Welche Steuern fallen bei der Auszahlung der Riester-Rente als 30% Einmalbetrag an?

Gefragt von: Irmhild Ritter
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Sofortrente: Bis zu 30 % des Kapitals können Sie sich als Sofortrente auszahlen lassen. Beachten Sie aber, dass Sie diese Sofortrente als Einkommen versteuern müssen. Steuern: Die Auszahlung ist zu 100 % zum persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Wie wird die Riester-Rente bei einer Einmalzahlung versteuert?

Du versteuerst die Gesamtsumme auf einen Schlag.

In dem Fall zieht dir der Staat davon 30 Prozent an Steuern ab. Versteuern musst du dann nur die verbleibenden 70 Prozent. Aber denk daran: In dem Jahr der Kontoauflösung wird eine sehr hohe Steuersumme auf die Einmalzahlung fällig, ohne dass du hohe Einnahmen hast.

Wie wird die Riester-Rente mit 30 % Auszahlung besteuert?

Ja, die 30 % Riester-Auszahlung zu Rentenbeginn sind voll steuerpflichtig und werden mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert, da Sie die Beiträge in der Ansparphase steuerlich geltend gemacht haben. Diese Einmalzahlung erhöht Ihr Einkommen im Auszahlungsjahr, was zu einer höheren Steuerbelastung führen kann. Die restlichen 70 % werden als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt und ebenfalls versteuert, jedoch oft günstiger, da der Rentnersteuersatz niedriger ist. 

Wie wird die Einmalzahlung der Riester-Rente mit der Fünftelregelung besteuert?

Diese Einmalzahlung ist im Jahr der Auszahlung als sonstige Einkünfte voll steuerpflichtig, soweit sie auf geförderten Beiträgen beruht. Ab 2018 wird die Einmalzahlung jedoch durch Anwendung der sog. Fünftelregelung (Berechnung der Steuer für 1/5 der Einmalzahlung und Multiplikation mit fünf) ermäßigt besteuert.

Kann die Riester-Rente als einmalzahlung ausgezahlt werden?

Ja, eine Riester-Rente kann teilweise als Einmalzahlung ausgezahlt werden (bis zu 30 % des Kapitals), aber eine vollständige Auszahlung ist nur unter bestimmten Ausnahmen möglich, z.B. bei sehr geringem Guthaben (Kleinbetragsrente) oder für Grundsicherungsberechtigte. Der größte Teil muss als lebenslange Rente gezahlt werden, und die Einmalzahlung unterliegt der Einkommensteuer. 

Wie wird die Auszahlung Deiner Riester-Rente versteuert? | So funktioniert es

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Wie wird eine Rentenversicherung bei Einmalzahlung versteuert?

Eine Einmalzahlung aus der Rentenversicherung kann steuerpflichtig sein, aber die Besteuerung hängt stark davon ab, ob es sich um eine gesetzliche oder private Rente handelt und wann der Vertrag geschlossen wurde: Bei privaten Rentenversicherungen (ab 2005) muss meist nur die Hälfte der Erträge versteuert werden (Halbeinkünfteverfahren), wenn bestimmte Alters- und Laufzeitvoraussetzungen erfüllt sind. Sonderzahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung (um Rentenabschläge auszugleichen) sind hingegen steuerlich absetzbar (als Sonderausgaben) und mindern das zu versteuernde Einkommen bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. 

Ist eine Auszahlung von 30% der Riester-Rente möglich?

Sofortrente: Bis zu 30 % des Kapitals können Sie sich als Sofortrente auszahlen lassen. Beachten Sie aber, dass Sie diese Sofortrente als Einkommen versteuern müssen. Steuern: Die Auszahlung ist zu 100 % zum persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Wie sollte man sich die Riester-Rente auszahlen lassen?

Für die Auszahlung der Riester-Rente gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir das gesamte Vorsorgevermögen als lebenslange Rente auszahlen lassen. Oder du lässt dir eine Einmalzahlung in Höhe von 30 % des Gesamtkapitals (20 % bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden) auszahlen.

Wann macht die Fünftelregelung keinen Sinn?

Wenn das zu versteuernde Einkommen bereits ohne außerordentliche Einkünfte so hoch ist, dass der Spitzensteuersatz erreicht ist, hat die Fünftelregelung keine Auswirkung.

Wie wird eine Einmalzahlungsrente versteuert?

Einmalauszahlungen sind gar steuerfrei. Allerdings müssen genauso wie bei den jüngeren Verträgen die vollen Krankenversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente bezahlt werden. Man nennt dies auch Doppelverbeitragung. Denn bei solchen Altverträgen hat man während der Ansparphase bereits Sozialabgaben bezahlt.

Warum muss ich die Auszahlungen meiner Riester-Rente versteuern?

Die Rentenzahlungen aus der Riester-Rente unterliegen der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, dass die Beiträge in der Ansparphase steuerlich gefördert werden, aber in der Auszahlphase versteuert werden. Die Auszahlungen der Riester-Rente werden mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

Wie viel Steuern bei Kapitalauszahlung?

Bei einer Kapitalauszahlung in Deutschland werden Erträge meist mit der 25 % Abgeltungsteuer besteuert, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) und ggf. Kirchensteuer (8–9 % der Steuer). Für betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder Lebensversicherungen gelten spezielle Regeln: oft der persönliche Steuersatz auf den Ertragsanteil oder die gesamte Auszahlung (nach einem Freibetrag), was zu höheren Steuern (bis zu 42 %) führen kann, besonders bei Einmalzahlungen, die in ein hohes Einkommensjahr fallen. 

Wie berechne ich die Auszahlung meiner Riester-Rente?

Die Berechnung der Riester-Auszahlung hängt von Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Kosten ab und erfolgt meist über Online-Rechner, die Ihre Daten (Einkommen, Kinder) verwenden, um das angesparte Kapital zu schätzen und daraus eine monatliche Rente oder eine teilweise Einmalzahlung zu ermitteln, wobei die Rentenhöhe mit dem persönlichen Steuersatz versteuert wird. Sie erhalten meist eine lebenslange Rente, können sich aber bis zu 30 % des Kapitals einmalig auszahlen lassen und versteuern dann 30 % der Gesamtsumme (bei Einmalzahlung) oder einen Teil der monatlichen Rente (Renteneintritt: ca. 83,5 % des Betrags). 

Wird die Riesterrate bei Auszahlung besteuert?

Wie alle Renteneinkünfte wird auch die Riesterrente bei Auszahlung besteuert. Der Umfang der Besteuerung richtet sich danach, ob Ihre eingezahlten Beiträge durch die Altersvorsorgezulage und/oder den zusätzlichen Sonderausgabenabzug gefördert oder nicht gefördert waren.

Welche Abzüge gibt es bei Riester-Rente?

Die Riester-Rente bietet in der Ansparphase Steuervorteile, da Beiträge bis 2.100 € (2024/2025) pro Jahr als Sonderausgaben absetzbar sind (Voraussetzung: Mindestens 4 % des Bruttoeinkommens einzahlen) und staatliche Zulagen (Grund-, Kinder-, Berufseinsteigerbonus) gewährt werden. Dafür unterliegt die spätere Rentenauszahlung der nachgelagerten Besteuerung: Rentenbezüge werden voll besteuert, aber da der Steuersatz im Alter meist niedriger ist, profitieren viele von diesem Vorteil. 

Was ändert sich 2025 bei der Riester-Rente?

Bei Einführung der Riester-Rente lag der gesetzliche Garantiezins, der generell für die gesamte Dauer eines Vertrags gilt, noch bei 3,25 Prozent. Nach jahrelangem Sinkflug bis auf 0,25 Prozent wurde er zu Jahresbeginn 2025 auf 1 Prozent angehoben.

Wie wird eine Einmalzahlung versteuert?

Einmalzahlungen, so etwa Mitarbeiterboni und Prämien, sind grundsätzlich steuer- und sozialabgabepflichtig. Eine Bonuszahlung beispielsweise gilt dabei nicht als laufender Entgeltbezug, sondern gehört zu den „sonstigen Bezügen“, die Arbeitnehmer einmalig beziehungsweise nicht regelmäßig erhalten.

Ist die Fünftelregelung immer günstiger?

Wann macht eine Fünftelregelung Sinn? Die Fünftelregelung ist immer günstiger. Arbeitnehmer, die eine Lohnersatzleistung beziehen profitieren von der Regelung. Bei Arbeitslosen mit Lohnersatzleistungen wird der Vorteil allerdings durch den Progressionsvorbehalt verringert.

Wie wird die Steuer nach der Fünftelregelung berechnet?

Wie wird die Steuer mit der Fünftelregelung berechnet? Die Abfindung wird rechnerisch durch fünf geteilt und zum regulären Einkommen hinzugerechnet. Aus der Differenz der Steuerbeträge ergibt sich ein Teilbetrag, der anschließend mit fünf multipliziert wird.

Wie wird die Einmalzahlung auf die Riester-Rente besteuert?

Durch die Einmalauszahlung zu Beginn, fallen Ihre monatlichen Auszahlungen anschließend entsprechend geringer aus. Den Einmalbetrag müssen Sie nach der Auszahlung voll versteuern.

Was ist besser, monatliche Rente oder Kapitalauszahlung?

Besser ist, was zu Ihrer individuellen Situation passt: Die monatliche Rente bietet lebenslange finanzielle Sicherheit und Planungssicherheit, ideal bei weniger Rücklagen. Die Kapitalauszahlung bietet Flexibilität, ermöglicht größere Anschaffungen (Immobilie, Kredit) und kann bei früherem Tod vorteilhaft für Erben sein, birgt aber das Risiko, das Geld selbst zu verbrauchen, bevor man stirbt, und hat oft eine andere Besteuerung.
 

Kann Riester-Rente einmalig ausgezahlt werden?

Sie können sich die Riester-Rente auch teilweise auszahlen lassen, allerdings ist die Teilauszahlung auf 30 Prozent begrenzt. Das heißt, bei Rentenbeginn können Sie sich einmalig 30 Prozent Ihres Riester-Kapitals auf einmal auszahlen lassen. Der Restbetrag wird dann ganz normal als lebenslange Rente ausgezahlt.

Wie lässt man sich am besten die Riester-Rente auszahlen?

Eine Riester-Rente vor Rentenbeginn ausgezahlt zu bekommen, ist eigentlich nur durch Kündigung möglich. Wird die Riester-Rente gekündigt, müssen jedoch staatliche Zulagen und Förderungen zurückgezahlt werden. Beides zieht der Anbieter automatisch ab und zahlt den verbleibenden Rest aus.

Was bleibt von der Riester-Rente übrig?

Von der Riester-Rente bleibt am Ende eine lebenslange Rente übrig, von der Sie sich zu Beginn 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen können, aber der Rest wird besteuert. Die Auszahlungen werden nachgelagert besteuert, also im Alter versteuert, aber Sie müssen die staatlichen Zulagen zurückzahlen, wenn Sie vorzeitig kündigen oder das Kapital vor Rentenbeginn entnehmen (außer bei bestimmten Wohnzwecken). Bei einer Kündigung geht ein erheblicher Teil verloren, da Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, der sogenannte Rückkaufswert ist deutlich niedriger als das gesamte Guthaben. 

Was passiert mit Riester, wenn ich sterbe?

Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an die Erben, wobei es entscheidend ist, wer erbt: Der Ehepartner kann das Guthaben steuerbegünstigt in einen eigenen Vertrag übernehmen (Zulagen bleiben erhalten), kindergeldberechtigte Kinder können es als Waisenrente erhalten (mit Zulagen), während andere Erben meist die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen, da diese an die förderberechtigte Person gebunden sind. Bei Rentenbeginn sichert eine vereinbarte Rentengarantiezeit dem Ehepartner die Rentenzahlung für einen bestimmten Zeitraum.