Welche Heizungen dürfen länger als 30 Jahre laufen?

Gefragt von: Dietmar Martens
sternezahl: 4.2/5 (35 sternebewertungen)

Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, müssen oft ausgetauscht werden, außer es handelt sich um Brennwert- oder Niedertemperaturkessel (Konstanttemperaturkessel), welche länger laufen dürfen, sowie um kleine Heizungen (< 4 kW) oder sehr große (> 400 kW). Auch Öl- und Gasheizungen, die vor 2024 installiert wurden, genießen Bestandsschutz bis 2044 und dürfen weiter betrieben werden, müssen aber bei Defekten repariert und dürfen nicht einfach ersetzt werden, bis sie die 30-Jahres-Grenze erreichen, wenn es sich nicht um die Ausnahmen handelt.

Welche Heizung muss nach 30 Jahren nicht ausgetauscht werden?

Eine Heizung muss nach 30 Jahren nicht zwingend ausgetauscht werden, wenn es sich um eine moderne Brennwert- oder Niedertemperaturheizung handelt, eine geringe Leistung (< 4 kW oder > 400 kW) hat, nur Warmwasser erzeugt oder wenn Sie in einem selbst bewohnten Ein- oder Zweifamilienhaus seit 2002 leben; ansonsten besteht die Austauschpflicht für ältere Öl- und Gasheizungen fort, wobei Reparaturen weiterhin möglich sind, aber zukünftig strengere Bio-Anteile gelten und der CO2-Preis steigt. 

Welche Heizungen haben Bestandsschutz?

Unter den Bestandsschutz fallen alle vor dem 01.01.2024 installierten Gas- und Ölheizungen, die noch keine 30 Jahre Lebensdauer aufweisen. Auch wenn diese Heizungen behebbare Mängel oder Defekte aufweisen, besteht noch keine Austauschpflicht.

Welche Heizung kann man dauerhaft eingeschaltet lassen?

Ölradiatoren wie der abgebildete sind die sichersten Raumheizgeräte.

Wie lange darf ich meine 30 Jahre alte Ölheizung noch betreiben?

Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt in Deutschland die sogenannte Austauschpflicht für alte Heizungen. Das heißt: Wenn deine Heizung mit Gas oder Öl betrieben wird und älter als 30 Jahre ist, musst du sie verpflichtend austauschen. Außerdem dürfen fossile Heizsysteme nur noch bis 2044 betrieben werden.

Welche Heizung darfst du noch verwenden? [GEG 2024 65%-Regel]

15 verwandte Fragen gefunden

Welche Heizungen sind von der Austauschpflicht für alte Ölheizungen ausgenommen?

Die Austauschpflicht für alte Ölheizungen gilt hauptsächlich für Konstanttemperaturkessel über 30 Jahre, aber es gibt viele Ausnahmen: Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind befreit, ebenso Heizungen unter 4 kW oder über 400 kW. Wichtigste Ausnahme: Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die seit dem 1. Februar 2002 selbst darin wohnen, sind befreit, bis ein Eigentümerwechsel stattfindet (dann haben Käufer 2 Jahre Zeit). Auch Hybridheizungen mit Anteilen erneuerbarer Energien oder eine Umstellung auf Wärmenetze sind Alternativen.
 

Wer kontrolliert eine 30 Jahre alte Heizung?

Heizung über 30 Jahre alt: Austauschpflicht beachten – wie die Einhaltung kontrolliert wird. Konkret sind dafür die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger zuständig – das Wirtschaftsministerium spricht gegenüber unserer Redaktion von einer "unbürokratischen" Ausgestaltung.

Kann eine Heizung 50 Jahre halten?

Wie alt darf eine Heizung sein? Wie bereits kurz erwähnt, ist im Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Paragraph 72 festgelegt, dass Heizkessel, die älter als 30 Jahre alt sind und weder Brennwert- noch Niedertemperaturtechnik verwenden, ausgetauscht werden müssen.

Ist es besser, die Heizung den ganzen Tag eingeschaltet zu lassen?

Tatsächlich können Sie Ihre Heizkosten senken, wenn Sie die Leistung Ihrer Heizung über eine geringere Vorlauftemperatur reduzieren. Sie sollten die Heizung nachts aber nie ausschalten, da sich sonst die Schimmelgefahr erhöht und Sie am nächsten Morgen zusätzliche Energie für das Aufheizen benötigen.

Welche Heizung ist am langlebigsten?

Ölheizungen halten oft länger, etwa 20 bis 25 Jahre, während Gasheizungen in der Regel 15 bis 20 Jahre erreichen, abhängig von Wartung und Einsatzbedingungen.

Welche Strafen drohen, wenn eine Heizung älter als 30 Jahre ist?

Wenn Sie eine über 30 Jahre alte, nicht-effiziente Öl- oder Gasheizung (Standardkessel) besitzen und diese nicht austauschen, droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG), da Sie eine gesetzliche Austauschpflicht missachten. Der Schornsteinfeger meldet Verstöße, und die Behörden können Bußgelder verhängen, da Sie die Energieeffizienzziele gefährden. Es gibt Ausnahmen (z.B. bei irreparablen Defekten oder bei Umstieg auf erneuerbare Energien), aber das Ignorieren der Pflicht ist riskant. 

Kann eine Ölheizung 40 Jahre halten?

Ja, eine Ölheizung kann theoretisch 40 Jahre oder länger halten, aber das ist nicht empfehlenswert, da sie sehr ineffizient wird, hohe Kosten verursacht und das deutsche Gebäudeenergiegesetz (GEG) bei Kesseln über 30 Jahren eine Austauschpflicht vorsieht, sofern keine Ausnahmen (Brennwerttechnik, Eigennutzung etc.) greifen. Ältere Ölheizungen verbrauchen deutlich mehr Energie und haben eine schlechtere CO₂-Bilanz als moderne Anlagen, was den Betrieb teuer macht.
 

Welche Heizungen müssen bei Eigentümerwechsel ausgetauscht werden?

Verbot von Öl- und Gasheizungen: Bei einem Eigentümerwechsel muss die alte Öl- oder Gaszeizung ausgetauscht werden, wenn diese älter als 30 Jahre ist.

Wann legt Schornsteinfeger die Heizung still?

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen.

Was passiert, wenn ich meine Heizung nicht austausche?

Falls Ihr Heizungskessel gemäß Gebäudeenergiegesetz austauschpflichtig sein sollte, und Sie dies ignorieren, kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Zudem ist die Schornsteinfegerin bzw. der Schornsteinfeger berechtigt, Ihre Heizungsanlage aufgrund gesetzeswidrigen Betriebs stillzulegen.

Wer ist von der Austauschpflicht für die Heizung nach der GEG befreit?

Ist Ihre Heizungsanlage beispielsweise älter als 30 Jahre, arbeitet aber schon mit der Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik? Dann sind Sie von der Austauschpflicht befreit. Außerdem sind alle Heizungsanlagen ausgenommen, die weniger als 4 kW oder mehr als 400 kW Nennleistung haben.

Auf welcher Stufe ist die Heizung am sparsamsten?

Um Energie und damit Heizkosten zu sparen, ist richtiges Heizen das A und O. Denn im Schnitt entfallen rund 70 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf die Heizung.

Wie viel kostet es, die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen?

180 - 220 (wir rechnen im Beispiel mit 200 Tagen) für die Gesamtsumme einer jährlichen Heizperiode erhalten. Wir haben festgestellt, dass wir für die 1000 Watt Konvektorheizung täglich 2,56 € einplanen müssen, um 8 Stunden am Tag mit einem Tarif von 32 Cent pro kWh zu heizen (bzw. 2,00 € bei 25 Cent pro kWh).

Wie kalt wird ein Haus ohne Heizung?

Ein unbeheiztes Haus kühlt im Winter oft auf 7 bis 10 °C ab, kann aber bei starker Dämmung und geschlossenen Fenstern auch bei 5 bis 8 °C bleiben, während unbeheizte Keller eher 10-15 °C haben; die genaue Temperatur hängt stark von der Außentemperatur, der Dämmung und der Luftfeuchtigkeit ab, wobei extreme Kälte zu Schimmel- und Frostschäden (Rohre) führen kann. 

Wer muss die Heizung nach 30 Jahren tauschen?

Eine grundsätzliche Austauschpflicht für alte, fossile Heizkessel gibt es nicht. Nur Heizungen, die älter als 30 Jahre sind und gleichzeitig mit alter Technik funktionieren, müssen verpflichtend ausgetauscht werden (§ 72 GEG). Das betrifft Konstanttemperaturkessel, auch Standardkessel genannt.

Wie viel kostet eine neue Heizung mit Einbau und Heizkörpern?

Eine neue Heizung mit Einbau und Heizkörpern kostet je nach Heizsystem zwischen ca. 7.000 € (einfache Gasheizung) und über 40.000 € (moderne Wärmepumpe oder Holzheizung), wobei der reine Heizkörper-Tausch pro Stück ca. 300 bis 600 € (inkl. Einbau) kostet und die Gesamtkosten stark von der Heizungswahl, dem Aufwand der Installation und Förderungen abhängen. 

Wie viele Jahre halten Heizungsrohre?

Heizungsrohre halten je nach Material und Bedingungen zwischen 30 und über 100 Jahren, wobei moderne Verbundrohre oft 50 Jahre oder länger erreichen, während Kupferrohre meist 30-40 Jahre schaffen und Stahlrohre bei optimalen Bedingungen sogar 100 Jahre halten können, wenn sie geschlossene Systeme sind. Wichtig sind Wasserqualität und Wartung; ab 25-30 Jahren sollte man den Zustand prüfen lassen, um Lecks und Korrosion zu vermeiden.
 

Lohnt es sich, eine 30 Jahre alte Heizungsanlage zu reparieren?

In den meisten Fällen ist der Austausch Ihrer 30 Jahre alten Heizungsanlage die bessere Wahl . Das spart Ihnen insgesamt Geld, senkt Ihre Energiekosten, heizt Ihr Zuhause besser und beseitigt die Sorge vor einem Ausfall im kalten Winter.

Wann gilt eine Heizung als alt?

Für Öl- und Gasheizungen jedoch schon: Laut GEG müssen diese nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Als „alt" gelten übrigens bereits Heizungen, die länger als 15 Jahre laufen, da diese aufgrund ihrer ineffizienten Leistung wertvolle Energien verschwenden und übermäßig viel CO₂ ausstoßen.

Was kostet eine Überprüfung der Heizung?

Ein Heizungscheck kostet in der Regel zwischen 100 und 180 Euro, abhängig von Anbieter, Standort und der Komplexität Ihrer Heizung, wobei Schornsteinfeger oft günstiger sind, besonders bei Kombination mit anderen Terminen (z.B. Feuerstättenschau), um doppelte Anfahrtskosten zu vermeiden, die zusätzlich anfallenden Kosten für Optimierungen wie den hydraulischen Abgleich sind separat zu betrachten.