Welche Steuern fallen bei der Kündigung einer Direktversicherung an?

Gefragt von: Ella Thiele
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Bei Kündigung einer Direktversicherung fallen in der Regel volle Einkommensteuer auf die Auszahlung an (nachgelagerte Besteuerung), da die Vorteile der Steuerbefreiung in der Ansparphase durch eine Steuernachzahlung kompensiert werden müssen; zusätzlich können Sozialversicherungsbeiträge (Kranken- & Pflegeversicherung) fällig werden, wenn der Vertrag nicht die Bedingungen für Altverträge (vor 2005) oder eine spezielle steuerfreie Übertragung erfüllt, was zu einer "Doppelverbeitragung" führen kann.

Wie wird der Rückkaufswert einer Direktversicherung versteuert?

Der Rückkaufswert einer Direktversicherung wird bei vorzeitiger Kündigung grundsätzlich versteuert, da die steuerlichen Förderungen (Freistellung von Steuern und Sozialabgaben) rückgängig gemacht werden müssen und der Betrag als Einkünfte nach § 22 Nr. 5 EStG zählt, oft mit einem Ermäßigten Steuersatz (Fünftelregelung) bei Einmalzahlung, aber keiner Anwendung des § 34 EStG. Die Besteuerung kann komplex sein: Bei Altverträgen (vor 2005) gab es spezielle Regelungen (§ 40b EStG), während Neuverträge (nach 2005) steuerpflichtig sind, wobei die Hälfte der Erträge bei Auszahlung nach 60. Geburtstag und 12 Jahren Laufzeit steuerbegünstigt ist. Auch Sozialabgaben fallen oft nach, da der Betrag als einmaliges Arbeitsentgelt behandelt wird. 

Wie muss eine Direktversicherung bei Auszahlung versteuert werden?

Eine Auszahlung aus einer Direktversicherung wird im Ruhestand voll besteuert (nachgelagerte Besteuerung) – egal ob als Rente oder Einmalzahlung – aber oft mit einem niedrigeren Steuersatz als während des Berufslebens, da Sie dann meist in niedrigeren Steuersätzen liegen, und Sie zahlen auf die Beiträge in der Ansparphase keine Steuern und meist auch keine Sozialabgaben. Für ältere Verträge (vor 2005) gelten Sonderregeln, bei denen oft nur der Ertragsanteil versteuert wird. Seit 2018 sind Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei bis bestimmte Grenzen, aber die Auszahlung unterliegt der Einkommensteuer und wird in der Anlage R der Steuererklärung erklärt.
 

Was passiert, wenn ich meine Direktversicherung kündige?

Die Kündigung der Direktversicherung wird als „förderschädlich“ angesehen. Sie müssen daher im Fall einer Kündigung eine Steuernachzahlung für die steuerlichen Vorteile leisten. Ebenso müssen Sie die eingesparten Sozialabgaben nachzahlen.

Welche Kosten fallen bei Auszahlung einer Direktversicherung an?

Bei der Auszahlung einer Direktversicherung fallen hauptsächlich Steuern (Einkommensteuer) und für gesetzlich Versicherte Sozialversicherungsbeiträge (Kranken- und Pflegeversicherung) auf den vollen Betrag an, da die während der Ansparphase gesparten Abgaben nachgeholt werden müssen, mit dem persönlichen Steuersatz und vollen GKV-Beiträgen (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) für gesetzlich Krankenversicherte. Privatversicherte zahlen nur Steuern, aber keine Sozialabgaben. Die beliebte Fünftelregelung gilt hier nicht; es kommt auf den persönlichen Steuersatz an. 

Kann ich meine bAV kündigen? Wie bekomme ich dann mein Geld?

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Wie wird eine einmalige Kapitalauszahlung versteuert?

Eine einmalige Kapitalauszahlung wird je nach Art der Vorsorge unterschiedlich versteuert: Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) erfolgt eine ** vollständige Besteuerung als "sonstige Einkünfte"** mit Ihrem persönlichen Steuersatz (oft günstiger im Alter), während bei privaten Rentenversicherungen (nach 2004 abgeschlossen) meist die 25%ige Abgeltungsteuer (plus Soli/KiSt) plus Solidaritätszuschlag fällig wird. Arbeitnehmerboni und Prämien sind als "sonstige Bezüge" steuer- und sozialversicherungspflichtig. 

Bis wann ist eine Direktversicherung steuerfrei?

Die Direktversicherung wird nachgelagert besteuert. Das bedeutet, dass die Einzahlung in die Versicherung während der Ansparphase bis zu 7.728 € im Jahr (2025) steuerfrei ist. Dafür werden die Einkünfte im Alter besteuert. Aber: Durch die Steuerfreiheit fließen in den Vertrag mehr Beiträge, als Sie netto dafür zahlen.

Wie viel Steuern bei Kapitalauszahlung?

Bei einer Kapitalauszahlung in Deutschland werden Erträge meist mit der 25 % Abgeltungsteuer besteuert, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) und ggf. Kirchensteuer (8–9 % der Steuer). Für betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder Lebensversicherungen gelten spezielle Regeln: oft der persönliche Steuersatz auf den Ertragsanteil oder die gesamte Auszahlung (nach einem Freibetrag), was zu höheren Steuern (bis zu 42 %) führen kann, besonders bei Einmalzahlungen, die in ein hohes Einkommensjahr fallen. 

Wie wird eine Einmalzahlung besteuert?

Das Weihnachtsgeld muss als Sonderzahlung voll versteuert werden. Es ist steuerlich gesehen kein Arbeitslohn, sondern zählt wie Abfindungen und Urlaubsgeld zu den sogenannten „sonstigen Bezügen“. Für solche Einmalzahlungen wird die Lohnsteuer nach der Jahreslohnsteuertabelle ermittelt.

Was wird vom Rückkaufswert noch abgezogen?

Der Rückkaufswert errechnet sich, indem von Ihren eingezahlten Prämien sowie den Zinsen die Abschlusskosten und die Stornokosten der Versicherung abgezogen werden. Am Ende bleibt der Rückkaufswert übrig.

Ist die Auszahlung der Direktversicherung aus Altverträgen steuerfrei?

Ja, die Auszahlung einer Direktversicherung aus einem Altvertrag (vor 2005 abgeschlossen) kann unter bestimmten Bedingungen steuerfrei sein, nämlich wenn die Beiträge in der Ansparphase pauschal besteuert wurden und der Vertrag mindestens 12 Jahre Laufzeit und 5 Jahre Beitragszahlung aufweist, wobei die Auszahlung meist als Einmalzahlung erfolgt, um die Steuerfreiheit zu nutzen (Erträge sind dann steuerfrei), während bei Rentenzahlung der Ertragsanteil versteuert wird, es sei denn, es greift die Halbeinkünfte-Regelung nach § 22 Abs. 1 Nr. 3 EStG. 

Was wird beim Rückkaufswert versteuert?

Auf den Rückkaufswert einer fondsgebundenen Rentenversicherung müssen Sie eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent bezahlen, wenn Sie vor Ablauf von 12 Jahren kündigen. Nach Ablauf einer Vertragslaufzeit von 12 Jahren müssen Sie den Rückkaufswert nicht versteuern.

Wie läuft die Auszahlung einer Direktversicherung ab?

Der Arbeitnehmer verzichtet auf einen Teil seines Bruttoeinkommens, der direkt in die Altersvorsorge fließt. Einen weiteren Teil von mindestens 15 Prozent bezuschusst der Arbeitgeber. Bis zum Rentenbeginn wird eine gewisse Summe beim Versicherer eingezahlt, die dann in der Regel zum Renteneintritt ausgezahlt wird.

Wird die Direktversicherung vom Netto abgezogen?

Jetzt im unteren Teil der Abrechnung der Brutto- / Netto-Bezüge wird nun vom Netto-Verdienst bzw. Nettolohn die Direktversicherung in Abzug gebracht.

Wie wird die betriebliche Altersvorsorge bei vorzeitiger Auszahlung versteuert?

Einmalauszahlungen sind gar steuerfrei. Allerdings müssen genauso wie bei den jüngeren Verträgen die vollen Krankenversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente bezahlt werden. Man nennt dies auch Doppelverbeitragung. Denn bei solchen Altverträgen hat man während der Ansparphase bereits Sozialabgaben bezahlt.

Wie hoch sind die Steuern bei Kapitalauszahlung?

Bei einer Kapitalauszahlung in Deutschland werden Erträge meist mit der 25 % Abgeltungsteuer besteuert, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % der Steuer) und ggf. Kirchensteuer (8–9 % der Steuer). Für betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder Lebensversicherungen gelten spezielle Regeln: oft der persönliche Steuersatz auf den Ertragsanteil oder die gesamte Auszahlung (nach einem Freibetrag), was zu höheren Steuern (bis zu 42 %) führen kann, besonders bei Einmalzahlungen, die in ein hohes Einkommensjahr fallen. 

Wie hoch ist der Steuersatz für die Auszahlung einer Direktversicherung?

Eine Auszahlung aus einer Direktversicherung wird im Ruhestand voll besteuert (nachgelagerte Besteuerung) – egal ob als Rente oder Einmalzahlung – aber oft mit einem niedrigeren Steuersatz als während des Berufslebens, da Sie dann meist in niedrigeren Steuersätzen liegen, und Sie zahlen auf die Beiträge in der Ansparphase keine Steuern und meist auch keine Sozialabgaben. Für ältere Verträge (vor 2005) gelten Sonderregeln, bei denen oft nur der Ertragsanteil versteuert wird. Seit 2018 sind Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei bis bestimmte Grenzen, aber die Auszahlung unterliegt der Einkommensteuer und wird in der Anlage R der Steuererklärung erklärt.
 

Wie wird eine Einmalzahlung aus der Direktversicherung besteuert?

Eine Einmalzahlung aus einer Direktversicherung wird im Alter voll einkommensteuerpflichtig (sogenannte nachgelagerte Besteuerung) und unterliegt Ihrem persönlichen Steuersatz, was bei einem hohen Einmalbetrag in dem Jahr zu einer hohen Steuerlast führen kann, da Sie möglicherweise in einen höheren Steuertarif rutschen; eventuell kann die sogenannte Fünftelregelung (§ 34 EStG) angewendet werden, um die Steuerlast zu mildern, die Auszahlung wird als „sonstige Einkünfte“ in der Steuererklärung deklariert. 

Welche Nachteile hat eine Direktversicherung?

Nachteile einer Direktversicherung sind vor allem die Steuern und Sozialabgaben im Alter (volle Kranken- und Pflegeversicherung), die geringere Rente bei Arbeitslosigkeit durch niedrigere Sozialversicherungsbeiträge während der Ansparphase, die eingeschränkte Wahlfreiheit bei der Anbieterauswahl und der Verlust der Flexibilität bei Jobwechsel oder vorzeitiger Auszahlung (oft erst ab 62). Zudem können hohe Kosten und der sehr niedrige Garantiezins (seit 2022 nur 0,25 %) die Rendite mindern, und die Leistungen sind oft nicht vererbbar. 

Kann ich meine Direktversicherung kündigen?

Eine Direktversicherung (bAV) kann man als Arbeitnehmer in der Regel nicht einfach kündigen, da sie als steuerbegünstigte Altersvorsorge gedacht ist; stattdessen gibt es Alternativen wie die Beitragsfreistellung, Übertragung oder eine einvernehmliche Abfindung mit dem Arbeitgeber, die aber oft steuerliche Nachteile (Nachzahlung von Steuern/Sozialabgaben) mit sich bringt. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und kann den Vertrag nicht ohne Zustimmung des Arbeitnehmers kündigen, aber bei Jobwechsel wandelt sich der Vertrag meist in eine prämienfreie Versicherung um.
 

Welche Abzüge habe ich bei Auszahlung einer Direktversicherung vor 2005?

Bei einer Direktversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde, hängt die Besteuerung von der Auszahlungsform ab: Eine Kapitalauszahlung ist meistens steuerfrei, wenn der Vertrag die 12-Jahres-Frist und die Beitragszahlung erfüllt, aber Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflegeversicherung) auf den Bruttobetrag fallen an, während eine Renten-Auszahlung nach § 22 Nr. 5 EStG mit dem Ertragsanteil versteuert wird und auch hier Sozialabgaben fällig werden, mit Freibeträgen für kleinere Renten. 

Wie werden Einmalzahlungen besteuert?

Einmalzahlungen, so etwa Mitarbeiterboni und Prämien, sind grundsätzlich steuer- und sozialabgabepflichtig. Eine Bonuszahlung beispielsweise gilt dabei nicht als laufender Entgeltbezug, sondern gehört zu den „sonstigen Bezügen“, die Arbeitnehmer einmalig beziehungsweise nicht regelmäßig erhalten.

Ist eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine monatliche Rente besser?

Besser ist nicht pauschal zu sagen, es hängt von Ihrer Situation ab: Eine monatliche Rente bietet lebenslange Sicherheit und schützt vor Langlebigkeit, ist aber weniger flexibel und steuerlich oft belastet, während eine Einmalzahlung volle Flexibilität für größere Anschaffungen bietet, das Kapital aber schneller verbrauchen kann, wenn nicht gut angelegt, und oft steuerlich ungünstiger ist als eine Leibrente, die nur zu 19 % besteuert wird, betont DB-Anwälte und Check24.