Wer muss die Stromsteuer bezahlen?

Gefragt von: Frau Prof. Dr. Hilde Schaller
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Die Steuer entsteht im Zeitpunkt der Entnahme beziehungsweise des Verbrauchs. Der Stromversorger muss dann für diesen Strom die Stromsteuer als Steuerschuldner entrichten und reicht die Kosten über den Strompreis im Rahmen der Rechnung an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter.

Wer muss Stromsteuer bezahlen?

Grundsätzlich entsteht die Stromsteuer immer dann, wenn Strom dem Leitungsnetz zum Verbrauch entnommen wird und die sich daran anschließende Verwendung nicht von der Steuer befreit ist. Steuerschuldner wird in der Regel der Versorger oder Eigenerzeuger, in bestimmten Fällen aber auch der Letztverbraucher.

Wie hoch ist die Stromsteuer für Privatpersonen?

Die Stromsteuer für Haushalte beträgt 2,05 ct/kWh.

Wer ist von der Stromsteuer befreit?

Strom ist von der Steuer befreit, wenn er aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt und vom Betreiber der Anlage am Ort der Erzeugung entnommen wird. Die elektrische Nennleistung der Anlage muss 2 Megawatt übersteigen.

Wen betrifft die Stromsteuer?

Die Stromsteuer wurde am 01. April 1999 in Deutschland eingeführt und ist eine Verbrauchsteuer, die auf den Verbrauch von elektrischer Energie erhoben wird. Sie fällt unter das Stromsteuergesetz (StromStG) und betrifft sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher.

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Wann entfällt die Stromsteuer?

Haushalt für 2025 beschlossen: Ausgeweitete Stromsteuersenkung bleibt für bestimmte Branchen. Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, der Land- und Forstwirtschaft sowie Betreiber von Blockheizkraftwerken profitieren ab 2026 dauerhaft von der ausgeweiteten Stromsteuerentlastung.

Wer bekommt Stromsteuer erstattet?

Die Erstattung gibt es ab einem Stromverbrauch von mehr als 12.500 kWh im Jahr. Unternehmen, die zum produzierenden Gewerbe zählen oder zur Land- und Forstwirtschaft, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Rückerstattung der Stromsteuer beantragen.

Wie hoch ist die aktuelle Stromsteuer?

Sie stellt eine wichtige Einnahmequelle des Bundes dar. Ihr Aufkommen lag im Jahr 2024 bei rund 5,2 Mrd. Euro. Die Steuer beträgt seit 2003 unverändert 20,50 Euro je Megawattstunde (2,05 Cent je Kilowattstunde, das sind weniger als 7 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises).

Wann wird die Stromsteuer fällig?

(4) Bei jährlicher Anmeldung ist die Steuer für jedes Kalenderjahr (Veranlagungsjahr) bis zum 31. Mai des folgenden Kalenderjahres anzumelden und unter Anrechnung der geleisteten monatlichen Vorauszahlungen nach Absatz 7 bis zum 25. Juni dieses Kalenderjahres an das Hauptzollamt zu entrichten.

Wer kann von der Stromsteuer entlastet werden?

Steuerentlastung nach § 9b StromStG

Die Stromsteuer wird auf Antrag nach Maßgabe des § 9b StromStG entlastet, wenn nachweislich versteuerter Strom von Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft für betriebliche Zwecke entnommen wird.

Warum bezahlt man Stromsteuer?

Die Stromsteuer bringt dem Bund etwa sieben Milliarden Euro pro Jahr ein. Der größte Teil dieses Steueraufkommens kommt dem zusätzlichen Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung zugute.

Wie hoch ist die mindeste Stromsteuer?

Wie hoch ist die Stromsteuer? Die Europäische Union schreibt einen Mindeststeuersatz von 0,05 ct/kWh für gewerblichen und 0,10 ct/kWh für nicht-gewerblichen Strom vor.

Wie hoch ist die Stromsteuer für Privathaushalte?

Wie hoch ist die Stromsteuer? Die Stromsteuer beträgt 2,05 Cent je Kilowattstunde und entspricht damit rund 5,2 % des aktuellen Strompreises. Ein 3-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh zahlt etwa 72 Euro Stromsteuer pro Jahr.

Wie kann ich Stromsteuer sparen?

Eine generelle Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher kommt vorerst nicht, aber die Bundesregierung hat die Steuersenkung für das produzierende Gewerbe und die Land-/Forstwirtschaft ab 2026 dauerhaft verstetigt, wodurch die Steuer auf den EU-Mindestsatz von 0,50 €/MWh reduziert wird (entspricht ca. 2 ct/kWh), was insbesondere für Betriebe mit hohem Verbrauch eine große Entlastung darstellt. Privatkunden profitieren stattdessen von sinkenden Netzentgelten und anderen Maßnahmen, aber nicht durch eine direkte Stromsteuersenkung. 

Wie hoch ist die Stromsteuer im Jahr 2025?

Für vom 1. Januar 2024 bis einschließlich 31. Dezember 2025 entnommenen Strom beträgt der Entlastungssatz 20 Euro für eine Megawattstunde. Die Strommengen, die für die Elektromobilität verwendet werden, sind von der Entlastung ausgeschlossen.

Was sind die 10 größten Stromfresser im Haushalt?

Die 10 größten Stromfresser im Haushalt sind typischerweise elektrische Heizung/Warmwasser, Elektroherd, Kühl- und Gefrierschränke, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Waschmaschine, Beleuchtung sowie Unterhaltungselektronik (Fernseher, Computer, Spielekonsolen) und deren Standby-Verbrauch, wobei die Rangfolge je nach Alter der Geräte und Nutzungsverhalten variiert, ältere Geräte aber immer deutlich mehr verbrauchen. Besonders oft genannt werden: 

Wer hat Anspruch auf Stromkostenzuschuss?

Wer bekommt den Stromkostenzuschuss? Vom Stromkostenzuschuss des Bundes (auch bekannt als Stromkostenbremse oder Strompreisdeckelung) profitieren alle Privatpersonen, die einen aufrechten Stromliefervertrag mit einem Energielieferanten haben und auf Ihrem Zählpunkt ein Haushalts-Lastprofil zugeordnet haben.

Kann der Vermieter Strom pauschal abrechnen?

Ist eine Pauschale für Allgemeinstrom erlaubt? Ja, das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) lässt eine Betriebskostenpauschale zu – auch für Allgemeinstrom. Diese Pauschale muss im Mietvertrag klar geregelt sein. Vorteil: Sie müssen keine jährliche Abrechnung abwarten.

Wie wird die Stromsteuer berechnet?

Die Stromsteuer wird in der Regel beim Versorger erhoben und über den Strompreis auf die Verbraucher abgewälzt. Es handelt sich um eine Selbstveranlagungssteuer, d.h. der Steuerschuldner hat eine Steuererklärung abzugeben und darin die Steuer selbst zu berechnen. Die Stromsteuer beträgt derzeit 20,50 Euro/MWh.

Warum wurde die Stromsteuer eingeführt?

Die Stromsteuer als Teil der ökologischen Steuerreform wurde am 1. April 1999 eingeführt. Der Gesetzgeber hat die maßvolle Besteuerung von Energie beschlossen, um Anreize zu schaffen, den Energieverbrauch zu senken und umweltschonende Energieträger verstärkt zu entwickeln und nachzufragen.

Wird Strom ab Januar 2025 teurer?

Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte in Deutschland ist seit dem Jahr 2000 von 13,94 auf 39,70 Cent pro Kilowattstunde in 2025 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 186 % beziehungsweise 7,4 % pro Jahr. Der größte Preissprung war in den Jahren 2022 und 2023 zu verzeichnen.

Wer ist von Stromsteuer befreit?

Das Stromsteuergesetz (StromStG) sieht eine Steuerbefreiung für Strom aus erneuerbaren Energien (EEG-Strom) vor, der in räumlicher Nähe zur Erzeugungsanlage verbraucht wird und nicht durch das Netz der allgemeinen Versorgung geleitet wird.

Wer bezahlt Stromsteuer?

Entnimmt der Stromversorger Strom zum Selbstverbrauch aus dem Versorgungsnetz, muss er ebenfalls Stromsteuer bezahlen. Wenn Sie als Eigenerzeuger Strom zum Selbstverbrauch erzeugen, müssen Sie für den selbst verbrauchten Strom ebenfalls die Stromsteuer zahlen.

Wann bekommt man Geld für Strom zurück?

Geld für Strom bekommt man zurück, wenn Ihr tatsächlicher Verbrauch geringer war als die Summe Ihrer monatlichen Abschlagszahlungen; der Anbieter muss das Guthaben nach der Jahresabrechnung meist innerhalb von zwei Wochen auszahlen oder mit zukünftigen Zahlungen verrechnen, wobei Sie bei Verzögerung eine Mahnung senden sollten. Das passiert typischerweise einmal pro Jahr nach Erhalt der Jahresabrechnung.