Welches Einkommen zählt bei Härtefall Zahnersatz?

Gefragt von: Berthold Adam
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Die Verdienstgrenze liegt 2023 für Alleinstehende bei 1.358 Euro. Deine individuelle Belastungsgrenze berechnet sich daher folgendermaßen: (1.400 Euro - 1.358 Euro) x 3 = 126 Euro. Der normale Festzuschuss der Krankenkasse beträgt in diesem Beispiel 600 Euro (60 Prozent der Kosten für die Regelversorgung).

Was wird bei Härtefall angerechnet?

Als Härtefall gilt, wer die monatliche Einkommensgrenze von 1.316 Euro brutto nicht überschreitet (alle Werte Stand 2021). Wer mit Angehörigen wie Ehegatten, eingetragenem gleichgeschlechtlichem Lebenspartner oder familienversichertem Kind zusammenlebt, hat eine höhere Bemessungsgrenze von 1.809,50 Euro.

Wie hoch ist die Einkommensgrenze bei Zahnersatz?

Für wen gilt die Härtefallregelung beim Zahnersatz? Den doppelten Festzuschuss und damit eine volle Kostenübernahme beim Basis-Zahnersatz erhalten Menschen mit besonders geringem Einkommen. Für 2023 ist die Grenze der monatlichen Bruttoeinnahmen auf 1.358 Euro festgelegt.

Wann ist man ein Härtefall bei Zahnersatz?

Wenn Ihr Einkommen die Grenze zur Unzumutbarkeit übersteigt, gibt es trotzdem die Möglichkeit, den Härtefall für Zahnersatz in Anspruch zu nehmen. Die Regelung sieht folgendes vor: Die Differenz zwischen Ihrem Bruttoeinkommen und der Härtefallgrenze (momentan 1.316 € brutto) wird mit 3 multipliziert.

Welche Unterlagen für Härtefall Zahnersatz?

» Um die Härtefallregelung zu nutzen, stellen die Betroffenen einen formal gebundenen Antrag an die Krankenkasse. » Dafür stellen die gesetzlichen Krankenkassen ein entsprechendes Formular zur Verfügung. » Existiert kein Formular, stellen die Patienten diesen Antrag beispielsweise in einer formlosen E-Mail.

ZUSCHUSS für ZAHNERSATZ durch die Krankenkasse - So wird er berechnet / Wann Härtefall?

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Wer entscheidet über Härtefall?

Die Härtefallkommission entscheidet mit Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der stimmberechtigten Mitglieder (mindestens 6 von 9) darüber, ob ein Härtefallersuchen an das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gestellt wird.

Was ändert sich bei Zahnersatz 2023?

Für gesetzlich versicherte Patienten mit geringem Einkommen gilt eine Härtefallregelung bei Zahnersatz: Brauchen sie eine Prothese, Brücke oder Zahnkrone, steigt der Festzuschuss der Krankenkasse. So erhalten sie die Regelversorgung kostenfrei.

Was ist wenn ich mir Zahnersatz nicht leisten kann?

Zahnersatz zum Nulltarif bedeutet eine Versorgung mit Kronen, Brücken oder Prothesen ohne eigene Zuzahlung. Das ist normalerweise nur in finanziellen Härtefällen möglich, wenn die Krankenkasse bei Geringverdienern 100 Prozent der Kosten der Regelversorgung zahlt.

Was ist mit Härtefall gemeint?

Ein Härtefall ist ein atypischer Sachverhalt, der erheblich vom gesetzlich vorgesehenen Normalfall abweicht und deshalb Ausnahmeregelungen oder -entscheidungen gerechtfertigt erscheinen lässt.

Was zahlt die AOK bei Zahnersatz Härtefall?

im Einzelfall über 100 % des Festzuschusses hinausgehenden tatsächlich entstehenden Kosten. Wählen als Härtefall anerkannte Versicherte einen über die Regelversorgung hinausgehenden gleichartigen oder einen andersartigen Zahnersatz, zahlen die Krankenkassen lediglich 100 % der Regelversorgungskosten.

Wie berechnet man den Festzuschuss bei Zahnersatz?

Er wird aus Durchschnittswerten ermittelt und deckt die Hälfte der ermittelten Kosten für die Regelversorgung ab. Seit 1. Oktober 2020 beträgt dieser Festzuschuss 60 Prozent, mit Bonusheft 70 Prozent (bei regelmäßigen Untersuchungen über fünf Jahre) und 75 Prozent (bei regelmäßigen Untersuchungen über zehn Jahre).

Was zahlen Rentner für Zahnersatz?

Die Kassen übernehmen im Normalfall 60 Prozent der Kosten der Regelversorgung. Den Rest musst Du als Patient selbst zahlen. Regelversorgung bedeutet: die einfachste Lösung zur Wiederherstellung des Gebisses. Wer sich selbst das nicht leisten kann, bekommt über die sogenannte Härtefallregelung Zahnersatz ohne Zuzahlung.

Wie hoch ist der Festzuschuss der Krankenkassen bei Zahnersatz?

Der Festzuschuss der Krankenkasse beträgt seit 1. Oktober 2020 grundsätzlich 60 Prozent (vorher 50 Prozent). Wählen Versicherte einen über die Regelversorgung hinausgehenden gleichartigen oder einen andersartigen Zahnersatz, müssen sie die Mehrkosten selbst tragen.

Kann man beim Zahnarzt auch in Raten zahlen?

Kann man den Zahnersatz auch in Raten bezahlen? Viele Zahnärzte arbeiten mit Abrechnungsgesellschaften zusammen. Über diese Abrechnungsgesellschaft ist meistens eine Ratenzahlung möglich. In vielen Fällen ist diese in den ersten sechs Monaten sogar zinsfrei.

Was zahlt die Krankenkasse für ein Gebiss?

Für die Versorgung mit Zahnersatz gilt seit dem Jahr 2005 ein Festzuschusssystem. Das heißt, die Krankenkassen bezahlen nur einen Zuschuss zu den tatsächlich anfallenden Kosten. Der beträgt in der Regel 60 Prozent für eine ausreichende, notwendige und wirtschaftliche Standardtherapie (die sogenannte Regelversorgung).

Wer zahlt Zahnersatz bei Erwerbsminderungsrente?

» Erhalten Patienten eine Erwerbsminderungsrente, gewährt ihnen die Krankenkasse in der Regel einen zusätzlichen Zuschuss auf Zahnbehandlungen und Zahnersatz.

Was ist eine unzumutbare Härte?

Eine unzumutbare Härte liegt vor, wenn es für den Antragsteller unerträglich ist, noch länger an das äußere Band der Ehe mit dem Antragsgegner gebunden zu sein. Ob eine unzumutbare Härte vorliegt oder nicht, wird nicht aus Sicht desjenigen beurteilt, der sich darauf beruft, sondern anhand objektiver Gesichtspunkte.

Was bedeutet Antrag auf Härtefall?

Die Genehmigung eines Härtefall-Antrages bedeutet die Möglichkeit einer Zulassung innerhalb einer Vorabquote. Die Zulassung kann nicht garantiert werden. An die Bewertung werden sehr strenge Maßstäbe gelegt. Es muss also eine besondere Ausnahmesituation vorliegen, die den Härtefall rechtfertigt.

Wer bekommt den Härtefallfond?

Menschen, die nie gearbeitet haben, können im Alter Grundsicherung beantragen. Die Bundesregierung will Personen, die daran nur knapp vorbeischrammen helfen und hat dafür einen Härtefallfonds eingerichtet. Unter bestimmten Umständen können Rentnerinnen und Rentner daraus bis zu 5000 Euro erhalten.

Wie viel übernimmt die Krankenkasse bei Härtefall?

Übernahme der Kosten in Höhe von 100 Prozent für die Regelversorgung. Bedingung: Das Einkommen liegt unterhalb einer bestimmten Grenze. Bei geringfügiger Überschreitung des angegebenen Grenzwertes: evtl. erhöhter Festzuschuss möglich (individuelle gleitende Härtefallregelung).

Bin arbeitslos und brauche Zahnersatz?

Für Zahnersatz und Zahnbehandlungen erhalten Arbeitslose wie alle anderen GKV-Versicherten einen Festzuschuss, der bei rund 50 Prozent liegt. Wurde das Bonusheft ordnungsgemäß über 5 bzw. 10 Jahre geführt, erhält der Arbeitslose noch einmal einen Zuschuss von 20 bzw. 30 Prozent.

Was ist der billigste Zahnersatz?

Die Vollprothese ist die günstigste Variante unter den herausnehmbaren Zahnprothesen und die Regelversorgung für zahnlose Kiefer. Diese Zahnprothese kostet je Kiefer ca. 500 bis 850 Euro. betragen.

Warum muss man zum Gutachter wegen Zahnersatz?

Wieso werden Zahnarzt Gutachter von der Krankenkasse bezahlt ? Hat die Krankenkasse beispielsweise den Zahnersatz mitbezahlt und es gibt jetzt Probleme, hat sie Interesse daran, dass der Behandlungsfehler behoben wird, weil ansonsten möglicherweise ungeahnt hohe Folgekosten auf sie zukommen können.

Wie oft zahlt die Krankenkasse ein neues Gebiss?

Ob letztendlich ein einfaches Gebiss oder eine teure Zahnprothese auf Implantaten angefertigt wird, ist für die Höhe des Festzuschusses unerheblich. Die Kasse muss diesen Betrag auf jeden Fall zahlen. Nach den Richtlinien kann eine Vollprothese frühestens alle 2 Jahre erneut bei der Krankenkasse beantragt werden.

Wie oft kann man Härtefall beantragen?

Das monatliche Bruttoeinkommen muss unter 994 Euro liegen oder die betroffene Person hat zusammen mit einem Angehörigen nicht mehr als 1366,75 Euro zur Verfügung und jeder weitere Angehörige zählt mit 248,50 Euro dazu. Wie oft darf man einen Antrag stellen ? So oft wie benötigt.