Wie lange ist die Kündigungsfrist bei krankenkassenwechsel?

Gefragt von: Gisela Nowak-Hempel
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Beim Krankenkassenwechsel gilt in der Regel eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende, wobei Sie mindestens 12 Monate Mitglied sein müssen, aber die neue Kasse kündigt für Sie. Ausnahmen sind der Arbeitgeberwechsel oder eine Beitragserhöhung, die ein Sonderkündigungsrecht ohne Bindungsfrist ermöglichen; hier müssen Sie aber oft sofort handeln.

Wie schnell kann man die Krankenkasse wechseln?

Den Krankenkassenwechsel können Sie in der Regel nach 12 Monaten Bindungsfrist mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende vollziehen, wobei die neue Kasse die Kündigung übernimmt; bei Sonderfällen wie einem erhöhten Zusatzbeitrag oder Jobwechsel geht es schneller, oft sofort. Die neue Kasse" kümmert sich um alles, Sie müssen lediglich einen Antrag stellen und die Bindungsfrist einhalten oder einen der Sonderkündigungsgründe nutzen. 

Welche Kündigungsfristen sind bei einem Wechsel der Krankenkasse zu beachten?

-) bei Ihrer Krankenkasse kündigen so ist es wichtig, dass sie bei einem anstehenden Wechsel die dreimonatige Kündigungsfrist auf das Ende eines Kalendersemesters einhalten Art. 7 KVG. Das bedeutet es gibt einen zusätzlichen Kündigungstermin bis Ende Juni. Somit steht dem Wechsel der Versicherung nichts mehr im Wege.

Welche Kündigungsfristen gibt es bei einem Krankenkassenwechsel?

Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse kann mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Wer kündigt, muss mindestens 12 Monate in der alten Krankenkasse Mitglied gewesen sein. Bei einem Arbeitsplatzwechsel entfällt diese Frist. Die Kündigung selbst übernimmt die neue Krankenkasse.

Sind Krankenkassen monatlich kündbar?

Krankenkassenwechsel: Kündigungsfrist und Bindungsfrist. Sie müssen Ihre bisherige Krankenkasse nicht mehr kündigen, es gilt dennoch eine zweimonatige Kündigungsfrist. Das bedeutet: Wenn Sie den Mitgliedsantrag bei der neuen Kasse gestellt haben, bleiben Sie zunächst noch Mitglied in Ihrer bisherigen Krankenkasse.

Kündigungsfristen KRANKENKASSE WECHSELN | Gesetzliche Krankenversicherung

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Was ist zu beachten bei einem Krankenkassenwechsel?

Um die Krankenkasse zu wechseln, müssen Sie in der Regel mindestens 12 Monate Mitglied sein, dann einfach einen Aufnahmeantrag bei der neuen Kasse stellen (die kümmert sich um die Kündigung), und Sie sind danach wieder 12 Monate gebunden, außer bei Zusatzbeitragserhöhung (Sonderkündigung), wo Sie sofort wechseln können. Wichtig ist, neben dem Beitrag auch Zusatzleistungen, Bonusprogramme und den Service zu vergleichen, bevor Sie wechseln, und Ihren Arbeitgeber formlos zu informieren.
 

Wie lange ist die Kündigungsfrist bei einer Krankenversicherung?

Kündigung durch den Versicherungsnehmer

Der Versicherungsnehmer kann den Krankenversicherungsvertrag jährlich unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von üblicherweise drei Monaten kündigen. Erstmals möglich ist dies nach 3 Jahren Vertragslaufzeit.

Wie lange ist man nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses noch krankenversichert?

Nach dem Ende eines sozialversicherungspflichtigen Jobs besteht in Deutschland für einen Monat ein nachgehender Leistungsanspruch in der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 19 SGB V), also eine nahtlose Absicherung ohne eigene Beitragszahlung; danach muss man sich entweder freiwillig versichern, familienversichern oder, bei Arbeitslosigkeit, zahlt die Agentur für Arbeit die Beiträge. Bei privater Krankenversicherung (PKV) läuft der Vertrag weiter, man muss aber alle Beiträge selbst zahlen. 

Wann sollte man am besten die Krankenkasse wechseln?

Am besten wechselt man die Krankenkasse, wenn die aktuelle Kasse den Zusatzbeitrag erhöht (Sonderkündigungsrecht bis Ende des Monats der Erhöhung, z.B. Ende Januar bei Erhöhung zum April), oder wenn man mindestens 12 Monate Mitglied war, um bei besseren Konditionen (geringere Beiträge, mehr Leistungen) zu wechseln, jeweils mit zwei Monaten Frist zum Monatsende. Sonderfälle wie Jobwechsel oder Umzug ermöglichen ebenfalls einen Wechsel, auch ohne 12-monatige Bindung.
 

Wie lange ist die Kündigungsfrist bei der AOK?

Die reguläre Kündigungsfrist bei der AOK (und anderen gesetzlichen Krankenkassen) beträgt zwei Monate zum Monatsende, wobei Sie normalerweise mindestens 12 Monate Mitglied sein müssen, bevor ein Wechsel möglich ist, sagt Krankenkassen.de, AOK und Krankenkasseninfo.de. Bei einem Wechsel zur AOK kümmert sich die neue AOK meist um die Kündigung bei Ihrer alten Kasse, aber Sie müssen die Frist beachten (z.B. Kündigung im Mai, Wechsel zum 1. August möglich). Ein Sonderkündigungsrecht besteht bei Beitragserhöhungen oder Jobwechsel (ohne Bindungsfrist).
 

Kann man die Krankenkasse vorzeitig kündigen?

Auch wenn die Grundversicherung obligatorisch ist, können Sie kündigen, bevor Sie eine neue Krankenkasse abgeschlossen haben. Die bisherige Krankenversicherung wird Sie erst entlassen, wenn sie die Bestätigung der neuen Versicherung hat. So entsteht keine Lücke.

Welche Krankenkasse ist die günstigste?

Die günstigste Krankenkasse hängt vom individuellen Zusatzbeitrag ab, aber die BKK firmus wird oft als die günstigste bundesweit offene Kasse genannt, gefolgt von der hkk Krankenkasse und der Audi BKK, die niedrige Beitragssätze um die 17,2-17,4 % haben (Stand 2025/2026), wobei die hkk besonders durch solide Finanzen und niedrige Verwaltungskosten punktet und die BKK firmus mit guten Zusatzleistungen lockt. Vergleiche immer den aktuellen individuellen Zusatzbeitrag, da dieser entscheidend ist. 

Kann die Krankenkasse eine Kündigung ablehnen?

Da in Deutschland eine Pflicht zur Versicherung besteht, dürfen die Versicherungsunternehmen ihren Versicherten selbst dann nicht kündigen, wenn diese ihre Beiträge nicht mehr zahlen können. Deshalb kann es vorkommen, dass die Unternehmen im Rahmen einer Bonitätsprüfung im Zweifelsfall einen Antrag ablehnen.

Kann man mit 60 noch die Krankenkasse wechseln?

Wer mindestens 12 Monate Mitglied bei seiner alten Krankenkasse war, kann in jede andere gesetzliche Krankenkasse wechseln - unabhängig vom Alter, dem Gesundheitszustand oder einer laufenden Behandlung. Wenn die eigene Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, gilt ein Sonderkündigungsrecht.

Welche Krankenkasse ist in Deutschland die beste?

Die beste Krankenkasse in Deutschland ist laut verschiedenen Tests häufig die Techniker Krankenkasse (TK), die durch hervorragende digitale Angebote, Service und Zusatzleistungen überzeugt. Auch die HEK (Hanseatische Krankenkasse) und die HKK werden oft als bundesweit gute Optionen genannt, während regionale Kassen wie die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und die Bergische Krankenkasse in ihren Gebieten punkten. Die Wahl hängt aber von persönlichen Bedürfnissen ab, da manche Kassen bei Zusatzbeiträgen (z.B. BKK Firmus, HKK) oder speziellen Leistungen (z.B. alternative Medizin) besser abschneiden können.
 

Hat man Nachteile, wenn man die Krankenkasse wechselt?

Nachteile beim Wechsel der Krankenkasse sind selten und betreffen meist die Verwaltung (z.B. erneute Anträge bei laufender Behandlung/Pflegegrad), den Verlust freiwilliger Satzungsleistungen (die nicht übernommen werden) und die Kosten, wenn Sie von einer privaten in die gesetzliche Kasse wechseln (Alterungsrückstellungen gehen verloren) oder wenn die neue Kasse teurer ist – was Sie aber oft durch den Zusatzbeitrag vermeiden können. Für die medizinische Versorgung bleibt der Versicherungsschutz lückenlos erhalten. 

Welche Krankenkasse macht die wenigsten Probleme?

Finanztip empfiehlt für das Jahr 2025 die HKK, TK und Audi BKK. Diese Krankenkassen haben in unserem Vergleich das beste Gesamtergebnis erreicht. Die BKK Firmus empfiehlt sich, wenn Du möglichst wenig für die Krankenkasse ausgeben möchtest und regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung gehst.

Auf was muss man beim Krankenkassenwechsel achten?

Um die Krankenkasse zu wechseln, müssen Sie in der Regel mindestens 12 Monate Mitglied sein, dann einfach einen Aufnahmeantrag bei der neuen Kasse stellen (die kümmert sich um die Kündigung), und Sie sind danach wieder 12 Monate gebunden, außer bei Zusatzbeitragserhöhung (Sonderkündigung), wo Sie sofort wechseln können. Wichtig ist, neben dem Beitrag auch Zusatzleistungen, Bonusprogramme und den Service zu vergleichen, bevor Sie wechseln, und Ihren Arbeitgeber formlos zu informieren.
 

Welche gesetzliche Krankenkasse ist die teuerste in Deutschland?

Die IKK Brandenburg und Berlin ist die teuerste IKK und teuerste Krankenkasse insgesamt mit künftig 4,35 Prozent Zusatzbeitrag. Dahinter folgt die IKK - Die Innovationskrankenkasse (4,3 Prozent), die IKK classic (3,4 Prozent), die IKK gesund Plus (3,39) sowie die IKK Südwest (3,25 Prozent).

Wie schnell muss man die Krankenkasse wechseln mit Sonderkündigungsrecht?

Wenn die Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht bis zum Ende des Monats, in dem der neue Zusatzbeitrag gilt. Sie können bei einer Erhöhung des Zusatzbeitrages auch dann Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen, wenn Sie noch keine 12 Monate bei ihrer Krankenkasse versichert sind.

Was tun nach eigener Kündigung?

Nach einer Eigenkündigung sollten Sie Ruhe bewahren, nichts Unüberlegtes unterschreiben, sich umgehend bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden (fristwahrend!), weiterhin professionell und engagiert arbeiten, bis zum Schluss Ihre Pflichten erfüllen, ein Arbeitszeugnis verlangen und die nächsten Schritte planen, um sich auf die Jobsuche zu konzentrieren, wobei Sie auch Freistellungen zur Stellensuche nutzen können.
 

Wie lange hat der Arbeitgeber Zeit, mich bei der Krankenkasse abzumelden?

Für die Meldung steht dem Arbeitgeber eine Frist von maximal sechs Wochen zur Verfügung. Das Einhalten dieser Frist ist von entscheidender Bedeutung für den Versicherungsschutz des Arbeitnehmers. Außerdem könnte bei einer verzögerten Abmeldung der Verdacht der illegalen Beschäftigung (Schwarzarbeit) im Raume stehen.

Wie schnell geht ein Krankenkassenwechsel?

Ein Krankenkassenwechsel geht relativ schnell, meist mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsende nach einer 12-monatigen Bindung an die alte Kasse, aber bei Sonderfällen wie Beitragserhöhung oder Arbeitsplatzwechsel entfällt die Bindungsfrist und ein Wechsel ist sofort möglich, wobei die neue Kasse die Kündigung übernimmt und der Prozess in wenigen Wochen abgeschlossen sein kann, sobald alle Unterlagen da sind (oft 2-3 Werktage für die elektronische Meldung). 

Wie lange ist man nach Kündigung noch krankenversichert?

Nach einer Kündigung bleiben Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung meist für einen Monat (ca. 31 Tage) über den sogenannten "nachgehenden Leistungsanspruch" versichert, der eine lückenlose Absicherung gewährleistet, wobei die Beiträge in dieser Zeit vom Arbeitgeber weitergeführt werden, bis der Vertrag endet. Wichtig ist, dass Sie sich direkt bei Ihrer Krankenkasse melden, wenn Sie arbeitslos werden, um nahtlos weiterversichert zu bleiben, da bei Nichtmeldung oder Überschreitung der Frist rückwirkende Nachzahlungen fällig werden können. 

Wann ist der Kündigungstermin für die Krankenkasse?

Meist gilt bei den Krankenkassen eine Kündigungsfrist von drei Monaten auf Ende Jahr. Das heisst: Die Kündigung der Zusatzversicherung muss bis zum 30. September bei Ihrer Krankenkasse eintreffen. Gut zu wissen: Oft haben Zusatzversicherungen eine Mindestlaufzeit.