Wer erbt den Riester-Vertrag?
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Der Riester-Vertrag ist hauptsächlich für den Ehe- oder Lebenspartner förderunschädlich vererbbar, indem das Guthaben auf dessen Vertrag übertragen wird, wodurch Zulagen und Steuervorteile erhalten bleiben. Für andere Erben (wie Kinder) fallen die Zulagen und Steuervorteile weg, diese müssen zurückgezahlt werden, es sei denn, das Kind ist kindergeldberechtigt und erhält das Kapital als Waisenrente, erklärt die Deutsche Rentenversicherung. Bei Nichterfüllung der Voraussetzungen oder fehlenden Begünstigten kann das Kapital verfallen oder an den Staat gehen, so transparent-beraten.de.
Wer bekommt die Riester-Rente nach dem Tod?
Im Todesfall geht das Riester-Guthaben meist an den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner, der es in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen kann, ohne Zulagen zu verlieren. Kinder können das Kapital inklusive Förderungen erben, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag abschließen (Waisenrente). Bei Auszahlung an andere Erben müssen staatliche Zulagen oft zurückgezahlt werden, da sie sonst verfallen.
Was passiert mit der Riesterte bei Tod?
Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an Begünstigte, meist Ehepartner oder Kinder, wobei Zulagen erhalten bleiben, wenn das Kapital in einen eigenen Vertrag fließt; ansonsten müssen Förderungen an den Staat zurückgezahlt werden; in der Rentenphase sichert eine vereinbarte Rentengarantiezeit die Weiterzahlung an den Partner, was idealerweise einen Witwen- oder Waisenrentenanspruch ersetzt, aber auch ohne Garantie vererbt werden kann, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Wer erbt meinen Riester-Vertrag?
Das Riester-Kapital des Verstorbenen kann nur auf den Vertrag eines Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners übertragen werden, der als Begünstigter im Vertrag genannt ist. Für Kinder oder andere Verwandte gilt diese Möglichkeit nicht. Daher können Sie Ihre Riester-Rente nicht an Ihre Kinder vererben.
Kann man Riester-Verträge übertragen?
Das Wichtigste in Kürze. Bei einem Riester-Vertrag ist es möglich, den Versicherer zu wechseln und das Guthaben übertragen zu lassen. Ein Wechsel verursacht Kosten von meist 50 bis 150 Euro beim bisherigen Vertragspartner. Dazu kommen mögliche Abschlusskosten beim neuen Anbieter.
Riester-Rente am Abgrund – Warum Millionen jetzt aussteigen
Wird die Riester-Rente auf die Witwenrente angerechnet?
Nein, die Auszahlungen einer staatlich geförderten Riester-Rente werden grundsätzlich nicht auf die gesetzliche Witwenrente angerechnet, da sie als Einnahme aus Altersvorsorgeverträgen eine Ausnahme bilden und einen bestimmten Freibetrag haben. Während andere Einkünfte die Witwenrente kürzen können, bleibt die Riester-Rente (bis zu einem bestimmten Teil) unberücksichtigt und erhöht somit nicht die Einkommensanrechnung auf die Hinterbliebenenrente.
Kann ich mir die Riester-Rente komplett auszahlen lassen?
Nein, eine vollständige Auszahlung der Riester-Rente ist grundsätzlich nicht möglich, da sie als lebenslange Rente konzipiert ist; Sie können sich aber bis zu 30 % als Einmalzahlung auszahlen lassen und der Rest wird verrentet, es sei denn, die monatliche Rente wäre eine Kleinbetragsrente (unter 1 % der Bezugsgröße), dann geht auch eine vollständige Auszahlung. Eine vorzeitige Kündigung vor Rentenbeginn ist möglich, aber förderschädlich, da alle staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen, was oft zu Verlusten führt.
Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?
Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird.
Kann ich mit 62 Jahren Riester-Rente auszahlen lassen?
Theoretisch kann man sich die Rente aber auch schon ab frühestens 62 Jahren auszahlen lassen, wenn der Vertrag nach 2012 abgeschlossen wurde. Sofortrente: Bis zu 30 % des Kapitals können Sie sich als Sofortrente auszahlen lassen.
Was passiert, wenn ein Geschwisterkind bei der Erbfolge nicht mitwirkt?
Erbenrechte
Abberufung eines Treuhänders: Verweigert ein Geschwisterteil die Kommunikation oder verwaltet es den Nachlass falsch, kann ein Gerichtsverfahren erforderlich sein, um es als Treuhänder oder Testamentsvollstrecker abzuberufen . Dies ist oft der letzte Ausweg, kann aber unerlässlich sein, um Ihr rechtmäßiges Erbe zu schützen.
Wer erbt in welcher Reihenfolge?
Nach der gesetzlichen Erbfolge in Deutschland erben zuerst die Verwandten der ersten Ordnung (Kinder, Enkel), dann die der zweiten Ordnung (Eltern, Geschwister) und danach die der dritten Ordnung (Großeltern) – wobei immer die nächste Ordnung die weiter entfernte ausschließt. Der Ehepartner erbt immer mit und erhält je nach Situation (Güterstand und anwesende Verwandte) einen pauschalen Anteil (z.B. ein Viertel) plus einen Zugewinnausgleich, was seinen Anteil erhöht. Unverheiratete Partner erben nichts, wenn kein Testament vorhanden ist.
Wird die Riester-Rente lebenslang gezahlt?
Ja, die Riester-Rente ist grundsätzlich als lebenslange Rente konzipiert und wird bis zum Lebensende ausgezahlt, um das Langlebigkeitsrisiko abzudecken; Sie können jedoch bis zu 30 % des Guthabens einmalig entnehmen und der Rest muss verrentet werden, wobei Kleinbetragsrenten (unter ca. 39,55 € monatlich in 2025) komplett ausgezahlt werden dürfen.
Welcher Kontostand zählt beim Erben?
Beim Erben zählt der Kontostand des Verstorbenen zum exakten Todestag (Stichtag), einschließlich Guthaben und Schulden, als Teil des gesamten Nachlasses (Bankguthaben, Immobilien, Wertpapiere). Dieser Betrag bildet die Basis für die Erbschaftsteuer und die Verteilung unter den Erben, wobei der Wert durch Zinsen/Gebühren noch leicht abweichen kann und bei der Bewertung Schulden abgezogen werden müssen.
Was passiert mit meinem Riester-Vertrag, wenn ich sterbe?
Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an Begünstigte, meist Ehepartner oder Kinder, wobei Zulagen erhalten bleiben, wenn das Kapital in einen eigenen Vertrag fließt; ansonsten müssen Förderungen an den Staat zurückgezahlt werden; in der Rentenphase sichert eine vereinbarte Rentengarantiezeit die Weiterzahlung an den Partner, was idealerweise einen Witwen- oder Waisenrentenanspruch ersetzt, aber auch ohne Garantie vererbt werden kann, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Wie hoch ist die monatliche Auszahlung bei Riester-Rente?
Wie viel Riester-Rente Sie monatlich bekommen, hängt von Ihren Einzahlungen, Zulagen, Rendite und Laufzeit ab, liegt aber oft zwischen 100 und 400 Euro oder mehr, wobei die tatsächliche Summe stark variiert; eine Durchschnittszahl bei Auszahlung lag 2022 bei etwa 132 € pro Monat, aber viele Rentner erhalten auch deutlich mehr (teilweise über 200 €), da die Auszahlung steuerpflichtig ist und bis zu 30 % als Einmalzahlung entnommen werden können.
Haben Kinder Anspruch auf Sterbevierteljahr?
Nein, Kinder haben keinen Anspruch auf das Sterbevierteljahr; dieses steht ausschließlich dem überlebenden Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner zu, um die finanzielle Umstellung nach dem Tod des Partners zu erleichtern. Kinder erhalten stattdessen eine Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente) nach dem Tod eines Elternteils, falls sie die Voraussetzungen erfüllen (z. B. Minderjährigkeit, Ausbildung). Das Sterbevierteljahr ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung für den hinterbliebenen Gatten, nicht für die Kinder des Verstorbenen.
Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Riester-Rente?
Werden Steuern auf die Auszahlung fällig? Die Riester-Rente fördert der Staat mit hohen Zulagen und Steuervorteilen. Dafür muss die Riester-Rente im Alter versteuert werden. Die monatliche Rente oder eine Teilauszahlung von bis zu 30 Prozent müssen Sie mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.
Wird die Riester-Rente von der Altersrente abgezogen?
Nein, die Riester-Rente wird nicht von der gesetzlichen Rente abgezogen, sondern ergänzt diese als zusätzliche Einkommensquelle; sie wird jedoch steuerlich zum Gesamteinkommen hinzugerechnet und unterliegt der sogenannten nachgelagerten Besteuerung, was bedeutet, dass sie im Alter besteuert wird, aber meist zu einem niedrigeren Steuersatz als in der Erwerbsphase.
Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente ruhen zu lassen?
Die größten Nachteile beim Ruhenlassen einer Riester-Rente sind der Verlust staatlicher Zulagen und Steuervorteile, eine geringere Gesamtsumme im Alter, da keine neuen Beiträge und Förderungen fließen, und vor allem der Verlust des Pfändungsschutzes, was das Kapital bei Privatinsolvenz angreifbar macht. Das angesparte Guthaben bleibt zwar erhalten und Sie erhalten es später als Rente, aber der Staat zahlt nicht mehr mit, was die spätere Altersvorsorge schmälert.
Wann bekommt man 60% der Witwenrente?
Die 60 % Witwenrente (große Witwenrente) bekommt man, wenn das „alte Recht“ gilt: Die Ehe wurde vor dem 1. Januar 2002 geschlossen und mindestens ein Ehepartner wurde vor dem 2. Januar 1962 geboren. Zusätzlich müssen Sie eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Sie sind 47 Jahre alt, erwerbsgemindert oder erziehen ein minderjähriges/behindertes Kind.
Wie lange bin ich steuerfrei nach dem Tod des Partners?
Steuererklärung für Verstorbene: Gesetze im Überblick
25 EStG – Veranlagung zur Einkommensteuer: Die Einkommensteuerpflicht des Verstorbenen bleibt bis zum Todestag bestehen. Die Steuererklärung ist bei Bestehen einer Abgabepflicht für das Jahr des Todes noch von den Erben einzureichen.
Was ändert sich 2025 bei der Witwenrente?
Ab dem 1. Juli 2025 gibt es eine Rentenerhöhung von 3,74 % auch für Witwen- und Witwerrenten sowie eine Anhebung des Einkommensfreibetrags auf ca. 1.077 € (plus Kinder-Zuschlag), was zu einer finanziellen Entlastung führt, wobei der bisher separate Rentenzuschlag ab Dezember 2025 in die reguläre Rente integriert wird und sich erst ab Juli 2026 auf die Anrechnung auswirkt. Wichtig ist auch die Anhebung der Altersgrenze für die große Witwenrente.
Kann man eine Riester-Rente erben?
Ja, die Riester-Rente ist vererbbar, aber die staatliche Förderung (Zulagen und Steuervorteile) geht meist verloren, wenn sie nicht an den Ehe- oder Lebenspartner geht. Kinder oder andere Erben erhalten nur das angesparte Kapital (eigene Beiträge + Erträge), müssen aber die staatlichen Zulagen und Steuervorteile in der Regel zurückzahlen, was die Auszahlung oft unattraktiv macht. Eine Ausnahme besteht für kindergeldberechtigte Kinder, die das Kapital als Waisenrente erhalten können.
In welchem Alter wird die Riester-Rente ausgezahlt?
Die früheste Auszahlung einer Riester-Rente ist je nach Vertragsabschluss gestaffelt: Bei Verträgen vor dem 1. Januar 2012 ist der früheste Beginn die Vollendung des 60. Lebensjahres, während bei Verträgen ab dem 1. Januar 2012 die Auszahlung frühestens mit 62 Jahren möglich ist. In beiden Fällen gilt, dass die Auszahlung mit dem regulären Rentenbeginn (meist 65-67) fortgesetzt werden kann und bis zu 30 % des Guthabens als Einmalbetrag entnommen werden können, der Rest wird als lebenslange Rente gezahlt, wobei die volle Summe auch als Einmalzahlung bei Kleinstrenten möglich ist – alles unter Berücksichtigung der Steuerpflicht.
Ist es sinnvoll, die Riester-Rente zu kündigen?
Nein, eine Kündigung der Riester-Rente ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll, da Sie staatliche Zulagen und Steuervorteile komplett zurückzahlen müssen und oft sogar weniger Geld herausbekommen, als eingezahlt wurde – ein sogenannter "förderschädlicher" Vorgang. Bessere Alternativen sind meist die Beitragsfreistellung (Vertrag ruhen lassen), eine Beitragsreduzierung oder ein Anbieterwechsel, um Kosten zu senken, ohne die Förderung zu verlieren.