Wie lange muss die Lohnsteuerbescheinigung aufbewahrt werden?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Gabriel Pfeifer
sternezahl: 4.5/5 (51 sternebewertungen)

Wie lange muss der Arbeitgeber die Lohnsteuerbescheinigung aufbewahren? Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, die Dokumente 10 Jahre lang aufzubewahren, um möglichen Prüfungen durch das Finanzamt standzuhalten.

Wie lange sollte man eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung aufheben?

Der Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung ist für Arbeitnehmer:innen das, was für Selbstständige der Jahresabschluss ist. Sie sollten den Bescheid bis zur Rente aufheben, denn die Bescheide können dann zur Berechnung der Rente – oder um die Berechnung des Rentenanspruchs anzufechten – benötigt werden.

Wie lange soll man Lohnsteuerbescheide aufbewahren?

Wie lange Steuerunterlagen aufheben als Privatperson? Sie sollten Ihre Steuerunterlagen 4 Jahre lang aufheben. Wenn Sie sehr viel verdienen (mehr als 500.000 Euro im Jahr), sind es 6 Jahre.

Wie lange muss man eine Lohnsteuerabrechnung aufheben?

Steuerrechtlich ist eine Organisation verpflichtet, Unterlagen wie Gehaltsabrechnungen sechs Jahre lang aufzubewahren. § 41 Einkommensteuergesetz (EStG) definiert den genauen Start- und Endtermin: Unternehmen müssen die Lohnabrechnungen bis zum Ablauf des sechsten Kalenderjahres aufbewahren.

Kann ich alte Lohnabrechnungen wegschmeißen?

Ja, alte Lohnabrechnungen können Sie wegschmeißen, aber erst nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von sechs Jahren für steuerrelevante Unterlagen, was bedeutet: Abrechnungen von 2019 können Sie ab 2025 entsorgen; aber empfohlen wird, sie bis zum Renteneintritt aufzubewahren, da sie als wichtiger Nachweis für Rentenansprüche, Steuerprüfungen, Kreditanträge oder bei der Kontenklärung mit der Rentenversicherung dienen. Prüfen Sie die Abrechnung einmal, wenn sie kommt, und wenn alles stimmt, können Sie sie aufheben, bis die Frist abgelaufen ist, oder bis zur Rente archivieren, am besten digital. 

DAS kannst du alles von der Steuer absetzen! 48 Tipps für deine Steuererklärung | Finanzfluss

18 verwandte Fragen gefunden

Welche persönlichen Dokumente sollten Sie aufbewahren und wie lange?

Dokumente, die Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse dokumentieren – wie Geburtsurkunde, Heiratsurkunde und Steuererklärungen – sollten Sie dauerhaft aufbewahren . Bewahren Sie Unterlagen, die Ihre Angaben in der Steuererklärung belegen, sieben Jahre lang auf. Durch die Digitalisierung und Vernichtung Ihrer Papierdokumente verringern Sie das Risiko von Betrug und Identitätsdiebstahl.

Wie lange soll man Kontoauszüge aufheben?

Privatpersonen sollten Kontoauszüge mindestens drei Jahre aufbewahren, da dies die allgemeine Verjährungsfrist ist und sie als Beleg für Zahlungen (Miete, Rechnungen) dient. Für Selbstständige und Unternehmer gilt eine gesetzliche Pflicht von zehn Jahren, während "Besserverdiener" (über 500.000 € Einkommen/Jahr) ihre Kontoauszüge sechs Jahre lang aufbewahren müssen. 

Welche Unterlagen sollte man wegschmeißen?

Diese Unterlagen mit 8-jähriger Aufbewahrungsfrist können Sie vernichten (Auszug):

  • Rechnungen.
  • Quittungen.
  • Kassenbons.
  • Lieferscheine.
  • Frachtbriefe.
  • Kontoauszüge.
  • Eigenbelege.
  • Notbelege.

Wie lange sollte man eine Steuererklärung aufbewahren?

Für eventuelle Auseinandersetzungen mit den Steuerbehörden macht es überdies Sinn, auch alle Steuerunterlagen als Beweismittel für zehn Jahre aufzubewahren. Für Handwerker-, Miet- und Arztrechnungen, aber auch für Lohnunterlagen gilt eine allgemeine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren.

Wann dürfen Steuerunterlagen vernichtet werden?

Aufbewahrungsfristen für Privatpersonen

Steuerbescheide: 6 Jahre (bis Ablauf der Festsetzungsverjährung) Belege zur Steuererklärung: 6 Jahre. Spendenbescheinigungen: 6 Jahre. Handwerkerrechnungen: 6 Jahre (für steuerliche Abzugsfähigkeit)

Welche Unterlagen sollte man von Verstorbenen aufbewahren?

Nach einem Todesfall sollten Sie wichtige Dokumente wie Testamente, Verträge, Steuerunterlagen (mind. 4 Jahre), Rentenbescheide und Versicherungsunterlagen lebenslang oder zumindest bis zur vollständigen Abwicklung des Erbes aufbewahren, da diese für Erbschaft, rechtliche Klärungen, Rentenansprüche und finanzielle Angelegenheiten unerlässlich sind, wobei Geburts-/Heiratsurkunden und Zeugnisse ebenfalls langfristig relevant bleiben. Bewahren Sie Dokumente wie Arbeitsverträge, Rentenbescheide und Zeugnisse bis zum Renteneintritt auf, während Finanzunterlagen wie Steuerbescheide und Rechnungen für Behörden (z.B. 10 Jahre bei Gewerbe) eine längere Frist haben.
 

Kann ich alte Rentenbescheide entsorgen?

Nein, alte Rentenbescheide und zugehörige Unterlagen sollten Sie nicht einfach entsorgen, sondern lebenslang aufbewahren, da sie für die Klärung Ihres Rentenanspruchs entscheidend sind, falls die Rentenversicherung Lücken hat oder Nachweise benötigt werden, insbesondere bei wichtigen Zeiten wie Kindererziehung oder Arbeitslosigkeit. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, aber es ist dringend empfohlen, Renteninformationen, Gehaltsabrechnungen, Arbeitsverträge und Sozialversicherungsnachweise bis zum Renteneintritt und darüber hinaus zu behalten, da die Rentenversicherung selbst nur begrenzte Aufbewahrungsfristen hat.
 

Wie lange muss man Steuerbescheide als Privatperson aufheben?

Steuerunterlagen und Belege für das Finanzamt

Der Lohnsteuerhilfeverein empfiehlt, Steuerunterlagen noch 4 Jahre aufzuheben.

Kann man alte Lohnsteuerkarten entsorgen?

Müssen alte Papier-Lohnsteuerkarten aufbewahrt werden? Wie bereits angesprochen, können Sie als Arbeitnehmer alle Papierlohnsteuerkarten entsorgen, die bereits älter als 10 Jahre sind. Die Finanzämter sprechen sich für eine Aufbewahrungsfrist von 2 Jahren nach Vorlage und Ausstellung des Steuerbescheides aus.

Was muss man länger als 10 Jahre aufbewahren?

Aufbewahrungsfrist 10 Jahre:

Diese gilt für alle Bücher, Inventare und Jahresabschlüsse sowie Eröffnungsbilanzen, aber auch Arbeitsanweisungen oder andere Organisationsunterlagen.

Welche Steuerunterlagen kann ich 2025 entsorgen?

Mit Jahresbeginn 2025 können somit Buchhaltungsdaten, Jahresabschlüsse und Inventarlisten bis einschließlich 2014 entsorgt werden. 8 Jahre beträgt ab 2025 die neue Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege.

Wie entsorgt man Kontoauszüge?

Papierdokumente endgültig und sicher vernichten

Alternativ können Sie einen Aktenvernichtungsdienst in Anspruch nehmen . Unternehmen kommen zu Ihnen ins Unternehmen, holen die Dokumente ab und vernichten sie fachgerecht. Wenn Sie sich für diesen Weg entscheiden, vergewissern Sie sich, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, das die Dokumente sicher vernichtet.

Wie kann ich Kontoauszüge ohne Schredder entsorgen?

Alte Kontoauszüge aus dem Kontoauszugdrucker sollten im Restmüll entsorgt werden. Handelt es sich um Ausdrucke aus dem Online-Banking auf Papier, können Sie diese ins Altpapier geben.

Wie lange sollte man Lohnzettel aufheben?

Sie sollten Lohnzettel als Privatperson mindestens bis zum Renteneintritt aufbewahren, da sie ein wichtiger Nachweis für Ihre Rentenansprüche sind, auch wenn es keine strikte gesetzliche Pflicht gibt. Für Arbeitgeber gilt eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht von sechs Jahren (§ 41 EStG, § 147 AO), in bestimmten Fällen sogar zehn Jahre, beginnend mit dem Ende des Kalenderjahres der Erstellung. 

Soll man alte Kontoauszüge schreddern?

Kontoauszüge können Sie nach Ablauf der entsprechenden Aufbewahrungsfristen oder -empfehlungen vernichten. Die Verbraucherzentralen empfehlen, ausgedruckte Bankauszüge zu schreddern und im Papiermüll zu entsorgen. Wer digital gespeicherte Kontoauszüge löschen will, sollte sicherstellen, dass dies endgültig geschieht.

Wie lange kann die Bank Kontobewegungen zurückverfolgen?

Banken können Kontobewegungen in der Regel bis zu 10 Jahre zurückverfolgen, da gesetzliche Aufbewahrungsfristen (HGB/AO) dies vorschreiben; für Privatkunden gelten oft die längeren Fristen für Geschäftsunterlagen, aber auch die verkürzte Regelverjährungsfrist von 3 Jahren (z.B. für Miete, Versicherungen) ist relevant; online sind die Fristen oft kürzer, aber nach 10 Jahren sind die Daten meist nicht mehr zugänglich. 

Welche Dokumente sollte man lebenslang aufbewahren?

Lebenslange Aufbewahrungsfrist für folgende Dokumente

  1. Standesamtliche Dokumente wie Geburts- und Heiratsurkunden.
  2. Renten- und Sozialversicherungsunterlagen.
  3. Zeugnisse.
  4. Krankenversicherungsunterlagen.
  5. Dokumente über Immobilienkäufe und Grundbuchauszüge.

Welche Unterlagen müssen Sie wirklich aufbewahren?

Bewahren Sie wichtige Dokumente wie Geburtsurkunden, Testamente, Grundbuchauszüge, Eigentumsurkunden, Versicherungspolicen und Sozialversicherungskarten in einem Bankschließfach oder einem feuerfesten Safe auf, auf den Sie im Notfall schnell zugreifen können. Richten Sie außerdem ein einfaches Ablagesystem ein, um alles andere übersichtlich zu verstauen.

Wie lange sollte man Kreditkartenabrechnungen aufbewahren?

Als Verbraucher müssen Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen wahrscheinlich nicht länger als 90 Tage aufbewahren. Sicherheitshalber können Sie sie aber bis zu einem Jahr lang aufbewahren. Wenn Sie mit Ihren Kreditkarten Spenden an gemeinnützige Organisationen tätigen, sollten Sie die entsprechenden Belege – wie alle steuerlich relevanten Dokumente – sechs Jahre lang aufbewahren.