Wer zahlt den Anwalt bei einer Untätigkeitsklage?

Gefragt von: Gesine Wenzel
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Bei einer erfolgreichen Untätigkeitsklage zahlt in der Regel die Behörde die Anwalts- und Gerichtskosten, da sie sich oft selbst vertritt. Der Kläger trägt die Kosten nur, wenn die Klage unzulässig oder unbegründet ist oder wenn die Behörde einen zureichenden Grund für die Verzögerung hatte, was selten der Fall ist. Selbst wenn die Behörde erst nach Klageerhebung eine Entscheidung trifft, trägt sie oft die Kosten, wenn der Kläger mit einer Entscheidung rechnen durfte.

Wer trägt die Kosten einer Untätigkeitsklage?

Wenn die Ausländerbehörde das Verfahren verliert, zahlt die Behörde die Kosten für die Untätigkeitsklage. Wenn das Verwaltungsgericht der Ausländerbehörde allerdings recht gibt, müssen Sie die Kosten selbst bezahlen.

Wann verliert ein Anwalt seinen Honoraranspruch?

Falls sich der Anwalt nicht an seine Pflichten aus dem Anwaltsvertrag gehalten hat, verliert er unter Umständen seinen Vergütungsanspruch. Dies kann etwa der Fall sein, wenn er die Interessen des Mandanten nicht ordnungsgemäß wahrgenommen hat oder rechtswidrig gehandelt hat.

Was passiert nach einer Untätigkeitsklage?

Mit der Einlegung einer Untätigkeitsklage können Bürger in Deutschland gegen den verzögernden Verwaltungsakt einer Behörde vorgehen. Die Bearbeitung ihrer Angelegenheit wird so wieder aufgenommen bzw. beschleunigt, sodass eine Entscheidung zu einer bestimmten Frist feststeht.

Kann ich eine Untätigkeitsklage ohne Anwalt einreichen?

Die Untätigkeitsklage kann beim Sozialgericht ohne rechtlichen Beistand oder von einem Anwalt eingereicht werden.

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Wie hoch ist der Streitwert einer Untätigkeitsklage?

Der Streitwert einer Untätigkeitsklage ist nicht pauschal festgelegt, sondern orientiert sich an der wirtschaftlichen Bedeutung der Verzögerung und der Hauptsache; er wird oft als Prozentsatz (z.B. 10–25 %) des Hauptsachewerts angesetzt, kann aber auch fixiert werden, wie z.B. 2.500 € bei reinen Asylverfahren oder pauschal 5.000 € bei ausländerrechtlichen Fällen, wobei Gerichte je nach Fall und Dauer der Untätigkeit einen höheren oder niedrigeren Wert festlegen können. 

Wann ist eine Untätigkeitsklage unzulässig?

Wird die Klage vor Ablauf der Sperrfrist erhoben, so wird sie zulässig, wenn bis zum Ablauf der Sperrfrist der Bescheid nicht erteilt worden ist (BSG vom 26.08.1994, AZ: 13 RJ 17/94, SozR 3-1500 § 88 Nr. 2). Wird der Bescheid noch vor Ablauf der Sperrfrist erteilt, ist die Klage unzulässig.

Ist eine Untätigkeitsklage sinnvoll?

Eventuell ist der Antrag zu unbestimmt und muss konkretisiert werden oder die Behörde braucht eine postalische Adresse, um einen Bescheid zuzustellen. Erst wenn nach Ihrer Antwort drei Monate vergangen sind und die Behörde auf die Ergänzungen nicht reagiert, ist eine Untätigkeitsklage sinnvoll.

Wie lange dauert die Bearbeitung einer Untätigkeitsklage?

Eine Untätigkeitsklage dauert meist mehrere Monate, oft 3 bis 6 Monate, bis eine gerichtliche Entscheidung fällt, wobei die Dauer stark vom Gericht, Fallkomplexität und Arbeitsbelastung abhängt; nach der Klageerhebung kann es noch weitere Wochen bis Monate dauern, bis die Behörde endlich entscheidet, nachdem das Gericht sie dazu verpflichtet hat, aber in dringenden Fällen kann die Klage beschleunigt werden. 

Kann ein Anwalt die Einbürgerung beschleunigen?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Anwalt die Einbürgerung nicht direkt beschleunigen kann, indem er die Bearbeitungszeit verkürzt. Er kann jedoch dazu beitragen, dass der Prozess insgesamt reibungslos und zügig verläuft, indem er Fehler vermeidet und den gesamten Antragsprozess professionell navigiert.

Wann muss ich meinen Anwalt nicht bezahlen?

Wann muss man keine Anwaltskosten zahlen? Anwaltskosten vermeiden kann grundsätzlich nur, wer Anspruch auf Beratungs- und Prozesskostenhilfe hat. Außerdem ist es möglich, eine kostenlose Erstberatung in Anspruch zu nehmen, die Anwälte aber nicht kostenfrei anbieten müssen.

Was kann ich tun, wenn mein Anwalt untätig ist?

Wenn Ihr Anwalt untätig ist, sollten Sie zuerst schriftlich eine letzte Frist setzen, dann das Mandat fristlos kündigen und eine neue, spezialisierte Vertretung suchen; parallel können Sie die Handakte anfordern und bei gravierenden Pflichtverletzungen eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer einreichen oder Schadensersatzansprüche prüfen lassen. Wichtig ist eine lückenlose Dokumentation aller Vorfälle, um Ihre Rechte durchzusetzen. 

Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 10.000 €?

Bei einem Streitwert von 10.000 € liegen die einfachen Anwaltsgebühren (Grundgebühr) je nach Tätigkeit zwischen ca. 550 € und 650 €. Für eine vollständige Vertretung (Verfahrens- und Terminsgebühr) sowie das Erstgespräch und Korrespondenz können die Gesamtkosten aber auch höher ausfallen, oft im Bereich von ca. 1.200 € bis 2.300 € für die Anwaltsleistungen, zuzüglich Mehrwertsteuer und Auslagen. 

Was ist eine Untätigkeitsklage gegen ein Gericht?

Durch die Untätigkeitsklage geht die Zuständigkeit für die rechtliche Angelegenheit auf das Gericht über, sodass die beklagte Behörde die rechtliche Herrschaft über das Verfahren verliert. Die Entscheidung des Gerichts ist somit für die beklagte Behörde rechtlich bindend und muss durch diese dann umgesetzt werden.

Wie lange hat eine Behörde Zeit, einen Antrag zu bearbeiten?

Fragen Sie regelmäßig nach, wie weit die Bearbeitung ist. Gestehen Sie der Behörde jedoch auch eine gewisse Zeit zu. Als Richtwert dienen hier 4 Wochen nach Abgabe aller Unterlagen.

Wie hoch ist der Streitwert bei einer Untätigkeitsklage im Einbürgerungsverfahren?

Der Streitwert einer Untätigkeitsklage in einem Einbürgerungsverfahren beträgt in der Regel 10.000 € pro Person, was zu Gerichtskosten von etwa 798 € führt und auch die Basis für Anwaltsgebühren (oft rund 1.850 €) bildet, wobei die Behörde die Kosten meist erstatten muss, wenn die Klage erfolgreich ist und die Verzögerung unverschuldet war. 

Wie viel kostet eine Untätigkeitsklage?

Für eine Untätigkeitsklage bei Einbürgerung fallen in der Regel 798 Euro an. Diese Kosten werden Ihnen im Erfolgsfall von der Gegenseite erstattet (§ 154 VwGO). Allerdings kann es einige Zeit dauern, bis ein Urteil ergeht und Sie diese Kosten zurückerhalten.

Kann ich eine Untätigkeitsklage ohne Anwalt erheben?

Ja, eine Untätigkeitsklage kann in Deutschland grundsätzlich ohne Anwalt eingereicht werden, da es vor Sozialgerichten, Verwaltungsgerichten und Arbeitsgerichten keinen generellen Anwaltszwang gibt (§ 67 VwGO); es ist aber oft ratsam, sich anwaltlich beraten zu lassen, da spezialisierte Juristen die Erfolgsaussichten prüfen, Fristen überwachen und den Prozessablauf besser steuern können, was auch die Chancen auf eine zügigere Entscheidung erhöht, besonders bei komplexen Fällen wie Einbürgerungen oder Sozialleistungen. 

Wie hoch sind die Chancen beim Sozialgericht?

Rein statistisch gesehen ist die Erfolgsquote vor dem Sozialgericht eher gering, sie wird auf etwa 20% geschätzt. Das sagt aber wohl nur, dass die meisten Kläger Ihre gesundheitlichen Einschränkungen über-, und die medizinischen Hürden für eine entsprechende Rente, unterschätzen. EM-Renten gehen manchmal seltsame Wege.

Welche Folgen hat eine Untätigkeitsklage?

Mit der erfolgreichen Untätigkeitsklage wird die Behörde zum Erlass des unterlassenen Verwaltungsaktes verurteilt. Stellt sich heraus, dass die Behörde einen zureichenden Grund für die Nichtbescheidung hatte, setzt das Gericht das Verfahren aus bis zum Ablauf einer von dem Gericht gesetzten Frist.

Wie kann ich eine Untätigkeitsklage beim Finanzgericht einreichen?

Die Einreichung der Untätigkeitsklage kann nur erfolgen, wenn das Finanzamt keine Einspruchsentscheidung trifft. Es müssen mindestens sechs Monate nach Eingang des Einspruchs zum Steuerbescheid vergangen sein. Eine Untätigkeitsklage ist nicht beim Finanzamt, sondern beim zuständigen Finanzgericht einzureichen.

Wann ist eine Untätigkeitsklage unbegründet?

Beispiel für eine unbegründete Verzögerung ist, wenn die Behörde personell unterbesetzt ist. Im Gegensatz dazu ist eine Klageeinreichung unzulässig, wenn die Verzögerung begründet ist, wenn beispielsweise Unterlagen fehlen, sodass ein Abschluss der Bearbeitung nicht möglich ist.

Wo erhebt man eine Untätigkeitsklage?

Eine Untätigkeitsklage reichen Sie beim zuständigen Fachgericht ein – je nach Fall beim Verwaltungs-, Sozial- oder Finanzgericht, nicht bei der Behörde selbst. Die Klage muss schriftlich (mit Unterschrift) oder zur Niederschrift bei der Geschäftsstelle eingereicht werden, sobald die Behörde nach angemessener Frist (oft 3 Monate) nicht entschieden hat. 

In welchen beiden Fällen kommt eine Untätigkeitsklage in Betracht?

Die Untätigkeitsklage ist immer dann statthaft, wenn Sie einen Antrag gestellt oder einen Widerspruch erhoben haben und die Behörde „ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht entschieden“ hat.

Wie schnell wird eine Untätigkeitsklage bearbeitet?

Eine Untätigkeitsklage dauert meist mehrere Monate, oft 3 bis 6 Monate, bis eine gerichtliche Entscheidung fällt, wobei die Dauer stark vom Gericht, Fallkomplexität und Arbeitsbelastung abhängt; nach der Klageerhebung kann es noch weitere Wochen bis Monate dauern, bis die Behörde endlich entscheidet, nachdem das Gericht sie dazu verpflichtet hat, aber in dringenden Fällen kann die Klage beschleunigt werden.