Werden Eltern bei Bürgergeld herangezogen?

Gefragt von: Norman Giese-Kröger
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Ja, Eltern können bei Bürgergeld-Bezug ihrer Kinder herangezogen werden, besonders wenn das Kind unter 25 ist und bei ihnen wohnt, da dann eine Bedarfsgemeinschaft entsteht und ihr Einkommen/Vermögen angerechnet wird; bei volljährigen Kindern über 25 wird nur Unterhalt herangezogen, wenn die Eltern ein hohes Einkommen (über 100.000 € brutto/Jahr) haben oder der Bezug vor dem 25. Lebensjahr erfolgte, aber es gibt Ausnahmen für Schwangere oder Eltern kleiner Kinder.

Sind Eltern unterhaltspflichtig bei Bürgergeld?

Beim Bürgergeld müssen Eltern grundsätzlich Unterhalt für ihre volljährigen Kinder zahlen, wenn diese Bürgergeld beziehen und sich in der sogenannten "Erstausbildung" (Schule, Studium, Ausbildung) befinden, es sei denn, das Kind verzichtet freiwillig auf den Unterhalt (außer bei Schwangerschaft/Kleinkindbetreuung). Das Jobcenter kann sich diesen Unterhaltsanspruch von den Eltern erstatten lassen, wenn die Kinder selbst Bürgergeld beantragen und die Eltern leistungsfähig sind. Wer selbst Bürgergeld bezieht, muss aber auch Unterhalt zahlen, wenn er dazu finanziell in der Lage ist, wobei das Jobcenter die Leistungsfähigkeit prüft und Freibeträge berücksichtigt. 

Werden Eltern bei der Grundsicherung herangezogen?

Werden meine Kinder oder Eltern zum Unterhalt herangezogen, wenn ich Grundsicherung beantrage? Kinder oder Eltern werden nicht zum Unterhalt herangezogen, wenn ihr jährliches Einkommen jeweils unter 100.000,00 Euro liegt.

Hat man Anspruch auf Bürgergeld, wenn man bei den Eltern wohnt?

Wenn Sie noch zu Hause bei Ihren Eltern wohnen, dann bilden Sie mit diesen eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft. Das bedeutet, dass grundsätzlich auch das Einkommen und Vermögen Ihrer Eltern bei der Berechnung eines möglichen Bürgergeldanspruches berücksichtigt werden müssen.

Besteht Anspruch auf Bürgergeld, wenn die Eltern Vermögen haben?

Beim Bürgergeld haben Kinder ebenfalls ein eigenes Schonvermögen, das nicht angetastet wird: Im ersten Bezugsjahr (Karenzzeit) sind bis zu 15.000 € pro Kind geschützt, danach gilt ein fester Freibetrag von ebenfalls 15.000 € pro Person (inkl. Kinder). Es gibt jedoch spezielle Freibeträge für junge Erwachsene (bis 20 J.) sowie für notwendige Ausbildungs- und Erwerbsmittel, und nicht alles, was als Vermögen gilt, muss tatsächlich verwertet werden, wenn es nicht zugänglich ist. 

Bürgergeld: Trifft es uns schneller als gedacht? | STRG_F

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Wie viel Geld darf man verdienen, wenn Eltern Bürgergeld bekommen?

Ab dem 1. Juli 2023 steigt diese Freigrenze auf 520 Euro im Monat. Die meisten verdienen neben Schule, Studium oder Ausbildung nicht so viel. Das bedeutet, dass du von deinem ehrlich verdienten Geld dann nichts mehr abgegeben musst. Wer doch mehr arbeitet, darf im Bereich von 520 bis 1000 Euro 30 % behalten.

Wird Erspartes bei Elternunterhalt angerechnet?

Es spielt keine Rolle, wie viel von Ihrem Vermögen Sie für den Elternunterhalt aufwenden sollen. Es reicht, dass das Vermögen überhaupt angetastet werden muss, um den Elternunterhalt zu leisten.

Wann gehört ein Kind nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft der Eltern?

Nicht zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören:

Kinder, die ihren Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen oder Vermögen bestreiten können. verheiratete Kinder, Kinder, die bereits 25 Jahre alt sind, auch wenn sie mit den Eltern zusammenwohnen.

Wie lange müssen Eltern für ihre arbeitslosen Kinder aufkommen?

Unbeschadet des Grundes der Arbeitslosigkeit des Jugendlichen bleibt die Unterhaltspflicht der Eltern bestehen, solange das Kind noch minderjährig ist.

Wann kann das Sozialamt von Angehörigen Geld fordern?

Das Sozialamt kann von Angehörigen (Kindern/Eltern) Geld fordern, wenn der Pflegebedürftige selbst die Pflegekosten nicht decken kann und die Kinder/Eltern ein Jahreseinkommen über 100.000 € brutto haben (Angehörigen-Entlastungsgesetz). Zusätzlich können Schenkungen der Pflegebedürftigen, die weniger als 10 Jahre zurückliegen, vom Sozialamt zurückgefordert werden, um Pflegekosten zu decken, wobei die Haftung oft auf den Wert der Schenkung begrenzt ist. 

Wie hoch darf das Einkommen der Eltern sein?

Die Einkommensgrenze für Paare und für Alleinerziehende liegt für Geburten ab dem 1. April 2024 bei 200.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und für Geburten ab dem 1. April 2025 bei 175.000 Euro zu versteuerndem Einkommen. Wird diese Grenze überschritten, können Eltern kein Elterngeld bekommen.

Wann besteht Unterhaltspflicht gegenüber den Eltern?

Kinder müssen für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt – dies gilt seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz 2020. Bis zu dieser Grenze greift der Staat (Sozialamt) ein, um die Pflegekosten zu decken; erst wenn das Einkommen des Kindes diese Grenze überschreitet, kann es für den Elternunterhalt herangezogen werden, wobei das eigene Vermögen des Kindes in der Regel nicht zählt. 

Sind meine Eltern verpflichtet mich finanziell zu unterstützen?

Pflicht der Eltern

Eltern sind - als Verwandte in gerader Linie - nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1601 BGB) grundsätzlich verpflichtet, ihren volljährigen Kindern während einer Ausbildung, also auch während eines Studiums, Unterhalt zu zahlen.

Wann müssen Kinder für ihre Elternunterhalt zahlen?

Seit 2020 werden nur noch sehr gut verdienende Kinder mit einem Brutto-Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro zum Unterhalt für ihre Eltern durch den Sozialhilfeträger herangezogen. Übersteigt das Einkommen eines Kindes diese Grenze nicht, braucht es sich am Unterhalt des Elternteils nicht zu beteiligen.

Wann müssen Eltern für erwachsene Kinder zahlen?

Eltern müssen für erwachsene Kinder zahlen, solange diese sich in ihrer ersten berufsqualifizierenden Ausbildung (Studium/Lehre) befinden und bedürftig sind; die Pflicht endet mit Abschluss der Ausbildung, außer bei Pflegebedarf der Eltern (dann müssen Kinder erst ab über 100.000€ brutto/Jahr zahlen, dank Angehörigen-Entlastungsgesetz). Für Kinder mit Behinderung gibt es Sonderregelungen (Grundsicherung). 

Wie lange ist man unterhaltspflichtig, wenn das Kind keine Ausbildung macht?

Ein Kind hat Anspruch auf Unterhalt bis zum Abschluss einer ersten beruflichen Ausbildung oder eines Studiums. Auch volljährige Kinder haben Unterhaltsanspruch – aber beide Elternteile sind dann barunterhaltspflichtig. Beginnt das Kind keine Ausbildung oder bricht es diese grundlos ab, kann der Anspruch entfallen.

Wann müssen Kinder für ihre Eltern zahlen Bürgergeld?

Ob Kinder ihren Eltern Elternunterhalt zahlen müssen, hängt von dem Einkommen des Kindes ab. Wie die Verbraucherzentrale erklärt, müssen Kinder Elternunterhalt zahlen, wenn sie jährlich mehr als 100.000 Euro brutto verdienen. Dabei ist entscheidend, dass es nur um das Jahresbruttoeinkommen des Kindes geht.

Wie lange sind Eltern verpflichtet, ihre Kinder finanziell zu unterstützen?

Eltern sind in Deutschland grundsätzlich verpflichtet, ihre Kinder finanziell zu unterstützen, bis diese das erste berufsqualifizierende Ziel erreicht haben, was meist nach dem ersten Abschluss (Ausbildung oder Studium) der Fall ist – eine starre Altersgrenze gibt es nicht, solange das Kind zielstrebig studiert oder sich in der Erstausbildung befindet, auch über 18 Jahre hinaus, wobei Kindergeld bis 25 bei Schul-/Studienbesuch gezahlt wird und Kinder mit Behinderung unter Umständen länger Unterstützung benötigen. 

Sind meine Eltern unterhaltspflichtig, wenn ich arbeitslos bin?

Ja, Eltern müssen grundsätzlich für ihre erwachsenen, arbeitslosen Kinder Unterhalt zahlen, solange das Kind sich ernsthaft um Arbeit bemüht, aber keinen findet – insbesondere wenn das Kind noch in Ausbildung oder Erstausbildung ist. Die Unterhaltspflicht endet nicht automatisch mit 18, sondern besteht, bis das Kind seinen Unterhalt selbst bestreiten kann, wobei die Düsseldorfer Tabelle die Höhe regelt, aber das Jobcenter bei Sozialleistungen auch prüfen kann, ob Eltern zahlen müssen (ab 100.000 € Jahresbruttoeinkommen). 

Kann ich Bürgergeld beziehen, wenn ich bei meinen Eltern wohne?

Ja, man kann Bürgergeld beantragen, wenn man bei den Eltern wohnt, aber es gibt wichtige Regeln, besonders wenn man unter 25 ist: Man bildet meist eine Bedarfsgemeinschaft mit den Eltern, was deren Einkommen und Vermögen berücksichtigt; Ausnahmen bestehen z.B. für Schwangere oder junge Eltern, oder wenn man älter als 25 ist und eine eigene Wohnung braucht. Ab 25 Jahren zählt man nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft der Eltern, aber das Jobcenter prüft, ob man aus "triftigen Gründen" auszog, wenn man eine eigene Wohnung will. 

Was tun, wenn ein volljähriges Kind nicht arbeiten will?

Wenn ein volljähriges Kind nicht arbeiten will, müssen Eltern (finanziell) unterstützen, solange es in Ausbildung/Studium ist oder eine Übergangszeit nach dem Abschluss überbrückt; danach besteht Erwerbsobliegenheit und Eltern müssen nur bei Unfähigkeit (z.B. Krankheit) zahlen. Der erste Schritt ist oft ein offenes Gespräch. Bei finanziellen Problemen oder fehlender Motivation kann Hilfe für junge Volljährige vom Jugendamt oder eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) der Agentur für Arbeit helfen, aber das Kind muss selbst aktiv werden. 

Wie beweist man, dass man keine Bedarfsgemeinschaft ist?

Um den Nachweis einer fehlenden Bedarfsgemeinschaft (BG) zu erbringen, müssen Sie dem Jobcenter beweisen, dass Sie und die andere Person nicht füreinander einstehen wollen, was sich durch getrenntes Wohnen, getrennte Finanzen und eine reine Wohngemeinschaft ohne eheähnliche Gemeinschaft zeigt – Dokumente wie getrennte Mietverträge, Kontoauszüge, eigene Lebensmittelkäufe und die Widerlegung der Vermutung nach einem Jahr Zusammenleben sind hier entscheidend, da das Jobcenter die Beweislast trägt, wenn die Vermutung widerlegt werden muss. 

Wie kann ich Elternunterhalt vermeiden?

Elternunterhalt lässt sich vermeiden oder reduzieren durch das Überschreiten der Einkommensgrenze von 100.000 € brutto jährlich, die Geltendmachung einer Unbilligkeit (z.B. bei grober Vernachlässigung in der Kindheit), das Geltendmachen des Schonvermögens und durch frühe Vorsorge (Pflegezusatzversicherung, Altersvorsorge), da ein geordneter Lebensstil und ausreichende Eigenvorsorge die finanzielle Leistungsfähigkeit mindern können. Auch die eigene finanzielle Planung, z.B. durch Steuerabzüge, hilft, den Unterhaltsanspruch zu minimieren.
 

Sind Rentner unterhaltspflichtig für ihre Eltern?

Ja, auch als Rentner müssen Sie potenziell Elternunterhalt zahlen, wenn Ihre Eltern pflegebedürftig werden und ihre eigenen Einkünfte (Rente, Pflegekasse, Vermögen) die Pflegekosten nicht decken; allerdings gibt es durch das Angehörigen-Entlastungsgesetz eine wichtige Einkommensgrenze von 100.000 Euro Jahresbruttoeinkommen für Kinder, unterhalb derer Sie in der Regel nicht herangezogen werden, und auch darüber hinaus gelten großzügige Selbstbehalte nach der Düsseldorfer Tabelle, die ein erhebliches Einkommen übrig lassen müssen. 

In welchen Fällen entfällt die Unterhaltspflicht?

Man muss keinen Unterhalt zahlen, wenn man leistungsunfähig ist (Eigenbedarf gedeckt), das Kind selbstständig ist (z.B. nach abgeschlossener Ausbildung/Studium und mit eigenem Einkommen), das Kind schwere Verfehlungen begeht, eine Ausbildung abbricht (ohne triftigen Grund), sich „auf Weltreise“ begibt oder eine verfestigte Partnerschaft mit eigenem Einkommen eingeht, sowie bei bestimmten Einkommensgrenzen für den Elternunterhalt (z.B. 100.000 € brutto bei den Sozialhilfeträgern).