Welche Kuren bietet die AOK an?

Gefragt von: Friedhelm Münch
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Die AOK bietet verschiedene Arten von Kuren und Rehabilitationen an, darunter Vorsorgekuren (ambulant & stationär), Rehabilitationskuren (ambulant & stationär) sowie spezielle Mutter-/Vater-Kind-Kuren, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen – oft mit Fokus auf Atemwege, Haut, Psyche, Gelenke oder nach schweren Erkrankungen, wobei der Arzt die medizinische Notwendigkeit feststellt und den Antrag stellt.

Für welche Krankheiten kann man eine Kur beantragen?

Indikationen für Kur, Reha und einen gesunden Urlaub

  • Atemwegserkrankungen, Lunge.
  • Augenerkrankungen.
  • Kinderkrankheiten.
  • Frauenkrankheiten, Gynäkologie.
  • Gefäß- und Venenerkrankungen.
  • Geriatrie, Alterserkrankungen.
  • Harnwege, Prostata, Nieren, Urologie.
  • Hauterkrankungen, Psoriasis, Neurodermitis, Dermatologie.

Welche Kuren werden von der Krankenkasse übernommen?

Die Krankenkassen müssen medizinisch notwendige Kuren und damit auch Mutter- und Kind-Kuren bewilligen. Ansprechpartner ist der Haus- oder Frauenarzt, der die Mutter- und Kind-Kuren oder Vater- und Kind-Kuren bei der Krankenkasse beantragt.

Welche Arten von Kuren gibt es?

Kurformen

  • Ambulante Vorsorgekur (auch offene Badekur genannt) Eine Vorsorgekur soll Krankheiten verhüten, wenn die körperliche oder geistige Gesundheit bereits geschwächt ist. ...
  • Stationäre Vorsorgekur. ...
  • Ambulante Rehabilitationskur. ...
  • Stationäre Rehabilitationskur. ...
  • Anschlussheilbehandlung. ...
  • Mutter/Vater-Kind-Kur.

Wann steht mir eine Kur zu?

Eine Kur steht Ihnen zu, wenn Ihre Gesundheit durch Krankheiten oder Mangelerscheinungen (wie Bewegungsmangel, Stress) gefährdet ist, eine Besserung Aussicht auf Erfolg hat, ambulante Maßnahmen nicht mehr ausreichen und Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, wie z.B. in den letzten Jahren Beiträge gezahlt zu haben (oft 6 Monate in 2 Jahren). Der erste Schritt ist immer der Gang zum Arzt, der die Notwendigkeit feststellt und den Antrag bei Ihrer Krankenkasse oder der Rentenversicherung einreicht. 

Generationswechsel bei der AOK Plus

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Wann steht die Kur zu?

Sie haben eine Mindestversicherungszeit erreicht. Je nach Reha-Leistung können dies 5 oder 15 Jahre Wartezeit sein, in anderen Fällen genügt es, in den vergangenen zwei Jahren vor der Antragsstellung mindestens in 6 Kalendermonaten Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt zu haben.

Welche Gründe kann ich für eine Kur angeben?

Gründe für eine Kur sind oft körperliche oder psychische Erschöpfung (Burnout, Stress, Schlafstörungen), chronische Beschwerden wie Rücken-, Atemwegs- oder Hautprobleme (Asthma, Neurodermitis), Stoffwechselerkrankungen oder die Notwendigkeit, nach Operationen wieder fit zu werden (z.B. Knie-OP). Auch die Belastung durch die Mutter-/Vaterrolle mit Kindern (Mutter-Kind-Kur/Vater-Kind-Kur) ist ein häufiger Anlass, um die eigene Gesundheit zu stabilisieren und neue Bewältigungsstrategien zu lernen. Eine Kur dient der Gesundheitsvorsorge, Prävention und Rehabilitation, wenn die Alltagsfähigkeit bedroht ist. 

Wie bekomme ich eine Kur bei Erschöpfung?

Um eine Kur wegen Erschöpfung zu beantragen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt, der die medizinische Notwendigkeit bestätigt und Sie bei der Antragstellung unterstützt. Der Arzt füllt einen Befundbericht aus, den Sie zusammen mit den Antragsformularen bei Ihrer Krankenkasse oder der Deutschen Rentenversicherung (DRV) einreichen, um eine stationäre oder ambulante Kur zu bekommen, die hilft, Stress abzubauen und die Erwerbsfähigkeit zu sichern.
 

Was ist der Unterschied zwischen einer Reha und einer Kur?

Der Hauptunterschied ist das Ziel: Eine Kur dient der Gesundheitsvorsorge und Prävention bei ersten Beschwerden, während eine Reha (Rehabilitation) die Wiederherstellung der Gesundheit nach einer Krankheit oder Verletzung zum Ziel hat, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Kuren sind oft entspannter und wellness-orientierter (z. B. Bäder, Massagen), Rehas fordern die aktive Mitarbeit des Patienten mit intensiverer Therapie (Physio-, Ergo-, Psychotherapie). 

Welche Kur ist die beste?

Die Rehakliniken Borkum, Feldberg, Schwabenland, Waldfrieden und Zorge sowie die Kliniken Saarwald und Nordlicht erhalten die Auszeichnung "Top-Rehaklinik" im Bereich „Eltern-Kind-Reha/Kuren“ in Deutschlands größtem Rehaklinik-Vergleich von FOCUS-GESUNDHEIT für das Jahr 2023.

Wie bekomme ich eine Kur am Meer?

Für einen Kuraufenthalt am Meer können Sie zwischen verschiedenen Formen von Kureinrichtungen wählen. Eine medizinische Kur wird meist in einer speziellen Kurklinik, Rehaklinik oder einem Kurzentrum durchgeführt. Sehr groß ist das Angebot medizinischer Kureinrichtungen an der Nordsee und Ostsee.

Wann kann man eine Kur beantragen AOK?

Sie kann erforderlich werden, wenn eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit droht und die ärztliche Behandlung einschließlich Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln nicht mehr ausreicht. Für eine Reha kommt entweder eine ambulante oder eine stationäre Maßnahme infrage.

Was sind Erholungskuren?

Erholungskuren ermöglichen Ihnen, sich nach einer Krankheit, die Ihren allgemeinen Gesundheitszustand geschwächt hat, zu erholen und zu genesen. Die Kosten werden von bestimmten Zusatzversicherungen übernommen und müssen in von der Groupe Mutuel anerkannten Einrichtungen durchgeführt werden.

Welche Voraussetzungen sind für eine Kur notwendig?

Kinder bis zwölf Jahre können als Begleitperson mitfahren oder nehmen an den Behandlungen teil, falls sie welche benötigen. Die wesentliche Voraussetzung für die Genehmigung einer solchen Kur ist, dass dadurch gesichert ist, dass Sie langfristig Ihrer Erziehungsverantwortung angemessen nachkommen können.

Welche Diagnosen gibt es für Reha?

Unsere ausführlichen Klinik-Profile aller Rehakliniken, Kurkliniken und Sanatorien helfen Ihnen zusätzlich bei der Entscheidung.

  • Alkoholsucht. Alkoholsucht ist eine seelische Erkrankung, ...
  • Angststörungen. ...
  • Asthma. ...
  • Bandscheibenvorfall. ...
  • Brustkrebs. ...
  • COPD. ...
  • Depression. ...
  • Herzinfarkt.

Welche Kuren werden von der Krankenkasse bezahlt?

Die deutschen Krankenkassen gewähren in der Regel ihren Mitgliedern einen Krankenkassenzuschuss zum Kururlaub, die sogenannte „Ambulante Vorsorgemaßnahme“. Dies gilt nicht für Kuren in Deutschland sondern auch für Kuren in Tschechien, Kuren in Polen oder Kuren in Ungarn.

Wie viel kostet eine 3-wöchige Kur?

Wieviel kostet eine stationäre Reha? Die Kosten für eine Rehabilitationsmaßnahme über 3 Wochen (z.B. in der Orthopädie oder der Kardiologie) belaufen sich auf 3.000 bis 4.000 €. Eine psychosomatische Reha dauert in der Regel 5 Wochen und kostet daher eher 7.000 €.

Wann macht eine Kur Sinn?

Gründe für eine Kur sind beispielsweise starke oder anhaltende körperliche Beeinträchtigungen und Schmerzen oder auch eine psychische Überlastung, die sich unterschiedlich zeigen kann, etwa in Depressionen, Nervenzusammenbrüchen und Aggressionen.

Was ist ein Kururlaub?

Ein Kururlaub ist eine gezielte Auszeit zur Gesundheitsförderung, die Erholung mit therapeutischen Maßnahmen in Kurorten verbindet, um Krankheiten vorzubeugen oder bestehende Beschwerden zu lindern, oft durch natürliche Heilmittel und ärztlich begleitete Anwendungen wie Bäder, Inhalationen und Bewegungstherapien, und dient der Stärkung von Körper und Geist. Er ist eine Form der Vorsorge (Prävention) und unterscheidet sich von einer Rehabilitation (Reha), die sich auf die Wiederherstellung nach akuten Krankheiten konzentriert. 

Wie sage ich dem Arzt, dass ich eine Auszeit brauche?

Um dem Arzt eine Auszeit zu kommunizieren, sei ehrlich über deine Erschöpfung, nutze einfache Sätze wie „Ich fühle mich ausgebrannt“ oder „Ich brauche dringend eine Pause, weil…“, beschreibe deine Symptome (Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme) und bitte um eine gründliche Untersuchung, um körperliche Ursachen auszuschließen und einen Plan zu entwickeln. Du kannst einen Spickzettel nutzen, um nichts zu vergessen, und dir bewusst machen, dass dies ein notwendiger Schritt zur Genesung ist, nicht Schwäche. 

Was hilft gegen dauernde Erschöpfung?

Wenn Sie ständig erschöpft sind, sollten Sie zuerst einen Arzt aufsuchen, um ernste Ursachen auszuschließen, aber generell helfen viel Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Wasser, ausreichend Schlaf (7-8 Stunden) sowie Pausen und Stressabbau (Yoga, Meditation). Auch ein kurzer Powernap am Mittag kann Energie spenden. 

Welche Kur bei Stress?

Bringen Sie Ruhe in Ihr Leben mit diesen Kurformen für die Behandlung von Stress

  • Ayurveda Kur. ab 793 € Das Heilverfahren Ayurveda stammt aus Indien und zielt auf eine ganzheitliche Behandlung ab. ...
  • Wellness Kur. ab 151 € ...
  • Präventionskur. ab 658 €

Was schreibe ich in den Selbsteinschätzungsbogen Reha?

Um den Reha-Selbsteinschätzungsbogen (oft G0115) richtig auszufüllen, beschreiben Sie ehrlich und detailliert, wie Ihre aktuellen gesundheitlichen Probleme Ihr tägliches Leben und Ihre Arbeit beeinträchtigen, fokussieren Sie sich auf berufliche und familiäre Belastungen und formulieren Sie Ihre Reha-Ziele, die zu den Diagnosen Ihres Arztes passen, damit die Maßnahme als notwendig anerkannt wird. Wichtig ist, dass Ihre Angaben nicht im Widerspruch zum ärztlichen Befundbericht stehen und Sie Ihre Schwierigkeiten spezifisch benennen. 

Was muss ich tun, wenn ich eine Kur beantragen möchte?

Die Krankenkassen zahlen etwas dazu, wenn der Arzt die medizinische Erforderlichkeit bescheinigt.

  1. Sie benötigen: ...
  2. Schritt 1 – Gespräch mit dem Arzt. ...
  3. Schritt 2 – Arzt füllt Antrag auf Kur aus. ...
  4. Schritt 3 – Antrag bei der Kasse abgeben. ...
  5. Schritt 4 – Widerspruch, wenn abgelehnt wird.

Wann wird eine Kur abgelehnt?

Den Grund für die Ablehnung Ihres Reha-Antrags entnehmen Sie dem Ablehnungs-Bescheid. In den meisten Fällen werden Reha-Anträge dann abgelehnt, wenn entweder die letzte Reha-Maßnahme noch keine 4 Jahre zurück liegt oder der Kostenträger die Reha-Fähigkeit bezweifelt und alternative Maßnahmen als zielführender erachtet.