Welche Kosten beim Immobilienkauf kann ich als Werbungskosten geltend machen?

Gefragt von: Adam Kellner
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Absetzbare Kosten beim Immobilienkauf Kapitalkosten zur Finanzierung Ihrer Immobilie können Sie als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Dazu gehören beispielsweise Finanzierungszinsen, Grundbuchgebühren oder Makler- und Notarkosten, die im Zusammenhang mit der Investition entstehen.

Welche Werbungskosten kann ich beim Immobilienkauf geltend machen?

Finanzierungskosten für eine private, vermietete Immobilie (z. B. Darlehen zum Hausbau bzw. -kauf, zur Finanzierung von Reparaturmaßnahmen) stellen Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung dar und sind somit steuerlich absetzbar.

Welche Kosten können Immobilienkäufer steuerlich absetzen?

Anschaffungskosten beim Wohnungskauf steuerlich absetzen

  • die Maklerprovision.
  • die Notarkosten.
  • die Grunderwerbskosten.
  • Eintragung ins Grundbuch.

Welche Kaufnebenkosten sind Werbungskosten?

Einige wenige Kaufnebenkosten können sofort als Werbungskosten abgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Immobilienbewertung durch Sachverständige, wenn diese nicht von der Bank verlangt wird, oder Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag.

Welche Kosten zählen zu den Anschaffungsnebenkosten bei Immobilien?

Anschaffungsnebenkosten sind alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie anfallen, jedoch nicht direkt zum Kaufpreis gehören. Dazu zählen unter anderem Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Maklergebühren und Gutachterkosten.

⁠So viel kannst du von der Steuer absetzen - Wie das Finanzamt deine vermietete Immobilie sieht

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Welche Anschaffungskosten sind absetzbar?

Anschaffungskosten steuerlich abschreiben

  • Gebäude und bauliche Anlagen.
  • Außenanlagen.
  • Technische Anlagen.
  • Maschinen und Geräte, Betriebsausstattung.
  • Büro- und Geschäftsausstattung (einschließlich Software)
  • Fahrzeuge.
  • Sonstige Anlagegüter.
  • Musikinstrumente, -zubehör.

Was kommt beim Hauskauf an Kosten dazu?

Beim Hauskauf kommen neben dem eigentlichen Kaufpreis noch erhebliche Nebenkosten hinzu, hauptsächlich Grunderwerbsteuer (3,5-6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5-2 %), oft eine Maklerprovision (bis zu 3,57% + MwSt.) sowie eventuelle Kosten für Gutachten, Renovierungen und Modernisierungen, insgesamt oft 10-15 % extra, die Sie als Eigenkapital einplanen müssen. 

Kann ich die Grunderwerbsteuer als Werbungskosten absetzen?

Wenn du eine Immobilie kaufst und vermietest, kannst du die Grunderwerbsteuer als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Das gilt für alle – egal ob angestellt oder selbstständig. Entscheidend ist nicht dein Beruf, sondern ob du die Immobilie vermietest und damit Einnahmen erzielst.

Welche Nebenkosten kann ich als Eigentümer steuerlich absetzen?

Betriebskosten: Diese umfassen laufende Ausgaben, die im Rahmen der Vermietung anfallen, wie Heizkosten, Hausmeisterdienste, Müllabfuhr, Wasser und Abwasser. Diese Kosten können zu 100 % in der Steuererklärung als Werbungskosten abgesetzt werden, wenn die Kosten nicht auf die Mietende umgelegt worden sind.

Was zählt nicht zu den Anschaffungsnebenkosten?

Anschaffungsnebenkosten: Was zählt dazu, was nicht? Zu den Anschaffungsnebenkosten gehören die Posten, die Sie neben dem eigentlichen Kaufpreis direkt aufwenden, um einen Gegenstand zu erwerben und ihn betriebsbereit zu machen. Nicht dazu zählen Umsatzsteuer und Preisminderungen (Rabatte oder Skonti).

Was ist beim Immobilienverkauf steuerlich absetzbar?

Für Verkäufer:innen steuerlich absetzbar sind die Notargebühren, wenn für den Verkauf der Immobilie Spekulationssteuer anfällt. Käufer:innen können die Kaufnebenkosten dann steuerlich absetzen, wenn sie die Immobilie nach dem Kauf vermieten oder gewerblich nutzen.

Sind Notarkosten beim Immobilienkauf steuerlich absetzbar?

Notarkosten steuerlich absetzen

Bei einer privaten Eigennutzung sind die Kosten in der Regel nicht absetzbar. Vermietest du die Immobilie hingegen, gelten die Notarkosten als Werbungskosten. Sie zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und reduzieren deine steuerliche Bemessungsgrundlage für die Vermietungseinkünfte.

Wie kann ich beim Immobilienkauf Steuern sparen?

Privater Kauf von Immobilien nicht steuerlich absetzbar

Sehr bedauerlich, denn genau hier summieren sich bei der Anschaffung die Tausender. Steuern sparen mit Immobilien ist aber zum Beispiel beim getrennten Erwerb von Grundstück und Haus, beim Umzug und durch die Beiträge zur Riester Rente möglich.

Was kann ich bei einem Immobilienkauf von der Steuer absetzen?

folgende Posten steuerlich geltend machen:

  1. Kaufpreis (Immobilie OHNE Grundstück): über jährliche Gebäudeabschreibung (in der Regel 2 Prozent der AfA(Absetzung für Abnutzung)-Bemessungsgrundlage)
  2. Grunderwerbsteuer.
  3. Notargebühren.
  4. Grundbuchkosten.
  5. Maklerprovision.
  6. Kreditzinsen.

Kann ich die Anschaffungskosten meiner Immobilie als Werbungskosten geltend machen?

Wer eine Immobilie vermietet, kann die Anschaffungskosten des Gebäudes über die Nutzungsdauer in Form der Abschreibung als Werbungskosten geltend machen. Bei Wohnimmobilien beträgt die Nutzungsdauer regelmäßig 50 Jahre und es kann eine kürzere nachgewiesen werden.

Was sind vergebliche Werbungskosten?

Was sind vergebliche Werbungskosten? Vergeblich sind Werbungskosten, wenn der Zusammenhang der Aufwendungen mit Einnahmen im Rahmen einer Einkunftsart zwar gegeben ist, der konkrete Zweck der Aufwendungen aber nicht erreicht wurde, insbesondere die angestrebten Einnahmen nicht erzielt wurden.

Welche Kosten kann ich als Hauseigentümer von der Steuer absetzen?

Selbstgenutzte Immobilie: Diese Ausgaben können Sie geltend machen

  • Arbeiten an der Fassade oder am Dach.
  • Reparatur oder der Austausch von Fenster und Türen.
  • Wartung oder der Austausch von Heizungsanlagen.
  • Modernisierung von Küche und Badezimmer.
  • Reparatur von Haushaltsgegenständen wie etwa der Waschmaschine.

Welche Nebenkosten sind nicht absetzbar?

Das Wichtigste in Kürze

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen aus der Nebenkostenabrechnung sind steuerlich absetzbar.
  • Nur der Arbeitsanteil (nicht Materialkosten) wird vom Finanzamt anerkannt. ...
  • Verwaltungskosten, Rücklagen und reine Materialkosten werden vom Finanzamt nicht akzeptiert.

Welche Materialkosten sind steuerlich absetzbar?

Diese Handwerkerrechnungen können Sie von der Steuer absetzen:

  • Schornsteinfegergebühren und Kamineinbau.
  • Maler-, Tapezier- und Fliesenarbeiten innen und außen am Haus.
  • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen wie Teppichboden, Parkett, Fliesen.
  • Dach- oder Fassadenarbeiten.
  • Dachgeschossausbau, Kellerausbau.

Welche Ausgaben kann ich von der Grunderwerbsteuer abziehen?

Wenn Sie ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen, müssen Sie Grunderwerbsteuer ans Finanzamt zahlen. Je nach Bundesland ist die Grunderwerbsteuer unterschiedlich hoch und beträgt 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises. Verhandeln oder Ausgaben von der Grunderwerbsteuer abziehen ist nicht möglich.

Sind Notarkosten Werbungskosten oder Anschaffungskosten?

Notar und Grundbuchgebühren, die mit der Eintragung der Grundschuld in Zusammenhang stehen, gehören nicht zu den Anschaffungskosten des Objektes. Es handelt sich hingegen um Geldbeschaffungskosten, die in voller Höhe als Werbungskosten abzugsfähig sind.

Was zählt alles zu den Werbungskosten bei der Steuererklärung?

Werbungskosten sind beruflich bedingte Kosten, die Du steuerlich absetzen kannst. Zu den Werbungskosten gehören z. B. Arbeitsmittel, Arbeitsbekleidung, Fahrtkosten, Arbeitszimmer, Reisekosten, Bewerbungskosten, Umzugskosten, Kontoführungsgebühren (pauschal 16 €), Fortbildungskosten.

Was sind versteckte Kosten beim Hauskauf?

Unter sogenannten versteckten Kosten versteht man die Kosten, die Käuferinnen und Käufern zusätzlich zum Kaufpreis beim Erwerb einer Immobilie entstehen. Zu den obligatorischen Kaufnebenkosten, die bei jedem Immobilienkauf anfallen, zählen: die Notargebühren. die Gebühren für den Grundbucheintrag.

Wie viel Eigenkapital für 500.000 € Haus?

Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro wären das rund 60.000€ Kaufnebenkosten. Zusätzlich empfehlen wir bei eigengenutzten Immobilien häufig, weitere 10% des Kaufpreises der Immobilie als Eigenkapital zur Verfügung stehen zu haben. Für eine 500.000€-Immobilie wären das 50.000€.

Was gehört zu den Anschaffungsnebenkosten einer Immobilie?

Kaufnebenkosten bei Immobilien sind zusätzliche Kosten zum Kaufpreis, die typischerweise 10 bis 15 % ausmachen und hauptsächlich aus der Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5–2 %) sowie der Maklerprovision (oft 3–3,57 % + MwSt.) bestehen. Hinzu kommen optional Kosten für Gutachter, Finanzierung, Renovierung oder Umzug, die ebenfalls eingeplant werden müssen.