Wer hat Anspruch auf eine Altersrente?

Gefragt von: Liesbeth Körner MBA.
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Anspruch auf eine Altersrente hat, wer die Regelaltersgrenze (aktuell 67 Jahre für Jahrgänge ab 1964, davor stufenweise angehoben) erreicht und die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren durch Beitragszeiten (Arbeit, Kindererziehung, Minijobs etc.) erfüllt hat, und einen Rentenantrag stellt. Für Frührenten gibt es spezielle Voraussetzungen, wie z.B. 35 Jahre Wartezeit (langjährig Versicherte) oder 45 Jahre (besonders langjährig Versicherte), oft mit Abschlägen.

Wer hat Anspruch auf die gesetzliche Altersrente?

Anspruch auf die Regelaltersrente fast Du, wenn Du mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast. Das nennt sich Mindestversicherungszeit oder auch Wartezeit. Seit einigen Jahren steigt die Altersgrenze für den Renteneintritt schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre.

Wie lange muss man gearbeitet haben, um einen Rentenanspruch zu haben?

Für die Altersrente für langjährig Versicherte benötigen Sie 35 Versicherungsjahre, für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte 45 Versicherungsjahre. Mit welchem Alter Sie in Rente gehen können, hängt von Ihrem Geburtsjahr ab.

Was ist der Unterschied zwischen Rentner- und Altersrente?

Der Unterschied zwischen Altersrente und Regelaltersrente liegt darin, dass letztere die Auszahlung der Altersrente in der vollen Höhe beschreibt. Die Altersrente kann also mit der Regelaltersrente identisch sein. Geht der Versicherte vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente, ist die Altersrente hingegen niedriger.

Wer bekommt gar keine Rente?

Langzeitarbeitslose, arbeitsunfähige und jene Menschen, die nie gearbeitet haben, haben im Regelfall nicht wie andere Rentner 45 Beitragsjahre für ihre Rente gesammelt, weshalb sie davon freigestellt sind, in die Rentenkasse einzuzahlen. Damit haben sie aber auch keinen Anspruch auf eine Rente.

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Hat jeder Anspruch auf Rente?

Nein, nicht jeder bekommt automatisch Rente, aber fast jeder, der gearbeitet, Kinder erzogen oder bestimmte andere Tätigkeiten (z. B. Freiwilligendienste) ausgeübt hat, erwirbt Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung, die bei Erreichen des Rentenalters zu einer Rente führen können, sofern die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) von 5 Jahren erfüllt ist; wer nie Beiträge gezahlt hat, bekommt in der Regel auch keine Rente, kann aber bei Bedürftigkeit Grundsicherung beantragen.
 

Welche Rente erhält man, wenn man nie gearbeitet hat?

Um es gleich zu sagen: Wer nie gearbeitet hat, kriegt auch keine Rente. Eine Ausnahme gibt es für Eltern, die mehr als ein Kind großgezogen haben. Sie können einen Rentenanspruch erwerben, weil die Rentenversicherung auch Erziehungsarbeit honoriert.

Wann haben Frauen Anspruch auf die Regelaltersrente?

Für Frauen gilt in Deutschland die gleiche Regelaltersgrenze wie für Männer: Wer nach 1964 geboren wurde, geht mit 67 Jahren abschlagsfrei in die Regelaltersrente; für frühere Jahrgänge wird das Renteneintrittsalter schrittweise bis auf 67 Jahre angehoben, abhängig vom Geburtsjahrgang (z.B. 66 Jahre und 10 Monate für den Jahrgang 1963). Die Anhebung erfolgt in Monaten, bis sie 67 Jahre erreicht. 

Wie hoch ist die mindeste Altersrente?

Mit der neuen Grundrente ergeben sich auf Basis der Werte für Januar 2026 nach 45 Jahren Arbeit in Vollzeit, zum gültigen gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro, rund 1.154 Euro Rente (nach Sozialbeiträgen). Ohne die vorgesehene Grundrente wären es nur 869 Euro. Das genaue Berechnungsverfahren ist komplex.

Kann ich gleichzeitig Rente und Pension beziehen?

Ja, man kann Rente und Pension beziehen, aber die gesetzliche Rente wird meist auf die Pension angerechnet, um Doppelzahlungen zu vermeiden, da es zwei getrennte Systeme sind. Es gibt eine Höchstgrenze, die nicht überschritten werden darf, damit die Gesamtbezüge nicht höher sind als die, die man hätte, wenn man nur Beamter gewesen wäre. Die Anrechnung erfolgt, indem die Summe aus Ruhegehalt und Rente mit einer Höchstgrenze verglichen wird; bei Überschreitung wird das Ruhegehalt gekürzt. 

Wie viele Jahre muss man mindestens arbeiten, um Anspruch auf Alterspension zu haben?

In Deutschland hängt die benötigte Arbeitszeit für die Rente vom Geburtsjahr ab, aber grundsätzlich braucht man mindestens 5 Jahre für eine Regelaltersrente; für die Rente mit 63 (langjährig Versicherte) 35 Versicherungsjahre und für die Rente ohne Abschläge (besonders langjährig Versicherte) 45 Versicherungsjahre, wobei das Eintrittsalter je nach Jahrgang zwischen 63 und 67 Jahren liegt (für 1964er und später 67). Die genaue Regelaltersgrenze steigt schrittweise an (z.B. für 1964er 67 Jahre), aber auch mit 35 Jahren kann man früher mit Abschlägen gehen. 

Warum sind die letzten 5 Jahre vor der Rente so wichtig?

Die letzten 5 Jahre sind wichtig, weil dort strategische Entscheidungen getroffen werden können, die Ihre finanzielle Situation im Ruhestand prägen, auch wenn sie die Rentenhöhe nicht magisch verdoppeln – sie sind das finale Finanz-Korrektur-Fenster, in dem Sie Rentenansprüche prüfen, Ausgleichszahlungen leisten, Abschläge mindern oder eine sichere Anlagestruktur schaffen können, um entspannter in eine neue Lebensphase zu starten. 

Wie hoch ist die Rente, wenn man nur 5 Jahre gearbeitet hat?

Nach 5 Jahren Arbeit sammeln Sie 5 Entgeltpunkte; bei einem Durchschnittsverdienst entspricht das aktuell (2025) etwa 200 € Brutto-Rente pro Monat (5 Punkte * 40,79 € Rentenwert), aber es hängt stark von Ihrem tatsächlichen Einkommen ab, da Sie nur Rentenpunkte erhalten, wenn Sie über der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Es gibt einen Anspruch auf Rente nach 5 Jahren Wartezeit, aber erst mit längerem Beitragsverlauf wird die Rente spürbar und es gibt eventuell Anspruch auf Grundrente, wenn Sie 33 Jahre Beitragszeit erreicht haben, nicht schon nach 5 Jahren. 

Wann bekommt man keine Altersrente?

Die „Altersrente für langjährig Versicherte“ erhalten Sie nach 35 Versicherungsjahren. Alle Versicherten der Jahrgänge 1949 bis 1963 können noch vor ihrem 67. Geburtstag ohne Abschläge in Rente gehen. Wann genau, hängt vom Geburtsjahr ab.

Wie viele Jahre muss man gearbeitet haben, um einen Rentenanspruch zu haben?

Wie lange Sie arbeiten müssen, bis Sie in Rente gehen, hängt von Ihrem Geburtsjahr und der Art der Rente ab, aber generell gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren für ab Jahrgang 1964, wobei man mit 35 Versicherungsjahren (langjährig Versicherte) früher in Rente gehen kann (mit Abschlägen) und mit 45 Versicherungsjahren (besonders langjährig Versicherte) oft abschlagsfrei oder früher, je nach Geburtsjahrgang. Die Mindestversicherungszeit für eine Regelaltersrente sind 5 Jahre. 

Wann entsteht Anspruch auf Altersrente?

Der Anspruch auf die Altersrente beginnt am ersten Tag des Monats, welcher der Erreichung des Referenzalters folgt. Er erlischt erst am Ende des Monats, in dem die rentenberechtigte Person stirbt. Für Frauen liegt das Referenzalter bei 64 und für Männer bei 65 Jahren.

Wie hoch ist die minimale Altersrente?

Die AHV-Rente zum Zeitpunkt des ordentlichen Rentenalters

Gegenwärtig beträgt die minimale Altersrente für eine Einzelperson monatlich 1260 Franken; die Maximalrente beläuft sich auf 2520 Franken.

Wer bekommt die Grundrente von 850 €?

Anspruch auf den Grundrentenzuschlag haben Menschen mit Minirenten, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit aufweisen. Die Leistung soll zunächst gestaffelt werden, bei 35 Beitragsjahren kann sie die volle Höhe erreichen.

Wie viel Rente bekomme ich Tabelle?

Wie viel Rente Sie bekommen, hängt von Ihren Rentenpunkten ab, die sich aus Ihrem Einkommen und der Anzahl Ihrer Beitragsjahre ergeben; ein Rentenpunkt ist aktuell (ab Juli 2024) 39,32 € wert, aber eine genaue Tabelle gibt es nicht, da die Rentenhöhe vom individuellen Einkommensverlauf abhängt, wobei Sie Ihre Rentenpunkte berechnen müssen, um eine Schätzung zu erhalten (z.B. mit dem Rentenrechner der Deutschen Rentenversicherung). 

Was ist der Unterschied zwischen einer Altersrente und einer Regelaltersrente?

Die Altersrente ist der Oberbegriff für verschiedene Rentenarten im Alter (z.B. für langjährig Versicherte, besonders langjährig Versicherte, Schwerbehinderte), während die Regelaltersrente die reguläre und standardmäßige Altersrente ist, die mit Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze (für die meisten ab 67 Jahre) abschlagsfrei gezahlt wird, aber auch früher mit Abschlägen möglich ist. Einfach gesagt: Die Regelaltersrente ist eine spezifische Art der Altersrente, die den normalen Renteneintritt nach einem langen Arbeitsleben darstellt.
 

Wann bekommt die Ehefrau Rente des Mannes?

Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn Sie bis zum Tod Ihres Ehepartners/Lebenspartners oder Ihrer Ehepartnerin/Lebenspartnerin miteinander verheiratet waren oder eine Lebenspartnerschaft bestand und Ihre Ehe/Lebenspartnerschaft mindestens ein Jahr bestanden hat.

Hat man als Hausfrau Anspruch auf Rente?

Nein, eine Hausfrau bekommt nicht automatisch eine Rente, da die deutsche Rentenversicherung auf Beitragszahlungen beruht, aber durch Kindererziehungszeiten (Mütterrente) können Rentenansprüche erworben werden, die bis zu 3 Jahre pro Kind (nach 1992 geboren) anrechnen, was monatlich zu ca. 34 € Rente führt, aber zusätzliche private Vorsorge wie Riester-Rente ist dringend empfohlen, da dies nur ein kleiner Baustein ist.
 

Wie viel Rente bekommt ein Hartz-4-Empfänger, der nie gearbeitet hat?

Alleinstehende Erwachsene bekommen seit Januar 2023 etwa 502 Euro monatlich. Bei Ehepaaren und Paare, die eheähnlich leben, liegt die Grundsicherung für den Lebensunterhalt bei 902 Euro im Monat.

Was ist die Hausfrauenrente?

Die Hausfrauenrente ist vorwiegend für jene Hausfrauen gedacht, die aus einer Pflichtversicherung das Anrecht auf die Altersrente nicht erreichen.