kinder, die ab dem 1. Januar 1992 geboren wurden und bis zu 30 Monate für vor 1992 geborene Kinder.

Welche Zeiten zählen nicht zu den Grundrentenzeiten?

Was zählt nicht zu den „Grundrentenzeiten“? Nicht zu den Grundrentenzeiten zählen: Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld I und II, Zeiten der Schulausbildung, die sogenannte Zurechnungszeit (fiktiv verlängerter Lebenslauf zur Erhöhung einer Erwerbsminderungsrente) sowie freiwillige Beiträge.

Wie viele Arbeitsjahre braucht man für Grundrente?

Was als kleine Rente gilt, die per Grundrente aufgewertet werden kann, hängt von einer komplizierten Berechnung ab. Vereinfacht gesagt kann eine Grundrente gezahlt werden, wenn die ausgezahlte Rente nach 45 Jahren Beitragszahlung aus Erwerbstätigkeit unter 1.280 Euro liegt, bei 40 Beitragsjahren unter 1.144Euro.

Welche Zeiten gelten als Beitragszeiten?

(1) Beitragszeiten sind Zeiten, für die nach Bundesrecht Pflichtbeiträge (Pflichtbeitragszeiten) oder freiwillige Beiträge gezahlt worden sind. Pflichtbeitragszeiten sind auch Zeiten, für die Pflichtbeiträge nach besonderen Vorschriften als gezahlt gelten.

Zählen erarbeitete Beitragszeiten während der Altersrente zur Grundrente

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Was zählt alles zu Beitragsjahren bei der Rente?

Zu den Beitragsjahren in der deutschen Rentenversicherung zählen nicht nur Zeiten der Erwerbsarbeit mit gezahlten Pflichtbeiträgen, sondern auch verschiedene andere Abschnitte wie Kindererziehungs- und Pflegezeiten, Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld I, Krankengeld und auch Schul- sowie Studienzeiten (als Anrechnungszeiten). Auch freiwillige Beiträge und bestimmte Zeiten der Arbeitslosigkeit (z.B. bei Insolvenz) werden berücksichtigt, um die erforderlichen Wartezeiten (z.B. für die 35- oder 45-jährige Wartezeit) zu erfüllen und die spätere Rente zu berechnen. 

Welche Zeiten zählen nicht zur Rente?

Welche Zeiten sind keine Grundrentenzeiten?

  • Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II.
  • Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung.
  • Beitragszeiten nach dem Beginn einer Altersrente.
  • Monate, die aufgrund eines Versorgungsausgleichs/ Rentensplittings erlangt wurden.

Wie hoch ist die Grundrente, wenn ich nicht gearbeitet habe?

30 Prozent des Einkommens aus selbstständiger/nichtselbstständiger Tätigkeit, höchstens 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1. Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz. Unterhaltsansprüche gegenüber Eltern oder Kindern, wenn deren Jahreseinkommen unter 100.000 Euro liegt.

Was besagt die 5-Jahres-Regel für die Rente?

Die Veräußerung von Vermögenswerten, die mehr als fünf Jahre vor dem Bezug von Sozialleistungen oder einer Rente erfolgt, wird nicht berücksichtigt. Vermögenswerte, die innerhalb von fünf Jahren vor dem Antragsdatum veräußert werden, sind ab dem Datum der Schenkung fünf Jahre lang steuerpflichtig .

Wer bekommt die Grundrente von 850 €?

Anspruch auf den Grundrentenzuschlag haben Menschen mit Minirenten, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit aufweisen. Die Leistung soll zunächst gestaffelt werden, bei 35 Beitragsjahren kann sie die volle Höhe erreichen.

Wer bekommt die Grundrente nicht?

Niemand bekommt die Grundrente, der nie gearbeitet hat oder zu viel verdient, auch wenn er die nötigen Beitragsjahre (mindestens 33) zusammen hat; wer über den Einkommensgrenzen liegt (z. B. 2025 bei Alleinstehenden über ca. 14.380 € bzw. 1.840 €/Monat), dessen Zuschlag wird gekürzt oder gestrichen, wobei es keine Bedürftigkeitsprüfung gibt, sondern nur eine Einkommensprüfung nach oben. Auch wer nur Minijob-Zeiten oder Zeiten mit ALG-Bezug hat, die nicht voll zählen, oder wer sehr hohe Rentenansprüche hat (über 80 % des Durchschnittsverdienstes), geht leer aus.
 

Welche Jahre gelten als anrechnungsfähige Jahre für die Rente?

Ein „qualifizierendes Jahr“ ist ein Jahr, in dem ausreichende Beiträge zur Nationalversicherung (National Insurance contributions, NICs) gezahlt (oder als gezahlt behandelt) wurden oder in dem Sie Gutschriften für die Nationalversicherung erhalten haben .

Welche Anrechnungszeiten zählen zur Rente?

Berücksichtigungszeiten in der Rente sind gesetzlich anerkannte Zeiträume der Kindererziehung (bis zum 10. Geburtstag des Kindes) und früherer Pflege (eingeschränkt), die zwar keine direkten Beiträge bringen, aber helfen, die Wartezeiten für Renten zu erfüllen (z. B. 35 Jahre) und Lücken im Lebenslauf zu schließen, um Rentennachteile durch familiäre Sorgearbeit auszugleichen, sodass sie indirekt die Rentenhöhe beeinflussen und den Zugang zu Rentenarten erleichtern können. Sie sind ein Ausgleich dafür, dass in diesen Phasen oft keine oder geringere Beiträge gezahlt wurden.
 

Wie berechne ich meine Grundrentenzeiten?

Für die Berechnung der Grundrente zählen nur die Jahre, in denen Sie mindestens 30 % des Durchschnittsverdiensts erzielen, sprich: 0,3 Rentenpunkte pro Jahr, angesammelt haben. Ihr Rentenpunkte-Durchschnitt muss somit mindestens 0,3 betragen.

Wie viele Dienstjahre sind mindestens erforderlich, um eine Rente zu erhalten?

Die Mindestbezugszeit für die Rente beträgt 10 Jahre .

Wann hat man die Grundrentenzeiten erfüllt?

35 Jahre Grundrentenzeiten und im Schnitt 70 Prozent des Durchschnittsverdienstes erreicht. Damit hat sie die Voraussetzungen für einen Grundrentenzuschlag erfüllt.

Was besagt die 5-Jahres-Regel für den Ruhestand?

Die 5-Jahres-Regel: Erträge, die vor Ablauf von 5 Jahren abgehoben werden, sind steuerpflichtig und unterliegen, falls Sie jünger als 59½ Jahre sind, einer Strafgebühr von 10 %, sofern keine Ausnahme vorliegt . Die 5-Jahres-Frist beginnt am 1. Januar des Steuerjahres, in dem Sie Ihre erste Einzahlung in ein Roth-IRA-Konto geleistet haben.

Welche Jahre zählen als Rentenjahre?

Für die Rente zählen grundsätzlich alle Jahre des Erwerbslebens, also Pflichtbeitragszeiten (Arbeit, Selbstständigkeit) und auch rentenrechtliche Zeiten ohne Beiträge, wie z.B. Kindererziehungszeiten, Schul- und Studienzeiten (bis zu 8 Jahre), Zeiten der Arbeitslosigkeit (ALG I) oder Pflegezeiten, die sogenannte Wartezeit erfüllen. Jedes dieser Jahre trägt durch sogenannte Entgeltpunkte zur Rentenhöhe bei, wobei die ersten und letzten Jahre mathematisch gleich behandelt werden – hohe Einkommen in späteren Jahren erhöhen die Rente aber stärker. 

Kann ich eine Rente beziehen, wenn ich im Ausland lebe?

Sie können OAS-Zahlungen auch im Ausland erhalten, wenn: Sie nach Ihrem 18. Lebensjahr mindestens 20 Jahre in Kanada gelebt haben . Sie in einem Land gelebt und gearbeitet haben, das ein Sozialversicherungsabkommen mit Kanada hat, und Ihre Gesamtaufenthaltsdauer in beiden Ländern mindestens 20 Jahre beträgt.

Wie hoch ist die Rente, wenn ich nur 10 Jahre gearbeitet habe?

Nach 10 Jahren Arbeit erhalten Sie eine Rente, die von Ihrem Verdienst abhängt; bei durchschnittlichem Einkommen sind es rund 408 € brutto pro Monat (Stand 2025), da Sie ca. 10 Entgeltpunkte sammeln (10 Punkte x 40,79 € pro Punkt). Die genaue Höhe hängt vom Einkommen ab: Wer weniger verdient, bekommt weniger Punkte pro Jahr, wer mehr verdient, bekommt mehr. 

Woher weiß ich, ob ich Anspruch auf Grundrente habe?

Woher weiß ich, ob ich Anspruch auf Grundrente habe? Die Deutsche Rentenversicherung prüft den Anspruch auf Grundrente in der Regel automatisch, ohne dass ein gesonderter Antrag nötig ist. Wer mindestens 33 Beitragsjahre hat, kann grundsätzlich Anspruch auf den Rentenzuschlag haben.

Was ist die Hausfrauenrente?

Die Hausfrauenrente ist vorwiegend für jene Hausfrauen gedacht, die aus einer Pflichtversicherung das Anrecht auf die Altersrente nicht erreichen.

Was sind keine Grundrentenzeiten?

Nicht zu den Grundrentenzeiten gehören u.a. Zeiten wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II sowie Arbeitslosenhilfe, einer geringfügigen versicherungsfreien oder nicht versicherungspflichtigen Beschäftigung sowie Zeiten mit freiwilligen Beiträgen.

Was sind rentenrelevante Zeiten?

Rentenrechtliche Zeiten sind die Zeiten, die für die Berechnung und die spätere Höhe deiner Rente wichtig sind. Dazu zählen die Zeiten, in denen du Beiträge gezahlt hast, aber auch beitragsfreie Zeiten etwa für die Ausbildungssuche und Berücksichtigungszeiten für die Kindererziehung.

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.