Wie gibt man große Geldsummen aus?

Gefragt von: Karl-Otto Straub-Martens
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Große Geldsummen gibt man am besten durch sichere, digitale Wege wie Überweisungen (innerhalb Europas SEPA, international per SWIFT/Spezialdienst), oder durch kontrolliertes Abheben am Bankschalter (nach Voranmeldung) aus, da Bargeld-Transaktionen über 10.000 € Ausweispflichten und Aufzeichnungspflichten für Händler mit sich bringen, um Geldwäsche zu bekämpfen. Alternativ kann man große Beträge auch in Sachwerte (Immobilien, Aktien über ETFs) investieren oder per Bargeldtransferdienst verschicken, wobei der Versand von Bargeld per Post nur bis 100 € versichert ist.

Wie kann ich eine größere Geldsumme abheben?

Um eine größere Summe Bargeld abzuheben, müssen Sie in der Regel Ihr Tageslimit erhöhen, dies bei Ihrer Bank ankündigen oder direkt in einer Filiale am Schalter abheben; für hohe Beträge (z.B. > 10.000 €) ist die Filialabholung oft unerlässlich und erfordert Voranmeldung, da Automatenlimits schnell erreicht sind und Filialen nicht immer große Mengen sofort verfügbar haben.
 

Wie überweist man hohe Beträge?

Um eine große Summe zu überweisen, müssen Sie oft das Online-Banking-Limit erhöhen, was meist im Banking-Portal möglich ist (oft bis 50.000 €), für höhere Beträge die Bank direkt kontaktieren (Filiale oder telefonisch) oder eine Kontoüberweisung tätigen, da Online-Limits schnell erreicht sind. Bei Auslandsüberweisungen ab 12.500 € (oder 50.000 € ab 2025) besteht zudem eine Meldepflicht bei der Deutschen Bundesbank (AWV-Meldepflicht), um Geldwäscheprävention zu gewährleisten. 

Wie oft kann ich 9000 € ohne Nachweis auf mein Konto einzahlen?

Sie können 9.000 € mehrmals ohne Nachweis einzahlen, solange die Summe der Einzelbeträge pro Transaktion unter 10.000 € bleibt, aber wenn die Gesamtsumme über 10.000 € steigt (auch durch mehrere kleine Einzahlungen, die "gestückelt" wirken), müssen Sie einen Herkunftsnachweis erbringen, da Banken verpflichtet sind, dies nach dem Geldwäschegesetz zu prüfen, besonders bei "Smurfing". 

Kann man 100.000 Euro abheben?

Ja, 100.000 € kann man abheben, aber nicht einfach so am Automaten; man muss dies vorher bei der Bank anmelden, oft mit Vorlaufzeit, da dies über die normalen Tageslimits (oft 1.000-10.000 €) hinausgeht und dem Geldwäschegesetz (GwG) unterliegt, was eine Identifikation und Herkunftsnachweis für das Geld erfordert, besonders ab 10.000 €. Sie benötigen dafür einen Termin in einer Filiale und müssen Ihren Ausweis bereithalten. 

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Kann ich mein ganzes Geld von der Bank holen?

Unbegrenzt Bargeld abzuheben ist an den meisten Geldautomaten nicht möglich. Ein sogenanntes Tageslimit bestimmt die Höhe. Banken, Geldinstitute und Finanzdienstleister haben diese Sperre zum Schutz des Vermögens ihrer Kunden eingerichtet. Das Limit verhindert, dass Kriminelle Konten auf einmal leerräumen können.

Ist es möglich, ein Auto für 30.000 Euro bar zu bezahlen, wenn ich privat kaufe?

Ja, ein Auto für 30.000 € privat bar zu bezahlen ist möglich, aber ab 10.000 € müssen Käufer und Verkäufer das Geldwäschegesetz beachten; der Verkäufer muss die Herkunft des Geldes nachweisen können (z.B. durch einen Kaufvertrag), was bei Einzahlungen >10k € bankseitig zur Nachweispflicht führt, aber mit dem Autokaufvertrag als Beleg oft unproblematisch ist – der Verkäufer sollte aber bereit sein, Bargeld zu akzeptieren und die Dokumente erst nach vollständiger Bezahlung übergeben. 

Bei welcher Summe prüft das Finanzamt das Konto?

Wer mehr als 10.000 Euro in bar bei seiner Bank oder Sparkasse einzahlt, muss künftig erklären woher das Geld kommt. So will es die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin.

Kann ich 30.000 Euro überweisen?

Ja, Sie können 30.000 Euro überweisen, aber Sie müssen die Limits Ihrer Bank beachten (oft durch Erhöhung anpassbar) und je nach Land (Inland oder Ausland) unterschiedliche Meldepflichten erfüllen: Innerhalb Deutschlands gibt es oft höhere Limits oder die Möglichkeit, diese anzuheben, während für Auslandsüberweisungen über 12.500 € (bzw. 50.000 € seit neuestem) eine Meldepflicht bei der Bundesbank besteht (AWV-Meldung).
 

Wie soll man erspartes Geld nachweisen?

Geeignete Belege können nach Auskunft der BaFin insbesondere sein: ein aktueller Kontoauszug bzgl. Ihres Kontos bei einer anderen Bank oder Sparkasse, aus dem die Bargeldauszahlung hervorgeht. Bargeldauszahlungsquittungen einer anderen Bank oder Sparkasse.

Wie überweise ich große Summen?

Um eine große Summe zu überweisen, müssen Sie oft das Online-Banking-Limit erhöhen, was meist im Banking-Portal möglich ist (oft bis 50.000 €), für höhere Beträge die Bank direkt kontaktieren (Filiale oder telefonisch) oder eine Kontoüberweisung tätigen, da Online-Limits schnell erreicht sind. Bei Auslandsüberweisungen ab 12.500 € (oder 50.000 € ab 2025) besteht zudem eine Meldepflicht bei der Deutschen Bundesbank (AWV-Meldepflicht), um Geldwäscheprävention zu gewährleisten. 

Was passiert, wenn man nicht nachweisen kann, woher das Geld kommt?

Was geschieht, wenn man die Herkunft des Geldes nicht nachweisen kann? Wenn Sie die Mittelherkunft für Beträge über 10.000 Euro nicht nachweisen können, kann die Bank die Einzahlung ablehnen.

Wie bezahle ich größere Beträge?

Welche Zahlungsmittel kommen bei größeren Zahlungen infrage?

  1. Zahlung per Überweisung/Vorkasse/Rechnung.
  2. Zahlung per Lastschrift.
  3. Zahlung mit Girocard/Bankkarte.
  4. Zahlung mit Kreditkarte.
  5. Zahlung via PayPal.
  6. Zahlung mit Bargeld.

Kann ich 20000 Euro bei der Sparkasse abheben?

Um 20.000 € bei der Sparkasse abzuheben, müssen Sie das Tageslimit Ihrer Karte erhöhen, da das Standardlimit meist nur 1.000 bis 3.000 € beträgt. Dies geht meist direkt online über das Sparkassen-Online-Banking oder die App (oft bis 10.000 € oder mehr), bei höheren Beträgen müssen Sie jedoch vorab Ihre Filiale kontaktieren, um den Betrag zu bestellen und die Verfügbarkeit sicherzustellen, da dies oft einen Termin oder eine Vorankündigung erfordert.
 

Wie viel Geld darf man maximal auszahlen?

Die EU führt eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ein, um Finanzkriminalität zu bekämpfen. Die neue Regelung sieht außerdem vor, dass bei Barzahlungen über 3.000 Euro die Käuferdaten erfasst werden müssen.

Wie viel Geld darf ich maximal auf meinem Girokonto haben?

Grundsätzlich gibt es keine gesetzliche Obergrenze, wie viel Geld auf dem Konto sein darf, aber es gibt wichtige Richtlinien: Bis zu 100.000 € pro Person und Bank sind durch die Einlagensicherung geschützt, bei höheren Beträgen greift die Sicherung nicht. Für den Alltag sind 1-3 Nettogehälter als Puffer ratsam, während für Sozialleistungen wie die Grundsicherung ein Schonvermögen von ca. 10.000 € (Alleinstehende) gilt. Bei größeren Bargeldeinzahlungen (über 10.000 €) müssen Herkunftsnachweise vorgelegt werden (Geldwäschegesetz). 

Kann man 100.000 Euro auf einmal überweisen?

Hier sind die Ausnahmen, in denen Limits für Überweisungen gelten: SEPA-Sofortüberweisung: Es gibt ein Limit von 100.000 EUR pro eingehender Überweisung. Wenn der Absender eine Überweisung vornimmt, die diese Schwelle überschreitet, wird die Überweisung stattdessen als normale SEPA-Überweisung verarbeitet.

Wann meldet die Bank an das Finanzamt?

Banken melden dem Finanzamt nicht pauschal ab bestimmten Beträgen, aber bei Bargeldeinzahlungen über 10.000 € ist ein Herkunftsnachweis nötig (Geldwäschegesetz), und bei Auslandsüberweisungen ab 50.000 € (seit 2025) besteht eine Meldepflicht an die Bundesbank, was indirekt das Finanzamt interessieren kann. Das Finanzamt wird bei Verdacht auf Steuerhinterziehung oder Geldwäsche aktiv, z.B. durch Kontenabrufe, wenn ungewöhnliche Transaktionen auffallen. 

Wie oft darf ich 9000 Euro ohne Nachweis einzahlen?

Sie dürfen 9.000 € theoretisch unbegrenzt oft einzahlen, da die Nachweispflicht für Bargeldeinzahlungen erst ab 10.000 € pro Transaktion gilt, aber die Bank kann auch bei niedrigeren Beträgen (< 2.500 € für Gelegenheitskunden) Nachweise verlangen und bei wiederholten Einzahlungen nahe der 10.000 €-Grenze misstrauisch werden, um Geldwäsche zu verhindern. Wichtig ist: Es gibt keine gesetzliche Grenze, aber die Bank muss die Herkunft bei Beträgen über 10.000 € nachweisen lassen, und bei wiederholten kleineren Einzahlungen wird ein Herkunftsnachweis (z.B. Belege, Kontoauszüge) fällig, um Geldwäsche zu verhindern. 

Kann man 60.000 Euro überweisen?

Ja, 60.000 € können überwiesen werden, aber Sie müssen die Limits Ihrer Bank und das Geldwäschegesetz (AWV-Meldepflicht ab 10.000 € bei Bargeld, ab 12.500 € für bestimmte Meldepflichten) beachten, was in der Regel bedeutet, dass Sie Ihr Online-Limit anpassen lassen oder die Überweisung persönlich in einer Filiale tätigen müssen und bei Auslandszahlungen die Meldepflicht beachten. 

Hat das Finanzamt Zugriff auf meine Kontobewegungen?

An Informationen über den Kontostand oder die Kontobewegungen gelangt das Finanzamt zunächst nicht. Um den Kontostand zu erfahren, muss der Fiskus sich in einem weiteren Schritt an das jeweilige Geldinstitut wenden.

Welche Geldeingänge meldet die Bank?

Banken melden Geldeingänge vor allem aufgrund der AWV-Meldepflicht (Außenwirtschaftsverordnung) bei Zahlungen über 12.500 Euro von/nach dem Ausland, sowie bei verdächtigen Transaktionen im Rahmen des Geldwäschegesetzes (GwG), besonders bei hohen Barzahlungen (ab 10.000 Euro, bei Fremdbanken ab 2.500 Euro) – hier muss ein Herkunftsnachweis erbracht werden, sonst droht Ablehnung oder Meldung an die Behörden. Meldepflichtig sind nicht nur Überweisungen, sondern auch Kartenzahlungen, Schecks oder Lastschriften mit Auslandsbezug.
 

Was ist eine Ablieferungspauschale?

Ablieferungspauschale. Immer häufiger wird beim Fahrzeugkauf eine sogenannte Ablieferungspauschale verrechnet. Damit sollen Arbeiten wie die Bereitstellung und Abnahme, die Einlösung und Umschreibung sowie Kosten im Zusammenhang mit der obligatorischen Abgaswartung gedeckt werden.

Kann ich mein Auto mit EC-Karte bezahlen?

Ja, man kann ein Auto oft mit einer EC-Karte (Debitkarte) bezahlen, vor allem bei Autovermietungen und zunehmend auch bei Autohändlern, aber es gibt Einschränkungen: Bei der Mietwagenbuchung akzeptieren viele Anbieter (wie Europcar, Sixt, Enterprise) Debitkarten (oft mit Co-Badge wie Visa Debit/Mastercard Debit, Maestro, VPay) für die Kaution und den Mietpreis (manchmal nur vor Ort), wobei oft eine Kreditkarte bevorzugt wird, besonders für höhere Fahrzeugklassen. Bei einem Autokauf (Gebrauchtwagen) wird die Zahlung per Karte immer üblicher, aber größere Beträge erfordern oft eine Absprache mit dem Händler und der Bank wegen Tageslimits.
 

Wie viel Bargeld darf ich als Händler annehmen?

Unternehmen dürfen Barzahlungen nur bis zu einem Betrag von einschließlich 5.000 Euro annehmen.