Wie lange kann man eine Nachzahlung fordern?

Gefragt von: Frau Prof. Annerose Wiegand MBA.
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Nachforderungen aus Nebenkostenabrechnungen müssen Vermieter innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums geltend machen, da der Anspruch ansonsten verfällt, aber die tatsächliche Verjährungsfrist für die Forderung selbst beträgt drei Jahre nach Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, wobei Verhandlungen die Frist hemmen können. Der Mieter hat dann meist 30 Tage nach Erhalt der Abrechnung Zeit zu zahlen, sonst gerät er in Verzug, was zu Mahnungen führen kann.

Wie lange später darf die Nachzahlung kommen?

Nachzahlungen sollten vom Mieter innerhalb von 30 Tagen geleistet werden. Bestehen Zweifel an der Abrechnung, empfiehlt sich eine Zahlung “unter Vorbehalt”.

Wie lange hat man Anspruch auf Nachzahlung?

Gemäß § 556 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) muss die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter vorliegen. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Nachzahlung für diese Nebenkostenabrechnung vom Mieter nicht mehr einforderbar.

Wann verfallen Nachzahlungen?

Verjährung der Nebenkostenabrechnung: Forderungen daraus verjähren nach drei Jahren (§ 195 BGB). Frist beachten: Wird die Abrechnung nicht bis zum Ende des Folgejahres erstellt, sind Nachforderungen ausgeschlossen.

Wann verjährt die Nachzahlung der Nebenkostenabrechnung?

Nachzahlungen aus der Nebenkostenabrechnung verjähren nach drei Jahren (§ 195 BGB), wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (also nach dem Ende des Abrechnungszeitraums). Vermieter müssen die Nachzahlung innerhalb dieser Frist fordern, sonst verfallen die Ansprüche, was auch für Mieter-Guthaben gilt. 

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Wie lange kann ein Mieter rückwirkend Nebenkosten verlangen?

Ein Mieter kann Nebenkosten rückwirkend bis zu drei Jahre geltend machen, wobei die Frist mit dem Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist, nachdem der Vermieter die Abrechnung erstellt und zugestellt hat, aber nicht nach der gesetzlichen 12-monatigen Abrechnungsfrist des Vermieters. Das bedeutet: Wenn eine Abrechnung für 2021 erst im Juni 2022 ankommt, beginnt die Verjährungsfrist am 31.12.2022 und endet am 31.12.2025. 

Können Nachzahlungen verjähren?

Art des Anspruchs

Auch Zinsansprüche verjähren nach drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis erhielt.

Wann muss man Nachzahlung nicht zahlen?

Hat sich Dein Vermieter nicht an die Abrechnungsfrist von zwölf Monaten nach dem Abrechnungszeitraum gehalten, darf Dein Vermieter keine Nachzahlung mehr verlangen (§ 556 Abs. 3 BGB). Auch dann nicht, wenn die zu späte Abrechnung ergeben hat, dass Du mehr verbraucht als an Vorauszahlungen geleistet hast.

Wann ist eine Geldforderung verjährt?

Eine Geldforderung verjährt in Deutschland meist nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, die mit dem Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon Kenntnis erlangt hat (§ 195 BGB). Wichtige Ausnahmen sind z. B. Gewährleistungsansprüche (oft 2 Jahre) oder dingliche Ansprüche (30 Jahre), und die Frist kann durch Mahnbescheid, Klageerhebung oder Schuldanerkenntnis gehemmt oder neu gestartet werden. 

Welche Frist hat der Vermieter für die Nachzahlung der Nebenkostenabrechnung?

Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen, sonst verfällt sein Nachzahlungsanspruch. Wenn die Abrechnung fristgerecht kommt, haben Mieter in der Regel 30 Tage Zeit für die Nachzahlung, auch wenn sie widersprechen (dann oft unter Vorbehalt). Guthaben müssen ebenfalls innerhalb dieser 30 Tage ausgezahlt werden. 

Kann ich eine Nachzahlung für eine verspätete Nebenkostenabrechnung geltend machen?

Wenn der Vermieter die Nebenkostenabrechnung zu spät (nach Ablauf der 12-Monats-Frist) zustellt, kann er grundsätzlich keine Nachzahlungen mehr vom Mieter verlangen, selbst wenn die Abrechnung inhaltlich korrekt wäre – es sei denn, es gibt keine eigenes Verschulden des Vermieters (z.B. wegen Hausverwaltungsproblemen oder verspäteten Bescheiden). Der Mieter muss ein eventuelles Guthaben aber weiterhin ausgezahlt bekommen. 

Wie lange hat der Vermieter Zeit für die Endabrechnung?

Nach § 556 Abs. 3 BGB hat der Vermieter 12 Monate lang Zeit, Mieter/innen ihre Betriebskostenabrechung zukommen zu lassen. Die Frist beginnt mit Ende des Abrechnungszeitraums zu laufen. Beispiel: Die Abrechnung über den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 muss den Mieter/innen spätestens am 31.12.2017 zugehen.

Kann ein Vermieter eine Nachzahlung verlangen?

Der Vermieter kann keine Nachzahlung verlangen. Der vorbehaltlose Ausgleich der Heizkostenabrechnungen ist als vertragliche Vereinbarung anzusehen, mit dem sich die Mieter mit dem Ergebnis und den Modalitäten der Abrechnung einverstanden erklären. Dieser Vertrag ist wirksam.

Wann kann ich eine Nebenkostenabrechnung verlangen?

Um eine Nebenkostenabrechnung anzufordern, fordern Sie diese schriftlich vom Vermieter an und setzen Sie eine klare Frist, z.B. 14 Tage. Wenn die Abrechnung ausbleibt, haben Sie das Recht auf Belegeinsicht, um die Kosten zu prüfen, und können unter Umständen die Zahlung zurückhalten, bis die Abrechnung vorliegt. Verlangen Sie die Abrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums, da der Vermieter sonst Nachzahlungen nicht mehr durchsetzen kann. 

Wie hoch dürfen Nachzahlungen sein?

Eine Nachzahlung (z. B. bei Nebenkosten) darf grundsätzlich keine gesetzliche Obergrenze haben, sie richtet sich nach den tatsächlich angefallenen Kosten. Allerdings muss die Abrechnung formal korrekt sein, darf nur umlagefähige Kosten enthalten und muss für dich verständlich sein, sonst darfst du die Zahlung verweigern, bis sie korrigiert ist. Hohe Nachzahlungen können jedoch zur fristlosen Kündigung führen, wenn der Betrag mehr als zwei Monatsmieten übersteigt, aber Ratenzahlung ist oft verhandelbar. 

Ist eine Nachzahlung fällig, wenn die Nebenkostenabrechnung fehlerhaft ist?

Ist die Abrechnung formell fehlerhaft, ist eine etwaige Nachzahlung nicht fällig. Sie haben Anspruch auf eine formell korrekte Abrechnung. Kann Ihr Vermieter Ihnen die korrigierte Version nicht mehr binnen der Abrechnungsfrist zukommen lassen, kann er auch keine Nachzahlung mehr verlangen.

Wie weit rückwirkend dürfen Rechnungen gestellt werden?

Rechnungen dürfen grundsätzlich rückwirkend immer gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber der Kunde kann die Zahlung verweigern, wenn die Verjährungsfrist von drei Jahren abgelaufen ist. Diese Frist beginnt nicht mit dem Datum der Leistung, sondern mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung entstanden ist, sodass eine Forderung aus 2022 am 31.12.2025 verjährt. Wichtig ist, dass Sie nachweisen können, dass die Leistung wirklich erbracht wurde, und die üblichen Pflichtangaben auf der Rechnung vorhanden sind, auch wenn sie rückdatiert wird. 

Wie lange darf ein Gläubiger Geld einfordern?

Gläubiger können Forderungen meist 3 Jahre geltend machen (Regelverjährung nach § 195 BGB), beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstand. Sonderfälle wie Kauf- und Werkvertragsgewährleistung verjähren oft schon nach 2 Jahren, während titulierter Forderungen (z.B. durch Gerichtsurteil) sogar 30 Jahre Zeit haben, aber auch Sonderfälle mit 5 Jahren (Baumängel) oder kürzeren Fristen (Mietrecht) existieren. Die Verjährung kann durch Klageerhebung, Mahnbescheid oder Anerkenntnis durch den Schuldner gehemmt oder neu gestartet werden. 

Wann ist eine Forderung erloschen?

Die regelmäßige Verjährungsfrist für Schulden beträgt in Deutschland gemäß § 195 BGB drei Jahre. Die Frist beginnt am Ende des Jahres,unter der Bedingung, dass die Forderung im Laufe des Jahres fällig geworden ist, in dem die Leistung erbracht wurde.

Wie lange rückwirkend Nachzahlung?

Die Abrechnung muss dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des vereinbarten Abrechnungszeitraums schriftlich vorliegen. Versäumt der Vermieter diese Frist, kann er keine Nachforderungen mehr stellen. Sowohl für Mieter als auch für Vermieter gilt nach § 195 BGB eine Verjährungsfrist von drei Jahren.

Wie lange Zeit für Nachzahlung?

Dies bedeutet, dass Vermieter:innen innerhalb von drei Jahren ab Ende des Abrechnungszeitraums ihre Forderungen gegenüber den Mieter:innen geltend machen müssen. Wenn sie diese Frist versäumen, verlieren sie ihr Recht auf Nachzahlungen.

Wie lange kann eine Nebenkostenabrechnung nachgefordert werden?

Eine Nebenkostenabrechnung kann der Vermieter maximal bis 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums nachfordern, sonst verliert er seinen Anspruch. Die allgemeine Verjährungsfrist für Forderungen beträgt zwar 3 Jahre (§ 195 BGB), beginnt aber erst, wenn die Abrechnung dem Mieter zugegangen ist; ist diese verspätet (nach den 12 Monaten), entfällt die Nachforderungspflicht des Mieters komplett.
 

Wie lange darf eine Rechnung nachgefordert werden?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Wie lange kann man Rechnungen nachträglich einfordern?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es gibt keine Verjährung, wenn Sie eine Rechnung rückwirkend stellen möchten. Sie können also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist.

Wie lange kann das Finanzamt eine Nachzahlung fordern?

Von dem Tag an tickt die Uhr bis zur sogenannten Zahlungsverjährung. Ist die nach fünf Jahren erreicht, sind die Steuerschulden verjährt. Diese Frist der Zahlungsverjährung gilt übrigens auch für die Verjährung von Schulden bei der Grundsteuer. Sie kann also bis zu fünf Jahre rückwirkend eingefordert werden.